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Mel.E
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Mein Blog: http://melbuecherwurm.blogspot.de/

Bewertungen

Insgesamt 1270 Bewertungen
Bewertung vom 27.02.2017
Ein Himmel voller Nashörner
Leistenschneider, Ulrike

Ein Himmel voller Nashörner


ausgezeichnet

"Ein Himmel voller Nashörner" ist der letzte Band einer Trilogie. Für mich war es der erste Band, was aber kein Problem darstellte, da ich mich trotzdem sehr zügig in die Handlung einfand. Ich finde dieses Jugendbuch absolut geeignet für junge Leser/innen ab 10 Jahren. Ich musste mehrfach schmunzeln, denn anstatt Schmetterlingen im Bauch, trampeln in Leas Leben Nashörner durch ihr Liebeschaos. Es ist wirklich amüsant, charmant und unbedingt zu empfehlen. Ich habe mich köstlich amüsiert. Leider waren die etwas über 250 Seiten viel zu schnell gelesen.

Der Autorin ist es gelungen ein Jugendbuch zu schreiben, welches sehr ansprechend an die Zielgruppe wirken wird, da es genau das trifft, was sie bewegt. Natürlich ist man mit 10 Jahren vielleicht noch nicht so verliebt wie Lea in dem Buch, aber unbekannt wird dieses Gefühl vielleicht doch nicht sein. Lea kann sich nicht entscheiden und steht vor der großen Frage, ob es möglich ist, sich in zwei Jungs zu verlieben und das, wo sie endlich mit Jan zusammen ist. Witzig ist hierbei, dass Lea sich in einem Brief mitteilt, was ja auch schon der Klappentext vermuten lässt. Blöd nur, wenn Jan liest, was Lea schreibt und natürlich unglaublich sauer reagiert, was ja auch verständlich ist. Alles was bisher schön und gut war, ist nun wolkenverhangen und Lea fühlt sich von Nashörnern überrannt. Die Illustrationen sind äußerst passend und geben dem Jugendbuch eine gute Würze an Spaß und Ablenkung von den geschriebenen Wörtern. Lesemuffel werden begeistert sein.

Was mich gestört hat, ist Jans Kritik an Lea, da sie weder sportlich, noch so schlank zu sein scheint wie Kröten - Caro. Muss so etwas in ein Jugendbuch? Ist unsere Welt nicht schon voll genug mit Magermodells und dem Kampf nach dem Idealgewicht? Ich habe es als sehr störend empfunden und tatsächlich auch sehr verletzend Lea gegenüber, die sich sowieso andauernd mit anderen vergleicht und nicht das gesunde Selbstwertgefühl hat, was ihr gut getan hätte.

Trotzdem möchte ich eine Leseempfehlung vergeben, da der Großteil der Story wirklich packen konnte und ich mich köstlich amüsiert habe, Schade ist ein klein wenig, dass ich die Anfänge verpasst habe, aber das kann ich ja nachholen, indem ich Liebe ist ein Nashorn und Nashörner haben auch Gefühle auch noch lesen werde!

Bewertung vom 24.02.2017
Ein bisschen wie Unendlichkeit
Hapgood, Harriet Reuter

Ein bisschen wie Unendlichkeit


sehr gut

"Ein bisschen wie Unendlichkeit" ist ein wunderbares Jugendbuch, welches schmerzlich bewusst macht, wie sehr Trauer unser Denken und Handeln beeinflussen kann. Gottie befindet sich in einem Tief, denn sie hat ihren geliebten Großvater verloren und der Schmerz darüber ist oftmals sehr präsent. Mir gefällt, dass der Tod kein Tabuthema ist und Gottie sich sehr intensiv damit beschäftigt. Es ist weder kitschig noch unglaubwürdig. Die Theorien über Zeit und Raum werden komplett auf den Kopf gestellt und selbst als Leserin wusste ich nicht immer, wo ich mich gerade befand. Diese intensive Trauerverarbeitung geht wirklich ins Herz und gibt dem Jugendroman eine ganz besondere Note. Natürlich ist auch ganz viel Schönheit in den geschriebenen Worten zu finden. Schönheit, die das Alter von Gottie verdeutlicht, denn es geht auch um erste Liebe und der Sehnsucht sich in Thomas Küssen zu verlieren.

Das Jugendbuch ist dem empfohlenen Lesealter ab 14 Jahren komplett angemessen. Die angenehme Schriftgröße und das Cover wirken sehr ansprechend. Auch die Story an sich, wird nicht überfordern, da sie nicht nur traurig ist, sondern auch von vielen Dingen erzählen kann, die jugendliche Leserinnen in diesem Alter bewegt.

Das Debüt der Autorin empfand ich als sehr gelungen. Ich flog förmlich durch die Seiten und verlor mich regelrecht in Zeit und Raum. Das Lesen war wirklich angenehm und ich konnte mich auf Gottie komplett einlassen. Sie wirkte auf mich altersgemäß, obwohl eben auch jede Menge Traurigkeit vorhanden ist, die sich im weiteren Verlauf der Story zwar nicht gänzlich verliert, allerdings andere Prioritäten freisetzt. Ein Neubeginn an Emotionen, die den Schmerz ein klein wenig beiseite drängen konnten. Insgesamt ein wundervolles Jugendbuch, welches sich zu Lesen lohnte. Sehr gerne eine Leseempfehlung an "Ein bisschen wie Unendlichkeit". Manchmal lohnt es sich tatsächlich auch zwischen den Zeilen zu lesen, um die menschliche Psyche zu begreifen. Der Autorin ist es gelungen mich abzuholen und mir ganz viele kostbare Gedanken zu schenken.

Bewertung vom 24.02.2017
Zimt und zurück / Zimt Bd.2
Bach, Dagmar

Zimt und zurück / Zimt Bd.2


ausgezeichnet

Da ich "Zimt und weg" der Autorin als sehr gelungen empfunden habe, freute ich mich sehr darauf, auch den zweiten Band "Zimt und zurück" zu lesen. Auch der zweite Band konnte mich sehr begeistern und ich genoss das Springen in die Parallelwelt sehr, obwohl es mir für mich viel zu anstrengend wäre immer damit rechnen zu müssen nicht am vorgesehenen Platz verweilen zu können und sobald Zimtgeruch aufkommt in mein anderes Ich einzutauchen. Chaos ist vorprogrammiert und anders als die Parallel - Vicky stellt die "echte" Vicky nur Unsinn an, da sie versucht hier und da einzugreifen und Dinge zu verändern. Es herrscht das Chaos und macht daher "Zimt und zurück" zu einem amüsanten, charmanten Leseabenteuer. Ich habe mehrfach geschmunzelt und kann einen gewissen Wohlfühleffekt tatsächlich nicht verneinen.

Für junge Leser/-innen ab 11 Jahren ist "Zimt und zurück" wirklich sehr zu empfehlen. Die Story bietet einiges an Abenteuern und wirkt definitiv ansprechend. Auch das Cover mit seinem transparenten Schutzumschlag ist absolut gelungen. Wird er entfernt, verschwindet auch eine der abgebildeten Mädchen. Im Buch treffen beide Charaktere definitiv nicht gemeinsam auf, aber eine interessante Wendung nimmt der Verlauf dennoch. Ich fand die Idee gelungen und bin schon sehr gespannt darauf im Herbst 2017 den Abschluss der Trilogie zu lesen.

Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich "Zimt und zurück" für junge Leser/-innen wirklich angemessen finde. Die Liebesgeschichte zwischen Vicky und Konstantin nimmt zwar sehr viel Raum ein, erschlägt aber nicht. Es ist für den Verlauf der Story nicht ganz unwichtig, da Vicky natürlich auch im Bezug auf Konstantin die Fäden spinnt, im Hier und in der Parallelwelt, was auf Chaos hinausläuft, oberpeinlich ist und den einen oder anderen Schmunzler wert ist. Die Dialoge sind authentisch und auch das Gefühlschaos in das Vicky gestürzt wird, ist glaubhaft dargestellt. Manchmal bin ich wirklich froh, das ich diesem Alter entwachsen bin und ich mich was die Liebe betrifft gefestigt weiß.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.02.2017
Gezeichnet / Rat der Neun Bd.1
Roth, Veronica

Gezeichnet / Rat der Neun Bd.1


sehr gut

"Die Bestimmung" der Autorin hat mir sehr gefallen und daher war ich natürlich mehr als neugierig auf ihr neustes Werk, welches als Zweiteiler erscheinen wird. "Rat der Neun - Gezeichnet" ist eine bunte Mischung aus Sci - Fi, Dystopie und Fantasy. Eigentlich nicht meine bevorzugte Genre, aber wenn ich mich darauf einlasse, wird es meist doch ein interessanter Ausflug in eine andere Welt. Die Welt, die Veronica Roth gezeichnet hat, ist geprägt von Schmerz, Demütigungen, Intrigen und Verrat. Es ist Brutal und voll von Gewalt. Es ist dennoch eine Story, die sobald der Lesefluss einsetzt, fasziniert, da die meisten der erwähnten Personen sehr interessant dargestellt sind. Nicht jeder ist Sympathieträger und dennoch sind sie wertvoll für den Verlauf der Story.

Fast 600 Seiten zählt dieses Jugendbuch und durch das recht angenehme Schriftbild, ist es angemessen für junge Leser/-innen. Es ist gewaltig, blutig, schmerzlich und dennoch hat es auch sehr schöne Anteile, die ich mir noch ausführlicher gewünscht hätte. Da noch ein zweiter Band erscheinen wird, erwarte ich dort mehr von der Liebesgeschichte zwischen Cyra und Akos, denn diese sind leicht verwoben miteinander durch die Kämpfe die sie bestehen müssen, um zu überleben.

Der Titel des Buches war mir nicht gleich schlüssig und gewinnt erst nach und nach an Bedeutung. es ist letztendlich sinnig und konnte überzeugen. Auch das Cover erscheint passend und gut gewählt. Es erweckt Neugier und wirkt ebenfalls wie "Die Bestimmung" eher einfach, was aber dem Inhalt nicht gerecht wird. Die erschaffene Welt der Autorin bietet eine Menge Spannung und auch wenn meine hohen Erwartungen nicht komplett erfüllt wurden, ist es dennoch ein Jugendbuch, welches ich weiterempfehlen würde.

Oftmals herrschte eine eher ruhige Atmosphäre, die dann völlig unerwartet in echte Unruhe umschwenkt. Nach einer doch recht langen Einleitung in die düstere erschaffene Welt der Autorin, gelang es mir immer mehr mir diese auch bildlich vorzustellen. Der Autorin ist es gelungen mich zu überzeugen und neugierig auf weitere Werke zu machen, "Rat der Neun - Gezeichnet" besticht allerdings durch die unterschiedlichen Protagonisten, die innerhalb der Story über sich herauswachsen und ihre Gaben zu nutzen lernen. Noch ist mir das Ziel der Autorin nicht bewusst, aber ich bin sehr gespannt, was sich im nächsten Band offenbaren wird und inwieweit Akos und Cyra wichtig werden, um die Galaxie in der sie leben von Angst, Schmerz und Gewalt zu befreien. Bisher mussten sie viel Grausames erleben und ertragen. Es wird Zeit, dass sich in ihrer Leben etwas mehr Schönheit entwickeln kann.

Bewertung vom 14.02.2017
Bailey - Ein Freund fürs Leben
Cameron, W. Bruce

Bailey - Ein Freund fürs Leben


ausgezeichnet

"Bailey - Ein Freund fürs Leben" ist ein wundervolles Abenteuer auf das ich mich sehr gut einlassen konnte. Als Hundebesitzerin wurde mir mein eigenes Haustier um einiges liebenswerter. Natürlich werde ich unseren Hund nicht immer verstehen, aber dennoch ist er mir um einiges wertvoller geworden, Hunde sind einfach die besten Freunde eines Menschen, denn sie sind treu und hingebungsvoll, wenn man sie lässt. Bailey wird im Laufe der Story den Sinn seines Lebens erkennen und mich hat fasziniert, wie tief die Story auf mich einwirken konnte. Es wirkt realistisch und authentisch, auch wenn es sich um die Leben eines Hundes dreht. scih darauf einzulassen fiel mir wirklich leicht und ich konnte es ab der ersten Seite genießen.

Die Leben die Bailey führt unterscheiden sich nicht nur durch Rasse oder die Menschen die ihn begleiten, sondern auch darin, wie Bailey sein Leben gestaltet. Er ist immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dies wirkt dadurch fast schon menschlich, da er seine Gedanken und Handlungen mit uns teilt, Wir begleiten zwar einen Hund, aber dies konnte mich dennoch nicht davon abhalten, mich auf Bailey (Stromer, Elli .....) einzulassen. Für mich war "Bailey - Ein Freund fürs Leben" ein wundervolles Leseabenteuer, denn je mehr Leben Bailey führt, umso mehr lernt er dazu, was er dann in seinem neuen Leben anwenden kann. Es ist fast schon wie ein Märchen, denn Bailey nutzt seine erworbenen Fähigkeiten, um sein nächstes Leben besser und sinnvoller zu nutzen. Man sagt Katzen haben neun Leben, ob sich dies auch auf Hunde ausdehnt, war mir bisher nicht bekannt, aber die Grundidee des Romans ist wirklich geglückt und konnte mich sehr fesseln. Für mich war es ein echtes Wohlfühlbuch und hat mich sehr neugierig auf die Umsetzung des Kinofilms gemacht. Die Story erwärmte mein Herz. Der Roman ließ mich schmunzeln und manchmal auch trauern um das, was Bailey verliert. Am Ende gewinnt Bailey nicht nur Erkenntnis, sondern erhält das, wonach er seine ganzen Leben lang gesucht hat. Das Ende ist wirklich filmreich und kann seinen Höhepunkt an Emotionen erreichen. Von mir eine Leseempfehlung an ein wirklich gewaltiges Hundeabenteuer. Sich auf Bailey einzulassen, wird sich definitiv lohnen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.02.2017
Eleanor
Gurley, Jason

Eleanor


gut

"Eleanor" bestach mich durch das Cover, da das Grün einfach vorherrschend war und mich sehr ansprach. Ich mag Gesichter auf Covern und daher erbar ich mir ein Rezensionsexemplar beim Verlag. Natürlich war auch der Klappentext ausschlaggebend dafür, mich anzusprechen. Nachdem ich es nun gelesen habe, bin ich auf der einen Seite fasziniert, auf der anderen Seite fand ich auch einige Schwächen, auf die ich natürlich auch eingehen werde. "Eleanor"ist magisch und geheimnisvoll, aber eben auch sehr irritierend und die fantastischen Elemente eher wirr, als gleich zu begreifen. Es dauert einige Zeit, um hinter die Story zu blicken und dem folgen zu können, wohin der Autor hinzielt. Am Anfang besticht die Trauer, die sich komplett durch die Story zieht. Ich empfand es nicht immer als angenehm, da es Überhand nimmt und auch die fantastisch eingestreuten Elemente dem Roman keine wahre Schönheit einhauchen kann. Was bleibt ist ein ungemütliches Gefühl, welches sich komplett durch meine Lesezeit gezogen hat. Die Grundidee ist wirklich ungewöhnlich und definitiv spannend, leider fehlt mir das gewisse Etwas, um mich komplett zufrieden zu stellen. Trauer, Drama und eine Familie, die durch den Tod der Tochter komplett aus den Fugen gerät. Die Neuanfänge am Ende geben einen gewissen Grad an Schönheit zurück, aber kommt zu spät, um zu überzeugen.
Das Ziel des Autors bleibt lange im Verborgenen und als Mea sich endlich offenbart, überrascht es nicht wirklich. Das Portal, welches Eleanor durchschreitet scheint eine Zwischenwelt zu sein, eine Art Fegefeuer, welches mir ein klein wenig brutal erscheint. Eleanor verschwindet von Zeit zu Zeit von einem Moment auf den anderen und lässt ihren Vater und Jack fassungslos zurück. Es ist unerklärlich und ist für mich als Leserin ebenso irritierend.

Letztendlich ist "Eleanor" ein Roman, der wirklich ungewöhnlich ist und sicherlich unterschiedlich auf seine Leser/-innen wirken wird. Für mich war die Story zu irritierend, um mich zu überzeugen. Ich kann selbst nicht sagen, welche Erwartungen ich zuvor an das Buch hatte, aber ich fühlte mich einfach nur traurig, manchmal regelrecht wütend über Schuldzuweisungen und keineswegs einen Moment lang begeistert. Der Schreibstil ist zwar sehr angenehm, aber die Story leider nicht das, was ich mir erhofft hätte. Eine eingeschränkte Leseempfehlung, da ich den erhofften Wohlfühleffekt komplett vermisst habe.

Bewertung vom 03.02.2017
Die Gerechte  (Restauflage)
Swanson, Peter

Die Gerechte (Restauflage)


ausgezeichnet

"Die Gerechte" hat mich positiv überrascht, da der Thriller eine ganz andere Wendung nimmt, als der Klappentext vermuten lässt. Leicht psychotisch und skrupellos begegnen uns Menschen, die scheinbar kein Gewissen haben. Es wird getötet, ohne mit der Wimper zu zucken. Mich hat dies leicht schockiert und der Gedanke, das dieses straffrei bleibt, lässt mich fast schon erschaudern. Der Ansatz des Thrillers ist wirklich gelungen und ich konnte dem Verlauf der Story gut folgen. Da Erzähler der Handlung regelmäßig wechseln, ändert sich natürlich auch die Perspektive. Es ist ein großartiger Spannungsaufbau, da jede/r der Protagonisten anders empfindet oder denkt. Diese Art eine Story zu beleben, ist mir fast die Liebste, da ich mich so sehr gut auf Personen und Story einlassen kann. Interessant ist hier, dass niemand Sympathieträger wird, sondern alle auftretenden Personen eher arrogant erscheinen und mich daher wenig berührten oder mir näher gekommen wären.
Was harmlos in einer Flughafenbar beginnt, endet in einem Drama, welches eine andere Wendung nahm , als ursprünglich laut Klappentext vermutet. Wäre wahrscheinlich auch zu langweilig gewesen, sich am Klappentext entlangzuhangeln. Letztendlich schließt sich der Kreis, da Erlebnissen aus Studienzeiten aufeinander aufbauen konnten. Es ist Rache, die im Vordergrund steht und dem Thriller eine gute Basis bot. Den Weg, den der Autor geht, ist mitunter ungewöhnlich, gibt für "Die Gerechte" aber einen nachvollziehbaren Handlungsablauf. Menschlich gesehen komplett verwerflich, für einen Thriller absolut gelungen.

Fazit:
"Die Gerechte" ist ein interessanter Thriller, der durch ein ansehnliches Cover besticht. Protagonisten aufweist, die skrupellos und unmenschlich handeln, dabei mehr als unsympathisch wirken. Insgesamt ein genialer Schachzug, da der Spannungsbogen dadurch erhalten bleiben konnte. Da die Handlung sich anders entwickelt, als erwartet, bot es einiges an Überraschungseffekten und konnte dadurch begeistern. Gerne eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 31.01.2017
Der Ruf der Bäume
Chevalier, Tracy

Der Ruf der Bäume


ausgezeichnet

"Der Ruf der Bäume" ist ein eindrücklicher Roman, der von Armut und Überlebenswillen erzählt. Apfelbäume, Mammutbäume und diverse andere Baumarten sind prägend für die Story, daher ist der Titel des Romans erstaunlich gut gewählt. Es prägt ein und gibt dem Roman eine gewisse Intensivität. Roberts Kindheit ist geprägt von Gewalt und Lieblosigkeit. Alle Klischees der damaligen Zeit werden Raum im Roman finden und wirken äußerst authentisch auf seine Leser. Erzählt wird in verschiedenen Erzählsträngen und daher kommt man den Protagonisten um einiges näher. Es ist eindrücklich und wirkt einige Zeit nach. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken auffordert und auch zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Ein Familiendrama, welches der Autorin sehr geglückt ist, auch wenn sie sich dabei schmerzlichen Erinnerungen bedient und auch vor Missbrauch und Alkohlabhängigkeit nicht Halt macht. Durch den angenehmen Schreibstil und die Schriftgröße ist "Der Ruf der Bäume" schnell gelesen. Mich hat der Roman sehr bewegt, da ich immer noch Hoffnung hatte, dass sich Roberts Leben verbessert und es ihm gelingt, sich emotional binden zu können. Er wirkt ruhelos und schafft es nicht, sesshaft zu werden. Seine Familiengeschichte spricht eine deutliche und schmerzhafte Sprache, die es mir verständlich macht, warum Robert unruhig und er Beziehungen mit anderen Menschen dicht macht. Seine Eltern waren ihm wenig Vorbild und daher ist es nachvollziehbar, auch wenn es einsam macht. Einzig die Liebe zu Bäumen konnte Robert übernehmen und dadurch seinen weiteren Lebensweg gestalten. Durch Briefe wirkt der Roman um einiges authentischer, denn diese sind, was den Roman Lebendigkeit einhaucht.

Fazit:
Ein großes Familiendrama, welches zutiefst bewegt und die Zeit des 19. Jahrhunderts treffend beschreibt. Es ist ein Kampf ums Überleben, der einhergeht mit der Liebe zu Bäumen allerlei Art. Sie scheinen wirklich zu rufen und prägen das Leben der Protagonisten. Eine echte Leseempfehlung an einen wunderbaren historisches Roman, der mich ursprünglich ansprach, da das Cover mich an ein anderes Buch erinnerte. Eine gute Entscheidung sich "Der Ruf der Bäume" zu widmen, da es mich restlos begeistert zurücklassen konnte.