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Mona

Bewertungen

Insgesamt 62 Bewertungen
Bewertung vom 24.10.2022
Die Legenden von Andor: Varkurs Erwachen
Baumeister, Jens

Die Legenden von Andor: Varkurs Erwachen


sehr gut

Wunderschöne Zeichnungen und düstere Geschichte

Ich habe die Graphic Novel Die Legenden von Andor Varkurs Erwachen an einem Stück durchgelesen. Das geht auch ziemlich gut, da die Seiten nicht sonderlich viel Text haben, dafür aber riesige wirklich wunderschöne Illustrationen. Das war mir auch als erstes direkt positiv aufgefallen. Ich bin großer Fan des Zeichenstils und konnte mich an manchen Seiten gar nicht satt sehen. Sie wurden mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass man immer noch was Neues entdeckt.
Der Schreibstil ist einfach aber solide gehalten. Was mich am Anfang ziemlich verwirrt hat, sind die Reime, in denen teilweise Dialoge geschrieben sind. Es ist eine schöne Abwechslung und die sind wirklich schön erdacht, nur kam das am Anfang doch ziemlich aus der Luft gegriffen.
Die Geschichte an sich ist ziemlich düster und brutal. Das hatte ich so echt nicht erwartet. Sonst hat mir die Storyline ganz gut gefallen. Es gibt einen schönen Spannungsbogen und die Geschichte ist geradlinig ohne viel Ausschweifen erzählt. Das Ende wiederum war mir dann doch etwas zu offen.
Die Protagonisten Varkur und Ranja fand ich auch sehr sympathisch. Ranja mit ihrer liebevollen, wissbegierigen und einfühlsamen hat muss man einfach lieben. Mit Varkur muss man einfach mitfiebern. Er wacht ohne Gedächtnis mit einem blutigen Messer am Strand auf und seine ambivalenten Gefühle, hinsichtlich des Wiedererlangens seiner Erinnerungen, sind so gut nachvollziehbar. Er tat mir schon echt leid und manchmal wollte ich ihn während des Lesens einfach nur in den Arm nehmen.
Ich persönlich kenne das Brettspiel Andor nicht, habe aber schon seit längerer Lust dazu es mal auszuprobieren und diese Graphic Novel hat mich noch mehr darin bestärkt.

Ein schönes kurzweiliges Leseerlebnis für Fans und Neuendecker von Andor, das jedoch an einigen Stellen noch etwas ausbaufähig währe.

Bewertung vom 22.10.2022
Wer die Nacht malt / The Lost Crown Bd.1
Benkau, Jennifer

Wer die Nacht malt / The Lost Crown Bd.1


sehr gut

Neues aus dem Jennifer Benkau Universum

Mit „The lost crown – Wer die Nacht malt“ startet nun schon die dritte Dilogie aus dem Jennifer Benkau Universum. Diese fantastische und detailreiche Welt, habe ich bereits in „Her wish so dark“ lieben gelernt. Dennoch viel mir der Einstieg in die neue Reihe etwas schwer. Ich fühlte mich ziemlich in die Story hineingeworfen, dadurch dass ich zu beginn so überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den beiden Protagonisten hatte. Die ersten Kapitel fand ich auch generell etwas zäh.
Das hat sich dann aber zum Glück Kapitel für Kapitel immer mehr gelegt, so dass mich das Buch immer mehr in seinen Bann gezogen hat.

Die Grundidee mit den Farben und Runen, mit denen die Protagonistin Magie wirken kann, gefällt mir wahnsinnig gut. Ich bin sowieso ein Riesenfan von Runenmagie und das passt einfach so perfekt zur Geschichte.
Die Protagonisten Kaya und Mirulay haben mir auch von Beginn an sehr gefallen. Ich liebe es einfach, wie die Beiden nach und nach als Charaktere immer greifbarer werden und man sich als Leser mit jedem Kapitel mehr in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen kann.
Das Buch weist die ein oder andere sehr brutale und blutige Szene auf. Mir haben diese Szenen sehr gut gefallen, da sie die düstere bedrohliche Atmosphäre, die die meiste Zeit in der Geschichte mitschwingt, sehr gut untermalt.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die vielen Nebencharaktere. Die machen das Buch nochmal dynamischer. Nur hätte ich mir bei dem ein oder anderen noch tiefere Einblicke in die Vergangenheit und Motive gewünscht. Vielleicht kommt das ja noch in Band 2.

Nach dem sehr spannenden und rasanten Ende des ersten Bandes und den Andeutungen, wie es in Band 2 weiter gehen könnte, brauche ich unbedingt diesen zweiten Band und freue mich schon sehr drauf.
Im Großen und Ganzen ein guter Einstieg für die Reihe mit ein paar Schwachpunkten.

Bewertung vom 10.10.2022
Geheimnisvolle Liebe (Cinderella) / Disney - Twisted Tales Bd.10
Disney, Walt;Lim, Elizabeth

Geheimnisvolle Liebe (Cinderella) / Disney - Twisted Tales Bd.10


ausgezeichnet

Super Mischung aus original Story und Neuerzählung

Twisted Tales Geheimnisvolle Liebe ist das 4. Buch der Twisted Tales Reihe, dass ich bis jetzt gelesen habe und es reiht sich direkt weit oben ein.

Obwohl ich eigentlich kein großer Fan der Aschenputtel Geschichte bin, da es eins der bekanntesten Märchen ist und man es so schon viele Male gehört hat, war ich sehr neugierig auf diese Neuerzählung.

Und was soll ich sagen? Sie hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Geschichte wirft einen direkt zu Beginn an den aus dem ursprünglichen Märchen bekannten Punkt Cinderella auf dem Ball. Durch diesen prompten Einstieg ohne viel Vorgeplänkel wird man als Leser direkt gefesselt. Da man den Teil der Geschichte noch kennt fühlt man sich auch nicht überrumpelt, sondern freut sich einfach nur über den rasanten Einstieg.

Nur die ersten paar Seiten sind noch, wie im originalen Märchen ab dann ist alles anders, aufregend und neu. Das ganze Buch besteht auf vielen Intrigen und noch mehr überraschenden Wendungen. Immer wieder werden der armen Cinderella Steine auf ihrem Weg zum Glück gelegt. Cinderella als Protagonistin hat mir in dieser Adaption auch sehr gut gefallen und auch den Prinzen Karl fand ich mit seiner idealistischen, revolutionären Art sehr erfrischend. Wer mir besonders ans Herz gewachsen ist, ist die Tante des Prinzen. Ein Charakter, den man so aus der Cinderella Geschichte jetzt nicht unbedingt kennt in dieser Adaption aber eine wichtige Rolle spielt.

Der Schreibstil wirkt etwas altertümlich, ist aber sehr flüssig und passt sehr gut zur Geschichte. Ich für meinen Teil wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen, da es bis zur letzten Seite spannend und abwechslungsreich bleibt.

Die Atmosphäre ist etwas düster gehalten aber die ganzen Orte im Schloss und der näheren Umgebung sind so schön beschrieben, dass man am liebsten selber dort sein und durch die Schlossgärten spazieren möchte.

Ich habe aufjedenfall wieder neue Lust auf mehr Twisted Tales Geschichten bekommen und kann diese Geschichte auch nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 04.09.2022
Vega - Der Wind in meinen Händen
Perko, Marion

Vega - Der Wind in meinen Händen


sehr gut

Spannende Idee mit ein paar kleinen Schwächen in der Ausführung

In einer nicht allzu fernen Zukunft leiden, die Menschen unter den Folgen des Klimawandels. Besonders die Wasserknappheit fordert seinen Tribut. Und mittendrin die junge Vega, ein Mädchen mit der Fähigkeit ohne technische Hilfsmittel Regen zu erzeugen. Als bei einem Einsatz etwas schief läuft gerät sie ins Visier verschiedener Gruppierungen, die nichts Gutes im Schilde führen. Als die Stadt dann auch noch von schlimmen Stürmen geplagt wird steht fest, hier geht es um mehr als nur um Vega.
Das Cover und vor allem die Leseprobe haben mich sehr begeistert, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ein top aktuelles Thema. Die Geschichte hat einen sehr spannenden Einstieg, der sofort fesselt und die ersten Seiten fliegen nur so dahin.
Leider hat der Mittelteil allerdings einige Schwächen und zieht sich ein bisschen beim Lesen. Ist die erste Aufregung erstmal vorbei, war es für mich ein bisschen zu viel Sinn loses hin und her, das die Story nur so semi vorangebracht hat.
Das Ende hat dann wieder sehr an fahrt aufgenommen und noch die ein oder andere Überraschung bereitgehalten, so dass mich das Buch doch noch überzeugen konnte.
Die viel verschiedenen Gruppierungen, die in der Stadt operieren und ihre Finger im Spiel haben sorgen für eine gewisse Abwechslung.
Zu Vega als Protagonistin stehe ich mit geteilter Meinung. Ich weiß nicht so recht, was ich von ihr halten soll. Ich finde sie ein bisschen widersprüchlich. Einerseits ist sie vielen Situationen und Personen gegenüber sehr misstrauisch, so wie ich es in ihrer Situation und mit ihrer Geschichte auch von ihr erwarten würde, anderseits vertraut sie dann in manchen Situationen auch zu schnell und hinterfragt manches einfach nicht.
Den männlichen Protagonisten Leo, mochte ich hingegen sehr gerne. Er war mit direkt sympathisch und hat so eine schöne lockere unkomplizierte Art, die in der eher hektischen und düsteren Atmosphäre des Buches sehr erfrischend ist.
Gegen Ende hat mich das Buch, dann doch noch so sehr überzeugt, dass ich Band 2 definitiv lesen werden.
Empfehlung für alle, die eine Fantasy Dystopie mit einem aktuellen Hintergrund suchen.

Bewertung vom 26.08.2022
Es kann nur eine geben / The School for Good and Evil Bd.1
Chainani, Soman

Es kann nur eine geben / The School for Good and Evil Bd.1


ausgezeichnet

Märchen mal ganz anders

The school for good and evil erzählt die Geschichte zweier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sophie ist immer top gestylt, sehr auf Äußeres bedacht und wünscht sich nichts mehr als eine Prinzessin zu werden und ihren Traumprinzen zu finden. Agatha hingegen lebt auf dem Friedhof, hat eine düstere Erscheinung und ist froh wenn sie in Ruhe gelassen wird.
Eines Nachts entführt der mysteriöse Schulmeister ausgerechnet diese Beiden in die Schule für Gut und Böse. Eine Schule in der Jugendliche auf ihre spätere Rolle in einem Märchen vorbereitet werden. Die Guten werden hier zu Prinzessinen und Helden und die Bösen zu Hexen und Schurken.
Doch kommt alles anders als die Mädchen erwarten und stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe, denn der Schulmeister hat seine ganz eigenen Pläne.

Ich hab dieses Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Der lockere flüssige Schreibstil und die vielen unerwarteten Wendungen sorgen dafür, dass man nur so durch die Geschichte fliegt.
Die beiden Protagonistinnen sind zu Anfang sehr klischeehaft dargestellt aber ich finde genau das macht diese Geschichte aus. Aber die wirklich großartig eingearbeiteten Charakterentwicklungen lassen mit jedem Kapitel mehr und mehr durchblicken, dass es eben nicht so simpel und einseitig ist, wie der Lese vielleicht zu Beginn der Geschichte denkt. Es gibt eben nicht nur Schwarz oder Weiß nicht nur Gut oder Böse und das ist in diesem Buch sehr gut treffend dargestellt.

Das ganze Worldbuilding hat mich sehr beeindruckt. Die Schule mit ihren zwei gegensätzlichen Seiten, die auch vorne nochmal im Buch abgebildet ist, ist sehr detailreich ausgearbeitet und wird auch während der Geschichte immer wieder in Teilen beschrieben, so dass ich ein sehr genaues Bild der einzelnen Räumlichkeiten vor meinem geistigen Auge hatte.
Die vielen Nebencharaktere waren mir gerade zu Beginn ein bisschen viele auf einmal, da hätte ich mir ein kleines Namensverzeichnis zur besseren Übersicht gewünscht aber auch ohne kommt man Leser nach und nach dahinter, wer jetzt wer ist und zu welcher Seite wer gehört. Genau diese Menge ein Charakteren, die alle eine manchmal mehr manchmal weniger genaue Beschreibung und Ausarbeitung bekommen haben geben der Geschichte eine ganz eigene Vielfalt und Dynamik.

Es war mir eine große Freude das Buch zu lesen und ich kann es sehr weiterempfehlen.
Ich persönlich bin jetzt sehr gespannt auf den Film der im Oktober starten soll und werde auch die Reihe definitiv weiterlesen. Ich möchte echt wissen wie es jetzt wohl weitergeht.

Bewertung vom 24.06.2022
Das Antiquariat der verlorenen Dinge
Mahr, Daphne

Das Antiquariat der verlorenen Dinge


sehr gut

Bücherliebe zum Anfassen

Als erstes muss ich die wunderschöne Gestaltung des Buches loben. Das Cover gefällt mir sehr gut und schreit förmlich nach Magie und Geheimnis. Unter dem Umschlag wurde das genauso schön fortgesetzt. Das Buch ist in einem satten grün und mit wunderschön schimmernder goldener Schrift gestaltet. So passt es perfekt zur Geschichte und man könnte meinen selbst eins der verlorenen Bücher in der Hand zu halten.
Die Grundidee des Buches finde ich klasse. Magische, alte Bücher, welcher Bücherwurm wäre damit nicht zu begeistern? Auch vermittelt das Buch mit jeder Seite so viel Bücherliebe, da geht jedem Leser das Herz auf. Die Zeilen, die vor einigen Kapiteln stehen haben mir auch sehr gut gefallen und tragen sehr zu der magischen Atmosphäre bei.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Der Einstieg war mir allerdings etwas zu langatmig und manche Teile der Handlung haben sich leider etwas gezogen. Dennoch gleichen das einige unerwartete Wendungen, mit denen ich so echt nicht gerechnet hatte ganz gut wieder aus.

Clara als Hauptfigur war mir manchmal ein bisschen zu naiv und vertrauensselig für ihre angeblich 16 Jahre. Irgendwie hat das für mich nicht so ganz ins Gesamtbild gepasst. Theo als männlicher Protagonist hat mir da schon besser gefallen. Die kleine Lovestory zwischen den Beiden fand ich für ein Kinder- und Jugendbuch ab 12 Jahren durchaus angemessen.

Das Frankreich Setting hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Frankreich als Land und Urlaubsziel bin, spürt man die Liebe der Autorin zu diesem mit jeder Seite und das ist echt anstecken.

Zusammengefasst würde ich das Buch als eine gelungene Geschichte bezeichnen, die trotz einiger Schwächen sehr lesenswert, da die Grundidee und die Atmosphäre einfach genial sind.

Bewertung vom 18.05.2022
Die Nebel von Walhalla (Bd. 1)
Schinko, Barbara

Die Nebel von Walhalla (Bd. 1)


ausgezeichnet

Eine schöne, originelle Pferdegeschichte
Ich habe schon seit Jahren kein Pferdebuch mehr gelesen, da die doch irgendwie immer alle das gleiche sind. Aber nicht die Nebel von Walhalla. Das wunderschöne Cover ist ein direkter Blickfang und macht sofort Lust auf mehr. Ich liebe die farbliche Gestaltung und die goldenen Akzente geben dem ganzen noch was Magisches.
Die Idee von der Geschichte finde ich großartig und ist mal was komplett anderes als, man es sonst von Pferdebüchern kennt. Walküren Pferde, die aus Walhalla auf die Erde gekommen sind und ihre magischen Kräfte behalten haben ist echt genial. Auch sonst enthält das Buch viele Elemente, der nordischen Mythologie, die super integriert sind und auch schön und leicht verständlich erklärt werden, so dass es auch Leser verstehen, die noch kein Wissen darüber haben.
Bei den Protagonistinnen handelt es sich um Alessa, ihre zwei Monate ältere Cousine Nell und die Enkelin der Reiterhofbesitzerin Feeja, Fee genannt. Ich bin ein Riesenfan von den Namen und auch die Namen der Pferde gefallen mir sehr gut. Charakterlich sind die drei Mädchen grundverschieden aber ergänzen sich perfekt und so ist für jeden Leser jemand dabei mit dem man sich identifizieren kann. Besonders die Hauptfigur Alessa macht zusammen mit ihrem Pferd Courage eine schöne Charakterentwicklung durch. Ich liebe es ja, wenn Charaktere in Krisensituationen über sich hinauswachsen.
Das Buch vermittelt genau die richtigen Werte, so steht Freundschaft, Tierliebe und das an Situationen wachsen stark im Fokus. Aber auch das Fehler eingestehen und aus ihnen Lernen wird schön vermittelt. Die Interaktionen zwischen den Mädchen und ihren Pferden sind auch wunderschön dargestellt.
Allgemein besitzt die Autorin einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil, sodass die Seiten nur so verfliegen. Die letzten 50 Seiten sind nach einem ehr langsamen Einstieg noch richtig spannend geworden und machen total viel Lust auf mehr. So wird deutlich, dass die Gefahren in diesem Band erst der Anfang waren und man sich als Leser sehr auf die Dinge freut, die da hoffentlich noch kommen.
Ein tolles Buch für kleine und große Pferdefreunde.

Bewertung vom 13.05.2022
Flug 416
Newman, T. J.

Flug 416


ausgezeichnet

Ein unfassbar spannender Thriller

Ich lese eigentlich so gut, wie nur Fantasy Bücher und mich muss eine Idee schon echt überzeugen, damit ich mal zu einem anderen Genre greife. Das war hier der Fall. Das Cover ist schon extrem ansprechend gestaltet und allein die Frage „Willst du die Passagiere retten oder deine Familie?“ stellt eine Entscheidung in den Raum, vor die wohl niemand gestellt werden möchte. Ich hatte das Buch noch nicht mal in den Händen, da konnte ich schon nicht mehr aufhören über diese Frage nachzudenken.
Der langjährige Pilot und Familienvater Bill Hoffman wird vor genau diese Entscheidung gestellt, als jemand seine Familie entführt und ihm, die Nachricht zu kommen lässt, dass er sie nur retten kann, wenn er das Flugzeug zum Absturz bringt. Was wird er tun? Das Flugzeug mit 149 unschuldigen Seelen an Bord opfern, die sich darauf verlassen, dass er sie sicher an ihr Ziel bringt oder seine Familie dem Entführer überlassen?
Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Ein sehr spannender Prolog treibt sofort den Puls hoch und die Spannung zieht sich über das ganze Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Viele unerwartete Wendungen, werfen ein ganz neues Licht auf die Handlung und die Hintergründe sind sehr gut erdacht und regen zum Nachdenken an.
Der Thriller ist von einer Flugbegleiterin geschrieben worden und ist mit vielen Hintergrundinformationen und Details im Bereich der Luftfahrttechnik und allem drum und dran bestückt. Das macht die ganze Geschichte nicht nur sehr authentisch, sondern auch informativ und sowas liebe ich total.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders die Flugbegleiter an Bord des Flugs 416 und der FBI-Agent Theo überzeugen mit einer großartigen Charakterentwicklung unter dieser Krisensituation. Durch den Wechsel der Schauplätze und Perspektiven weiß man als Leser immer als die einzelnen Personen und bekommt einen guten Überblick über alles, was an den relevanten Orten gerade passiert und wie eins zum anderen führt. Diese heizt zusätzlich die Spannung ein. Ein kleines Manko ist für mich nur, dass die nahtlosen Perspektivwechsel zwischen Personen, die sich am selben Ort befinden manchmal ein bisschen schwer zu verfolgen waren. Mit der Zeit hat man sich aber ganz gut dran gewöhnt.
Mich hat dieser Thriller von vorne bis hinten überzeugt und ich kann ihn nur jedem ans Herz legen. Auch Lesern, die wie ich kaum Thriller lesen.

Bewertung vom 06.05.2022
Die sechs Kraniche Bd.1
Lim, Elizabeth

Die sechs Kraniche Bd.1


sehr gut

Schöne Märchenadaption mit asiatischem Flair

Die Grundidee des Buches hat mich direkt angesprochen. Ich habe in letzter Zeit ein großes Faible für Märchenadaptionen entwickelt und die sechs Schwäne adaptiert ist mal was anderes als diese ganzen Disney-Neuerzählungen. Auch das asiatische Setting find ich klasse. Ich bin allgemein ein großer Fan der asiatischen Kultur und besonders die Kombination aus dem beiden hat mir sehr gut gefallen. Den Aufbau der Geschichte rund um den Fluch über Prinzessin Shiori und ihre Brüder ist überzeugend erdacht. Zu Shiori als Protagonistin habe ich eine etwas ambivalente Meinung. Einerseits kann ich es schon irgendwie verstehen, dass sie ist, wie sie ist. Als einziges Mädchen mit 6 Brüdern aufzuwachsen ist bestimmt nicht leicht, aber dennoch ist sie mir manchmal einfach zu naiv und stur in ihren Handlungen. Sie meint es immer besser wissen zu müssen und das hat mich doch manchmal echt gestört. Anderseits macht sie auch eine großartige Charakterentwicklung durch und besonders ihre mutige, stolze Seite, mit der sie für ihren Glauben und ihre Ideale einsteht, gefällt mir dann wieder recht gut an ihr.

Das Buch aber auch hat viele grundverschiedene Nebencharaktere und wer mit Shiori nicht warm wird findet bestimmt in denen seinen Liebling.

Von dem Handlungsverlauf habe ich tatsächlich am Anfang ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Trotz einem sehr flüssigem und fesselnden Schreibstil, der die Seiten doch recht schnell verfliegen lässt, braucht die Geschichte einige Zeit, um richtig loszugehen. Es lies sich immer sehr gut lesen und der Stil gefiel mir von vorne bis hinten sehr gut. Als die Handlung, dann richtig losgeht wurde ich dann endgültig von der Geschichte gefesselt. Das Setting ist von vorne bis hinten glaubhaft und authentisch geschrieben und die vielen unerwarteten Wendungen und Wechslungen der Handlungsorte lassen das Lesen nie langweilig werden. Ganz im Gegenteil ich konnte, das Buch kaum aus der Hand legen, denn immer, wenn ich dachte ich hätte jetzt durchblickt wer was im Schilde führt und was die Motive der einzelnen Personen sind, ist irgendwas passiert, dass wieder alles geändert hat. So wird der ganze Blickwinkel vom Grund auf mehrfach unerwartet umgekrempelt, was für eine tolle Dynamik sorgt. Man weiß einfach nicht was als nächstes passiert und selbst, wenn man glaubt es zu wissen, passiert etwas ganz anderes. Sowas liebe ich total.

Das Ende hat mir dann allerdings nicht so gut gefallen, aber ich denke das ist Geschmackssache.

Was wiederum ein großer Pluspunkt für das Buch ist, sind die ganze Mythen und Legenden rund um die Welt und ihre Entstehung. Die sind so magisch und glaubhast gestaltet und fassen sich toll in das Gesamtbild ein.

Ich, als großer Drachen Fan habe mich auch sehr gefreut, dass Drachen in der Geschichte vorkommen, war dann aber ein bisschen enttäuscht, dass diese in der zweiten Hälfte des Buches, dann nicht mehr eine so große Rolle gespielt haben. Dies scheint sich aber in Band 2 zu ändern und da freue ich mich schon sehr drauf.

Bewertung vom 03.04.2022
Die Superkräfte der Pflanzen
Scheller, Anne

Die Superkräfte der Pflanzen


ausgezeichnet

Ein gelungenes, kindgerechtes Sachbuch mit viel Humor

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt war ich doch ziemlich verwirrt über das Format. Das Buch ist sehr groß und dafür sehr dünn, damit hatte ich nicht gerechnet. Für Kinderhände ist es vielleicht ein bisschen zu groß anderseits macht die Größe es wahrscheinlich auch interessanter für Kinder.
Die Superkräfte der Pflanzen ist ein wirklich wunderschön gestaltetes Sachbuch für Kinder ab 6 Jahren und die Bilder auf den Seiten sind ein echter Hingucker. Sie sind sehr farbenfroh, groß und in einem witzigen Comicstil gezeichnet und machen direkt Lust mehr über die Pflanzen zu erfahren.
Das Buch vermittelt Sachwissen über eine Riesenbandbreite an Pflanzen in verschiedenen Kategorien und das alles sehr kindgerecht. Die Texte sind leicht verständlich und flüssig geschrieben und vermitteln das Wissen mit viel Humor und sind sehr einprägsam. Durch die kurzen in sich abgeschlossenen Kapitel wird es für Kinder, die doch ehr eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben nicht langweilig.
Was mir persönlich auch sehr gut gefällt sind die verschiedenen Experimentideen, die zu verschiedenen Kategorien und an unterschiedlichen Stellen ins Buch eingebaut sind. Durch selber Ausprobieren lernt man ja bekanntlich mehr und verinnerlicht auch mehr und gerade die Kinder für die dieses Buch konzipiert sind haben daran sicher sehr viel Spaß. Mir gefällt auch, dass die Experimente mit einem Hinweis darauf, dass dabei ein Erwachsener helfen soll, gekennzeichnet sind.
Auch die Rezepte, gefallen mir sehr gut. Davon hätte es für meinen Geschmack ruhig noch ein paar mehr geben können.
Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selber Lesen sehr gut und ist für viele Altersgruppen ansprechend. Da bei der Bandbreite an Themen für jeden noch etwas Neues dabei ist.
Von mir eine klare Empfehlung für dieses wirklich gelungene, kindgerechte Sachbuch.