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Benutzername: 
schafswolke
Wohnort: 
Kiel

Bewertungen

Insgesamt 570 Bewertungen
Bewertung vom 04.03.2019
Einer wird sterben
Lorenz, Wiebke

Einer wird sterben


ausgezeichnet

Spannende Unterhaltung und viel zu schnell durchgelesen

Die Anwohner in der Blumenstraße sind beunruhigt. Was wollen die Personen, die schon tagelang einfach nur in ihrem Auto sitzen, in ihrer friedlichen Straße? Besonders Stella ist beunruhigt, könnten sie etwas von ihr wollen? Und wenn ja was?

Ich mag es ja nicht so gerne blutig in meinen Büchern und so war "Einer wird sterben" für mich ein guter Griff. Die Geschichte ist eher ruhig, hat aber eine so unterschwellige Spannung, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Stück für Stück fügt sich die Geschichte zusammen, auch wenn man hin und wieder etwas erahnen kann, ist man sich nie sicher, ob alles so ist wie es scheint.
Viel mehr mag ich schon gar nichts sagen, denn sonst ist die Gefahr des Spoilerns zu hoch. Ich hatte jedenfalls gute Unterhaltung beim Lesen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und so gibt es 5 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.03.2019
Solveigs Versprechen / Die Frauen vom Löwenhof Bd.3
Bomann, Corina

Solveigs Versprechen / Die Frauen vom Löwenhof Bd.3


gut

Netter Abschluß, leider nicht so überzeugend, wie die ersten Teile

Nach einem schweren Unfall ist für Solveig nichts mehr so wie es war. Ihre ganze Zukunft hat sich in nichts aufgelöst, auf dem Löwenhof kommt sie langsam wieder zu sich und widmet ihre ganze Kraft dem Gut, denn es steht finanziell sehr schlecht um den Löwenhof.

Ich bin voller Vorfreude und Erwartung auf den Löwenhof zurückgekehrt, denn durch die ersten beiden Teile bin ich förmlich geflogen und konnte mich nur schwer von den Büchern trennen, dieses Mal war es leider nicht so. So richtig festmachen kann ich aber nicht, woran es genau liegt. Wahrscheinlich hat sich Solveig einfach nicht so in mein Herz schleichen können, wie Agneta und Mathilda, mit denen habe ich einfach mehr mitleiden können.

Die Geschichte an sich liest sich wieder gut weg, allerdings plätschert es eher so vor sich hin und kommt nur schwerfällig in Fahrt, dadurch hatte ich manchmal das Gefühl beim Lesen nicht vorwärts zu kommen. Solveig ist zwar sehr präsent, aber die anderen Figuren bleiben ein wenig blass.

"Solveigs Versprechen" ist zwar ein netter Abschluß der Löwenhof-Saga, aber leider nicht so ganz überzeugend, wie die ersten Teile und so gibt es von mir 3 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.02.2019
Stella
Würger, Takis

Stella


schlecht

Ich konnte mit dem Buch nichts anfangen und fand es eher belanglos

Ich habe dieses Buch ohne große Erwartung gelesen, denn mich hat einfach das Thema angesprochen. Der Autor ist mir auch bisher nicht bekannt gewesen, genauso wenig habe ich dem angeblichen Hype etwas mitbekommen und so bin ich ganz unvoreingenommen in das Buch gestartet.

Ich muss sagen, dass ich schon schnell von dem Schreibstil genervt war und das hat sich auch bis zum Endes des Buches nicht geändert. Die Sätze waren mir zu abgehackt und teilweise zusammenhanglos, so dass ich mich oft gefragt habe "was will mir der Dichter damit sagen?".

Stella ist in meinen Augen die Haupfigur, da sie ja auch die Namensgeberin des Titels ist. Sie selbst tritt recht spät in Erscheinung und so dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Friedrich.
Die Figuren bleiben blaß und auch zu der Umgebung oder damaligen Zeit kam bei mir kein Bild vor Augen auf.

Nun geht es in dem Buch um die Jüdin Stella Goldschlag, die nachweislich andere Juden aufgespürt und verraten hat. Ihr angeblichees Motiv war wohl die Rettung ihrer Eltern. Über die Motive möchte ich hier nicht weiter spekulieren, auch nicht über ihre Person oder Entscheidungen urteilen. Für mich geht es hier rein um den Roman an sich und der hat mich weder der Zeit noch den Personen oder Taten näher gebracht.
Der Epilog am Ende enthät einige wenige Informationen zu den Personen, aber für mich bleibt alles zu oberflächlich und belanglos.

Ich war froh, dass das Buch nur so wenig Seiten hatte und auch die sind nicht sehr üppig gefüllt, sonst hätte ich das Buch auch abgebrochen.

Von mir gibt es nur einen Stern.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.02.2019
Venuswalzer / Stella Albrecht Bd.2
Minck, Lotte

Venuswalzer / Stella Albrecht Bd.2


sehr gut

Ruby fühlt sich von den Handwerkern vor ihrem Fenster belästigt, nicht nur der Lärm ist nervenaufreibend, auch das Verhalten der Truppe stresst die zurückhaltende Ruby ungemein. Doch als Ruby sich beschwert, glaubt ihr keiner. Und plötzlich ist einer der Maler tot...

Ich habe mich wieder einmal gut unterhalten gefühlt. Obwohl es erst der zweite Fall von Stella ist, so habe ich mich recht schnell in der Geschichte wohl gefühlt. Vorkenntnisse sind zum Verstehen des zweiten Teils nicht notwendig und so ist für Neuleser der Reihe der Einstieg recht leicht.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr locker. Es gibt hin und wieder ein wenig Dialekt, aber in meinen Augen muss es auch nicht mehr sein.
Die Figuren wirken so wie von neben an, gerade Stella mit ihrer Art gefällt mir ungemein, aber auch Arno, Ben, Maria und Otto sind sehr sympathisch.
Die Handwerker kommen hier nicht ganz so gut weg, da sie schon einige Klischees bedienen, aber es passt eben auch zur Geschichte. Immer wieder aktuell wird aber wohl auch das Thema sexuelle Belästigung und die Glaubwürdigkeit aller Beteiligten sein.

Wer hier einen packenden Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht sein, ebenso Leser die einen Schenkelklopfer suchen. Ich habe allerdings das bekommen, was ich erwartet habe und hatte sehr angenehme Lesestunden.

Ich freue mich schon auf weitere Treffen mit Stella und vergebe 4 Sterne.

Bewertung vom 25.02.2019
Das Novembermädchen
Tempel, Katrin

Das Novembermädchen


ausgezeichnet

Ein Roman über eine interessante Frau, die unglaubliches bewegt hat

Lina Morgenstern war mir bis zu diesem Buch völlig unbekannt, umso faszinierter bin ich, dass diese Frau wirklich gelebt hat. Sie war die Gründerin der Volksküchen in Berlin. Lina Morgenstern hat sich früh ehrenamtlich engagiert und sich sehr für die schwächeren der Gesellschaft eingesetzt. Es ist erstaunlich, wie viel sie auf die Beine gestellt hat.

Dieser Roman erzählt leichtfüßig und interessant einen Teil ihres bewegten Leben. Gerne hätte ich noch mehr von ihrer Geschchte gelesen, denn sie scheint ein sehr ereignisreiches Leben geführt zu haben. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und gerade dieser hat es mir sehr angetan, denn mir war vor dem Lesen gar nicht bewusst, wie viel wahres in diesem historischen Roman steckt.

Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter und vergebe 5 Sterne.

Bewertung vom 16.02.2019
Die kleine Hummel Bommel entdeckt die Wiese
Sabbag, Britta;Kelly, Maite

Die kleine Hummel Bommel entdeckt die Wiese


sehr gut

Dieses Mal gibt es für die kleinen Leser ein Sachbuch. Es geht hier aber nicht nur um die Hummeln, sondern auch Wespen, Bienen und andere Bewohner einer Wiese werden hier kindgerecht erklärt, dabei sind die Informationen nicht zu überladen. Mir hat die Mischung aus Zeichnungen und Fotos gut gefallen, die Aufmachung ist sehr schön. Ebenfalls finde ich es schön, dass hier die Insekten in einem Sachbuch sympathisch rüber kommen und nicht als die nervigen und lästigen Viecher, die nur stören.

Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass die Mischung noch nicht so ganz ausgewogen ist. Durch die anderen Bücher um die Hummel Bommel, habe ich an eher etwas für die ganz kleinen Zuhörer gedacht und so richtet sich meiner Meinung nach dieses Buch nicht mehr an die ganz Kleinen, dafür sind dann einige Wörter doch zu schwer, aber als Vorleser kann man hier ja sehr gut unterstützen.

Ich vergebe hier 4 Sterne.

Bewertung vom 16.02.2019
Liebende (eBook, ePUB)
Ho-Seung, Jeong

Liebende (eBook, ePUB)


sehr gut

Eine schöne Fabel aus Korea

Bei Blauperlenauge und Schwarzperlenauge ist es Liebe auf den ersten Blick, für immer wollen sie zusammen sein! Doch dann wird Blauperlenauge alles zu langweilig und alltäglich. Blauperlenauge möchte frei sein, die Welt entdecken und Abenbteuer erleben - ohne Schwarzperlenauge.

Es ist lange her, seit ich das letzte Mal eine Fabel gelesen habe. Die Geschichte der beiden Karpfen spiegelt sehr schön das Leben oder aber auch die Liebe wieder. Es ist nicht immer alles nur schön, neu und abenteuerlich, manchmal gibt es eben aber auch den Alltag. Der koreanische Dichter Jeong Ho-seung hat hier sehr poetisch eine Fabel über das Leben, Liebe, Träume, Freiheit und den möglichen Preis für die Erfüllung aller Wünsche geschrieben.

Es gibt in dem Buch auch ein paar Zeichnungen, leider kommen sie im ebook nicht so gut rüber.

Als Leser muss man sich ein wenig auf die Fabel einlassen, doch dann könnte man vielleicht ein schönes Leseerlebnis haben. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Bewertung vom 04.02.2019
Das Flüstern der Magnolien
Goodnight, Linda

Das Flüstern der Magnolien


gut

Nett zu lesender Roman, der in zwei verschiedenen Zeiten spielt

Eli möchte einfach nur ein neues Leben beginnen, doch wer gibt schon einem ehemaligen Häftling eine zweite Chance?
Julia hat schwere Zeiten hinter sich, mit ihrer Pension führt sie ein ruhiges Leben und da stören fremde Leute in ihrer gewohnten Umgebung.

1864:
Die verheiratete Charlotte muss sich nach der Belagerung ihres Hauses auf ganz unerwartete Schwierigkeiten einstellen, Unterstützung bekommt sie von ganz unerwarteter Seite.

Der Roman erzählt zwei Geschichten, die einmal in der Gegenwart und dann zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges spielen. Ich kann nicht sagen, dass mir eine Zeitebene besser als die andere gefallen hätte. Ich mag Wechsel in Geschichten eigentlich ganz gerne, aber hier hätte ich mir wohl eher zwei komplett getrennte Geschichten gwünscht. Die Figuren blieben mir insgesamt ein wenig zu blass und zu distanziert, um mit ihnen richtig mitzufühlen und in ihre Schicksale einzutauchen. In Großen und Ganzen wirkt der Roman etwas angestaubt auf mich, trotzdem bietet er ein paar nette Lesestunden.

Der Roman hat mir die Zeit nett vertrieben, allerdings hat er bei mir nicht dieses Bedürfnis unbedingt dranbleiben zu wollen ausgelöst und so vergebe ich 3 Sterne.

Bewertung vom 02.02.2019
Nur dieser eine Tag
Kuniz, Mary

Nur dieser eine Tag


gut

Liest sich schnell weg und ist irgendwie interessant, wenn da nicht die unsympathische Greta wäre...

Zwei Fremde verbringen 24 Stunden miteinander, für Greta unvorstellbar und doch lässt sie sich auf dieses Abenteuer ein. Doch was bewegt Krischan zu diesem Angebot? Greta und Krischan erleben einen intensiven und abwechslungsreichen Tag miteinander. Aber wohin wird sie ihr Weg führen?

Greta lebt nur für ihre Arbeit und wirkt wie eine Eiskönigin, allerdings benimmt sie sich teilweise wenig königlich, denn sie ist arrogant, überheblich, gefühlskalt und irgendwie kindisch. Krischan hingegen ist geheimnisvoll und hat eine angenehme Art, seine Geheimnisse bleiben leider verborgen, man kann sie nur an einigen Stellen erahnen.

Immer wenn ich dachte, dass Greta die Kurve bekommt und auch mir sympathisch wird, da macht sie es mit aller Gewalt kaputt und hat bei mir erreicht, dass ich immer mehr von ihr genervt wurde. Schade eigentlich, denn in meinen Augen macht sie damit die Geschichte kaputt.

Das Ende ist etwas offen gehalten. Gibt es eine Fortsetzung? Leider gibt es darauf keinen Hinweis. Ich würde gerne mir über Krischan erfahren, aber ich wünsche ihm auch eigentlich jemand netteres an seiner Seite.

Ich vergebe 3 Sterne, da ich Greta einfach zu anstrengend fand.