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Meggie
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Bewertungen

Insgesamt 1205 Bewertungen
Bewertung vom 22.11.2018
Und ewig schläft das Pubertier / Pubertier Bd.3
Weiler, Jan

Und ewig schläft das Pubertier / Pubertier Bd.3


ausgezeichnet

In "Das Pubertier" erzählt der Autor über das weibliche Pubertier, nun kommt noch das Männliche dazu..

In kleinen Kurzgeschichten wird über das Verhalten und Denken der Pubertiere berichtet. Dabei zieht der Autor immer wieder Vergleiche zwischen männlich und weiblich. Wo der Sohn eher die "Chill mal"-Einstellung vertritt, wird von der weiblichen Seite her mit schlagkräftigen Argumenten entgegengehalten. Die Tochter geht in die "Wir müssen die Welt retten"-Phase über und findet alles "so schrecklich", was um sie herum passiert. Der Sohn entdeckt das weibliche Geschlecht für sich, wobei jedoch alles andere um ihn herum total "langweilig" ist.

Die humorvolle und sarkastische Herangehensweise des Autors hat mich zeitweise sehr schmunzeln lassen. Viele Ansätze kann ich nämlich bei meinem fast 10jährigen Sohn schon sehen.
Diskussionen führen meist ins Leere. Meine Argumente werden als "uninteressant" abgetan und wenn es darum geht, für die Schule zu lernen, stehen wir auch auf Kriegsfuss.

Auch bei dem dritten Teil der Reihe dreht es sich keineswegs um einen Ratgeber, wie man am besten durch die Pubertät seines Kindes kommt, sondern um eine sehr humorvolle Anschauung, was einem denn so erwarten kann.

Der Schreibstil des Autors ist dabei unvergleichlich. Vor allem der Sarkasmus gefällt mir besonders gut.

Die Geschichten sind in Ich-Form geschrieben und so könnte man glauben, dass es genau so bei dem Autor zu Hause abläuft, wobei Lebenserfahrung bestimmt in die Geschichten miteingeflossen ist.

Fazit:
Und ewig nervt das Pubertier.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.11.2018
Das Pubertier / Pubertier Bd.1
Weiler, Jan

Das Pubertier / Pubertier Bd.1


ausgezeichnet

Der Autor Jan Weiler beschreibt aus Sicht eines Vaters auf humorvolle und sarkastische Weise das Verhalten einer pubertierenden Tochter.
Dabei wählt er passende Umschreibungen, erzählt aus dem Alltag der Familie, über peinliche (für die Tochter) Momente und Höhepunkte des pubertierenden Teenagers.

Dabei steht das eher lustlose Verhalten des Pubertiers im Vordergrund. Soll es etwas erledigen, wird gemeckert, lamentiert und nach Gegenargumenten gesucht, wonach anschließend die Aufgabe mit noch mehr Gemecker, noch mehr lamentieren und neuen Argumenten zwar erledigt wird, doch so, dass es dem Pubertier bloss nicht zu viel Mühe bereitet. Dabei werden die Dinge auch schon mal halb erledigt.

Der Sarkasmus des Autors macht dabei einen Großteil der 22 Kurzgeschichten aus. Da die Geschichten in Ich-Form geschrieben sind. scheint auch viel Erfahrung mitzuschwingen. Manchmal steht Gelassenheit im Vordergrund, dann wieder provoziert der Vater auch gerne seine Tochter.

Manche Kapitel sind sog. "Versuche", wobei der Vater das Verhalten der Tochter in bestimmten Situationen beobachtet und analysiert die selbigen.
Meist wird das Ergebnis jedoch einfach hingenommen, weil keine Analyse durchgeführt werden kann.

Das Buch ist keinesfalls ein Ratgeber, wie man die Pubertät seines Kindes durchsteht, doch kann man sich ein kleines bisschen darauf einstellen, was einem denn so erwartet.
Mein Sohn, zur Zeit knapp 10 Jahre alt, zeigt schon diverse Anzeichen und ich "freue" mich schon auf die kommende Zeit mit ihm. ;)

Fazit:
Ein unterhaltsamer "Ratgeber", der nicht ganz ernst zu nehmen ist.

Bewertung vom 21.11.2018
Totenblick
Heitz, Markus

Totenblick


sehr gut

Ein Mörder hält die Leipziger Polizei in Atem Seine Opfer drapiert er in Anlehnung an berühmte Gemälde. Am Tatort finden sich Botschaften. "Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters". Man soll sich vor dem Totenblick hüten. Derjenige, der den Toten zuerst in die Augen blickt, stirbt als nächstes. Eine Legende, die vor langer Zeit entstanden ist. Aber ist es wirklich eine Legende? Denn diese bewahrheitet sich schnell, der nächste Mord geschieht. Und ausgerechnet in den Reihen der Polizei. Kommissar Peter Rhode nimmt sich des Falles an, unterstützt von dem Personal Trainer Ares Löwenstein, der aufgrund seiner Verbindungen wertvolle Tipps geben kann. Doch der Fall wird Immer persönlicher und plötzlich ist Rhode verschwunden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt - und der Tod scheint immer eine Nasenlänge voraus zu sein.

Für fantastische Literatur bekannt, hat der Autor mit dem vorliegenden Roman einen Thriller geschaffen, der ohne fantastische Elemente auskommt... na ja, fast ohne.

Die Hauptcharaktere Peter Rhode und Ares Löwenstein könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch geben sie ein sehr gutes Team ab. Rhode, der mit seiner hochgradigen ADHS zu kämpfen hat, gibt alles, um den Fall zu lösen, während Löwenstein mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt. Zwischendurch kommt immer wieder der Mörder zu Wort, aber auch weitere Charaktere bekommen die Chance, das Vorgehen zu schildern, So ergibt sich nach und nach ein Bild, welches jedoch erst am Ende zu einem großen Ganzen wird.

Manchmal konnte ich einige Handlungsweisen nicht nachvollziehen, doch gab es auch wieder viele Momente, in denen es sehr menschlich wurde und sich Abgründe auftaten.

In "Totenblick" taucht der Bestatter Konstantin Korf auf, dem der Autor auch ein ganzes Buch gewidmet hat (Oneiros). Und hier kommen dann ein paar Fantasy-Elemente ins Spiel, jedoch wirklich nur angehaucht.

Einiges war mir etwas zu schnell abgehandelt, einiges wiederum etwas zu lang. Trotzdem war die Geschichte spannend zu lesen. Der Aufbau der Geschichte mit dem überraschenden Showdown war fesselnd und teilweise war auch der Heitz'sche Charme und Witz herauszulesen.

Ich muss jedoch sagen, dass man sich nicht zu sehr an Charaktere gewöhnen darf. In schönster Game-of-Thrones-Manier sterben sie hier nämlich wie die Fliegen.

Fazit:
Ein spannender Roman mit ein paar Ecken.

Bewertung vom 21.11.2018
DOORS ! - Blutfeld
Heitz, Markus

DOORS ! - Blutfeld


ausgezeichnet

Viktor wird von dem reichen Walter van Dam beauftragt, mit einem Team dessen Tochter Anna-Lena zu finden. Diese gilt in einem Höhlensystem als verschwunden. Das Team scheint bunt zusammengewürfelt, setzt es sich doch aus einem Höhlenforscher, zwei Höhlenkletterern, einem Medium, einem Parapsychologen und einem Waffenexperten zusammen. Erstaunlicherweise finden sie das Mädchen schnell, merken jedoch bald, dass mit der Höhle irgendetwas nicht stimmt. Denn dort befinden sich Türen. Keiner weiß, was sich hinter diesen verbirgt. Wird das Team so mutig sein, eine zu öffnen?

So lautet die kurze Zusammenfassung des Prologs. Nun hat der Leser die Qual der Wahl, welche Tür er wohl öffnen möchte. Derer gibt es drei, gekennzeichnet mit einem "X", einem "?" und einem "!". Was sich dahinter verbirgt, weiß keiner.
Der Prolog, der kostenlos als eBook erhältlich ist, macht einem die Entscheidung jedoch nicht leicht. Denn jede Tür hat ihren eigenen Reiz.

Hier öffnen die Teammitglieder nun die Tür mit dem "!" und finden sich nach einer kurzen Orientierungsphase plötzlich im Mittelalter des 9. Jahrhunderts n. Chr. im Frankenreich wieder. Sie müssen jedoch feststellen, dass es hier nicht so abläuft, wie es einem die Geschichtsbücher glauben lassen. Denn es sind nicht die Männer, die das Land regieren, sondern gleichberechtigt auch Frauen, die Armeen führen, Königreiche besitzen oder in den Krieg ziehen.

Durch Gier und unbedachtes Handeln wird leider der Rückweg des Teams zerstört und nun heißt es, einen neuen zu finden. Gar nicht so leicht, denn das 9. Jahrhundert hat so einige Tücken parat. Nun liegt es an Viktor, Coco und den anderen, das Rätsel zu lösen.

Von allen drei Doors Bänden der ersten Staffel hat mir dieser hier am Besten gefallen. Die mittelalterliche Welt mutet gewohnt an, doch ist sie so fremd wie eine Fantasy-Welt. Frauen regieren, haben das Sagen, kämpfen im Krieg oder benehmen sich genauso wie ihr Pendant, der Mann. Doch wird dies nie in den Geschichtsbüchern erwähnt bzw. vertuscht. Ein späterer Putsch der Männer hat zu dem geführt, wie die Welt heute ist. So die Vermutung des Teams. Oder befindet man sich gar in einem Paralelluniversum?
Fragen über Fragen, die gelöst werden müssen.

Wenn ich die drei Bücher der ersten Staffel miteinander vergleiche, ist es erstaunlich, welch unterschiedliche Wege der Autor gegangen ist. In jedem Buch sterben andere Menschen, in jedem Buch werden andere Informationen gegeben, in jedem Buch andere Geheimnisse gelüftet. Doch ständig bleiben die gleichen Fragen: Welcher Zweck steht hinter allem?

Eine Frage, die hoffentlich in der zweiten Staffel beantwortet werden kann. Diese Staffel ist schon in Vorbereitung und erscheint wahrscheinlich im August 2019.
Auf die weiteren Bände bin ich sehr gespannt. Vor allem auf die weiteren "Türen/Welten", die der Autor sich ausdenkt.

Fazit:
Der beste Teil der Reihe.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.11.2018
DOORS ? - Kolonie
Heitz, Markus

DOORS ? - Kolonie


gut

Viktor wird von dem reichen Walter van Dam beauftragt, mit einem Team dessen Tochter Anna-Lena zu finden. Diese gilt in einem Höhlensystem als verschwunden. Das Team scheint bunt zusammengewürfelt, setzt es sich doch aus einem Höhlenforscher, zwei Höhlenkletterern, einem Medium, einem Parapsychologen und einem Waffenexperten zusammen. Erstaunlicherweise finden sie das Mädchen schnell, merken jedoch bald, dass mit der Höhle irgendetwas nicht stimmt. Denn dort befinden sich Türen. Keiner weiß, was sich hinter diesen verbirgt. Wird das Team so mutig sein, eine zu öffnen?

So lautet die kurze Zusammenfassung des Prologs. Nun hat der Leser die Qual der Wahl, welche Tür er wohl öffnen möchte. Derer gibt es drei, gekennzeichnet mit einem "X", einem "?" und einem "!". Was sich dahinter verbirgt, weiß keiner.
Der Prolog, der kostenlos als eBook erhältlich ist, macht einem die Entscheidung jedoch nicht leicht. Denn jede Tür hat ihren eigenen Reiz.

Nachdem das Team durch die Tür mit dem aufgemalten "?" gegangen ist, findet es sich in einem Vorratskeller wieder. Aus der oberen Etage erklingt Gesang. Eine kurze Orientierung zeigt, man befindet sich in den 40er Jahren mitten in Leipzig. Der Zweite Weltkrieg wurde gerade beendet. Doch die Geschichte hat einen anderen Lauf genommen. Hitler wurde ermordet, das Stauffenberg-Attentat war erfolgreich. Deutschland feiert zusammen mit den USA, die ebenfalls einen großen Anteil an der Beendigung des Krieges hatten.

Zumindest wird dies vorgegaukelt. Innerhalb kürzester Zeit jedoch findet das Team heraus, was genau die USA geplant haben. Ein Atomkrieg großen Ausmaßes steht bevor.

Auch wenn mir "Dämmerung" und "Blutfeld" von der Thematik besser gefallen haben, war es hier dennoch interessant zu lesen, wie der Autor sich die Beendigung des Zweiten Weltkrieges vorstellt, wenn es eine Alternative gegeben hätte.

Durch den spannenden Schreibstil fliegt man ab der Mitte des Buches förmlich durch die Geschichte. Es gibt Einblicke in Intrigen, Fehden und Weltherrschaftsgedanken.

Die Türen stehen hier gar nicht so sehr im Vordergrund. Andere Dinge sind vorgreifend und auch über die Entwicklungen innerhalb der Gruppe muss sich Gedanken gemacht werden. Gerade am Ende ergibt sich eine völlig neue Konstellation, die in der zweiten Staffel bestimmt noch eine große Rolle spielen wird.

Viktor übernimmt einen großen Teil in dieser Geschichte, wobei er jedoch auch auf seine Zweifel hört. Für ihn ergibt sich eine Chance, die er hoffentlich gut nutzen wird.

Ich freue mich jetzt schon auf die zweite Staffel (Erscheinungstermin ist voraussichtlich August 2019) und bin gespannt, wie dieses Buch fortgesetzt wird und welche Türen sich noch öffnen werden.

Zwischendurch wird es sehr, ich drück es mal mit dem Wort "brutal" aus. Einige Wendungen machen es dann zeitweise unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, da durch geschickt platzierte Überraschungen einige Überlegungen, die man selbst gehegt hat, plötzlich nichtig werden.

Fazit:
Das Ende des Zweiten Weltkrieges - neu aufgerollt.

Bewertung vom 21.11.2018
DOORS X - Dämmerung
Heitz, Markus

DOORS X - Dämmerung


gut

Viktor wird von dem reichen Walter van Dam beauftragt, mit einem Team dessen Tochter Anna-Lena zu finden. Diese gilt in einem Höhlensystem als verschwunden. Das Team scheint bunt zusammengewürfelt, setzt es sich doch aus einem Höhlenforscher, zwei Höhlenkletterern, einem Medium, einem Parapsychologen und einem Waffenexperten zusammen. Erstaunlicherweise finden sie das Mädchen schnell, merken jedoch bald, dass mit der Höhle irgendetwas nicht stimmt. Denn dort befinden sich Türen. Keiner weiß, was sich hinter diesen verbirgt. Wird das Team so mutig sein, eine zu öffnen?

So lautet die kurze Zusammenfassung des Prologs. Nun hat der Leser die Qual der Wahl, welche Tür er wohl öffnen möchte. Derer gibt es drei, gekennzeichnet mit einem "X", einem "?" und einem "!". Was sich dahinter verbirgt, weiß keiner.
Der Prolog, der kostenlos als eBook erhältlich ist, macht einem die Entscheidung jedoch nicht leicht. Denn jede Tür hat ihren eigenen Reiz.

Ich habe mich jetzt zuerst für die Tür "X" entschieden und mich mit der Gruppe in die nahe Zukunft begeben. Dort erwartet einem eine Welt voller Regeln und Gesetze. Ein Kontrollstaat, in dem jeder Schritt überwacht wird und bei Zuwiderhandlung hohe Strafen drohen.

Da die Gruppe jedoch getrennt wird bzw. einige auf eigene Faust Erkundigungen einziehen, ergeben sich viele Probleme.

Man erfährt einiges über die Höhle, neue Charaktere werden eingeführt und die Zukunft wirkt alles andere als rosig.
Über das "Warum" der Türen gibt es ebenfalls etliche Spekulationen, aber nur wenige wichtige Informationen.
Jedes Gruppenmitglied hat so seine Geheimnisse, die nach und nach in winzigen Bruchstücken aufgedeckt werden.

Viktor versucht, über jeden etwas herauszufinden. So scheint er Dana, die ebenfalls als "Freeclimberin" angeheuert wurde, schon von zu kennen, nur kann er nicht einordnen, woher. Professor Friedrich versteckt vor allen ein kleines, schwarzes Büchlein mit wichtigen Informationen. Coco Fendi, das Medium der Gruppe, scheint doch nicht so untalentiert zu sein, wie man glaubt. Und auch alle anderen sind nicht ehrlich zu den anderen oder gar zu sich selbst.

Der Autor hat eine Welt hinter der Tür erschaffen, die unserer zwar sehr ähnlich ist, in der man jedoch nicht leben möchte. Überwachung, Bestrafung und Verfolgung steht im Vordergrund, die persönliche Freiheit ist eingegrenzt.

Auch hinter die anderen Türen wird ein kleiner Blick geworfen. Was einem dort jedoch erwartet, bleibt undurchsichtig. Man wird fast gezwungen, auch die anderen beiden Bücher zu lesen, damit die Neugier gestillt werden kann.

Am Anfang des Buches findet sich nochmals der 80seitige Epilog, der auch kostenlos als eBook erhältlich ist. So können auch Nicht-Ebook-Leser die Vorgeschichte lesen.

Der Einstieg in die angrenzende Geschichte fiel mir jedoch nicht so leicht, da alles etwas verwirrend war. Erst ca. in der Hälfte des Buches hatte ich den Dreh raus.
Die Verwirrung lang an den fehlenden Informationen und an den Sprüngen zwischen den Charakteren, die ja doch reichlich sind.

Fazit:
Eine ungemütliche Zukunft, ein ungewisser Ausgang.

Bewertung vom 20.11.2018
Das Geheimnis um Nebula / Explorer Academy Bd.1
Trueit, Trudi

Das Geheimnis um Nebula / Explorer Academy Bd.1


weniger gut

Cruz lebt auf Hawaii, ist super intelligent und bekommt die Chance, auf der Explorer Academy eine Ausbildung zum Forscher und Entdecker zu absolvieren. Doch scheint es Leute zu geben, die mit aller Macht verhindern wollen, dass Cruz die Akademie besucht. Kaum dort angekommen, wird er davor gewarnt, weiter an der Akademie zu bleiben. Doch Cruz lässt sich nicht unterkriegen und forscht seinerseits nach, wer ihm Böses will. Dabei findet er heraus, dass seine Mutter nicht bei einem Unfall starb, sondern getötet wurde.

Die Aufmachung des Buches ist richtig toll. Nicht nur von außen merkt man, dass der National Geographic seine Hände im Spiel hat. Viele Informationen erwarten einem. Mit viel Liebe und Ideenreichtum wird hier spielerisch Wissen vermittelt.

Die Geschichte an sich ist spannend und auch sehr lehrreich, werden zwischendurch immer wieder Dinge erklärt, die eben einer Erklärung bedürfen, gerade wenn es um Physik, Chemie oder andere Naturwissenschaften geht.

Doch muss ich sagen, dass ich mir mehr Szenen aus dem Unterricht gewünscht hätte. Stattdessen ist das Buch eine einzige Aneinanderreihung an Gefahrensituationen.

Cruz und seine neuen Freunde müssen sich ständig aus irgendwelchen Situationen retten oder bekommen Steine in den Weg gelegt, damit sie nicht rechtzeitig zum Unterricht erscheinen oder die Aufgaben nicht lösen können, die gestellt werden.

Irgendwie kam mir alles so vor, als wären es reine Abenteuerkurzgeschichten, durch die sich ein leichter roter Faden zieht.

Für Kinder ist dies bestimmt interessant und spannend, ich als Erwachsene kam jedoch damit nicht so zurecht.
Vo allem Cruz hätte in meinen Augen aktiver sein können. Er überlässt Nachforschungen eher den anderen bzw. beauftragt andere. Er konzentriert sich auf seine Ausbildung.

Sehr gut gefallen haben mir die wissenschaftlichen Einwürfe. Ich schaue gerne Dokumentationen und auch gerne die von National Geographic, weshalb die Erklärungen immer zur richtigen Zeit kamen, um etwas näher zu verstehen.

Die Kinder sind mit ihren 12 bzw. 13 Jahren schon sehr erwachsen, zumindest was das Denken anbetrifft.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und es gab auch keine Längen. Es ging eben alles Schlaf auf Schlag.

Fazit:
Interessant, spannend, lehrreich, aber einfach zu rasant.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.11.2018
Stürme des Lebens / Die Ärztin Bd.2
Sommerfeld, Helene

Stürme des Lebens / Die Ärztin Bd.2


ausgezeichnet

Ricarda heiratet aus Vernunft heraus Georg Köhler und macht sich daran, ihre große Liebe Siegfried zu vergessen. Sie merkt jedoch bald, dass Georg ein großartiger Mann ist, der versucht, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Die Vergangenheit fängt an, nicht mehr so sehr weh zu tun und Rica lässt es zu, in die Zukunft zu blicken.
Die Geburt von Tochter Henny stellt Rica jedoch vor schwere Entscheidungen. Die Begegnung mit einer alten Freundin reißt verheilt geglaubte Wunden wieder auf.
Doch Rica hat gelernt zu kämpfen. Für sich, für ihre Lieben und für die Rechte, die ihr zustehen. Ärztin zu sein ist ihre Bestimmung. Keiner kann sie aufhalten. Bis das Schicksal erneut schwer zuschlägt.

Der 2. Teil der großen Historiensaga um Ricarda Petersen geht genauso fesselnd weiter, wie der erste aufgehört hat.
Ricarda hat sich weiterentwickelt von einem mutigen 13jährigen Mädchen zu einer starken, jungen Frau, die sich mit viel Gerechtigkeitssinn und noch größerem Mut für ihre Träume einsetzt.

Doch werden ihr auch viele Steine in den Weg gelegt, da sie als Frau nicht die gleichen Rechte besitzt, wie ein Mann. Ihr Beruf, der einer Ärztin, wird nicht von jedem anerkannt und so muss Ricarda viele Anfeindungen erleben.

Rica erlebt einiges. Die Heirat mit Georg Kögler und die Geburt ihrer Tochter Henny sind dabei nur der Anfang. Je mehr das Buch fortschreitet, wird auch mehr von Henny berichtet, so dass am Ende parallel von Ricarda und Henny erzählt wird. Die Geschichte greift sozusagen auf die nächste Generation über.

Der flüssige und fesselnde Schreibstil des unter Pseudonym schreibenden Autorenduos zieht einem in den Bann. Selten fliegen die Seiten so dahin, wie bei diesem Buch. Und schon ist man am Ende des über 600 Seiten langen Buches.
Um dann wieder mit offenem Mund dazusitzen. Das Ende ist abrupt und endet mit einem Cliffhanger der übelsten Sorte. Es geschieht etwas, dass erschüttert und Welten zerbrechen lässt. Ergo: Es folgt ein weiterer Teil im August 2019.

Ich bewundere Ricardas Mut, für das zu kämpfen, was sie liebt. Später übernimmt Henny diesen Part. Doch beide sind manchmal auch hilflos und müssen sich geschlagen geben. Hier schlägt das Schicksal dann unbarmherzig zu.
Trotzdem wird weiter nach Lösungen gesucht.

Bei einigen Szenen musste ich schwer schlucken, wenn es um ärztliche Behandlungen ging. Die Zurschaustellung der Macht der Männer war teilweise ekelerregend. Doch zum Glück war nicht jeder Mann so.

Die gefühlvolle Beschreibung von Ricardas Leben war für mich ein spannender Ausflug in das 19./20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken, aber auch schönen Seiten.

Fazit:
Ricardas Kampf für die Gerechtigkeit.

Bewertung vom 19.11.2018
Lady ohne Furcht und Tadel (eBook, ePUB)
Mcabbey, Lisa

Lady ohne Furcht und Tadel (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Samantha reist, als Mann verkleidet, von England nach Schottland, um so einer Zwangsheirat zu entgehen. 10 Tage dauert die Reise in einer Kutsche. Mit Sam sind noch 6 weitere Reisende unterwegs.
Der französische Comte hat es Sam besonders angetan, doch weiß sie auch, dass sie mit ihrer Schwärmerei hinterm Berg halten muss, um nicht aufzufliegen. Ein weiterer Mitreisender macht es Sam jedoch sehr schwer, sich zu beherrschen, weil er sie mit seinem Verhalten auf die Palme bringt. Der Landschaftsgärtner Henry James scheint jedoch auch etwas zu verbergen und so ist Sams Neugier natürlich geweckt.

Zuerst sei angemerkt, dass es sich bei diesem Buch um eine Neuauflage des Romans "Die Reise nach Edinburgh" handelt.

Die Autorin nimmt sich verschiedener, historischer Ereignisse an, gibt sympathische Charaktere dazu, eine spannende Handlung und würzt alles mit einer gehörigen Prise Liebe. Heraus kommt dabei ein fesselnder Roman, mit Witz und gehörig viel Charme.

Dies ist nun mein vierter Roman der Autorin und ich kann mit Sicherheit sagen, nicht mein letzter. Bei dem Schreibstil der Autorin kann ich einfach abschalten und mich von der Geschichte mitreißen lassen. Mein Kopfkino hat gehörig was zu tun, da durch die Beschreibung der Landschaft oder gar die Dialoge einfach viele Bilder in mir entstehen.

Gerade die Protagonisten Sam und Henry haben es richtig krachen lassen. Die Wortgefechte, die die beiden sich liefern, sind herrlich. Es gibt sich keiner geschlagen und wenn, dann nur, um nicht aufzufliegen.

Sam ist eine unerschrockene junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, flüchtet von dem ungeliebten Zuhause, um eine Zwangsheirat zu entgehen und möchte nur ein ruhiges Leben beginnen. Ihre Verkleidung als Mann ist dabei vielleicht nicht so weise gewählt, aber aus der Not heraus entstanden. So schlecht macht sie sich auch nicht als "junger Mann", nur fällt dies doch einem Mitreisenden auf. Henry James, der als Landschaftsgärtner seinen Unterhalt verdient, erkennt die Verkleidung und macht sich einen Spaß daraus, Sam immer wieder in die Zwickmühle zu bringen.

Die Autorin verliert sich nicht in Kleinigkeiten, bleibt geradlinig und gibt doch sehr viele Dinge preis, um aus der Geschichte eine interessante und vor allem fesselnde Story zu machen. Die historischen Begebenheiten baut sie fast nebenbei ein, so dass man meinen könnte, dass alles genau so (nebst Liebesgeschichte) in irgendeinem Geschichtsbuch steht.

Da die Romane der Autorin meist im 18. Jahrhundert in Großbritannien spielen, gibt sich zwar vom Setting her ein kleiner Spielraum, aber die Charaktere machen das alles natürlich wieder wett. Eine aufregende Kutschfahrt, viele Geheimnisse und Intrigen, Machtspiele und Verwechslungen, die Mischung ist in meinen Augen einfach perfekt gewählt.

Fazit:
Wieder ein toller Roman mit spannenden Elementen und zwei Protagonisten mit losem Mundwerk.

Bewertung vom 19.11.2018
Wolfsthron / Under the Northern Sky Bd.1
Carew, Leo

Wolfsthron / Under the Northern Sky Bd.1


weniger gut

Der Süden greift den Norden an. Ein jahrhundertealter Frieden wird gebrochen. Albion zerfällt.
Der Sohn des Hauses Silberner Wolf, Roper, wird unerwartet zum König und muss innerhalb kürzester Zeit das Reich, welches von Feinden umzingelt wird, retten. Hier hilft nur eine Allianz. Keturah, Tochter des Hauses Vidarr, ist die einzige Chance, um den Süden vernichtend zu schlagen. Doch der Süden ist stark und plant schon die nächste Angriffswelle.

"Der nächste George R.R. Martin...", "Ein würdiger Nachfolger von Game of Thrones...", "Ein erstklassiges Fantasy-Debut..." - Stimmen, die mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht haben.
Doch leider wurde ich enttäuscht. Mir fehlte das Hochgelobte, das Einzigartige und Neue.

Die Geschichte ist ein historischer Roman mit Fantasy-Elementen. In zwei Handlungssträngen wird dabei die Story erzählt. Dies ist jedoch erst spät erkennbar, da doch einige Seiten Zeit ins Land gehen, in denen zwar viel erklärt wird, doch das Wichtige erst einmal außen vor bleibt. Es werden Grundkenntnisse vorausgesetzt, die nicht gegeben sein können, da es sich bei diesem Band ja um den Auftakt der Reihe handelt.

Man weiß zwar, dass Albion in den Norden und Süden aufgeteilt ist, doch wie die einzelnen Länder aufgestellt sind, bleibt lange im Dunkeln. Auch die Gepflogenheiten sowie die einzelnen Völker konnte ich anfangs nur schwer unterscheiden. Alles in allem hatte ich große Mühe, in die Geschichte hineinzukommen.

Auch hatte ich das Gefühl, dass sich der Autor in seiner eigenen Geschichte verliert und sich lieber in Nebensächlichkeiten aufhielt, als die eigentliche Story zu erzählen.

Der Einstieg in diese komplexe Welt ist mir leider nicht gelungen und so kam ich nicht in den unbeschwerten Lesegenuss, der von vielen so hochgelobt wurde. Fehlende Erklärungen, Erklärungen an falschen Stellen und unwichtige Momente ließen mich das Buch oft zur Seite legen, damit ich mich anderem widmen konnte.

Fazit:
Für mich leider enttäuschend.