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Benutzername: 
schafswolke
Wohnort: 
Kiel

Bewertungen

Insgesamt 570 Bewertungen
Bewertung vom 23.01.2019
Eismeerleuchten
Eklund, Svea Linn

Eismeerleuchten


sehr gut

Mehr Familiengeschichte, als Liebesroman, trotzdem schön zu lesen

Lilja kehrt nach ein paar Jahren wieder nach Hause zurück, doch sie ahnt, dass sie nicht von allen mit offenen Armen empfangen werden wird, nachdem sie mit ihrem Mann Noah nach Kanada gegangen ist. Es warten auf sie ein unerbittlicher Vater, eine frisch verheiratete Schwester, eine Mutter mit hohen Erwartungen, gut Freunde und zwei Männer, die schon früher ein Auge auf sie geworfen haben. Und dann ist da noch das Familienunternehmen, das vor dem Aus steht. Alles nicht so leicht unter einen Hut zu bringen.

Das Buch lässt sich gut lesen, hat allerdings streckenweise ein paar Längen. Die Geschichte an sich ist eher harmlos und beschaulich. Wer mehr Drama, Action und heiße Liebesszenen sucht, der wird hier enttäuscht sein. Es ist mehr ein Familienroman mit einer leisen Liebesgeschichte. Die Umgebung von Island wird gut beschrieben, genauso wie das Leben der Fischer und den begehrten Fangquoten.

Am Ende gibt es von mir 4 Sterne, da mich das Buch gut unterhalten hat.

Bewertung vom 22.01.2019
Verliebt für eine Weihnachtsnacht / From Manhattan with Love Bd.6
Morgan, Sarah

Verliebt für eine Weihnachtsnacht / From Manhattan with Love Bd.6


ausgezeichnet

Eine Geschichte fürs Herz und zum Wohlfühlen!

Die Hundesitterin Harriet fühlt sich äußerst wohl in ihrer Komfortzone, doch seit ihre Zwillingsschwester Fliss ausgezogen ist, ist alles irgendwie anders und so stellt sich Harriet ihrer eigenen Challenge! Die Harriet-Challenge besteht aus kleinen Dingen, die für Harriet aber groß genug sind. Dabei trifft sie auf Ethan Black, einen gutaussehenden Arzt, der aber hat genug mit sich und seinem Beruf zu tun. Als er auf den Hund seiner Schwester aufpassen soll, gerät er allerdings an seine Grenzen.

Harriet ist einfach zauberhaft, anders kann man sie nicht beschreiben und dabei ist sie so wunderbar "normal". Tja und was soll man zu Ethan sagen? Er ist einfach perfekt. Dabei gibt es aber auch Figuren, die einfach unangenehm perfekt sind, so dass man sie gar nicht mögen kann. Hier ist es anders, ich habe die beiden einfach in mein Herz geschlossen und habe es sehr bedauert, dass ich ihren Weg nicht länger begleiten konnte.

Ich habe schon ein paar Bücher von Sarah Morgan gelesen, bisher waren es alles Bucher aus der Reihe "From Manhattan with love". Sie eignen sich schön zum Abschalten, haben viel Gefühl und etwas Humor.
"Verliebt für eine Weihnachtsnacht" ist der 6. Band aus dieser Reihe. Das schöne daran ist, dass man alle Bände unabhängig voneinander lesen kann und man immer mal wieder auf alte Bekannte trifft. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, so konnte ich schnell abtauchen und mich wohlfühlen. Und so hat mir auch diese Geschichte wieder sehr gefallen. Sie ist einfach was fürs Herz und kommt ohne große Dramatik aus.

Für diese wundervolle Geschichte gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 19.01.2019
Flammen und Seide
Schier, Petra

Flammen und Seide


ausgezeichnet

Toller historischer Roman

Für Madlen ist schon immer klar, dass sie eines Tages Peter von Werdt heiraten wird, aber als nach 5 Jahren ihr Jugendfreund Lucas wieder auftaucht, fühlt sich Madlen auch von ihm angezogen.
Lucas ist auf der Suche nach eimen Verräter und es wird vermutet, dass er aus seinem Heimatort Rheinsbach kommt.

"Flammen und Seide" ist wieder einmal ein wunderbarer Roman von Petra Schier. Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, dass ist bei historischen Romanen ja nicht immer der Fall, trotzdem wirkt das ganze nicht platt. Die Liebesgeschichte von Madlen steht schon sehr im Vordergrund, aber auch der Alltag in dem Dörfchen Rheinsbach wird erzählt. Obwohl der Roman zu Kriegszeiten spielt, bemerkt man als Leser nicht allzuviel davon, erst im letzten Viertel wird es etwas dramatischer.
Spannend wird die Geschichte durch Lucas, er war 5 Jahre fort, aber man erfährt nur häppchenweise, was damals passiert ist. Und dann ist da Madlens Zwiespalt, sie liebt beide Männer und man glaubt ihr, diese Zerrissenheit wird sehr gut dargestellt.

Ich habe diese Buch sehr gerne gelesen und vergebe 5 Sterne.

Bewertung vom 15.01.2019
Die verlorene Schwester
Winterberg, Linda

Die verlorene Schwester


ausgezeichnet

Eine erschütternde Geschichte über Verdingkinder in der Schweiz

Bern, 1968:
Nach dem Tod ihres Mannes verfällt Lina Flaucher in tiefe Trauer und schafft es nicht mehr sich ausreichend um ihre Töchter Lena und Marie zu kümmern. Schnell kommt die Fürsorge auf den Plan und schließlich landen die Geschwister als Verdingkinder in verschiedenen Familien.

Erzählt wird die Geschichte von Lena, Marie und Anna, wobei Annas Geschichte in der Gegenwart spielt. Anna erfährt, dass sie adoptiert wurde und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.

Ich gebe zu, dass ich vor diesem Buch noch nie etwas über die Verdingkinder in der Schweiz gehört habe. Es ist kaum vorstellbar was noch vor einigen Jahren Kindern und Familien angetan wurde. Beim Lesen dieser Geschichte kamen mir öfters mal die Tränen vor Fassungslosigkeit und Wut über die wirklich grausamen Schicksale, die es leider viel zu oft gegeben hat. Kinder wurden für wenig Kost und Logis in Pflegefamilien untergebracht, um dort zu arbeiten. Vielleicht hätte ich bei einem anderen Land gedacht, "naja, die sind halt noch nicht so weit...", aber das alles hat sich in einem recht fortschrittlichem Nachbarland mitten in Europa ereignet.

Die Geschichte von Anna hat mich nicht ganz so stark gepackt, aber die Geschichten von Lena und Marie lassen mich nicht so schnell wieder los und ich werde sie wohl auch nicht vergessen. Für mich hätte das Buch sehr gerne noch mehr Seiten haben können, denn einiges könnte ruhig noch mehr auserzählt werden, aber das Thema ist ja auch unerschöpflich.
Auch wenn dieser Roman fiktiv ist, ist das Thema sehr wichtig. Es sollte ruhig mehr in den Fokus kommen und nicht vergessen werden, denn es ist einfach unbegreiflich.
Und genauso etwas liebe ich, wenn mich ein Buch so bewegt oder neugierig macht, dass ich mich auch danach noch mit beschäftigen muss.

Von mir gibt es volle 5 Sterne!

Bewertung vom 14.01.2019
Mitten im Dschungel
Rundell, Katherine

Mitten im Dschungel


gut

Vier Kinder auf einmal allein im Dschungel

Nach einem Flugzeugabsturz im Dschungel sind Fred, Con, Lila und Max ganz auf sich alleine gestellt. Die vier Kinder machen sich alleine auf den Weg nach Manaus und haben einen abenteuerlichen Weg vor sich.

Der Schreibstil ist auf der einen Seite einfach, aber auch merkwürdig distanziert gehalten. Als Leser erfährt man über die Figuren sehr wenig. Ich hatte schon Probleme mit dem Alter der Kinder, denn man weiß nur, dass Max mit seinen 5 Jahren, der kleine Bruder von Lila ist. Ebenso kann man nicht einschätzen zu welcher Zeit die Geschichte spielt, dadurch ist das Buch zwar zeitlos, aber für mich auch hier nicht ganz greifbar.
Ich hatte mir irgendwie mehr Abenteuer und Spannung erwartet, dafür gibt es viel Natur und zwischenmenschliche Konfliktbewältigung.

So richtig begeistern konnte mich das Buch nicht, ich habe mir irgendwie was anderes erwartet. Ich bin jetzt zwar nicht die angesprochene Zielgruppe, kann aber sagen, dass es mich damals wohl auch nicht umgehauen hätte. Bei mir wird das Buch wohl schnell in Vergessenheit geraten, aber es schon seine Freunde finden.

Ich vergebe hier 3 Sterne, aber nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.01.2019
Das Mädchen mit dem Schmetterling
Hannah, Kristin

Das Mädchen mit dem Schmetterling


ausgezeichnet

Einfühlsame Geschichte über ein traumatisiertes Mädchen

Dieser Roman ist schon einmal unter dem Titel "Wohin das Herz uns trägt" erschienen.

Julia Cates ist eine erfolgreiche Kinderpsychologin, doch nach einem tragischen Unglück scheint ihre Karriere am Ende zu sein. Als ihre Schwester Ellie sie um Hilfe bittet, glaubt sie an einen konstruierten Fall, doch sie kommt trotzdem zurück in ihre Heimatstadt, um zu helfen. Dort trifft sie auf ein kleines Mädchen, das plötzlich aus dem Wald aufgetaucht ist und nicht spricht, mit einem Wolf an ihrer Seite.
Woher kommt das Mädchen und was ist mit ihr passiert? Es scheint, als wenn diese Fragen sich nie beantworten lassen.

Das Buch war mein zweites von Kristin Hannah und es hat mich wieder begeistert.
Die Geschichte entwickelt sich eher langsam und wird recht ruhig und behutsam erzählt, doch mich hat sie ganz schnell in ihren Bann gezogen und so konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Geschichte um das kleine Mädchen Alice ist mir sehr zu Herzen gegangen und hat mich zu Tränen gerührt. Ich bin beim Lesen voll in der Geschichte aufgegangen und hätte gerne noch mehr davon gelesen.
Es gibt auch noch ein paar andere Erzählstränge, aber die sind nicht ganz so stark, wie die Szenen, die sich um Alice drehen. Trotzdem ist es ein Buch, das ich jede Seite genossen habe.

Ich scheine eine neue Autorin für mich entdeckt zu haben und ich vergebe 5 Sterne.

Bewertung vom 08.01.2019
Darcy - Der Glückskater und die Päckchenfee (eBook, ePUB)
Schulz, Gesine

Darcy - Der Glückskater und die Päckchenfee (eBook, ePUB)


sehr gut

Kurzweilige und nette Unterhaltung - Band 3 um den Kater Darcy

Tessa führt ein beschauliches Leben ohne große Verpflichtungen, bis der kleine Kater Darcy ihr über den Weg läuft. Der stellt ihr Leben kurzzeitig auf den Kopf, doch nicht nur er, sondern auch 3 Männer bringen Bewegung in ihr Liebesleben. Und dann sind auf einmal ihre Künste als Päckchenfee gefragt, für Tessa ist das alles doch etwas zuviel auf einmal.

Am Anfang brauchte ich einen kurzen Moment, um in die Geschichte rein zu kommen, denn ich konnte die Figuren noch nicht so richtig einorden, aber dann ging es ganz flott. Der Schreibstil ist leicht und recht flüssig, dadurch ist das Buch ideal für ein paar kurzweilige Lesestunden.
Tessa ist ruhig, sympathisch und anpassungsfähig, leider wird das gerne mal ausgenutzt, man wünscht ihr, dass sie einmal an den Richtigen gerät.
Darcy spielt eher eine kleine Rolle, er ist auf dem Weg zu seiner Familie und die Menschen, die ihm über den Weg laufen, sind eher Beiwerk für ihn. Aber wer kann ihm das schon verübeln?

Von mir gibt es 4 Sterne für die nette Unterhaltung.

Bewertung vom 05.01.2019
Flying Sparks
Abrell, Nico

Flying Sparks


schlecht

Ein eher nichtsagender Abschluß einer Dialogie

Ach, was soll ich schreiben? Eigentlich war ich von dem ersten Teil schon nicht so ganz überzeugt und habe damals knappe 3 Sterne vergeben. Jetzt habe ich den zweiten Teil dann doch gelesen und eigentlich hätte ich es mir auch sparen können. Bin ich enttäuscht? Eigentlich nicht wirklich, denn meine Erwartungen waren auch nicht so hoch.

Am Anfang hatte ich ein paar Proleme mich in das Buch einzufinden., da ich mit der Zeitangabe "damals" nicht so viel anfangen konnten. Ansonsten lässt sich das Buch, durch den eher einfach gehaltenen Schreibstil, recht leicht und schnell lesen, aber das war es dann auch schon. Wieder einmal geht in Geschichte alles recht schnell vonstatten. Die Figuren blieben blass und ich konnte auch keine Sympathien für sie aufbringen. Die Story fand ich platt, vieles war irgendwie vorhersehbar und wurde für mich auch nicht rund genug erzählt. Es gibt ein paar unspektaküläre Schlachten, Geheimnisse und Liebesgeschichten ohne Gefühl, alles wirkt sehr verkrampft und zu sehr gewollt.

Vielleicht hätte mir das Buch früher besser gefallen, keine Ahnung. Ich bin hier wohl die falsche Zielgruppe, denn am Ende bin ich recht ernüchtert zurückgeblieben.

Tut mir leid, für mich war das nichts und es gibt hier auch nur einen Stern.

Bewertung vom 29.12.2018
Liebe und Verderben
Hannah, Kristin

Liebe und Verderben


ausgezeichnet

Hat mich von der ersten Seite an gefesselt

Leni ist 13 Jahre alt, als ihre Eltern 1974 beschließen nach Alaska auszuwandern. Die Familie hofft dort auf ein besseres Leben, doch als die dunklen Tage länger werden und der Winter beginnt, kehren auch die Schatten wieder. Lenis Vater leidet noch immer an den Folgen des Vietnamkriegs, sehr zum Leidwesen seiner Familie. Lenis Mitschüler Matthew wird zu ihrem einzigen Halt und größten Vertrauten.

Für mich eines der Highlights meines Lesejahres 2018! Das Buch hat meinen Geschmack von Anfang an getroffen. Es besticht durch seinen ruhigen, aber zugleich intensiven und dichten Erzählstil.
Es geht um Gewalt in der Familie, viel Verderben und doch auch immer wieder die zarte Pflanze der Liebe, Hoffnung und den Zusammenhalt einer Gemeinschaft. Die Autorin beschreibt, wie der Wunsch nach Freiheit auch einsam machen kann und wie sehr Freiheit auch einengen kann.
Alaska ist ein Land, das die stärksten Eigenschaften hervorbringt, welche das sind, ist bei jedem verschieden. Sehr ausdrucksstark kommt das in dem Roman zur Geltung, denn das Leben dort ist hart und nicht jeder ist dafür gemacht.
Beim Lesen kann man die Dunkelheit und Kälte förmlich spüren. Man könnten meinen "was für eine dunkle und depressive Geschichte", doch ich habe es keineswegs negativ empfunden.

Dieses Buch hat mich unwahrscheinlich gefesselt. Es war mein erster Roman den ich von Kristin Hannah gelesen habe, aber es war bestimmt nicht mein letzter.

Ich vergebe hier sehr gerne die volle Anzahl von 5 Sternen!

Bewertung vom 28.12.2018
Die Nacht der Wölfe / Indian Cowboy Bd.1
Rose Billert, Brita

Die Nacht der Wölfe / Indian Cowboy Bd.1


gut

Sehr interessante Geschichte, allerdings konnte ich nicht so richtig abtauchen

Der junge Lakota Ryan trinkt und fährt illegale Autorennen, bis plötzlich zwei seiner Freunde sterben. Er beschließt sein Leben zu verändern und letztendlich führt ihn sein Weg zur Army.

Die Rezension zu diesem Buch fällt mir etwas schwerer, denn auf der einen Seite mag ich es, allerdings konnte ich nie so richtig in das Buch eintauchen und das finde ich etwas schade.
Der Schreibstil ist so, dass man gut durch die Geschichte kommt. Leider konnte ich das Buch gut weglegen und habe es dann manchmal einfach vergessen, wenn ich dann wieder weitergelesen habe, war ich aber gleich wieder ganz in der Geschichte drin.
Woran könnte das liegen?
Mit Ryan bin ich nie ganz warm geworden. Er wirkt auf seine Umwelt sehr distanziert und unberechenbar, diese Eigenschaften hatte er aber auch auf mich als Leser. Ich hätte Ryan gerne näher kennengelernt. Dazu kommt der Erzählstil, der teilweise sehr sprunghaft ist. Die Autorin hält sich nicht allzu sehr mit Nebenschauplätzen auf, aber dadurch fehlt mir irgendwie das Gefühl für Ryans Herkunft und Zuhause.

Man merkt das die Autorin sich sehr stark mit der Geschichte und der Gegenwart der Lakotas beschäftigt hat und das finde ich total interessant.

Eigentlich hätte ich dem Buch 4 Sterne gegeben, aber das Buch hört mittendrin auf. Für mich ist es schon mehr als ein kleiner Cliffhanger und sowas mag ich überhaupt nicht, zumindest möchte ich dann gerne vorgewarnt werden, dass das Buch ein offenes Ende hat.

Andere Bücher der Autorin haben mich bisher etwas mehr begeistern können.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.