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CurlyGirl

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Bewertung vom 15.06.2016
Das Geheimnis des Genter Altars
Wrede, Klaus-Jürgen

Das Geheimnis des Genter Altars


gut

[...]

Hier nun wird Held Daniel von jetzt auf gleich in das Abenteuer geworfen, nachdem er seinen Nachbarn und Freund Juri in dessen verwüsteten Wohnung tot auffindet. Dessen Schwester Mara stößt bald hinzu und gemeinsam machen sie sich auf, dieses unvorhersehbare, schreckliche Ereignis aufklären zu wollen.
Bei ihren Recherchen entdecken sie nach und nach, dass die Umstände mit dem berühmten „Genter Altar“ zusammenhängen. Dieser Flügelaltar, in der Genter St.-Bavo-Kathedrale, Belgien, untergebracht, ist Teil vieler Vorkommnisse. Vor allem in den Kriegszeiten wurde dieser immer wieder ab- und aufgebaut, aber der für diese Geschichte gewählte Diebstahl der Tafel mit dem Motiv der „Gerechten Richter“ ist wohl der prägendste Teil seines Daseins.

Ohne den Verlauf der Geschichte zu sehr zu spoilern, darf verraten werden, dass sich hier ein länderübergreifendes Netzwerk voller Intrigen spinnt und Geheimorganisationen sowie deren Hintergründe und Machenschaften, wie z.B. die des Templer-Ordens, beleuchtet werden und schliesslich ein phantastisches Ende vorgefunden wird.
Unsere allgegenwärtig in Schwierigkeiten befindlichen Protagonisten wissen sich denn auch immer zu helfen und meistern viele Situationen, bei denen man doch sehr intensive Kenntnisse im Kampfsport, Extremsport und der Wissenschaft voraussetzen würde, aber der lebensgeschichtliche Hintergrund der beiden wird nur leicht geöffnet und so muss man die vielen, eigentlich ausweglosen Situationen, die sie meistern, als gegebene Unterhaltung akzeptieren.
Natürlich erhalten sie auch immer wieder Hilfe, von auf ihrem jeweils benötigten Gebiet, gebildeten Profis und ein gewisses Know-How muss man Daniel und Mara auch wg. ihrer Berufe unterstellen, aber es wirkt halt oft zu heldenhaft.
Nichts desto trotz wird man dabei sehr gut unterhalten und dem Autor gelingt es durchgehend den Spannungsbogen oben zu halten, so dass sich die Buchseiten wie von allein blättern.

Angenehm zu lesen sind die Kapitel auch durch einen kleinen Kniff der Setzerei, denn so gut wie jeder Abschnitt, endet angenehm am Ende einer Seite mit dem Punkt und so kann man unbeschwerte Pausen einlegen, ohne Lesezeichen oder verpönte Knicke in den Seiten^^.

Nach vielen spannenden und auch sehr informativen Seiten – die wissenschaftlichen Untersuchungsmöglichkeiten rund um die Suche nach dem Geheimnis und vermittelten Kenntnisse hierzu sind wahre Augenöffner – finden sich Daniel und Mara an einem Endpunkt wieder, der nochmals alles von ihnen abverlangt, ohne sie jedoch wirklich zu belohnen – oder doch?