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Benutzername: 
Frimada
Wohnort: 
Rhein-Sieg-Kreis
Über mich: 
Mutter von 3 Kindern (Mädchen, 15 Jahre und Junge, 11 Jahre. Mädchen, 7 Jahre), Vielleserin!

Bewertungen

Insgesamt 830 Bewertungen
Bewertung vom 26.06.2022
Zusammen sind wir unschlagbar! / Pfeffer & Minze Bd.1
Welk, Sarah

Zusammen sind wir unschlagbar! / Pfeffer & Minze Bd.1


ausgezeichnet

Als ich gesehen habe, dass Sarah Welk die Autorin dieses Buches ist, kam ich nicht daran vorbei, es meiner 9 jährigen Tochter vorzulesen, denn wir hatten bisher immer eine Menge Spaß mit Frau Welks Büchern. Sie versteht sich einfach super darauf, für Kinder zu schreiben!

Und bei "Pfeffer und Minze" wurden wir wieder richtig gut unterhalten! Der Buchtitel setzt sich aus den Spitznamen der beiden Protagonistinnen Millie Minze und Juna Pfeff zusammen. Die beiden sind beste Freundinnen, gehen zusammen in eine Klasse und sind ein tolles Team.

Die Geschichte wird von Millie erzählt - vieles davon in Form von Tagebucheinträgen. Das liest sich richtig gut, da Millie schreibt, wie Kinder in ihrem Alter auch sprechen. Das passt richtig gut.

Was mir wirklich sehr gefallen hat ist, dass Millie - obwohl sie als Erzählerin fungiert - nicht die taffere der beiden Mädchen ist. Ihr passieren immer mal wieder Mißgeschicke, und sie lässt meistens zu, dass Juna in ihrer Freundschaft den Ton angibt, auch wenn Juna oft handelt, ohne vorher nachzudenken. Millie bleibt dadurch oft ein wenig im Hintergrund, aber genau das mochte ich sehr. Und meiner Tochter hat das auch sehr gut gefallen.

Was meine Tochter wirklich geliebt hat, sind die Hunde von "Kampfhunde in Not", die in diesem Buch eine große Rolle spielen. Da ist Romeo, der zahnlose Kampfhund, Lampe und Leuchte mit jeweils nur einem Ohr, der dreibeinige Lorenz und die blinde Ronja. Zusammen mit ihren Halter:innen sind sie ein herrliches Team.

Dieses Buch ist eine Geschichte über Menschlichkeit, Freundschaft, Tierliebe - mit viel Humor und einer spannenden Detektivgeschichte. Es machte uns unheimlich Spaß, es zu lesen!

Bewertung vom 24.06.2022
Not all heroes wear capes
Brooks, Ben

Not all heroes wear capes


ausgezeichnet

Bei diesem Buch ist mir zuerst das Cover aufgefallen, weil es mit seinen dominanten Farben direkt ins Auge sticht. Und auch der Autor, Ben Brooks, sagte mir sofort etwas, denn sein Buch "Storys for boys who dare to be different" steht bei uns schon länger im Regal. Wir mögen es sehr, und die Kinder lesen auch immer wieder darin. Schon alleine deswegen war ich gespannt auf dieses Buch hier.

Beim ersten Durchblättern hat es mir allerdings nicht besonders gefallen, weil ich Comics nicht besonders mag und es im Buch einige "Comic Strips" gibt. Nachdem ich es jetzt vollständig gelesen habe, finde ich, dass diese kurzen Comics wunderbar hineinpassen. Durch sie erzählt Brooks von einigen Helden, und das lockert den Text (von dem es nicht wenig gibt) sehr angenehm auf.

Die ganze Gestaltung des Buches ist sehr modern und graphisch. Das betrifft sowohl die Farben als auch die Schriftarten. Das Buch ist in sinnvolle Kapitel aufgeteilt, so dass man es auch mal aus der Hand legen kann, ohne dabei den Faden zu verlieren. Wichtige Sätze sind graphisch deutlich herausgearbeitet, so dass sie direkt ins Auge stechen. Der Schreibstil ist durchgehend modern und humorvoll, Brooks spricht seine Leser persönlich an und baut so eine Beziehung auf. Man hat das Gefühl, er habe das Buch für einen persönlich geschrieben. Das mochte ich sehr, da dadurch auch der Inhalt eine persönliche Note erhält.

Ben Brooks macht in seinem Buch deutlich, dass man, um ein Held zu sein, kein Cape tragen muss. Oder gar Superkräfte haben. Für ihn ist jeder ein Held, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte und dafür etwas tut. Und er betont, dass man dafür nicht unbedingt Gotham City vom Bösen befreien muss. Man ist genauso ein Held, wenn man Müll aufsammelt in seinem Viertel, einem alten Menschen seinen Platz im Bus überlässt usw.
Er betont, dass jeder Mensch irgendein Talent hat. Das kann auch etwas leises, auf den ersten Blick unscheinbares sein wie zuhören können oder den Menschen Freude machen, indem man ein Bild malt oder Musik macht.

Und das gefällt mir an diesem Buch wirklich sehr: der Autor macht immer wieder klar, dass man die Welt auch positiv verändert, wenn man Freude schenkt oder jemanden zum lächeln bringt. Man muss keinen neuen Impfstoff erfinden oder fliegende Autos! Dadurch, dass er das so herausstellt, hat wirklich jedes Kind die Möglichkeit, sich darin zu sehen und sich davon berühren zu lassen. Und er gibt auch immer wieder Anregungen, wie man sein Talent finden kann, was man ausprobieren kann usw. Und keiner ist zu klein, um etwas zu bewegen . ganz wichtig!

Bewertung vom 22.06.2022
WAS IST WAS Junior Band 36 Natur- und Umweltschutz Das kannst du tun!
Prinz, Dr. Johanna

WAS IST WAS Junior Band 36 Natur- und Umweltschutz Das kannst du tun!


ausgezeichnet

Heute stelle ich euch ein Buch aus der Reihe "WAS IST WAS junior" vor. Diese Reihe richtet sich an Kinder von 4 bis 7 Jahre. "Natur- und Umweltschutz. Das kannst du tun!" ist schon Band 36 dieser Reihe.

Obwohl meine jüngste Tochter schon 9 ist, mag sie diese Reihe immer noch sehr, denn auch ihr macht es immer noch Spaß, hinter die Klappen zu schauen und zu entdecken, was sich dahinter verbirgt. Damit das funktioniert, sind die Seiten des Buches aus stabiler, dicker Pappe.

Sowohl Text als auch Bilder sind kindgerecht und ansprechend. Themen wie: Was ist die Umwelt? Wie kannst du Insekten helfen? Wie kommt der Strom ins Haus? uvm. sind so erklärt, dass Kinder sie gut verstehen und auch den Zusammenhang zum Umweltschutz nachvollziehen können.

Was uns besonders gut gefällt ist, dass man wirklich zu jedem Thema Tipps bekommt, wie man selbst helfen kann, die Umwelt zu schützen. Oft sind da sehr alltägliche Dinge genannt, Kleigkeiten, die die Kinder gut umsetzen können. Dazu gehört z.B. Mülltrennung, Licht ausschalten, Trinkflasche und Brotdose verwenden, Müll nicht in die Natur werfen usw. So vermittelt das Buch, dass wirklich JEDER dabei helfen kann, die Umwelt zu schützen. Und das finde ich klasse, denn leider gibt man Kindern ja oft das Gefühl, für etwas noch zu klein zu sein. In diesem Buch nicht!

Auch die Verarbeitung dieses Buches ist hochwertig. Es ist stabil und fühlt sich gut an. Durch seine farbenfrohe Gestaltung regt es zum Stöbern an.

Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema!

Bewertung vom 17.06.2022
Am roten Strand / Ben-Neven-Krimis Bd.2
Wagner, Jan Costin

Am roten Strand / Ben-Neven-Krimis Bd.2


gut

Bei diesem Krimi handelt es sich um Band 2 einer Reihe. Den ersten Band kenne ich nicht, was aber beim Lesen keine Rolle spielte. Man erfährt alles, was man wissen muss, und der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.

Thema des Krimis ist Pädophilie und Kindesmißbrauch - schwierige Themen, auch für einen Krimi. Damit ist der Autor auf jeden Fall sehr gut umgegangen, spart an detaillierten Beschreibungen und ähnlichem. Das finde ich sehr gut. Dennoch konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen.

Es ist aus der Sicht wechselnder Personen geschrieben, und das fand ich gut, denn so wurde die Geschichte aus unterschiedlichen Richtung vorangetrieben. Aber irgendwie kam bei mir trotzdem keine Spannung auf. Mir war sehr früh klar, wie es ausgehen würde. Und ich fand den Schreibstil zu distanziert, um wirklich Spannung zu erzeugen (was aber vielleicht dem schwierigen Thema geschuldet ist).

Die Personen sind mir leider auch zu oberflächlich, um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Und Bens dunkle Seite wirkte auf mich etwas zu gewollt.

Das Buch war okay für ein paar nette Lesestunden, aber ich werde kein weiteres der Reihe lesen. Dafür konnte es mich nicht genug fesseln.

Bewertung vom 14.06.2022
Offene See
Myers, Benjamin

Offene See


ausgezeichnet

Da ich mich schon auf unseren Urlaub am Meer freue, hat das Cover dieses Buches mich gelockt. Und ich bin froh darüber, denn es hat mir unheimlich gut gefallen.

Es ist eine Ich-Erzählung und spielt in England, kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Der Ich Erzähler Robert beschließt nach seinem Schulabschluss, nicht wie sein Vater und die meisten Männer seines Dorfes Bergarbeiter zu werde. Er will das Meer sehen, Abenteuer erleben und wandert los. Auf seiner Reise lernt er die die schön ältere Dulcie kennen, die alleine mit ihrem Hund in einem kleinen Cottage lebt. Er bleibt eine Weile bei ihr, sie reden viel, werden Freunde und helfen sich gegenseitig, sich (wieder) zu finden...

Ich mag den Schreibstil des Autors sehr. Er ist bildhaft und detailreich, und ich habe mich beim Lesen gefühlt, als säße ich mit vor Dulcies Cottage. Ich hatte erst Sorge, dass das Buch sich als Liebesroman zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann entpuppt, aber das tut es nicht. Liebe ist zwar ein großes Thema, aber nicht zwischen Dulcie und Robert.

Ich konnte gut in die Geschichte hineinfinden, fand sie sehr schön fließend und berührend. Es hat mir Freude gemacht, sie zu lesen.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.06.2022
Die Geschichte eines Lügners
Boyne, John

Die Geschichte eines Lügners


ausgezeichnet

Dieses Buch von John Boyne hat mir sehr gut gefallen, weil es ihm gelungen ist, mich zu fesseln und immer wieder aufzuwühlen. Und das, weil der Protagonist des Buches einfach ein wahnsinnig unsympathischer, egoistischer und selbstverliebter Mensch ist, der keinerlei Skrupel hat, anderen Menschen (sogar seiner Familie) zu schaden, um sich Vorteile zu verschaffen. Und als Leser sind einem die Hände gebunden: Man verfolgt mit, was er tut und kann nichts ändern. Man sieht seinen Erfolg und wird mit dem Wissen stehengelassen, dass er mit dem, was er tut, durchkommen wird, da es meistens nicht mal strafbar, sondern "nur" moralisch verwerflich ist. Ich finde, das hat der Autor wirklich großartig geschrieben, und obwohl ich den Protagonisten absolut nicht leiden konnte, war es mir nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Worum geht es? Maurice Swift will Schriftsteller werden und ist bereit, alles für dieses Ziel zu tun. Und tatsächlich besitzt er ein gewisses Schreibtalent - ihm fehlen aber die Ideen! Bis er eines Tages die Lebensgeschichte des älteren Autors Erich Ackermanns in einem Buch veröffentlicht - und damit seinen großen Durchbruch hat. Nur leider braucht er, um daran anzuknüpfen, wieder eine Idee, und er hat keine Skrupel, sie sich woanders zu holen...

Bewertung vom 23.05.2022
Die Geschichte von Elenis Konfetti
Leidig, Daniela

Die Geschichte von Elenis Konfetti


ausgezeichnet

Ich liebe dieses Bilderbuch! Zum einen finde ich die Illustrationen wunderschön, zum anderen sind die gewählten Farben so ruhig, sanft und schlicht. Das passt so wundervoll zu dieser Geschichte! Außerdem sind ein Teil der Illustrationen von einem Kind gezeichnet – einfach toll!

Darum geht es: Eleni ist ca. 4 Jahre alt und wohnt mit ihrer Oma in einem Dorf in Griechenland. Dort ist sie glücklich, sie hat es gut. Doch seit einer Weile sieht sie unten am Berg ein Flüchtlingslager und hat dazu viele Fragen, die ihre Oma ihr wirklich toll und kindgerecht beantwortet.
Eleni und ihre Oma bringen den Flüchtlingen selbstgemachte Marmelade und haben dann die Idee, dass sicher noch mehr Menschen helfen können und wollen. Eleni bastelt Konfetti mit „Hilferuf“ und lässt sie fliegen…
Am Ende des Buches sieht man dann ganz verschiedene Menschen, die alle auf ihre Art helfen – und sei es nur durch vermeintliche Kleinigkeiten…
Ich finde dieses Buch wirklich sehr gelungen, um gerade Kindern im Kindergartenalter die Themen Flucht, Flüchtlinge und Hilfsbereitschaft nahe zu bringen. Es macht den Kindern keine Angst, sondern legt den Fokus auf das Positive, das man erreichen kann – vor allem, wenn viele Menschen helfen!

Bewertung vom 23.05.2022
Aribella und die Feuermaske
Hoghton, Anna

Aribella und die Feuermaske


ausgezeichnet

Wow, was für ein schönes und spannendes Kinderbuch ab ca. 10 Jahre!

Die Geschichte spielt in Venedig, und einen perfekteren Schauplatz hätte die Autorin nicht finden können, denn diese Stadt hat an und für sich ja schon einen gewissen Zauber. Dieser kommt durch die tollen Beschreibungen der Autorin auch sehr gut zur Geltung und trägt die ganze Geschichte. Das hat mir wirklich gut gefallen! Auch meine Kinder fanden das Setting richtig gut - es hat sie gleich an "König der Diebe" von Cornelia Funke denken lassen, das ja auch in Venedig spielt und wo Magie und Geheimnisse eine große Rolle spielen.

Im Gegensatz zu "König der Diebe" ist "Aribella und die Feuermaske" aber eher im Bereich Fantasy anzusiedeln, denn Aribelle hat magische Kräfte - von denen sie erstmal aber gar nichts wusste. Als sie zum ersten Mal in Erscheinung treten, gerät sie direkt in Gefahr und muss fliehen. Ein Fremder mit Maske hilft ihr und führt sie in eine geheimnisvolle und magische Welt ein, in der Aribella dann eine Menge Abenteuer erlebt...

Obwohl die Protagonisten ein Mädchen ist, ist es kein "Mädchenbuch", sondern einfach eine spannende Geschichte, die sicherlich auch nicht weibliche Leser ansprechen und fesseln wird. Es macht einfach Spaß, in Aribellas Welt hineinzutauchen und sie auf ihren Abenteuern zu begleiten. Auch meine 12 und 13 jährigen Sohn hatten ihren Spaß an diesem Buch und wünschen sich eine Fortsetzung. So sollte ein Kinderbuch sein!

Bewertung vom 15.05.2022
Ende in Sicht
Rönne, Ronja von

Ende in Sicht


schlecht

In diesem Buch von Ronja Rönne geht es um 2 sehr unterschiedliche Frauen, die beide den Wunsch haben zu sterben. Da ist zum einen die 70 jährige Hella, die sich mit ihrem Auto auf den Weg in die Schweiz macht, um dort Sterbehilfe zu bekommen und zum anderen die 15 jährige Juli, die unter Depressionen leidet, von der Brücke springt und Hella aufs Auto fällt. Daraufhin steigt sie in deren Auto und eine Art Roadtrip beginnt...

Ich leide selbst unter Depressionen und war daher sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich mir erhofft hatte, darin eine Geschichte zu finden, die Betroffene ernst nimmt und nicht Betroffenen ein paar Einblicke in diese Krankheit geben kann. Aber ich wurde total enttäuscht!

Mir hat dieses Buch überhaupt nicht gefallen! Ich finde es nicht humorvoll und mitfühlend, sondern übergriffig, flapsig geschrieben und wenig wertschätzend.

Mir ist das ganze Buch über nicht wirklich klar geworden, was die beiden Frauen eigentlich dazu bringt, sterben zu wollen. Mir fehlen Gespräche zwischen den beiden mit Tiefgang, mit Emotionen. Dadurch blieben beide Frauen oberflächlich und schlicht und ergreifend unsympathisch. Besonders Juli, die immer wieder auf fremde Menschen beleidigend und abwertend reagiert.
Das Ende des Buches finde ich absolut unpassend - und außerdem habe ich mich oft gefragt, ob die Autorin nicht an Betroffene wirklich schlechte Signale sendet, indem sie z.B. betont, dass Juli zwar eine Therapie gemacht hat, diese ihr aber überhaupt nicht helfen konnte.

Im Endeffekt war das Buch ein langweiliger Roadtrip mit unauthentischen und oberflächlichen Protagonisten, das in meinen Augen weder genug auf das Thema Depression noch auf das Thema Sterbehilfe eingeht. Für mich sehr enttäuschend!