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Benutzername: 
Tintenherz
Wohnort: 
Kronshagen

Bewertungen

Insgesamt 535 Bewertungen
Bewertung vom 11.03.2015
Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
Whitehouse, David

Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek


ausgezeichnet

"Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek" von David Whitehouse
erschienen im Tropen Verlag, Seitenanzahl: 314


Inhalt:

Bobby Nusku wächst ungeliebt bei seinem Vater und dessen Freundin auf, nachdem seine Mutter verschwunden ist. Er wird in der Schule schikaniert und trifft eines Tages auf Val, die den Bücherbus putzt und dessen Tochter Rosa. Er freundet sich mit beiden an und alle begeben sich mit der fahrenden Bibliothek auf eine Abenteuerreise, wie man sie nur in Büchern erleben kann.


Autor:

David Whitehouse wurde 1981 in Nuneaton, England geboren. Sein Debüt »Bed« wurde 2010 mit dem »To Hell with Prizes Award« ausgezeichnet. Er lebt in London.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Cover zu diesem Buch ist passend sehr farbenfroh mit den gestapelten Büchern und dem darauf stehenden Bus gestaltet worden.
Der Roman liest sich leicht verständlich mit angenehm poetischen Vergleichen.
Ich fand etwas spät den Zugang zu dieser Geschichte um den einsamen Bobby Nusku. Sie beginnt mit dem Ende, an dem der Bücherbus von der Polizei umstellt wurde und eine interessante Reise ihr Ende findet.
Bobby möchte Teil eines Buches sein. Doch er ist der Meinung, dass seine Geschichte schon längst geschrieben wurde und nicht sonderlich interessant zu lesen wäre.
Verschiedene Bücher (z. B. Moby Dick, Die Schatzinsel und Der Kleine Prinz) begleiten die sehr lebendig wirkenden Protagonisten auf ihrem Abenteuer. Die Geschichte wird weitestgehend tragisch erzählt, aber es flammt immer noch Hoffnung und Freude auf, so dass man meint, dass diese Irrfahrt letzten Endes doch noch gut ausgeht.
Das Buch beinhaltet die Botschaft, dass man bei aller Ungerechtigkeit im Leben auch viel Liebe erfahren kann.


Fazit:

Eine bewegende Irrfahrt in ein vermeintliches Glück!

Bewertung vom 04.02.2015
Tanz auf Glas
Hancock, Ka

Tanz auf Glas


ausgezeichnet

"Tanz auf Glas" von Ka Hancock
erschienen im Droemer Knaur Verlag, Seitenanzahl: 528


Inhalt:

Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Vor vielen Jahren haben sie sich das Versprechen gegeben, keine Kinder in ihre unsichere Welt zu setzen. Als Lucy plötzlich doch schwanger wird, steht nicht nur das Fundament ihrer Beziehung auf dem Prüfstand, sondern auch die Kraft ihrer Liebe.


Autorin:

Ka Hancock, in Utah geboren, arbeitet als Krankenschwester und hat sich auf den Bereich der Psychiatrie spezialisiert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Salt Lake City und hat vier erwachsene Kinder.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Cover ist mit dem verliebten Paar passend für diesen bewegenden Roman gestaltet.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen.
Die beiden Protagonisten Lucy und Mickey, beide mit ernsten Krankheiten behaftet, kämpfen gegen ihre Dämonen an. Im Tagebuchstil wird von Mickey die Vorgeschichte der beiden Liebenden erzählt. Man erhält Einblick in ihr bewegenden Vorleben. Es wird sensibel mit den verschiedenen Krankheiten und Schicksalsschlägen umgegangen und eine herzzerreißende Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.
Hin und wieder musste ich mit den Tränen kämpfen. Das Buch hat mich gefesselt und mitgerissen, die leidvolle Geschichte von Lucy und Mickey zu verfolgen.


Fazit:

Eine anrührende Liebesgeschichte konfrontiert mit der harten Wirklichkeit. Eine Geschichte, die das Leben schreibt.

Bewertung vom 04.02.2015
So unselig schön / Kommissar Dühnfort Bd.3
Löhnig, Inge

So unselig schön / Kommissar Dühnfort Bd.3


ausgezeichnet

"So unselig schön" von Inge Löhnig
erschienen im Ullstein Verlag, Seitenanzahl: 429


Inhalt:

In einer stillgelegten Fabrik in der Umgebung Münchens wird eine enthauptete Frau von Vicki Senger, eine junge Fotografin, aufgefunden. Vicki nimmt ihrerseits die Ermittlungen auf und versucht Informationen über den Mord zu erfahren.
Kommissar Dühnfort ermittelt in seinem 3. Fall in der Kunstszene und bemüht sich, den Mörder, der seiner Meinung nicht das erste Mal zugeschlagen hat, zu stellen.


Autorin:

Inge Löhnig, geb. 1957 in München, hat Grafik-Design studiert. Nach einer Karriere als Art- Directorin in verschiedenen Werbeagenturen hat sie sich mit einem Designstudio selbstständig gemacht. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Der Sünde Sold war ihr erster Kriminalroman. Inzwischen schreibt die Autorin auch Jugendthriller.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Cover ist in Weiß gehalten mit roter Schrift und mit einem toten Vogel interessant für den Betrachter gestaltet.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen.
Die Protagonisten werden detailliert beschrieben, so dass man sie vor seinem inneren Auge genau vor sich sieht. Die Privatsphäre der einzelnen Figuren und ihre Schicksale wird zwischen den Mordermittlungen bewegend erzählt.
Es geschehen skurrile abartige Morde. Den Täter treibt ein tödlicher Hass, unzähmbare Wurt und eine nicht endende Rache an. Alles reduziert sich auf ein Gedicht von Baudelaire und der Mörder versucht, in dem Gedicht seine Schmerzen und Ohnmacht zu verbergen.
Nach und nach erfährt man einige Details über den rastlosen Killer. Die Spannung wird gut aufrecht erhalten und bis zum Ende des Buches ist es für den Leser nicht ersichtlich, welcher der Verdächtigen für die grausamen Mörder zur Verantwortung gezogen werden muss.


Fazit:

Ein spannender Krimi in der Kunstszene mit vielen interessanten Hintergrundinformationen der Hauptfiguren!

Bewertung vom 20.01.2015
Blutiger Winter / Inspektor Akyl Borubaev Bd.1
Callaghan, Tom

Blutiger Winter / Inspektor Akyl Borubaev Bd.1


ausgezeichnet

"Blutiger Winter" von Tom Callaghan
erschienen im Atlantik Verlag, Seitenanzahl: 332


Inhalt:

Bischkek, Kirgisistan. Eine Frau, grausam zugerichtet, wird tot im Schnee in einem Wald aufgefunden. Inspektor Borubaew, der den Tod seiner krebskranken Frau noch nicht überstanden hat, nimmt die Ermittlungen auf und stößt immer wieder auf unsichtbare Grenzen, die er zu durchdringen versucht, um den Mörder zu stellen.


Autor:

Tom Callaghan stammt aus Nordengland und studierte im englischen York und New York. Nach seinem Studium arbeitete er viele Jahre bei Saatchi & Saatchi in London, New York and Philadelphia, heute lebt er in Dubai.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Buch wird dem Betrachter, durch ein Cover gestaltet mit viel Schnee und dem dunklen Wald, eiskalt serviert.
Der Thriller liest sich mit einem einfachen Schreibstil leicht verständlich.
Anfangs irritieren die russischen Namen und Ortschaften beim Verfolgen der Geschehnisse. Aber man kommt schnell in die gewaltherrschende Welt der Reichen und Prostituierten hinein. Die Geschichte wird aus Sicht des Inspektors Borubaew in der Ich-Erzählform berichtet. Die Dialoge werden direkt und unverschnörkelt mit klaren Ansagen durchgeführt, die von Seiten des Polizisten einen gewissen Sarkasmus beinhalten. Seine Ermittlungen werden erschwert durch die mächtigsten Männer des Landes und es entbrennt ein Machtkampf der verschiedenen Instanzen. Die Protagonisten werden wie Figuren auf dem Schachbrett hin und her geschoben.
Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und der Spannungsbogen hält sich über das gesamte Buch. Bis zum Ende des Thrillers weiß der Leser nicht, welcher Zusammenhang zwischen den Morden besteht.


Fazit:

Eine spannende Reise durch die verschneite Welt Russlands, in der Tod und Gewalt herrschen.

Bewertung vom 11.01.2015
Seelenriss / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.2
Winter, Hanna

Seelenriss / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.2


sehr gut

"Seelenriss" von Hanna Winter
erschienen im Ullstein Verlag, SEitenanzahl 320


Inhalt:

Eine mysteriöse Selbstmordserie erschüttert Berlin. Das Ermittlerduo Lena Peters und Wulf Belling versuchen das Rätsel zu lösen. Und auch Lena gerät in die Schusslinie. Was steckt hinter den angeblichen Selbstmorden?


Autorin:

Hanna Winter wurde in Frankfurt am Main geboren und arbeitete nach dem Publizistikstudium als Redakteurin. Ihr erster Thriller Die Spur der Kinder landete auf Anhieb auf den Bestsellerlisten. Heute lebt sie als freie Autorin in Berlin.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Cover zu diesem Krimi ist eher unscheinbar gestaltet.
Das Buch ist leicht und angenehm flüssig zu lesen. Die Spannung ist sofort allgegenwärtig. Grausame Morde werden detailliert und anschaulich beschrieben.
Eingangs wird auf den ersten Fall der Buchreihe aufmerksam gemacht und zurückgeblickt, so dass man sofort einen Einblick in die vorherige Geschichte um das sympathische Ermittlerduo Peters und Belling hat. Auch deren Privatleben wird in diesem Buch geschildert, was zu der Sympathie beiträgt.
Die Mordserie wird spannend und ausführlich in kurzen Kapiteln erzählt. Es ist kein Krimi für schwache Nerven und ich habe bis zum Ende mit Lena gefiebert und gebangt.


Fazit:

Eine spannende Katz- und Mausjagd mit Gänsehautfaktor!

Bewertung vom 11.01.2015
Bunker Diary
Brooks, Kevin

Bunker Diary


sehr gut

"Bunker Diary" von Kevin Brooks
erschienen im dtv-Verlag, Seitenanzahl: 300


Inhalt:

Ein anonymer Entführer hält 6 Personen in einem Bunker ohne erklärbare Motive gefangen. Der 16jährige Linus ist als Erster den Psychospielen des Täters ausgeliefert. Alle weiteren Personen folgen Tag für Tag. Gibt es für sie ein Entrinnen aus dieser ausweglosen Situation?


Autor:

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ›Martyn Pig‹ ist er freier Schriftsteller.
Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, für den er innerhalb von sieben Jahren fünf Mal nominiert und den er zwei Mal erhalten hat. Seit 2011 schreibt er auch Kriminalromane für Erwachsene.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Buch liest sich mit einem einfach verständlichen Schreibstil leicht und flüssig.
Die Geschichte wird aus Sicht des ersten Entführten Linus fesselnd erzählt. Der Verlauf der Gefangenschaft wird im Tagebuchstil berichtet.
Es wird die ausweglose Situation ausführlich dargestellt und man erfährt zwischendurch viel über Linus vorheriges Leben.
Die Protagonisten müssen sich grausamen Psychospielen stellen. Es herrscht die Devise "Zuckerbrot und Peitsche". Eine ständige Beklemmung wird dem Leser vermittelt, der einem so einige Schauer über den Rücken laufen lässt.


Fazit:

Eine bewegende, beängstigende Geschichte, die an Spannung einiges zu bieten hat.

Bewertung vom 10.01.2015
Still
Raab, Thomas

Still


ausgezeichnet

"Still - Chronik eines Mörders" von Thomas Raab,
erschienen im Droemer-Knaur Verlag, Seitenanzahl: 356

Inhalt:

Karl Heidemann wächst isoliert bei seinen Eltern in dem kleinen Dorf Jettenbrunn auf. Er ist mit dem absoluten Gehör ausgestattet und leidet deshalb Höllenqualen. Die Dorfbewohner meiden die Familie und Karl entwickelt sich zu einer seltsamen Persönlichkeit. Nach einem Mord in der dörflichen Idylle ist nichts mehr, wie es war.


Autor:

Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien. Zahlreiche literarische und musikalische Nominierungen und Preise, zuletzt "Buchliebling" 2011 und Leo-Perutz-Preis 2013. Die Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zählen zu den erfolgreichsten in Österreich. Zwei davon wurden im Sommer 2014 für die ARD-Degeto verfilmt (mit Robert Palfrader in der Hauptrolle) und werden Anfang 2015 ausgestrahlt.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Buch ist mit einem schon fast poetischen Schreibstil ausgestattet. Die vielen verschachtelten Sätze ermöglichen kein schnelles Lesen. Man muss Satz für Satz lesen, um die Geschichte um den selbst zerstörerischen Karl zu genießen.
Die Spannung ist immer allgegenwärtig. Man spürt von Anfang an das Unheil, das von Karl ausgehen wird. Er wird von der Suche nach Frieden angetrieben. Die Schönheit des Todes bringt ihm die ersehnte Ruhe. Er erfährt nach seinen Taten eine gewisse Befriedigung. Gedichte berühmter Schriftsteller untermalen zwischendurch die irrationale Welt Karls.


Fazit:

Eine unheilvolle und spannende Geschichte um eine kranke Seele!

Bewertung vom 08.12.2014
Ein Mann namens Ove
Backman, Fredrik

Ein Mann namens Ove


ausgezeichnet

"Ein Mann namens Ove" von Fredrik Backman
erschienen im FISCHER Krüger Verlag, Seitenanzahl: 368


Inhalt:

Der Frührentner Ove, 59 Jahre alt. hat keinen Lebenswillen mehr, nach dem seine Frau gestorben ist. Er lebt in einer kleinen Siedlung, die er täglich tyrannisiert. Seine Nachbarn verstoßen ständig gegen Regeln und er versucht, sie ihnen nahe zu bringen.


Autor:

Fredrik Backman wurde 1981 geboren und lebt mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in Solna bei Stockholm. Er hat als Gabelstaplerfahrer, als Restauranthilfskraft und als Kolumnist gearbeitet und wurde zunächst als Blogger bekannt. Sein Blog steht unter dem schönen Motto »FREDRIK BACKMAN: JEMANDES MANN, JEMANDES PAPA, JEMANDES NACHBAR - UND DAS PROBLEM VON ALLEN«. Mit seinem ersten Roman "Ein Mann namens Ove", der in viele Sprachen übersetzt wurde, wurde Fredrik zum erfolgreichsten Autor des Jahres in Schweden und eroberte die Herzen in aller Welt. Auch Fredriks zweiter Roman "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid", ist ein internationaler Bestseller.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Buch liest sich mit einem einfach verständlichen Schreibstil angenehm flüssig. Es ist unterteilt in einzelnen Geschichten, in denen Oves Alltagsleben mit seinen Nachbarn erzählt wird.
Ove ist ein sensibler, einsamer Mann, der seine Nachbarn ständig nervt, weil sie sich nicht so verhalten, wie er es gerne hätte. Er hilft ihnen aber, wo er nur kann. Sein Wunsch ist es, endlich zu sterben, weil er das Leben allein nicht ertragen kann. Doch es kommt immer etwas dazwischen. Und zu allem Überfluss schleichen sich die Nachbarn in sein Herz.
Der Roman ist anrührend, bewegend und zugleich amüsant.
Bei vielen alltäglichen Begebenheiten wird über Oves Werdegang und sein Leben mit seiner Frau Sonja detailliert berichtet.
Ove ist ein komischer Superheld und Kontrollfreak, den man einfach lieb gewinnen muss.


Fazit:

Eine anrührende Geschichte über einen Pedanten, der ein weiches Herz für seine Mitmenschen hat.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.