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Lisa

Bewertungen

Insgesamt 869 Bewertungen
Bewertung vom 17.08.2022
Das Antiquariat der verlorenen Dinge
Mahr, Daphne

Das Antiquariat der verlorenen Dinge


sehr gut

Süße Fantasygeschichte für Lesebegeisterte ab 12 Jahren

„Das Antiquariat der verlorenen Dinge“ von Daphne Mahr, erzählt eine wirklich schöne, in sich geschlossene, Geschichte voller Magie und mit jeder Menge Frankreich-Flair. Haupthandlungsort ist dabei Lyon, was finde ich eine tolle Abwechslung zu vielen, in Paris spielenden Romanen ist, einen kleinen Abstecher dorthin hat sich die Autorin allerdings dennoch erlaubt. Die Altersempfehlung ist mit 12 Jahren denke ich gut gewählt, wobei auch etwas jüngere Leser:innen keine Schwierigkeiten mit dieser Lektüre haben werden. Denn die Geschichte ist eher schlicht gehalten und ist auch handlungstechnisch was den Love Interest angeht, sehr unschuldig und süß geschrieben. Vor allem Protagonistin Clara merkt man ihre 16 Jahre nicht unbedingt an, auf mich wirkte sie doch noch sehr kindlich und unerfahren. Dennoch las ich die Geschichte richtig gerne, diese süße und unschuldige Note, hat durchaus ihren Reiz und besonders die magischen Elemente mit ihrem Bezug zur Bibliophilie gefielen mir richtig gut. Auch sprachlich ist das Buch eher für jüngere Leser:innen geeignet. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und verwendet viele umgangssprachliche und jugendsprachliche Begriffe. Auch deswegen las sich der Roman sehr schnell und leicht. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne noch etwas ausführlicher und detaillierter sein dürfen und auch der Bezug zum Titel geht leider etwas unter. Dennoch gefiel mir das abwechslungsreiche und fantasievolle Abenteuer richtig gut, so dass ich immer noch gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergeben mag.
Mein Fazit: Magisch, kurzweilig und erfrischend jung. Originelle Fantasy die Spaß macht!

Bewertung vom 16.08.2022
Nur du und ich
van Rensburg, Laure

Nur du und ich


ausgezeichnet

Düster und atmosphärisch erzählter Thriller – Wem kannst du glauben?

„Nur du und ich“ ist ein richtig starker Debütroman der Autorin Laure van Rensburg. Wer auf Nervenkitzel und Hochspannung steht ist hier auf jeden Fall goldrichtig. Das Setting entführt uns in ein abgelegenes Haus nicht weit von New York entfernt und überzeugte mich vor allem durch seine psychologische Raffinessen. Es machte mir wirklich großen Spaß, über die Beweggründe der Protagonistin:innen nachzugrübeln und mich in die emotionalen Abgründe einsaugen zu lassen. Obwohl ich einen Teil der Auflösung erraten konnte, bekommt das Buch spannungsmässig trotzdem die Höchstnote von mir. Die Autorin versteht es wirklich, packend zu erzählen und legt nach einem wohl überlegten harmonischen Beginn, in welchem subtil Spannung aufgebaut wird, ein zügiges Erzähltempo vor. Zahlreiche Wendungen sorgen darüber hinaus dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Gut gefiel es mir außerdem, dass es Kapitel aus beiden Sichtweisen gab. Zwar wechseln sich diese nicht regelmäßig ab, die Perspektivsprünge sind aber klug gewählt und halten stetig das Interesse aufrecht. Ein kleiner Zweifel bleibt bis zuletzt, welche der erzählten „Wahrheiten“ der Charaktere nun letztendlich stimmt. Der Reiz der Geschichte liegt außerdem in ihrer Klarheit. Mit nur zwei Figuren entwirft die Autorin ein glaubhaftes wie auch fesselndes Szenario, welches keine großen Ausschmückungen benötigt. Für schwache Nerven ist die Handlung allerdings nicht geeignet, da es stellenweise durchaus gewaltvoll und blutig zugeht.
Mein Fazit: Eine faszinierende Beziehungsdynamik und jede Menge Geheimnisse. Ein raffinierter Thriller, der hält was er verspricht!

Bewertung vom 14.08.2022
Das Glück auf der letzten Seite
Bonidan, Cathy

Das Glück auf der letzten Seite


ausgezeichnet

Eindringlich, bewegend und doch ruhig erzählt – Ein kraftvoller Briefroman über die Liebe zu Büchern und zu Menschen

„Das Glück auf der letzten Seite“ von Cathy Bonidan ist ein wirklich schöner Wohlfühlroman, welchen ich tatsächlich an nur einem Tag verschlungen habe. Allein diese Tatsache spricht dafür, wie gut mir das Buch gefallen hat! Besonders bezaubert hat mich die unglaubliche Ruhe welche die Geschichte verströmt. Dennoch ist die Handlung eindringlich und war an keiner Stelle schleppend zu lesen. Ungewöhnlich, aber nicht weniger ansprechend, war darüber hinaus die gewählte sprachliche Form. Die gesamte Geschichte wird nämlich nur durch Briefe erzählt und ich muss sagen, dass mir die Umsetzung als klassischer Briefroman sehr zugesagt hat. Für jede Menge Abwechslung sorgen die verschiedenen Verfasser:innen, denn die Anzahl der korrespondierenden Personen wächst im Verlauf der Handlung an. Auch dadurch ist die Lektüre unglaublich kurzweilig, denn neben dem hauptsächlichen Handlungsstrang, gibt es noch Einblicke in weitere faszinierende Biografien. Auch wenn ein verloren gegangenes Manuskript im Mittelpunkt steht, bietet die Geschichte deutlich mehr, als nur die Liebe zu Büchern und zum Lesen zu vermitteln. Überraschend und einfallsreich nimmt das Buch seine Leser:innen mit auf eine Reise durch Europa. Neben vielen schönen Handlungsorten sind aber vor allem die Charaktere Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Dabei wirken alle Figuren authentisch und nahbar und überzeugten mich vor allem durch ihre sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten. Auch die Handlung war im Gesamten wunderbar rund und stimmig, so das ich voll und ganz zufrieden bin und die Geschichte sicherlich noch lange in mir nachwirken wird. Deswegen vergebe ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 14.08.2022
Schmelzpunkt
Harlander, Wolf

Schmelzpunkt


ausgezeichnet

Atemberaubendes Wettrennen in der Arktis – Temporeicher Umweltthriller

Auch mit seinem neusten Buch „Schmelzpunkt“ bleibt Autor Wolf Harlander seinem bevorzugten Genre treu und liefert erneut einen packenden Umwelt-Thriller ab. Diesmal entführt uns die Handlung ins nicht mehr ganz so eisige Grönland. Trotz der höchst spannenden Geschichte, bleibt dennoch noch genug Raum für die atemberaubende Schönheit der Landschaft Grönlands, welche man sich durch den anschaulichen Schreibstil sehr gut vorstellen kann. Und auch die dargestellten kulturellen Besonderheiten der Inuk, werten die Geschichte auf. Top recherchiert arbeitet der Autor außerdem die Auswirkungen des Klimawandels heraus, ohne dabei zu übertreiben. Diese sehr reale Note setzt einen gelungenen Kontrast zu zahlreichen überaus actionreichen und gefahrvollen Szenen. Denn die eigentlichen Handlung entwickelte sich über den Umweltaspekt hinaus, in eine weitere überraschende Richtung, wobei insbesondere politische Verflechtungen rund um den Nordpol ein Rolle spielen. Mir persönlich gefiel diese Mischung wirklich gut, da das Buch dadurch an keiner Stelle langweilig wurde. Fesselnd und informativ hält die Handlung außerdem immer wieder neue Twists bereit und konnte mich bis zuletzt gefangen nehmen. Ein weiteres Highlight war für mich außerdem das Wiedersehen mit den BND Agenten Nelson und Diana, welche schon in den vorherigen Büchern mitspielten. Da deren Privatleben aber nur eine geringe Rolle spielt, kann man die Bücher trotzdem gut getrennt voneinander lesen.
Mein Fazit: Kurzweilig, durchgehend spannend und mit einer aktuellen Thematik. Absolut lesenswert!

Bewertung vom 13.08.2022
A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia / Das Reich von Sonande Bd.2
Brown, Roseanne A.

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia / Das Reich von Sonande Bd.2


ausgezeichnet

Starker Abschluss einer großartigen Fantasy-Dilogie

Nachdem mich bereits der erste Band total begeistern konnte, habe ich wirklich nicht damit gerechnet das „ A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia“ der Autorin Roseanne A. Brown noch eine Schippe drauflegen würde. Die bereits zuvor detailliert ausgearbeitete Fantasywelt bekommt hier aber tatsächlich noch mehr Tiefe und auch die Charakterentwicklung der Figuren gefiel mir richtig gut. Bevor ihr zu diesem Buch greift, solltet ihr allerdings unbedingt „A Song of Wraiths and Ruin“ gelesen habe, da man sich in der Handlung ohne Vorwissen nicht zurechtfindet. Bei mir ist die Lektüre zum Glück noch nicht Lange her und so konnte ich nahtlos und mit großer Freude in die Geschichte einsteigen. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Malik und Karina und diesmal beschränkt sich die Handlung nicht nur auf Ziran, sondern gibt faszinierende Einblicke in die Mannigfaltigkeit von ganz Sonade. Besonders die herausgearbeiteten kulturellen Besonderheiten sprachen mich an, aber auch die gesellschaftlichen Spannungen wurden authentisch und greifbar dargestellt. Äußerst ausgewogen stehen dem magische Aspekte gegenüber. Die Handlung beginnt spannend und lässt in ihrer Dynamik und Getriebenheit auch bis zuletzt nicht nach. Neben dem rasanten Erzähltempo sorgt aber auch der Schreibstil dafür, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen mag. Die sprachliche Umsetzung gefiel mir richtig gut, da die Geschichte so sehr lebendig wirkte. Auch durch die Vielschichtigkeit eignet sich die Dilogie auf jeden Fall für Erwachsene. Auch wenn die Hauptprotagonist:innen noch Jugendliche sind, ist ihre Entwicklung doch beachtlich und auch inhaltlich macht dieser Fantasy-Epos einfach nur Spaß. Außerdem noch positiv zu erwähnen sind die ganz selbstverständlich vorkommenden queeren Charaktere. Obwohl die Geschichte zeitlich in der Vergangenheit zu spielen scheint, haftet ihr doch etwas sehr modernes an. Mich konnte das Gesamtwerk auf jeden Fall voll und ganz überzeugen. Hier wären auch mehr als 5 Sterne gerechtfertigt!
Mein Fazit: Gefiel mir sogar noch besser als der Auftakt! Deshalb: Absolute Leseempfehlung für alle Altersgruppen!

Bewertung vom 10.08.2022
Elternhaus (eBook, ePUB)
Mentges, Jennifer

Elternhaus (eBook, ePUB)


gut

Spannungsroman mit Längen, aber einer erfindungsreichen und detailverliebten Geschichte

Nach dem ich „Elternhaus“ von Jennifer Mentges nun gelesen habe, würde ich das Buch eher als Spannungsroman bezeichnen und weniger als Thriller. Denn obwohl die Geschichte richtig stark beginnt, baut sich die Spannung danach nur noch äußerst langsam auf. Durch die fehlende Spannungskurve konnte mich die Handlung leider nicht durchgängig fesseln. Zu Beginn kommt das Buch zunächst fast wie ein Märchen daher, für dieses Gefühl sorgt eine ungewöhnliche Erzählweise, an welche ich mich zunächst erst einmal gewöhnen musste. Meist berichtet ein auktorialer Erzähler von den Geschehnissen, aber auch aus der Perspektive der Hauptprotagonist:innen gibt es Kapitel. Eigentlich hat die Geschichte richtig viel Potenzial, auch wenn ich schon recht früh erkennen konnte in welche Richtung das Ganze führen könnte. Überraschen konnte mich der Plot deswegen leider nicht. Dennoch gibt es auch spannende Momente, vor allem als noch eine weitere Figur „böse“ Persönlichkeitseigenschaften erkennen lässt und die Dynamik verändert. Viel Spannung wurde meiner Meinung nach aber vor allem durch übermäßig ausgeschmückte Szenen und unnötige Kapitel verschenkt. So entstehen Längen, welche die Lesefreude unnötig dämpfen. Die Handlung wirkt dadurch außerdem immer wieder zu gewollt bzw. konstruiert und erscheint gerade deswegen als nicht rund. Wäre die Geschichte knackiger, auf den Punkt erzählt worden, hätte sie von mir durchaus volle Punktzahl bekommen. Potenzial lässt die Autorin dennoch immer wieder erkennen, weswegen ich auch in Zukunft zu einem weiteren Buch von ihr greifen würde. Für „Elternhaus“ vergebe ich allerdings aufgrund meiner Kritikpunkte nur 3 Sterne. Dennoch kann das Buch für alle die auf Hochspannung verzichten können und ausgefeilte Familienkonstellationen zu schätzen wissen, einen Blick wert sein. Fantasievoll ist die Geschichte nämlich allemal.

Bewertung vom 09.08.2022
Am liebsten sitzen alle in der Küche
Karnick, Julia

Am liebsten sitzen alle in der Küche


ausgezeichnet

Erfrischend lebensnaher und humorvoller Roman über eine Frauen-Freundschaft

„Am liebsten sitzen alle in der Küche“ von Julia Karnick war für mich ein echter Wohlfühlroman, auch wenn die Geschichte dennoch ernsthafte und tiefgründige Seiten mit sich brachte. Alle drei Hauptprotagonistinnen sind wunderbar authentisch und gefielen mir auch gerade durch ihre Besonderheiten ausgesprochen gut. Handlungsort ist Hamburg und inhaltlich wirkt die Geschichte wie aus dem realen Leben gegriffen. Als besonders gelungen, empfand ich den Fokus auf die (wachsende) Freundschaft der drei Frauen und auch wenn es zusätzlich noch um deren jeweiliges Liebesglück ging, war die Handlung wirklich originell und so gar nicht abgedroschen. Da die Perspektiven von Almut, Tille und Yeliz sich immer wieder abwechseln, bekommt man gute Einblicke in die Gedanken aller Figuren. So konnte ich all ihre Entscheidungen nachvollziehen und fand die Geschichte außerdem emotional ansprechend. Der angenehme Schreibstil ist darüber hinaus ein weiterer Pluspunkt des Buchs. Auch durch ihn erschien die Handlung plastisch und die Lektüre geriet kurzweilig und amüsant. Außerdem gab es zahlreiche überraschende Wendungen, so dass die Handlung überhaupt nicht vorhersehbar war. Alles in allem war „Am liebsten sitzen alle in der Küche“ für mich ein abwechslungsreiches Leseerlebnis, welches mir richtig gut gefiel. Das Buch ist genau richtig um abzuschalten und sorgt für garantiert entspannte Lesestunden. Da ich absolut nichts zu kritisieren habe, gibt es von mir natürlich 5 Sterne.
Mein Fazit: Punktet mit starken Frauenfiguren und viel Humor. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 07.08.2022
(Not So) Amazing Grace
Helnwein, Mercedes

(Not So) Amazing Grace


sehr gut

Unkonventionelles Jugendbuch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte

„(Not So) Amazing Grace“ von Mercedes Helnwein ist wieder mal ein Buch, welches mir die Bewertung schwer macht. Ich für meinen Teil habe mich nämlich mit der Hauptprotagonistin Grace richtig schwer getan. Diese ist über die gesamte Handlung hinweg, unausstehlich, frech und stellenweise ihren Mitmenschen gegenüber richtiggehend asozial. Natürlich darf ein Buchcharakter seine Leser:innen auch herausfordern und muss nicht automatisch gemocht werden, in diesem Fall war mir das dargestellte Verhalten aber einfach To-Much. So konnte ich zu Grace einfach keine Beziehung aufbauen und die ganze Geschichte schaffte es nicht mich emotional zu erreichen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich in diesem Fall um ein Jugendbuch handelt, welches wirklich eher jüngeren Leser:innen gefallen soll. Obwohl ich sonst gerne auch als Erwachsene in diesem Genre unterwegs bin, fehlte mir hier einfach eine tiefgründige Botschaft bzw. fand ich viele der getroffenen Aussagen stellenweise grenzwertig. Wenn man sich allerdings erst mal von der Idee löst, das die Geschichte eine sinnvolle Message vermitteln soll, bietet das Buch durchaus hohen Unterhaltungswert. Die Handlung ist nämlich amüsant, stets interessant und versteht es auch durch ihre Abgedrehtheit zu fesseln. Der Schreibstil liest sich dabei flüssig und passt durchaus ins Genre. Auch der Handlungsort in Florida, war mal etwas Anderes und verleiht der Geschichte eine besondere Note. Alles in allem kann ich dem Roman dennoch nur 3 ½ Sterne geben, welche ich auf 4 aufrunde.
Mein Fazit: Ungewöhnliche Geschichte, voller Überraschungen, mit einer herausfordernden Hauptprotagonistin. Allerdings habe ich schon deutlich stimmigere Jugendbücher gelesen, deshalb gibt es von mir in diesem Fall keine Leseempfehlung.

Bewertung vom 06.08.2022
WW - Italien
WW

WW - Italien


ausgezeichnet

Genuss ohne Reue – Klassische italienische Rezepte, wechseln sich hier mit neuen Ideen ab

Mittlerweile muss ich wirklich feststellen, dass die Kochbücher von Weight Watchers richtige Goldgruben voller garantiert leckerer Rezepte sind! Denn auch ihr neustes Werk „Italien“ konnte mich wieder mal voll überzeugen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, Weight Watchers Mitglied zu sein. Denn in diesem Fall kann man die Punkteangaben der Rezepte einfach ignorieren, denn praktischerweise sind auch die Kalorien angegeben. Für alle Mitglieder gibt es hingegen einen echten Mehrwert, durch einen QR-Code lässt sich jedes der Essen direkt in die WW App übertragen. Sehr gut gefiel mir außerdem die hochwertige und ansprechende Gestaltung des Buchs. Jedes Rezept wird durch ein aussagekräftiges Foto ergänzt und auch die jeweiligen Angaben zu Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich gestaltet und gut verständlich beschrieben. Neben altbekannten Klassikern, finden sich hier auch abwechslungsreiche Gerichte, welche ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Gerade die vegetarischen Variationen stechen positiv hervor. Letztendlich ergibt sich so eine tolle Mischung und das Kochbuch lädt immer wieder erneut zum Stöbern ein. Alle von mir bisher nachgekochten Gerichte, waren sehr lecker und dabei auch noch einfach zuzubereiten. Auch wenig geübte Hobbyköch:innen können sich denke ich gut zurecht finden. Durch die meist kurzen Zubereitungszeiten bieten sich die Kreationen auch für die schnelle Küche unter der Woche an. Da ich im Gesamten von der Zusammenstellung einfach nur begeistert bin, vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

Bewertung vom 05.08.2022
Matrix
Groff, Lauren

Matrix


sehr gut

Ungewöhnlich, feministisch und interessant – Ein historischer Roman der anderen Art

Obwohl Titel, wie auch das Cover des Romans „Matrix“ der Autorin Lauren Groff, eher an Science Fiction denken lassen, handelt es sich doch um einen historischen Roman. Auch wenn ich nach der Lektüre immer noch finde, dass der Titel nicht richtig zum Inhalt passt, gibt es zumindest einen erkennbaren Zusammenhang im Text. Und irgendwie passt alles auch gerade deshalb, da auch die Handlung ziemlich strange ist. Im positiven Sinne wurde ich überrascht von einer wirklich verrückten Geschichte, starken Frauenfiguren und einem sehr besonderen Klosterleben. „Matrix“ ist wirklich anders als alles was ich bisher an historischen Romanen gelesen habe. Inhaltlich handelt es sich um die Lebensgeschichte von Marie, welche über viele Jahre hinweg erzählt wird. So erlebt man als Leser:in hautnah nicht nur Maries persönliche Entwicklung, sondern auch den Ausbau des Klosters, mit. Durch innovative, aber für die damalige Zeit durchaus ketzerische Ideen, wird die Ausgestaltung eines Imperiums dargestellt und zwar aus einer rein weiblichen Perspektive heraus erzählt. Auch durch diese besondere Erzählweise, wirkte die Geschichte auf mich wie ein Heldinnen-Epos. Allerdings ergaben sich für mich, auch durch den Schreibstil durchaus Längen. Denn dieser liest sich stellenweise etwas sperrig und auch die andauernde Perspektive des auktorialen Erzählers sprach mir weniger an. Positiv gefielen mir hingegen modernere Noten, wie zum Beispiel der offene Umgang mit Homosexualität, welcher dennoch zeitgemäß dargestellt wurde. Und auch die erkennbaren Charakterentwicklungen der Figuren, sowie der erfrischend hinterfragende Blick auf starre Strukturen in der Organisation Kirche, sprechen für dieses Buch. Obwohl „Matrix“ seine Leser:innen durchaus herausfordert, lohnt sich die Lektüre. Lediglich für die Längen gibt es von mir einen Stern Abzug.