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Benutzername: 
Eva Fl.
Wohnort: 
Franken

Bewertungen

Insgesamt 1189 Bewertungen
Bewertung vom 06.03.2022
Wir sehen uns beim Happy End
Lucas, Charlotte

Wir sehen uns beim Happy End


ausgezeichnet

Jeder hat ein Happy End verdient.

Emilia Faust, genannt Ella, liebt Happy Ends. So hat sie einen Blog, auf dem sie für Geschichten (Bücher wie Filme) Happy Ends schreibt, wenn diese eben nicht so gut ausgegangen sind. Durch einen Zufall trifft sie auf Oscar, in dessen Leben gerade einiges wohl nicht so gut läuft bzw. gelaufen ist. Nun hat sie es sich zur Aufgabe genommen, dass auch sein Leben ein Happy End verdient hat.

Schon lange (seit Ende 2017) habe ich dieses Buch mit dem genialen pinken Buchschnitt – und nun war es endlich an der Zeit fürs Lesen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Es liest sich sehr angenehm und unterhaltsam, durchaus abwechslungsreich, lustig und emotional. Gelegentlich findet man Blog-Beiträge von Ella, was natürlich auch spannend zu lesen ist. Inhaltlich war für mich alles gut verständlich.

Die Geschichte ist wirklich schön und unterhaltsam, gelegentlich war sie für mich ein bisschen zu ausführlich bzw. zu umschreibend. Auch hätte ich Ella manchmal gerne in ihren Überlegungen gebremst, das war für mich immer mal wieder eine Spur zu viel, was sie da alles nachdenkt und in Betracht für Oscar zieht. Grundsätzlich war es aber so, dass das Buch richtig spannend und unterhaltsam ist. Man fiebert schon auch ein bisschen mit Ella und Oscar mit. Die Optik des Buches finde ich schon wirklich genial, es macht Spaß, dieses Buch mit seinen eher dünnen Seiten in die Hand zu nehmen, auch das praktische pinke Lesebändchen mag ich sehr.

Für mich war es eine schöne Lektüre, bei der man gelegentlich eine leise Ahnung hatte – wie sich etwas entwickeln könnt. (Jeder denkt da anders, von daher – selbst lesen und entscheiden.) Lediglich manche Überlegungen von Ella habe ich als etwas übertrieben bzw. leicht nervig empfunden, manches hätte man etwas abkürzen können. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 22.02.2022
Swinging Bells
Freund, René

Swinging Bells


ausgezeichnet

Ein beschauliches Weihnachtsfest der anderen Art.

In diesem Jahr möchten es Thomas und Sandra an Weihnachten wirklich ruhig angehen, einfach ein Weihnachtsfest zu zweit genießen. Doch dann kommt es anders, denn ausgerechnet heute will das Pärchen noch vorbeikommen, um das Doppelbett abzuholen, das sie in den Kleinanzeigen inseriert hatten. Die beiden haben es jedoch gar nicht eilig beim Abholen, machen es sich auf dem Sofa gemütlich, bringen eine Flasche Prosecco mit – und ein bisschen später gibt’s sogar noch intime Fragen, die hier wirklich Leben in die Bude bringen…

Da ich vom Buch einiges gelesen habe und die Geschichte recht amüsant und unterhaltsam klang, wollte ich es selbst auch gerne lesen. Ich muss auch sagen, dass ich es echt schnell gelesen habe – zwei Abende und ich war durch. (Kommt leider nicht so oft vor…)

Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut, es liest sich wirklich gut, unterhaltsam, manchmal natürlich auch etwas doppeldeutig. Für mich war es verständlich, wobei hier jetzt keine speziellen Klischees oder Begriffe vorkamen. Eher dann waren es sprachliche Spitzfindigkeiten von Thomas, der für einen Verlag arbeitet und deshalb Sandra oft korrigiert bzw. sehr auf eine ausgewählte Wortwahl bedacht ist.

Noch zu Beginn des Buches hatte ich eine Idee, wie sich die Geschichte wohl entwickeln könnte, lag damit dann aber falsch. So vorhersehbar ist das Buch also nicht und meiner Ansicht nach sogar tiefgründiger als man das erwartet. Mir hat das gut gefallen, was hier wie beleuchtet wird.

Für mich war das ein unterhaltsamer, lustiger, komischer, aber doch auch teilweise ernster Roman, der eine Botschaft (die ganz anders ist, als man vielleicht vermutet) ziemlich gut rüberbringt. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung – kann man übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit lesen.

Bewertung vom 22.02.2022
Mörderisches Nürnberg
Rosenzweig, Werner

Mörderisches Nürnberg


gut

Spannender Kriminalfall mit viel Stadtgeschichte

Ein Unfall bei plötzlich einsetzendem Eisregen mit einem demolierten Krankenwagen der Malteser gibt Rätsel auf. Auf der B4 kommt es zwischen Erlangen und Nürnberg zu zwei Toten – doch nur ein Toter kam bei dem Unfall ums Leben. So kommen Hauptkommissar Tobias Bellinghausen sowie seine Kollegin Sandra Knobloch ins Spiel, sie ermitteln in diesem Fall. Woher kam die zweite Leiche? Und auch auf dem Friedhof St. Rochus gibt es einen grausigen Fund – sollte hier ein weiterer Verstorbener mit entsorgt werden? Doch manche Geheimnisse liegen in der weit entfernten Vergangenheit…

Ein Krimi, der in Mittelfranken spielt – darauf war ich wirklich gespannt. Zumal ich es mag, wenn man mögliche Örtlichkeiten so kennenlernt bzw. wieder beim Lesen erkennt, da man schon mal dort gewesen ist. Vom Autor hatte ich bislang nichts gehört, aber das heißt ja nichts.

Der Schreibstil des Buches hat mir grundsätzlich gut gefallen. Es ist wirklich unterhaltsam, interessant und durchaus spannend geschrieben. Aber von manchen Schilderungen – und für mich Abschweifungen – war ich teilweise ziemlich genervt. So wird doch relativ viel Stadtgeschichtliches und Historisches erläutert. Das mag in Ansätzen auch spannend sein, ich habe es als zu umfangreich empfunden.

Ebenso bin ich kein Fan von Eigenwerbung im Buch, auch wenn diese noch so klein ist. Da möchte ich aber nichts vorwegnehmen und nichts näher erläutern.

Die Grundidee des Krimis ist wirklich spannend und ziemlich überlegt. Es ist interessant, welche Personen hier zusammenkommen, das finde ich richtig gelungen. Man muss sich aber teilweise darauf einstellen, dass es doch auch brutal zugeht, für schwache Nerven ist es an gewissen Stellen nichts. Da es dann doch sehr spannend und unterhaltsam war, konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen – das hat mich noch etwas umgestimmt in meiner teilweise eher etwas ablehnenden Haltung. (Stadtgeschichte, etc.) Natürlich fand ich es interessant, dass ich manche Orte schon kannte.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen für einen ziemlich spannenden, gut überlegten und sicher auch toll recherchierten Krimi. Hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen – wenn man an Stadtgeschichte sehr interessiert ist, dann sollte man den Krimi durchaus lesen.

Bewertung vom 16.02.2022
Ein Zesel zieht ein / Grimm und Möhrchen Bd.1
Schneider, Stephanie

Ein Zesel zieht ein / Grimm und Möhrchen Bd.1


ausgezeichnet

Jeder sollte einen Zesel haben.

Grimm hat einen kleinen Buchladen, er selbst dichtet auch hin und wieder einige Zeilen. Leider jedoch fühlt er sich einsam – was sich plötzlich ändert, als ein Zesel, halb Zebra, halb Esel, in seinem Laden steht. Dieser zieht spontan bei Grimm ein – und so kommt hier Leben ins Haus und der kleine Zesel lernt einiges von Grimm.

Die Geschichte rund um Grimm und Möhrchen klang für mich sehr interessant und lesenswert, vor allem ein bisschen kurios und unterhaltsam, so dass ich echt drauf gespannt war. Für mich ist der Name ja auch eine lustige Anspielung auf Grimm’s Märchen.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir gut gefallen, ich bin gut hineingekommen und es lässt sich schön vorlesen. Die Kapitellänge finde ich soweit gut, so dass man hier ein gutes Stück (vor)lesen kann, es aber nicht zu lang ist. Die Idee mit dem Zesel ist wirklich toll, auch beim Nachwuchs kommt das gut an.

Sehr schön sind auch die Illustrationen, anhand derer man sich ein schönes Bild von Grimm, seiner Buchhandlung und dem Zesel (und vielen weiteren Personen und Dingen) machen kann. Die Bilder sind toll, man kann gut erkennen um was es sich dabei handelt, außerdem sind diese schön farbenfroh.

Uns hat die Geschichte rund um Grimm und den Zesel gut gefallen. Eine phantasievolle Geschichte, die auch zeigt wie man etwas voneinander lernen kann. Mir hat dieser Aspekt gut gefallen, ich mag es, wenn eine Botschaft im Buch enthalten ist.

Von uns gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 15.02.2022
ministeps: Mein erstes großes Gutenacht-Buch
Grimm, Sandra

ministeps: Mein erstes großes Gutenacht-Buch


ausgezeichnet

Mit Gutenacht-Geschichten geht der Tag angenehm zu Ende.

Mit kurzen Reimen sowie schönen Vorlesegeschichten wird man in diesem Buch der Ministeps-Reihe angenehm zu Bett gebracht. Je Pappdoppelseite findet man eine schön bunt bebilderte Erzählung für das Abendritual.

Die Ministeps-Reihe war mir schon bekannt und kam bei uns bislang auch schon mal gut an, von daher war ich auf die Gutenacht-Geschichten bzw. Reime inhaltlich gespannt. Das Buch kommt in einem durchaus großen, fast ein wenig wuchtigen Format daher, fürs gemeinsame Lesen bzw. Anschauen passt das aber gerade gut. Durch die feste und robuste sowie etwas aufgeplusterte Titel- sowie Rückseite liegt es angenehm in der Hand und ist gerade richtig für kleine Entdecker (die zu schönen Träumen geleitet werden sollen).

Insgesamt findet man 19 Texte in diesem Buch, geeignet ist das Buch ab einem Alter von einem Jahr. Das finde ich durchaus passend. Die einzelnen Seiten sind wirklich mit tollen Bildern gestaltet, man kann gut und klar erkennen, um was es hier geht, teilweise sind auch einzelne Szenen beschrieben, also mehrere. Gerade bei den Kuscheltieren ist es so, dass diese im Buch immer wieder auftauchen. Diesen Wiedererkennungswert finde ich toll.

Die Inhalte der Reime und Geschichten finde ich gut, mal geht es dabei ums (abendliche) Waschen, weil man dreckig ist, mal sind es Gutenacht-Wünsche, mal eine Geschichte übers ins-Bett-bringen. Durchaus abwechslungsreich und schön sowie verständlich geschrieben. Was mir manchmal nicht so gut gefallen hat, war die unrunde Ausdrucksweise. Mir hat da hier und da mal ein Wort gefehlt, damit der Reim schöner klingt. (z.B. „So schläft Frida ein im Nu. Und Butz Bär, der schnarcht dazu. -> für mich klingt es mit „Butz, der Bär“ noch angenehmer) Aber sowas kann man ja selbst kurzfristig verändern, von daher messe ich dem jetzt nicht allzu viel Bedeutung bei.

Ich bin wirklich überzeugt von diesem Buch. Ich war ein bisschen skeptisch, ob es akzeptiert wird, wenn man abends nur eine Geschichte liest, das Buch dann für den nächsten Tag zur Seite legt. Aber es klappt wirklich wunderbar und wird so angenommen. (Andere Bücher werden im Vergleich tagsüber regelrecht „inhaliert“… ) Mir gefällt das, ebenso die Machart und die Geschichten des Buches sowie die Bilder.

Von uns gibt’s hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 15.02.2022
Fingerabdruck, Punkt und Strich - Zeichenspaß auf Fingerabdrücken
Emberley, Ed

Fingerabdruck, Punkt und Strich - Zeichenspaß auf Fingerabdrücken


ausgezeichnet

Kreativ sein kann so einfach sein.

In diesem Buch werden über 250 Fingerstempel-Motive wunderbar Schritt für Schritt erklärt – vom Vogel über den Hubschrauber, den Drachenkopf bis hin zum Löwen. Das macht nicht nur Kindern Spass…

Gerade für Geburtstage mag ich es gerne, wenn man individuelle und ganz persönliche Karten gestalten kann. Kürzlich kam das Buch dadurch nun zum Einsatz, so dass ich wirklich gut über meine Erfahrungen mit dieser Technik berichten kann.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir unheimlich gut, vom Cover bis über die Einteilung und Darstellung der einzelnen Dinge/Tiere etc. finde ich es wirklich sehr gelungen. Es ist richtig schön bunt, das macht zusätzlich gute Laune. Es gibt eine Anleitung dazu, diese ist gut verständlich, jedoch hätte ich mir hier noch die ultimativen Tipps für danach gewünscht – wie bekommt man Stempelfarbe wieder gut und unkompliziert vom Finger. (Feuchttücher sind so naja, Nagellackentferner auch noch nicht ganz optimal…)

Ansonsten begeistert mich das Buch wirklich sehr! Die Anleitungen finde ich wirklich klasse – Schritt für Schritt wird erklärt, wie man beispielsweise zum Kleeblatt, Osterhasen, Rentier, und dem Schwein kommt. Auch gibt es viele verschiedene Motive, bei denen man keine Anleitung hat, die aber durchaus selbsterklärend sind – man sieht das Motiv ja. Hier gibt es richtig geniale Motive, wunderbare Blumen, Löwen, Menschen. Man kann sich hier im Detail verlieren bzw. austoben – wie man will.

Für mich ist dieses Buch absolut gelungen. Wahrscheinlich sind Kinder frühestens ab zwei Jahren ausreichend geduldig und wenig zappelig dafür, das muss man aber eben einfach ausprobieren. Für mich ist dies ein tolles Buch um kreativ sein zu können und damit tolle Ideen zum Gestalten von Karten, Bildern etc. zu bekommen.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Bewertung vom 08.02.2022
Anders? Genau richtig!
Gerhardt, Sven

Anders? Genau richtig!


ausgezeichnet

Vielfalt ist so wunderbar.

In diesem Buch findet man auf jeder Seite Tiere, die nicht genau gleich sind. Bei den Zebras sind es beispielsweise welche, die Streifen haben, andere haben Punkte. So wird wunderbar die Tierwelt entdeckt und dabei noch festgestellt, dass es toll ist, dass wir alle unterschiedlich und vielfältig sind.

Dieses stabile Pappbilderbuch kommt in einem schönen, handlichen Format daher – genau richtig für kleine Kinderhände – und natürlich auch für Vorlesende. Die Altersempfehlung liegt bei zwei Jahren, was für mich passend ist, man kann es aber auch schon früher ansehen und vorlesen, bei uns hat das gut gepasst.

Die Bilder auf den einzelnen Seiten sind wirklich schön, die Tierwelt ist toll gezeichnet, man kann diese wirklich gut erkennen, ebenso deren Tätigkeiten. Es ist wirklich schön und auch lustig zu sehen, was die Tiere so machen, die Elefanten beispielsweise treiben Sport, die Pinguine haben Spaß im und am Wasser.

Die Texte sind auf maximal zwei gut verständliche Sätze pro Doppelseite begrenzt, hier wird beschrieben, was zu sehen ist bzw. was man entdecken soll. Schön finde ich, dass die Unterschiede für Kinder gut zu erkennen sind, aber eben vermittelt wird, dass es absolut in Ordnung ist, dass es Vielfalt gibt. Zusätzlich gefällt es mir, dass hier im Buch gezählt wird, aufsteigend bis zur Zahl sechs.

Uns gefällt dieses Buch richtig gut. Es macht Spaß, die Tierwelt und deren Unterschiede zu entdecken. Es vermittelt gut, dass dieses vielfältig sein völlig in Ordnung und normal ist. Dass es hier noch etwas zu zählen gibt und dies fast ein bisschen „nebenbei“ geschieht, man so das Zählen auch dabei hat, hat mich überrascht und finde ich gelungen.

Von uns gibt es für dieses tolle Buch 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.