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gaby2707

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Insgesamt 2034 Bewertungen
Bewertung vom 10.06.2023
9 Tage wach
Stehfest, Eric;Stephan, Michael J.

9 Tage wach


sehr gut

Eine Geschichte bei der ich mich schwer getan habe

Ich kenne Eric Stehfest aus seiner Rolle des Chris Lehmann bei GZSZ, von Let´s Dance, aus dem Dschungel und aus verschiedenen Talkshows, wo er von seiner "Drogenkarriere" erzählt. ‎Seine dort gezeigte Persönlichkeit hat mich dazu animiert, mir dieses Buch zu kaufen und nun endlich zu lesen. Aber ich habe mich damit wirklich nicht leicht getan.

Eric Stehfest hat einen wie ich finde sehr aussergewöhnlichen Erzählstil. Kurze, knappe Sätze, immer wieder springt er hin und her, scheint unkonzentriert und weicht oft ab. Und ich habe mich gefragt: Ist das die heutige Jugendsprache oder hängt das mit dem Drogenkonsum zusammen, der ja bekanntlich einiges im Körper kaputt macht. Seine Berichte von Gerichtsverhandlungen und von seinen Theateraufführungen zeigen, wie Realitätsfern er da oft schon ist. Irritierend finde ich auch die immer wieder in kursiv eingeschobenen Gedanken, bei denen ich nicht weiß, was sie mir sagen wollen. Ausser, dass hier jemand die Realität verloren zu haben scheint.
Ich muss dauernd umdenken, mich in verschiedene Schauplätze hinein denken. Aber dadurch bekomme ich einen guten Einblick in die damalige Lebenssituation des Autors, was mich erschreckt und teils sehr verstörend wirkt. Er vermittelt sehr gut, wie er die Welt sieht und warum er tut was er tut.

In seinem Buch erzählt der Schauspieler aus seiner Kindheit und Jugend, von seinen Famiienverhältnissen, seiner Schulzeit, wie er langsam in die Drogenszene abdrifftet und wie er seine Sucht vor der Aussenwelt versteckt hält.
Ein großer Halt ist immer wieder seine Mutter, die ihn mit ihrer Liebe versucht aus diesem Sumpf zu befreien und die er von jeglicher Schuld freispricht. Überhaupt gibt er niemandem ausser sich selbst die Schuld an seiner Sucht. Das finde ich klasse.
Und ich bewundere ihn, dass er es mit ganz viel Willen und Disziplin geschafft hat, sich nach diesen 9 Tagen wach, die ihn fast das Leben gekostet haben, aus diesem Rausch zu befreien. Das er durchgehalten hat, wenn es auch noch so hart war. Und das er mit diesem sehr persönlichen Buch seine Erfahrungen teilt.

Eine Geschichte auf die ich mich einlassen musste. Ein Thema, das gerade wieder in aller Munde ist. Ein Buch, das, auch wenn es teilweise schwer zu lesen ist, absolut lesenswert ist.

Bewertung vom 09.06.2023
Die Farben unserer Träume
Beck, Lilli

Die Farben unserer Träume


ausgezeichnet

Das Leben geht manchmal seltsame Wege

Ich habe schon einige Bücher von Lilli Beck gelesen und auch diesmal hat sie mich von Beginn an abgeholt, in die Geschichte hinein gezogen und vollkommen überzeugt.

Mitte Dezember 1948 legt eine junge Frau ein Baby in eine Decke gewickelt in einem Weidenkorb auf die Stufen des Frisiersalon Sonnlechner in der Münchner Amalienstraße. Dazu ein Brief, er einiges erklären soll.
1965 ist dieses Baby fast erwachsen. Anna Sonnlechner ist 17 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater Xaver, Mutter Traudl und der um ein Jahr jüngeren Schwester Elsie in der Amalienstraße, wo die Familie schon in der 5. Generation einen Frisiersalon betreibt. Und den sollen Anna und Elsie in der Zukunft weiterführen. Nur fühlt sich Anna irgendwie nicht richtig zugehörig zu dieser Familie. Schon gar nicht mag sie die Arbeit im Frisiersalon, fällt sogar bei der Friseurprüfung durch. Und dieser Verdacht der Andersartigkeit verstärkt sich, als sie auf dem Dachboden einen Brief findet, der sie als ein Findelkind ausweist.
Anna macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln, ihrer großen Liebe und nach ihrer eigenen Zukunft, die sie in der Malerei sieht.

In diesem Roman erzählt Autorin Lilli Beck die Geschichte von Anna, die in der bürgerlichen Welt, in der sie aufwächst nicht glücklich scheint. Beim Lesen spüre ich regelrecht, dass Anna nicht in diese Friseurfamilie passt. Sie findet dann ja auch heraus, dass sie keine leibliche Tochter der Sonnlechners ist und macht sich auf den Weg ihr eigenes Leben zu leben. Zusammen mit dem armen (reichen) Künstler Clemens Altmann, der an der Leopoldstraße seine Bilder verkauft. Ich finde es toll, wie die Beiden jede Hürde ihres gemeinsamen Lebens meistern. Ich habe mich mit ihnen im Dachgeschoss der Schwabinger Wohnung richtig wohl gefühlt. Da ich in München lebe, hatte ich viele der Orte, die hier eine Rolle spielen und die alle sehr bildhaft beschrieben sind, direkt vor Augen. Genau so wie die Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme. Alle haben ihre kleinen oder größeren Eigenheiten, sind fast alle sehr liebenswert und passen sehr gut in diese Nachkriegszeit.

Für mich hat dieses Buch alles, was ich mir von einer guten Geschichte wünsche. Eine interessante nachvollziehbare Story; Menschen, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin und eine gute Portion Spannung, die ich hier auch gefunden habe.
Ein wunderbarer Familienroman mit einer Hauptdarstellerin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe und die ihr Herz am rechten Fleck hat. Mit ihr hätte ich noch ewig durch die Stadt streifen können. Sie, ihre Familie und ihre Freunde haben mich für einige Stunden sehr gut unterhalten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.06.2023
Wunder gibt es immer wieder / Die Fernsehschwestern Bd.1
Sauer, Beate

Wunder gibt es immer wieder / Die Fernsehschwestern Bd.1


ausgezeichnet

Gib deine Träume niemals auf

Der Traum der 17-jährigen Eva Vordemfelde ist es Kostümbildnerin zu werden. Bei einem Besuch am Fuschlsee im Salzkammergut, wo ihre Cousine Margit als Hauswirtschafterin in einem renommierten Hotel arbeitet, lernt sie zufällig die bekannte Kostümbildnerin Gerdago kennen. Die schaut sich sogar Evas Entwürfe an, erkennt das Potential und Talent, das in Eva steckt und empfiehlt sie an ihren Kollegen Heiner Palzer in München. Ihr stockkonservativer, karrierebezogener Vater Axel, der von dieser „Spinnerei“ absolut nichts wissen will, vermittelt seiner Tochter nach dem plötzlichen Umzug nach Bonn einen Arbeitsplatz beim WDR als Sekretärin und tut alles, dass Eva fast den Glauben an sich selbst verliert. Eva lernt den Journalisten Paul Voss kennen und bald auch lieben, der sie in ihrem Vorhaben tatkräftig unterstützt.
Wird es Eva gelingen ihren Traum doch noch leben zu können? Das müsst ihr in diesem tollen Buch schon selbst lesen.

Mit ihrem offenen, leichten und fesselnden Erzählstil hat mich Autorin Beate Sauer ganz schnell in die Geschichte hineingezogen. Eva habe ich vom ersten Kennenlernen an sehr gemocht. Sie ist eine pflichtbewusste, eigenständige junge Frau, die sich ihren Traum auch durch Lügen und Intrigen nicht ausreden lässt. Mir hat es sehr imponiert, wie sie sich gerade ihrem Vater entgegen stellt und sogar er sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen kann. Eva ist ganz auf sich allein gestellt, denn von ihrer Mutter Annemie bekommt sie anfangs keine Rückendeckung. Nur Paul, den sie zuerst gar nicht mag, was sich aber schnell ändert, steht ihr in allem, was sie tut fest zur Seite und hält zu ihr.

Die 544 Seiten des Romans sind in 3 Teile mit insgesamt 21 Kapitel gegliedert. Ich streife mit Eva durch München, wo sie im Stadtteil Pasing mit ihrem Vater Alex, Mutter Annemie und den Zwillingen Franzi und Lilly wohnt. Ich bin bei ihrem ungewollten Umzug nach Bonn dabei, besuche mit ihr den Bundespresseball und bekomme durch sie und ihren Vater einen guten Einblick in die politischen und sozialen Verhältnisse der 1950er Jahre in Westdeutschland. Zu einer Zeit, wo das Fernsehen in die deutschen Wohnzimmer Einzug gehalten hat und sich die Medienlandschaft dadurch verändert.
Wenn die Rede von den Kostümen ist, die Eva entwirft, schaltet sich mein Kopfkino an und ich sehe sie direkt vor mir. Überhaupt schickt mir die Geschichte so viele wundervolle Bilder, die ich versuche alle in meinem Kopf abzuspeichern.
Sehr gut gefällt mir die Rolle der Mutter Annemie. Steht sie in der ersten Zeit wie ein wertvolles Anhängsel voll hinter ihrem Mann, wird sie im Laufe der Geschichte immer mutiger und widersetzt sich auch mal. Ihre Veränderung hin zu einer eigenständigen Frau, die keine Erwartungen mehr erfüllen will und die sie während des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahre war, fand ich richtig klasse.
Ich hätte noch stundenlang weiter lesen können.

Mir hat der Auftakt zu dieser neuen Romanreihe „Die Fernsehschwestern“-Saga sehr gut gefallen. Nun bin ich gespannt, wie es auf dem Lebensweg von Eva Vordemfelde weiter geht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.06.2023
Gefährliche Gier   Erotische Geschichten
White, Ebony

Gefährliche Gier Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Heiß, heftig und sehr erotisch

Bonnie und Clyde, ein kriminelles Liebespaar, das sich nicht gesucht aber gefunden hat. Kira holt der Schmerz, den Toni und Lina bei ihr verursacht haben wieder ein. Lea und Leo, Cindy und Jules vergnügen sich beim Pärchenabend und Bine, die eine Affäre mit Lars hat, trifft auf Christoph.

12 tolle Geschichten, bei denen sich zwar alles um das eine dreht; die aber auch jede einzelne eine nachvollziehbare Story haben. Und vor allem hat jede ein Ende, mit dem ich so nicht gerechnet habe und das ich richtig gut finde.
Mir sagt auch diesmal der Erzählstil von Ebony White absolut zu. Leicht, locker, sehr freizügig, aber ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen. Meinen Geschmack hat sie mit ihren erotischen Geschichten an den unterschiedlichsten Orten mit den verschiedensten Menschen wieder absolut getroffen. Mir gefällt jede einzelne der Geschichten und sie haben mich hervorragend unterhalten.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Ebony White als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 02.06.2023
Luzie Raptor. Ferien mit Dino
Kremser, Jessica

Luzie Raptor. Ferien mit Dino


ausgezeichnet

Ein riesen Ferienspaß

Heute ist Samstag und der erste Tag der Sommerferien von Pia. Ihr Bruder, der kleine Nick, hat auf der Terrasse einen Velociraptor, einen Fleisch fressenden, jagenden, aufrecht gehenden Dinosaurier entdeckt, den er Luzie Raptor nennt. Der Raptor benimmt sich wie eine Katze, miaut auch so. Als ihre Mama die Beiden zu Oma fährt, muss Luzie natürlich mit. Aber Oma hat einen Dackel. Den Toni. Und Toni mag keine Katzen. Aber Luzie liebt Toni vom ersten Moment an.
Was Pia, Nick, Luzie Raptor, Toni und Oma in den Ferien so alles erleben, das lest ihr in dem lustigen Vorlesebuch „Luzie Raptor – Ferien mit Dino“ von Jessica Kremser.

In 10 Kapitel wird Luzie Raptor die Herzen unserer beiden Jungs im Sturm erobern. Da bin ich mir sicher. Mein absoluter Held jedoch ist neben Luzie Dackel Toni. Was er alles über sich ergehen lassen muss. Einfach klasse.
Es ist so spannend mitzuerleben, ob und wie die Kinder es schaffen, Luzie zu ihrer Oma mitzunehmen und sie dort vor … Naja, vor wem sich Luzie verstecken muss und wie gut das klappt, das müsst ihr schon selbst lesen bzw. euch vorlesen lassen.
Ich als Vorleseoma hatte jedenfalls richtig Spaß bei der Geschichte. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, wie die Geschwister zusammenhalten, wenn es um Luzie geht.

Die bunten Illustrationen von Sonja Bougaeva , manchmal sogar ganzseitig, ergänzen die Geschichte sehr gut. Hier gefallen mir die verschiedenen Gesichtsausdrücke, besonders von Dackel Toni, super. Das gleiche gilt auch für Frau Kühlewetter und Herrn Grimbel. Man kann direkt sehen, wie sie sich fühlen.

Eine Vorlesegeschichte, bei der man sich bei Oma in den Ferien richtig wohl fühlen kann. Für Leseanfänger bzw. für 7 – 8 jährige Kinder eignet sich die große Schrift auch gut zum selbst lesen oder lesen üben.
Alles in allem ein riesen Lesespaß, nicht nur für kleine oder große Dinofans.

Bewertung vom 02.06.2023
Unsterblich
Kastel, Michaela

Unsterblich


ausgezeichnet

Eine aussergewöhnliche Geschichte

Sonja Raich, 27, ist Tierpräparatorin und lebt mit ihrem Hund Hexe sehr zurückgezogen in der Waldhütte ihres Großvaters. Unter ihrem Künstlernamen „Valkyra“ hat sie auch einige Kunden mit sehr ungewöhnlichen, extravaganten Wünschen. Als sie den neuen Tierarzt Dr. Jonathan Jordan mit seiner Tochter Klara kennenlernt, gibt sie nach anfänglichem Zögern der Liebe seit langer Zeit eine Chance. Aber zuerst will sie die letzten skurrilen Aufträge abarbeiten. Einen ganz widerwärtigen Auftrag lehnt sie ab. Dann verschwindet Klara...

Für mich ist es das erste Buch von Michaela Kastel, das ich gelesen habe. Aber sie hat es hier sofort auf die Liste meiner Autorinnen geschafft, von denen ich immer wieder gerne lese. Mir gefällt dieser außergewöhnlich feinfühlige Erzählstil mit dem sie mich ganz schnell in die Geschichte hinein gezogen hat. Mag ich normalerweise blutige Szenen nicht so, hat es mir hier nichts ausgemacht, sie sogar in mein Kopfkino einfließen zu lassen. Gegruselt hat es mich hier und da ganz schön heftig. Aber auch diese Szenen verpackt die Autorin so geschickt, dass ich immer weiter lesen muss.
Die meisten Menschen, die ich hier kennenlerne, sind sehr ausdrucksstark mit ihren Stärken und vor allem Schwächen ausgearbeitet. Besonders Sonja, die einsame Außenseiterin, von den Ortsbewohnern gemieden, gehasst und gedemütigt, mag ich sofort. Was nicht heißt, dass ich alles was sie tut verstehe oder sogar gutheiße. Sie ist mit Leib und Seele Präparatorin und geht da auch über Grenzen. Da ich von diesem Thema bisher gar keine Ahnung hatte, fand ich es sehr interessant und faszinierend, etwas detaillierter in die Abläufe bei einer Präparation hinein schnuppern zu können. Wie sie die einzelnen Schritte einer Plastination beschreibt fand ich ganz schön schaurig. Überhaupt hatte ich den Eindruck durch die Ich-Form der Erzählung bin ich direkt an Sonja und ihren Werken dran.

Absolut schockiert hat mich die Auflösung zu Sonjas Vergangenheit. Da war ich baff und musste das erst mal verdauen. Etwas unglaubwürdig fand ich Jonathan. Wäre ich an seiner Stelle gewesen, ich hätte vieles nicht einfach nur hingenommen bzw. ignoriert. Mehr wird aber wirklich nicht verraten.

Ein Thriller von unglaublicher Tiefe und Emotionalität, der mich ab der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Es ist kaum zu glauben, zu was ein Mensch fähig ist und was kranke Gehirne so alles ausbrüten.

Bewertung vom 31.05.2023
Ich bin feucht! Erotische Geschichten
Ritchey, Pamela

Ich bin feucht! Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Ganz schön heiß

In heißen Kurzgeschichten lerne ich Sandy, Tamara und Daniel am Filmset kennen: Charlotte und Rufus, die sich an einem Berliner See treffen; Viktoria und Henry, der nach den Regeln der Ninjas lebt; Denise, die Henning sogar auf der Baustele besucht und sechs weitere gierige Frauen, die sich allzu gerne flachlegen lassen.

Mir hat der sehr direkte, tabulose Erzählstil von Pamela Ritchey bisher immer gut gefallen. Und auch hier bin ich von den leicht-lockeren, sehr freizügigen Beschreibungen, die ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr angetan. Meinen Geschmack hat sie mit ihren Geschichten an den unterschiedlichsten Orten mit den verschiedensten Menschen wieder absolut getroffen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Hannah Stevens als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 30.05.2023
Geil und Verdorben   Erotische Geschichten
Stevens, Hannah

Geil und Verdorben Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen

In diesen erotischen Geschichten lerne ich Sally kennen, die den erfahrenen Robert über eine Datingseite kennenlernt und sich von ihm in das einführen lässt, was sie bei ihrem Freund Owen nicht bekommt. Tina und Jimmy, Jenny und Ken und Susan und Bill vergnügen sich nicht nur bei einem heißen „Wahrheit oder Pflicht“-Spiel. Die für alles offene und sexbesessene Katy lässt keinen Gast im Hotel unbefriedigt zurück. Und High Class Escort Lady Sandy, tritt als Hure in die Fußstapfen all ihrer weiblichen Vorfahren.

Mir sagt der Erzählstil von Hannah Stevens sehr zu. Leicht, locker, sehr freizügig und direkt, aber ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen. Meinen Geschmack hat sie mit ihren sechs abwechslungsreichen, prickelnden Geschichten an den unterschiedlichsten Orten mit den verschiedensten Menschen absolut getroffen und mich sehr gut unterhalten.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Hannah Stevens als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 29.05.2023
NO-NAME GIRL (OVERKILL - Die Fälle von Hauptkommissarin Mo Celta, Band 2)
Astrid Korten

NO-NAME GIRL (OVERKILL - Die Fälle von Hauptkommissarin Mo Celta, Band 2)


ausgezeichnet

Ein sehr persönlicher Fall für Mo Celta

Kriminalhauptkommissarin Mo Celta und ihr Kollege Nico Braun von der Kripo in München ermitteln in dem Fall der 12-jährigen Greta Bleibtreu, die spurlos verschwunden ist. Außerdem werden sie zu verschiedenen Fundstellen von Leichenteilen gerufen, die kunstvoll arrangiert wurden. Hängen diese Fälle zusammen? Und kommt Mo mit dem Fund der Leichenteile dem Verschwinden ihrer Schwester Elisa dadurch näher?

Boah, was für eine Geschichte. Schon beim Cover war ich mir sicher, dass es keine seichte Geschichte werden wird. Aber ich habe sie jetzt erst mal zwei Tage sacken lassen müssen, bevor ich hier meine Meinung dazu schreibe.

Erstmal fand ich es toll, dass sich Astrid Korten, deren Bücher ich sehr schätze, und Eva-Maria Silber, die ich als Autorin auch sehr mag, zusammen getan haben um das Thema Kindesentführung und Kindesmissbrauch anzugehen. Gelungen ist ihnen ein Buch von dem ich einerseits ganz begeistert bin, das mich andererseits bis an meine Grenzen gebracht hat. Auch wenn ich mir immer wieder sage „es ist ja nur eine Geschichte“, steckt doch soviel Wahrheit darin. Immer wieder liest man ja von solch schrecklichen und abartigen Vorkommnissen. Ich bin schockiert über die Menschen, die sich derart an Kindern, die sich nicht wehren können, vergreifen um sich Befriedigung zu verschaffen.

In „Overkill - No-Name-Girl“ bin ich nicht nur mit Mo und Nico auf Ermittlungstour unterwegs. Ich lerne auch „Sohn“ kennen, der hier in der Ich-Form seine Geschichte erzählt. Er tut mir auf der einen Seite mit seinem Schicksal und bisherigem Lebensweg so unendlich leid. Andererseits kennt er sein Leben ja nicht anders. Eingesperrt und vor der Welt versteckt, findet er sich, als er sein Zuhause verlässt, in München absolut nicht zurecht. Findet mit Peggy, die ihn Justy nennt, eine „Freundin“, die ihm das reale Leben versucht zu erklären. Wobei er bald merkt, dass sie mehr an dem Inhalt seines Rucksacks interessiert ist als an ihm/ihr selbst.
Und dann ist da noch Greta. Mit ihr habe ich gelitten, gebangt und sie bewundert, wie sie mit ihrer Gefangenschaft, dem Hunger und Durst und vor allem der ständigen Dunkelheit umgeht.
Auch Mo, die immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, gelangt hier an ihre Grenzen. Was sie hier erfahren muss, hat mich schockiert und fassungslos gemacht.

Anschließend an Begebenheiten von vor 27 Jahren erzählen die Autorinnen die heutigen Geschehnisse aus der Sicht von Greta, „Sohn“, Mo, Peggy und Justy. Durch die kurzen Kapitel und die dauernden Perspektivwechsel wird die Geschichte sehr schnell und rasant, was auch die Spannung immer mehr anfeuert. Die Bilder, die ich beim Lesen bekomme, fachen mein Kopfkino an und ich sitze hier, schaue jedem einzelnen bei seinem Bericht über die Schulter, habe Gänsehaut und manchmal Tränen in den Augen.

Ein grandioser und zugleich grauenvoller Psychothriller, den man sehr gut auch ohne die Kenntnisse von Bd. 1 lesen kann, mit einem sehr realistischem Thema – nichts für schwache Nerven. Wer gerne fesselnde, nervenaufreibende und schockierende Thriller liest, der ist hier genau richtig.
Ich kann das Buch absolut empfehlen.

Bewertung vom 29.05.2023
So dunkel die Nacht
Clark, Mary Higgins;Burke, Alafair

So dunkel die Nacht


ausgezeichnet

Der Alptraum jeder Mutter…

… ereilt Melissa Eldrege ein paar Tage vor ihrer Hochzeit mit dem charismatischen Charlie Miller, dem attraktiven Mann, den sie bei einer Therapiesitzung kennengelernt hat und mit dem sie ihr Leben verbringen will, nachdem sie ihr Verlobter so schändlich im Stich gelassen hat. Charlie ist verwitwet und bringt die kleine Riley mit in diese Ehe. Bei einem Spielplatzbesuch ist Riley plötzlich verschwunden. Da auch Melissa und ihr Bruder Michael als Kinder entführt wurden, stellt sich die Frage, ob Rileys Entführung mit damals in Verbindung steht. Die Beiden müssen sich nun ihren schlimmsten Ängsten stellen. Werden sie die kleine Riley finden bevor es zu spät ist?

Mit „So dunkel die Nacht“ ist Mary Higgins Cark (1927-2020) und Alafair Burke ein grandioser Psychothriller gelungen, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Durch die vielen Menschen, die ich hier kennenlerne und die alle irgendwie in die Entführung involviert sein könnten, ist es mir nicht gelungen, den Täter vor Melissa, Mike und Patrick ausfindig zu machen und die kleine Riley zu befreien.
Melissa und auch Charlie haben mir in ihrer Angst um die zweijährige Riley so leid getan. Bis ich gemerkt habe, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann. Mehr wird aber nicht verraten.
Verschiedene Wendungen, Lügen und Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden, treiben die Spannung auf einen Höchstpunkt. Ich war mir nie sicher, wer hier der Gute oder der Böse ist. Mit dem Ende bzw. der Auflösung hatte ich so absolut nicht gerechnet. Gänsehaut pur.

Da die meisten der Personen sehr gut dargestellt werden, hatte mein Kopfkino keine Schwierigkeiten sie in den in meinem Kopf ablaufenden Film einzusetzen. Auch die Gegend um Cape Cod, wie sie hier beschrieben wird, mag ich sehr.

Ein spannender und atemberaubender Psychothriller mit einem für mich überraschenden Ende. Ein weiteres Highlight in meinem Lesejahr.