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Lisa

Bewertungen

Insgesamt 871 Bewertungen
Bewertung vom 06.08.2022
WW - Italien
WW

WW - Italien


ausgezeichnet

Genuss ohne Reue – Klassische italienische Rezepte, wechseln sich hier mit neuen Ideen ab

Mittlerweile muss ich wirklich feststellen, dass die Kochbücher von Weight Watchers richtige Goldgruben voller garantiert leckerer Rezepte sind! Denn auch ihr neustes Werk „Italien“ konnte mich wieder mal voll überzeugen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, Weight Watchers Mitglied zu sein. Denn in diesem Fall kann man die Punkteangaben der Rezepte einfach ignorieren, denn praktischerweise sind auch die Kalorien angegeben. Für alle Mitglieder gibt es hingegen einen echten Mehrwert, durch einen QR-Code lässt sich jedes der Essen direkt in die WW App übertragen. Sehr gut gefiel mir außerdem die hochwertige und ansprechende Gestaltung des Buchs. Jedes Rezept wird durch ein aussagekräftiges Foto ergänzt und auch die jeweiligen Angaben zu Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich gestaltet und gut verständlich beschrieben. Neben altbekannten Klassikern, finden sich hier auch abwechslungsreiche Gerichte, welche ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Gerade die vegetarischen Variationen stechen positiv hervor. Letztendlich ergibt sich so eine tolle Mischung und das Kochbuch lädt immer wieder erneut zum Stöbern ein. Alle von mir bisher nachgekochten Gerichte, waren sehr lecker und dabei auch noch einfach zuzubereiten. Auch wenig geübte Hobbyköch:innen können sich denke ich gut zurecht finden. Durch die meist kurzen Zubereitungszeiten bieten sich die Kreationen auch für die schnelle Küche unter der Woche an. Da ich im Gesamten von der Zusammenstellung einfach nur begeistert bin, vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

Bewertung vom 05.08.2022
Matrix
Groff, Lauren

Matrix


sehr gut

Ungewöhnlich, feministisch und interessant – Ein historischer Roman der anderen Art

Obwohl Titel, wie auch das Cover des Romans „Matrix“ der Autorin Lauren Groff, eher an Science Fiction denken lassen, handelt es sich doch um einen historischen Roman. Auch wenn ich nach der Lektüre immer noch finde, dass der Titel nicht richtig zum Inhalt passt, gibt es zumindest einen erkennbaren Zusammenhang im Text. Und irgendwie passt alles auch gerade deshalb, da auch die Handlung ziemlich strange ist. Im positiven Sinne wurde ich überrascht von einer wirklich verrückten Geschichte, starken Frauenfiguren und einem sehr besonderen Klosterleben. „Matrix“ ist wirklich anders als alles was ich bisher an historischen Romanen gelesen habe. Inhaltlich handelt es sich um die Lebensgeschichte von Marie, welche über viele Jahre hinweg erzählt wird. So erlebt man als Leser:in hautnah nicht nur Maries persönliche Entwicklung, sondern auch den Ausbau des Klosters, mit. Durch innovative, aber für die damalige Zeit durchaus ketzerische Ideen, wird die Ausgestaltung eines Imperiums dargestellt und zwar aus einer rein weiblichen Perspektive heraus erzählt. Auch durch diese besondere Erzählweise, wirkte die Geschichte auf mich wie ein Heldinnen-Epos. Allerdings ergaben sich für mich, auch durch den Schreibstil durchaus Längen. Denn dieser liest sich stellenweise etwas sperrig und auch die andauernde Perspektive des auktorialen Erzählers sprach mir weniger an. Positiv gefielen mir hingegen modernere Noten, wie zum Beispiel der offene Umgang mit Homosexualität, welcher dennoch zeitgemäß dargestellt wurde. Und auch die erkennbaren Charakterentwicklungen der Figuren, sowie der erfrischend hinterfragende Blick auf starre Strukturen in der Organisation Kirche, sprechen für dieses Buch. Obwohl „Matrix“ seine Leser:innen durchaus herausfordert, lohnt sich die Lektüre. Lediglich für die Längen gibt es von mir einen Stern Abzug.

Bewertung vom 31.07.2022
Eingemacht & zugedreht

Eingemacht & zugedreht


ausgezeichnet

Einfach selbstgemacht – Praktische Rezepte rund ums Haltbarmachen von Gemüse und Co.

Das tolle Sachbuch „Eingemacht & zugedreht“ von smarticular eignet sich gut für alle, die auch im Winter gerne auf Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten zurückgreifen wollen oder auch ohne eigenen Garten, Selbstgemachtes auf Vorrat zu schätzen wissen. Mich konnte das Buch auf jeden Fall durch seine Vielfältigkeit in Bezug auf Methoden, wie auch auf die Rezepte positiv überraschen. Neben Klassikern wie Trocknen, Fermentieren und Einkochen, greift das Buch noch weitere Methoden, wie zum Beispiel mit Essig oder Salz zu konservieren, auf. Und auch die Zutaten sind dabei bunt gemischt und regional an die heimischen Gärten angepasst, neben gängigen Rezepten findet sich auch die ein oder andere außergewöhnliche Idee. Dadurch bietet das Buch eine gute Mischung aus Standards und neue Rezepten, welche immer wieder Lust aufs Stöbern und Ausprobieren machen. Auch die Gestaltung des Buchs kann sich sehen lassen. Jedes der 80 Rezepte wird durch ein ansprechendes Foto ergänzt und außerdem gibt es auch noch ausführliche Erklärungen zur Anwendung der Methoden. Auch dadurch eignet sich das Buch toll für Anfänger:innen, ist aber darüber hinaus durch die vielfältige Auswahl ebenfalls für Geübte interessant. Die Rezepte sind ausführlich und gut verständlich beschrieben und zudem noch übersichtlich gestaltet. Ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack! Somit ergänzt „Eingemacht & zugedreht“ meine Sammlung perfekt und wird in Zukunft sicherlich noch oft Verwendung finden. Da ich wirklich nichts zu kritisieren habe, gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

Bewertung vom 30.07.2022
Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod
McCulloch, Amy

Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod


sehr gut

Eindrucksvoller Thriller - Voller Einblicke in die Gefahren des Bergsteigens

„Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod“ der Autorin Amy McCulloch ist definitiv mal ein Thriller der anderen Art. Denn im Mittelpunkt stehen äußerst realitätsnahe Schilderungen rund um die Besteigung des Manaslu, einem Achttausender in Nepal. Die Autorin kann auch deshalb so detailliert und authentisch darüber schreiben, da sie diesen Berg tatsächlich bereits selbst bezwungen hat. Einerseits waren die ausführlichen Beschreibungen des Bergsteigeralltags für mich interessant zu lesen. Die Abläufe wurden auch für Laien nachvollziehbar dargestellt und die natürlichen Verhältnisse am Berg erschienen erschreckend greifbar. Denn zahlreiche Gefahren gehen bereits alleine vom Berg und dessen natürlicher Umgebung aus. Allerdings führte dieser Themenfokus auch dazu, dass der Spannungsaufbau eher gemächlich voran ging. Erst ab der Mitte des Buchs zog der Thrill dann endlich an und gipfelte schlussendlich in einem packenden Finale. Atemberaubende Spannung auf jeder Seite, gab es in meinen Augen allerdings nicht. Dennoch ist die Geschichte packend erzählt und auch der Schreibstil gefiel mir gut. Vor allem durch die Nähe zur Realität entsteht doch eine sehr besondere Stimmung. Dennoch konnte ich zwei der großen Twists bereits vorhersehen, somit konnte mich die Autorin nicht allzu sehr überraschen. Aufgrund meiner beiden Kritikpunkte gibt es von mir auch einen Stern Abzug. Trotzdem ist „Der Aufstieg“ für alle Thrillerfans eine gute Wahl, da sich die Lektüre allein schon aufgrund des außergewöhnlichen Settings absolut lohnt. Auch die Figurenentwicklung gefiel mir richtig gut. Obwohl nur aus Cecilys Sicht erzählt wird, bekommt man auch von den Anderen ein gelungenes Bild und die Artikel und Blogeinträge der Journalistin, werten zusätzlich den Thriller sprachlich auf. Alles in allem war das Buch für mich ein kurzweiliges, interessantes und stellenweise spannungsvolles Lesevergnügen.

Bewertung vom 29.07.2022
Unserer Zukunft auf der Spur
Ludwig, Bettina

Unserer Zukunft auf der Spur


ausgezeichnet

Kulturanthropologische Einblicke in unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stellen das vorherrschende Welt- und Menschenbild auf den Kopf

„Unserer Zukunft auf der Spur“ ist ein faszinierendes Sachbuch, geschrieben von der Kulturanthropologin Bettina Ludwig. In ihrem Werk bringt sie Interessierten nicht nur ihr Fachgebiet näher, sondern stellt zudem Hoffnung machende Thesen auf. Denn anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Fachgebiet der Kulturanthropologie, insbesondere ihrer eignen Forschungen rund um aktuell bestehende Jäger-Sammer:innen-Gesellschaften, legt die Autorin dar, dass der Mensch eben nicht von Natur aus gewalttätig und egoistisch ist. Auch Begriffe wie „Natur“ und „Kultur“ werden in den Fokus genommen und neu betrachtet. Besonders gut gefiel mir an diesem Fachbuch, neben dem inhaltlichen Wert, außerdem die gute Lesbarkeit. Bettina Ludwig schafft es, hoch komplexe Themen und Zusammenhänge in einer leicht verständlichen Sprache darzulegen und zudem noch Interesse für wissenschaftliche Erkenntnisse zu erzeugen. Das Buch ist auch deshalb für wirklich Jede:n lesbar, da konsequent Fachbegriffe und Vorgehensweisen erklärt werden. Auch wenn dieses Werk hohen wissenschaftlichen Standards entspricht, liest es sich deshalb dennoch leicht und zudem noch fesselnd. Mich für meinen Teil konnte die Autorin vollends überzeugen und begeistern. Deshalb vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Mein Fazit: Informativ, faszinierend und gut verständlich. Ein Fachbuch das einfach nur Spaß macht!

Bewertung vom 28.07.2022
Die Zärtlichkeit der Wellen
Janek, Ella

Die Zärtlichkeit der Wellen


ausgezeichnet

Gefühlvoller und authentischer Roman, mit bezaubernder Handlung und starken Charakteren

„Die Zärtlichkeit der Wellen“ von Ella Janek hält eine wirklich schöne (Liebes-)Geschichte bereit und gefiel mir gerade durch die authentische Handlung richtig gut. München und Sylt als Handlungsorte machten das Buch außerdem zu einem richtigen Wohlfühlroman für mich. Plastisch und lebhaft werden hier unterschiedliche Settings beschrieben, welche Lust auf eine Reise dorthin machen. Dabei war die Geschichte außerdem noch unerwartet tiefgründig, feinfühlig und lebensnah. Andrea und auch die weiteren Protagonist:innen sind auch deshalb so stimmig dargestellt, da sie mit echten Problemen und einer gewissen Lebenserfahrung daher kommen. Mir persönlich gefiel es richtig gut das Andrea und Michael mit Ende 40 eben schon ihr jeweiliges Päckchen mitbringen und auch ihre Vergangenheit eine tragende Rolle im Roman spielt. So entwickelt sich neben der anrührenden Liebesgeschichte, außerdem eine äußerst spannende Nebenhandlung. Auch der Schreibstil liest sich super und spricht eindeutig dafür zu diesem tollen Roman zu greifen. Wer nach einer schönen Sommerlektüre sucht und trotzdem keine zu oberflächliche Geschichte lesen möchte, ist hier goldrichtig. Die liebevolle Gestaltung, mitsamt verzierten Kapitelanfängen, rundet das Gesamtpaket außerdem wunderbar ab.
Mein Fazit: Kurzweilig, emotional und abwechslungsreich. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.07.2022
Der Bewunderer: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Bewunderer: Thriller


ausgezeichnet

Packender Thriller – Rasant erzählt und spannend bis zuletzt

Bis jetzt hat mich wirklich noch kein Thriller von Catherine Shepherd enttäuscht und auch ihr neustes Werk „Der Bewunderer“ gefiel mir richtig gut. Die Autorin hat wirklich ein großes Talent für einen gelungenen Spannungsaufbau und eine mitreißende Erzählweise. Es handelt sich um den 7. Band ihrer Laura-Kern-Reihe, auf welchen ich mich schon lange gefreut habe. Der Fall ist in sich abgeschlossen und so kann das Buch auch gut ohne Vorwissen gelesen werden. Um im Privatleben des Teams allerdings voll durchzublicken, empfehle ich die Reihe von Beginn an zu genießen. Ich freue mich auf jeden Fall immer über das Wiedersehen mit den liebgewonnen Protagonist:innen, welche selbst im Laufe der Zeit (und Bände) charakterlich wachsen. Aber auch dieser Fall im Speziellen kann sich wirklich sehen lassen. Kurze Kapitel und Perspektivwechsel sorgen für Abwechslung. Action und unerwartet Wendungen treiben die fesselnde Handlung außerdem voran. Für schwache Nerven ist die Geschichte auch diesmal nichts, wobei auf übermäßiges Blutvergießen dennoch verzichtet wurde. Die Geschichte gefiel mir auch deshalb gut, da sie in sich stimmig war und in ein interessantes Milieu, nämlich das der Kunstszene, entführt. Großen Spaß macht es außerdem zusammen mit Laura und Max mitzurätseln. Trotz überraschender Wendungen und eingebauter Finten, hatte ich diesmal den richtigen Riecher was die Auflösung betrifft. Trotzdem war „Der Bewunderer“ ein kurzweiliges und mitreißendes Lesevergnügen für mich. Für diesen spannungsvollen und modernen Thriller, vergebe ich deshalb auch gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.07.2022
La Tradizione
Gentile, Domenico

La Tradizione


gut

Authentische und außergewöhnliche Gerichte aus Norditalien – Nur für Fortgeschrittene geeignet

Wer nach Herausforderungen für die Küche sucht, und italienische Gerichte mag, sollte unbedingt in das Kochbuch „La Tradizione“ von Domenico Gentile einen Blick werfen. Allerdings muss ich gleich zu Beginn sagen, dass sich das Buch wirklich nur für erfahrene Köch:innen eignet. Zum Einen sind die Gerichte schon wirklich speziell und brauchen oft lange bei der Zubereitung, zum Anderen sind die Beschreibungen der Rezepte recht kurz gehalten, so dass einiges an Küchengrundwissen vorausgesetzt wird. Mich selbst konnte das Buch leider weniger überzeugen als erwartet. Dies liegt vor allem daran, dass nur wenige Rezepte ohne Fleisch auskommen und auch die Zubereitungszeiten sich nicht für die schnelle Küche unter der Woche eignen. Viele der Gerichte brauchen länger als eine Stunde und nur wenige Kleinigkeiten sind schneller fertig. Die Unterteilung in einzelne Regionen, gefiel mir hingegen gut. So lernt man Nebenbei etwas über regionale Besonderheiten und entdeckt Gerichte die definitiv nicht in jedem Kochbuch zu finden sind. Um ein Standartwerk handelt sich das Buch auch deswegen nicht. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Werk durchaus seine Fans finden wird. Denn wer auf der Suche nach etwas Besonderem ist, könnte hier fündig werden. Jedes der Rezepte wird durch ein appetitliches Bild ergänzt und auch die sonstige Gestaltung des Buches ist ansprechend und hochwertig. Von mir gibt es aufgrund der fehlenden Alltagstauglichkeit, trotzdem leider nur 3 Sterne.

Bewertung vom 24.07.2022
Mama Melba
Conner, Christine

Mama Melba


ausgezeichnet

Großartiger historischer Roman – Meisterhaft erzählt, mit zwei sehr unterschiedlichen Schwerpunkten

Mit ihrem Roman„Mama Melba“ hat Christine Conner wirklich ein Meisterwerk erschaffen. Denn ihrer Geschichte gelingt ein bravouröser Spagat zwischen zwei sehr unterschiedliche Themen. Denn „Mama Melba“ entführt in eine ganz besondere Welt, welche kulinarisch fasziniert und menschlich immer wieder schockiert. Zusammen mit der jungen Schwarzwälderin Melba, welche aus Deutschland nach Amerika emigriert, entdecken wir Leser:innen eine ganz eigene Welt in Louisana in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Melba ist Köchin und ihre Leidenschaft für unterschiedlichste Gerichte ist auf jeder Seite spürbar. Passend dazu ist jedes Kapitel nach einem Gericht aus der Geschichte benannt und am Ende gibt es sogar das passende Rezept zum Nachkochen dazu. Dieses individuelle Konzept gefiel richtig gut, auch deshalb da die Leichtigkeit der Kochszenen einen gelungen Kontrast zur sonst sehr wuchtigen Handlung setzt.

Denn genauso im Mittelpunkt der Handlung stehen die grausamen und unmenschlichen Auswirkungen der Sklaverei. An unterschiedlichen Schicksalen gelingt es der Autorin herauszuarbeiten, was dies im Alltag für die jeweiligen Menschen alles bedeuten konnte. Viele der beschriebenen Szenen sind wirklich nur schwer auszuhalten und beschreiben den anhaltenden Missbrauch und die fortwährende körperliche und seelische Gewalt detailliert und greifbar. So ermöglicht das Buch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und einen umfassenderen Blick auf historische Ereignisse. Im Verlauf des Buchs entfernt sich die Handlung dabei zunehmend von Melbas liebster Tätigkeit dem Kochen weg, hin zum Kampf für die Freiheit für Melbas neu gewonnene Freunde. Gut gefiel mir außerdem, das die Handlung über etliche Jahre hinweg erzählt wird und so persönliche wie auch historische Entwicklungen mit einfließen können. Nicht nur Melba wuchs mir so ans Herz, auch andere Protagonist:innen wurden äußerst authentisch dargestellt. Die Geschichte ist außerdem so fesselnd geschrieben, dass sie eine richtige Sogwirkung entfaltete. Und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ehrlich gesagt unschlagbar. Hier bekommt ihr für einen günstigen Preis, eine überaus tiefgründige wie auch emotionale Geschichte, auf fast 500 Seiten geboten! Da ich insgesamt einfach nur begeistert bin und wirklich überhaupt nichts zu kritisieren habe, gibt es von mir natürlich volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 23.07.2022
Sommerträume auf Sylt
Jana, Stephanie;Kollritsch, Ursula

Sommerträume auf Sylt


sehr gut

Locker-leichter Sommerroman – Entspannte Lektüre für Zwischendurch

Im Roman „Sommerträume auf Sylt“ der Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch ist eines garantiert, nämlich das Urlaubsfeeling! Denn die Geschichte spielt in Hamburg und auf Sylt und hält jede Menge traumhafter Momente und den ein oder anderen Tipp fürs Sightseeing bereit. Modern und unterhaltsam liest sich die Handlung angenehm und machte das Buch auch durch das Setting zu einem absoluten Wohlfühlroman für mich. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier sehr unterschiedliche Freundinnen. Diese wurden mir stellenweise zwar etwas zu klischeehaft dargestellt, allerdings gewannen die Figuren über die Handlung hinweg an Tiefe, so dass mir doch alle am Ende sympathisch waren. Die Perspektivwechsel und unterschiedlichen Lebensgeschichten der Freundinnen, brachten auf jeden Fall Abwechslung mit sich. Die Themen, welch die Vier beschäftigen sind dabei mitten aus dem Leben gegriffen und waren damit für mich nachvollziehbar und authentisch. Wer keine allzu tiefgründige Geschichte erwartet wird diese liebenswerte und ansprechende Lektüre sicherlich genießen. Der Schreibstil liest sich auf jeden Fall durchgängig flüssig und die kurzen mit verschiedenen Hashtags überschriebenen Kapitel flogen nur so dahin. Und auch wenn der nächste Strandurlaub noch fern scheint, gelangt man durch das Buch zumindest gedanklich dort hin. Im Gesamten betrachtet bescherte mir „Sommerträume auf Sylt“ einige schöne und unterhaltsame Lesestunden. Wer einen kurzweiligen Roman sucht, ist hier genau richtig.
Mein Fazit: Nicht nur für den Urlaub eine gute Wahl!