Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Meggie
Wohnort: 
Mertesheim
Über mich: 
Ich lese gerne! Und diese Leidenschaft möchte ich teilen! https://www.meggies-fussnoten.com
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 1205 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2019
Das Labyrinth von London / Alex Verus Bd.1
Jacka, Benedict

Das Labyrinth von London / Alex Verus Bd.1


gut

Alex Verus ist ein Magier, betreibt einen Laden namens "Arcana Emporium" in London und kann in die Zukunft sehen. Als ein Artefakt gefunden wird, soll Alex als Wahrsager fungieren, möchte jedoch dem Rat der Magier nicht helfen, Doch auch eine Gruppe Schwarzmagier ist hinter dem Artefakt her. Plötzlich steht Alex zwischen den Fronten und muss sich für die richtige Seite entscheiden.

Leider habe ich es nicht richtig geschafft, in die Geschichte zu finden. Die Story an sich fand ich zwar interessant, doch ist es der Schreibstil, der mich nicht richtig mitreißen konnte.

Die Charaktere sind allesamt liebenswert. Allen voran Luna und Arachne, allerdings stehen diese nicht im Mittelpunkt. Alex Verus an sich war mir zwar auch sympathisch, doch hat er in meinen Augen einfach durch seine Gabe, in die Zukunft zu schauen, einen viel zu hohen Vorteil und kann deswegen allem Ärger aus dem Weg gehen oder zumindest den Weg suchen, der für ihn am einfachsten ist.

So fehlte mir etwas der Überraschungsmoment, weil Alex ja immer im Voraus wusste, was zu tun ist.

Alex hat auch eine etwas düstere Aura, die mich etwas an die Harry Dresden-Reihe erinnerte. Ich kam deswegen nicht umhin, hierzu Parallelen zu ziehen.

Trotz der Kritikpunkte gab es Momente, in denen ich gefesselt war. Gerade wenn es um die Momente mit Luna geht, die mit einem Fluch geschlagen ist, der aber auch als Segen gelten kann.

Auch wenn einige Längen vorhanden sind, gibt es wieder Szenen, die perfekt umgesetzt wurden, dann jedoch wieder der Schreibstil dazwischen funkt und auch der Hauptprotagonist Alex.

Ich werde trotzdem den zweiten Band lesen, um dem Autor nochmals eine Chance zu geben. Ich hoffe, dass er die Fehler aus dem ersten Teil etwas ausbügelt.

Meggies Fussnote:
Nicht ganz überzeugend.

Bewertung vom 27.09.2019
Spartan Frost (eBook, ePUB)
Estep, Jennifer

Spartan Frost (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Logan sieht sich, nachdem Loki von ihm Besitz ergriffen hatte, in sein Elternhaus zurück und kapselt sich von seinen Freunden und vor allem von Gwen ab. Er hat Angst, in den "Schnittermodus" zu fallen und jemandem weh zu tun. Nur langsam nimmt er wieder am Leben teil. Sein Vater Linus drängt ihn dazu, wieder die Schule zu besuchen, doch Logan ist skeptisch, ob dies das Richtige ist.
Als er an einem Einsatz des Protektorats gegen die Schnitter teilnimmt, merkt er, wie sehr ihm sein altes Leben fehlt. Und Gwen!

Die Kurzgeschichte spielt zeitlich gesehen zwischen dem vierten (Frostglut) und fünften (Frostnacht) Band der Reihe "Mythos Academy". Erzählt wird sie aus Sicht von Logan Quinn.

Die Autorin erklärt in der Shortstory, warum Logan sich von seinen Freunden zurückzieht. Seine Zweifel und Ängste werden deutlich gemacht, aber auch seine Sehnsucht und seine Liebe zu Gwen.

Man kann sich sehr gut in Logan hineinversetzen und seine Gründe verstehen, warum er sich zurückgezogen hat. Aber auch sein Verhältnis zu seinem Vater wird näher beleuchtet.

Um sich abzulenken, nimmt Logan an einem Einsatz für das Protektorat teil, bei dem ein Stützpunkt der Schnitter angegriffen wird. Hierbei hört er teilweise auch auf sein Herz und trifft Entscheidungen, die für später sehr wichtig sind.

Das Ende macht unheimlich viel Lust auf mehr. Wenn man "Frostnacht" noch nicht gelesen hat, dem wird der Cliffhanger am Ende des Buches die Entscheidung leicht machen, die Reihe weiterzulesen.

Durch die tolle Schreibweise der Autorin fliegt man durch die Story und mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass mal aus einer anderen Sicht über das Leben der "Wunderkinder" der Mythos Academy erzählt wird.

Es gibt eine weitere Kurzgeschichte, die als Prequel anzusehen ist. In "First Frost" wird erzählt, aus welchen Gründen Gwen auf die Mythos Academy kommt. Eine sehr emotionale Geschichte.

Meggies Fussnote:
Logan Quinn - der Spartaner mit viel Herz.

Bewertung vom 27.09.2019
First Frost (eBook, ePUB)
Estep, Jennifer

First Frost (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Gwen Frost hat eine besondere Gabe. Wenn sie etwas berührt, spürt sie die Gefühle und Erinnerungen in sich. Die Berührungsmagie empfindet Gwen als Glück, denn so kann sie ihr Taschengeld aufbessern, in dem sie verlorene Gegenstände für ihre Mitschüler aufspüren kann. Bis sie die Haarbürste ihrer Mitschülerin Paige in die Hand nimmt. Es strömen Erinnerungen auf sie ein, die dazu führen, dass Paiges Stiefvater festgenommen wird.
Für die Festnahme ist Gwens Mutter, die bei der Polizei arbeitet, verantwortlich. Doch kurz darauf stirbt sie bei einem Verkehrsunfall und Gwen fühlt sich schuldig. Die Trauer scheint sie zu überwältigen. Bis eines Tages Professor Metis bei Gwen auftaucht und ihr erzählt, dass sie ab sofort auf der Mythos Academy aufgenommen ist, wo ihre besondere Gabe gefördert werden soll.

"First Frost" ist eine Kurzgeschichte, die zeitlich gesehen vor "Frostkuss", dem ersten Band der Mythos Academy-Reihe spielt. Es wird erzählt, wie Gwens Mutter stirbt und warum Gwen auf die "Mythos Academy" kommt. Auch der erste Kontakt zu Daphne und Logan wird erzählt. Sehr gut arbeitet die Autorin dabei Gwens Ängste aus. Aber auch die anderen Gefühle sind fast greifbar beschrieben: Wut, Trauer und die Liebe, die in der Frost-Familie herrscht.

Durch die Kurzgeschichte erhält man einen kleinen Einblick in die kommende Reihe und ist als Prequel anzusehen, also ein kurzer Appetithappen, der Lust auf mehr macht.

Es gibt noch eine weitere Shortstory, die zwischen Band 4 und 5 angesiedelt ist. "Spartan Frost - Ein Logan Quinn-Special" erzählt eine kurze Story aus der Sicht von Logan Quinn.

"First Frost" ist zwar der Einstieg in die Reihe, aber auch sehr gut später lesbar, wenn man schon mittendrin ist. Einige Fragen werden beantwortet, doch verrät sie auch nicht zu viel zu den nachfolgenden Bänden.

Meggies Fussnote:
Eine tolle Ergänzung, eine tolle Vorgeschichte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2019
Vier Frauen und ein Mord / Ein Fall für Hercule Poirot Bd.27
Christie, Agatha

Vier Frauen und ein Mord / Ein Fall für Hercule Poirot Bd.27


ausgezeichnet

Hercules Poirot wird zu einem Mordfall nach Broadhinny gerufen. Dort soll James Bentley seine Vermieterin Mrs McGinty hinterrücks erschlagen und bestohlen haben. Der zuständige Kommissar Spence glaubt jedoch, dass Bentley zu unrecht verurteilt wurde.
Poirot fängt an zu ermitteln und stößt auf vier Fotografien, die jedoch scheinbar nichts mit dem Mordfall zu tun haben, sondern auf Fälle in vergangener Zeit hinweisen. Aber plötzlich sind alle aus dem kleinen Örtchen Broadhinny verdächtigt, als ein weiterer Mord geschieht.

Von Agatha Christie habe ich bisher nur "Mord im Orientexpress" gelesen, war aber begeistert von dem schrulligen, liebenswerten und von sich überzeugten Hercules Poirot. Seine Herangehensweise an den Fall ist außergewöhnlich und sein Sarkasmus einzigartig.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Bedenkt man, dass die Geschichte ursprünglich aus dem Jahr 1952 stammt, kommen einem manche Übersetzungen etwas befremdlich vor, aber dies entspricht eben dem damaligen Stil.
Als Randwissen sei erwähnt, dass "Vier Frauen und ein Mord" der 42. Kriminalroman der Autorin ist. Viele weitere sind noch gefolgt.

Die Geschichte an sich ist sehr spannend und man wird auf einige falsche Fährten geschickt. Ich hatte bis zum Schluss zwar einen Verdacht, der sich jedoch nicht bestätigt hat. Das Ende war deswegen sehr überraschend. So etwas liebe ich.

Die Charaktere waren sehr unterschiedlich. Allen voran natürlich Hercules Poirot, der als Detektiv von Natur aus eine neugierige Ader hat. Ihm zur Seite steht die Kriminalautorin Ariadne Oliver, die mit ihrer naseweisen Art eigentlich eher keine Hilfe für den Detektiv ist. Trotzdem bringt sie einen sehr erfrischenden Wind in die Geschichte.

Die Bewohner von Broadhinny scheinen alle sehr nett, obwohl ja einer der Mörder sein muss. Jeder hatte ein Motiv, jeder war verdächtig. Poirot tappt lange im Dunkeln, doch dann kommt der entscheidende Hinweis - natürlich für den Leser als unwichtige Information getarnt.

Es hat Spaß gemacht, mitzurätseln und den Täter zu ermitteln. Und garantiert werde ich die weiteren Romane - gerade zu Hercules Poirot - weiterverfolgen.
Die Autorin hat ja noch einige geschrieben :)

Ich finde den deutschen Titel des Buches falsch gewählt, da er schon vieles verrät. Im Englischen heißt das Buch "Mrs. McGinty's Dead" und ist somit um einiges passender.

Meggies Fussnote:
Hercules Poirot bewahrt einen kühlen Kopf in einem emotionalen Fall.

Bewertung vom 05.09.2019
Frostkiller / Mythos Academy Bd.6
Estep, Jennifer

Frostkiller / Mythos Academy Bd.6


sehr gut

Gwen soll für das Protektorat verschiedene Artefakte mit ihrer Berührungsmagie untersuchen. So erhoffen sich alle einen Hinweis auf die Vorhaben der Schnitter und Loki selbst. Dabei stößt Gwen auf die Kerze der Sol, die Heilungskräfte in sich birgt. Da das Protektorat sich verständlicherweise weigert, die Kerze an Loki zu übergeben, entführen die Schnitter Gwens Großmutter und erpressen Gwen. Doch Logans Vater weigert sich weiterhin, die Kerze zu übergeben und will Gwens Großmutter opfern. Dabei müsste ihm klar sein, dass Gwen dies nie geschehen lassen wird.

Der letzte Band der Mythos Academy Reihe trumpft nochmals richtig auf. Der Endkampf steht bevor, der darüber entscheidet, ob Gut oder Böse herrscht.
Dabei fiel mir mal wieder auf, wie gut die Autorin das Abenteuer mit dem realen Leben und der Mythologie vermischt. Dadurch ergibt sich eine spannende Geschichte, die nur durch die üppigen Wiederholungen aus den Vorbänden unterbrochen wird.

Gwen trifft Entscheidungen, die weitreichende Folgen haben und nicht nur über ihr Leben und ihren Tod entscheiden. Ihr zur Seite stehen wieder ihre Freunde Logan, Daphne und Carson sowie Oliver und Alexei. Unerwartete Hilfe erhält sie von neuen Freunden.

Trotz der kleinen Schwächen sowie einigen Längen ist die Geschichte kurzweilig und voller Spannung. Die Schnitter und ihr Anführer Loki sind grausam und bieten einen krassen Kontrast zu Gwen und ihren Freunden.

Es handelt sich zwar nicht um ein Glanzstück der Fantasy, trotzdem kann sich die Reihe im hohen Mittelfeld einreihen, da sie mit viel Fantasie, Mythologie und witzigen Dialogen punkten kann. Gerade Logan und Gwen bieten schlagkräftige Gespräche, aber auch Daphnes loses Mundwerk und Vics Schimpftiraden sind lesenswert.

Das Eintauchen in die Geschichte fällt leicht, das Auftauchen nicht, so hat mich das letzte Drittel des Buches einige Stunden Schlaf gekostet, da ich unbedingt wissen wollte, wie alles ausgeht.

Das Ende ist genau wie erwartet und erfüllt auch ein bisschen das Klischeedenken, passt aber auch zur ganzen Reihe.

Da es noch zwei Kurzgeschichten zu der Reihe gibt und auch ein Spin-off, in dem es um die Mythos Academy in Colorado und damit um Gwens Cousine Rory Forseti geht, entschädigt das Ende der Reihe. So kann man weiterhin in der mythologischen Welt verweilen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiederlesen mit Gwen(dolyn) Frost aus Cypress Mountain; Asheville in North Carolina.

Meggies Fussnote:
Ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Bewertung vom 05.09.2019
Washington Black
Edugyan, Esi

Washington Black


sehr gut

George Washington Black ist 11 Jahre alt und arbeitet als Sklave auf einer Zuckerrohrplantage. Die Bedingungen sind unwürdig, das Leben hart und unfair. Eines Tages taucht der Bruder des Besitzers der Plantage auf und nimmt Washington als Leibdiener bei sich auf. Durch einen unglücklichen Zufall müssen beide von der Plantage fliehen. Damit beginnt für Washington das größte Abenteuer seines Lebens.

George Washington Black, genannt Wash, ist ein schwarzer Sklavenjunge, der unter unwürdigen Bedingungen auf einer Zuckerrohrplantage schuften muss. Durch Zufall wird er zum Assistenten von Christopher Wilde und hilft diesem beim Katalogisieren seiner Forschungen.

So fängt die Geschichte an und wir begleiten Washington auf seinem Weg. Dieser ist sehr steinig. Denn als Schwarzer und als Sklave hat man es nicht leicht. Christopher Wilde, kurz Titch, sieht in Washington etwas Besonderes und erkennt sein Talent. Als Sklavengegner nimmt er es sich auch zu Herzen, wenigstens Washington ein würdigeres Leben zu bieten.

Wash gerät eines Tages in eine prikäre Situation. Als er sich Titch anvertraut, bleibt beiden letztendlich nur eins. Die Flucht von der Plantage. Und so beginnt eine aufregende Reise in dem von Titch erfundenen Wolkenkutter (eine Art Heißluftballon). Wash bereist einige Gebiete, lernt neue Menschen kennen und - was wohl am Wichtigsten ist - sich selbst.

Die Autorin erzählt mit wunderbaren Worten Washingtons Geschichte. Faszinierend und tiefgründig zugleich erleben wir Washs Weg in die Freiheit.

Der Schreibstil hat mich sehr fasziniert, weil viel zwischen den Zeilen zu lesen ist. Wash ist ein neugieriger Junge, der am Anfang zu schüchtern ist, um sein wahres Ich zu zeigen. Je mehr er jedoch vom Leben erfährt, umso mutiger und stärker wird er. Wenn er einen Schicksalsschlag erhält, lernt er daraus. Er gibt nicht auf, findet seine Stärken und wächst an seinen Schwächen.

Im Laufe der Zeit lernt er einige Menschen kennen. Mit einigen verbringt er viel Zeit und sie werden ihm zu guten Freunden. Sie prägen sein Leben und geben ihm Mut.

Die Geschichte ist ungewöhnlich und faszinierend und hat mir sehr gut gefallen. Das Ende jedoch fand ich etwas zu abrupt. Es bleiben sehr viele Fragen offen, für mich fand kein richtiger Abschluss statt.

Meggies Fussnote:
Eine unvergleichliche Reise in die Freiheit. Ein ungewöhnlicher Weg zur Selbstfindung.

Bewertung vom 05.09.2019
Frostnacht / Mythos Academy Bd.5
Estep, Jennifer

Frostnacht / Mythos Academy Bd.5


sehr gut

Während eines Angriffs auf die Bibliothek der Mythos Academy durch einen Schnitter wird der Bibliothekar Nickamedes schwer vergiftet. Das Heilmittel, die Ambrosia-Blume wächst nur in den Eia-Ruinen in Colorado. Gwen und ihre Freunde machen sich sofort auf den Weg, um das Heilmittel zu finden. In Colorado gibt es ebenfalls eine Mythos Academy. Dort trifft Gwen auf Rory, die - wie Gwen - als Außenseiterin behandelt wird. Gwen fragt sich, wieso dies so ist, und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis.

Gwen hat es diesmal mit vielen Problemen auf einmal zu tun. Nicht nur, dass sie das Heilmittel finden muss (welches natürlich bei Vollmond um Mitternacht an einem bestimmte Ort gepflückt werden muss), sie trifft außerdem auch auf die mysteriöse Rory (die jeden anfeindet, der ihr zu nahe kommt) und muss die Trennung von Logan verkraften (der die Academy verlassen hat, um sich selbst zu finden).

Eigentlich mehr als genug für ein 17jähriges Mädchen, dass fast ohne Vorwarnung in eine Leben voll mythologischer Abenteuer geworfen wird. Sie sollte feiern, ihr Leben genießen, die Schule abschließen und sich für eine ruhige Zukunft entscheiden.

Doch leider muss Gwen, als Champion der Göttin Nike, viel zu schnell erwachsen werden und Entscheidungen treffen, die über Leben und Tod hinaus gehen. Dabei ist es fast klar, das Gwen anfängt, an sich und jedem zu zweifeln.

Andererseits ist es ihr Mut und ihre Entschlossenheit, ihre Weitsicht und ihre übernatürliche Gabe, die Gwen zu dem machen, was sie ist.

In diesem Band sind mir die Wiederholungen, die ich in den Vorbänden schon kritisiert habe, nicht so aufgefallen. Ich kann jetzt aber im Nachhinein nicht genau sagen, ob sie vorhanden sind oder ob ich mich daran gewöhnt habe.

Weiter lernen wir neue Charaktere kennen. In der Mythos Academy in Colorado taucht eine gewisse Rory auf, die zusammen mit ihrer Tante Rachel in einem kleinen Häuschen auf dem Akademie-Gelände wohnt. Rory wird ein Spin-off der Bücher gewidmet (Mythos Academy Colorado). Auf diese Reihe freue ich mich und sie liegt auch schon auf meinem SuB.

Es bleibt weiter spannend und ich kann es gar nicht glauben, dass ich mich nun dem letzten Band der Reihe widmen und Gwen, Logan, Daphne und Carson zumindest büchertechnisch bald verlassen werde.

Meggies Fussnote:
Gwens persönlichste Aufgabe zur Rettung der Mythos Academy.

Bewertung vom 05.09.2019
Frostglut / Mythos Academy Bd.4
Estep, Jennifer

Frostglut / Mythos Academy Bd.4


sehr gut

Als Gwen ihr erstes offizielles Date mit Logan angehen will, wird sie vom Protektorat in Gewahrsam genommen und beschuldigt, als Schnitter für Loki zu arbeiten. Außerdem soll sie bewusst dazu beigetragen haben, dass Loki aus seinem Gefängnis entkommen konnte und sie nun als sein Champion auserwählt sei. Gwen weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Sie hat fast keine Chance, ihre Unschuld zu beweisen und mitzuteilen, dass sie eigentlich Nikes Champion ist. Die Beweislast ist erdrückend, ist es doch gerade Vivian, die sie angeklagt hat. Vivian, die eigentlich Lokis Champion ist und ihn befreit hat.
Gwen und ihre Freunde suchen fieberhaft nach einer Lösung, doch gerade Logans Vater macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Er ist der Leiter des Protektorats und scheint Gwen bis auf den Tod zu hassen.

Diesmal kommt die Bedrohung quasi aus den eigenen Reihen, denn das Protektorat (sozusagen das mythologische FBI), klagt Gwen an, an der Befreiung Lokis maßgeblich beteiligt gewesen zu sein und als Schnittermädchen in dessen Diensten zu stehen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Doch da ist Vivian, das Mädchen, gegen das Gwen schon seit dem letzten Buch kämpft.

Gwen hat fast keine Chance gegen Vivian, die mit übernatürlichen Mitteln vor geht. Auch Gwens Freunde und die Lehrer der Mythos Academy scheinen machtlos. Und sogar die Hilfe von Nickamedes, dem Bibliothekar der Akademie scheint aussichtslos.

Wieder kommt es zu Intrigen, zu Kämpfen und zu scheinbar ausweglosen Situationen. Doch Gwen wäre nicht Gwen, wenn ihr nicht etwas einfallen würde.

Der Ernst der Lage ist groß, dies zeigt sich auch im Schreibstil der Autorin. Gerade Gwens Gedanken drehen sich nun um Zweifel, Zukunfts- und Versangensängste.
Trotzdem kommt es immer wieder zu Wiederholungen, wie auch schon in den Vorbänden. Manche Dinge werden im Laufe der Geschichte mehrmals wiederholt, so, als würden sie das erste Mal erwähnt werden. Dies störte bei mir den Lesefluss in den ersten Bänden, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und lese darüber hinweg.

Gwens und Logans Beziehung steht im Vordergrund und wird auf eine harte Probe gestellt. Kaum zusammen, müssen sie sich dem härtesten Gegner stellen: Logans Vater. Für beide ist es anstrengend, sich diesem Hindernis zu stellen.

Die spannenden Entwicklungen machen Lust auf mehr und ich bin froh, nahtlos mit der Reihe weitermachen zu können. Denn das Ende ist sehr bitter für Gwen und man möchte am liebsten in das Buch greifen, sie rausholen und ihr endlich das geben, was sie sich am meisten erhofft: Ruhe und Frieden.

Aber Gwen steht noch einiges bevor. Trotzdem merkt man, dass sich die Reihe langsam dem Ende zuneigt. Auch wenn es für mich sehr befremdlich ist, dass junge Menschen (17/18 Jahre alt) für den Kampf ausgebildet werden, finde ich, dass die Serie einen gewissen Reiz ausübt.

Meggies Fussnote:
Starke Helden, schnelle Entwicklungen, harte Erkenntnisse.