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Anno
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B

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Insgesamt 597 Bewertungen
Bewertung vom 16.12.2022
Anatomy
Schwartz, Dana

Anatomy


gut

Dieses Buch hat mich durch sein wunderschön gestalten Cover magisch angezogen. Das Kleid der darauf abgebildeten Frau, ich vermute Hazel, formt ein anatomisches Herz, Schrift und Titel lassen schon erahnen worum es im Buch geht. Die Haptik des Buches ist toll. Während der Titel lackartig glänzt, ist das restliche Buch eher rau und erinnert an Kraftpapier. Auch die Aufmachung im inneren des Buches ist sehr schön. Die Kapitelinitiale sind in alter Schrift gehalten, was dem Buch einen leicht antiken Touch verpasst. Zwischendurch sind schwarze Seiten eingefügt mit medizinischen Abhandlungen, Briefe und Aushänge, die dem Geschehen im Buch begleitend angefügt sind.

Auch die Buchbeschreibung klang interessant und das Reinschnuppern ins Buch gab dann schließlich den Ausschlag zum Kauf.

Leider hat sich der gute äußere und erste Eindruck während des Lesens nicht bestätigt. Es ist kaum ein Spannungsbogen bemerkbar und die Geschichte plätschert nur so dahin. Auch ist mir die Geschichte zu oberflächlich gehalten. Weder die Charaktere noch die Handlung sind für mich stimmig. Der Flair, der dieser Zeit in dem dieses Buch spielt, ist wenig herausgearbeitet. Hazel hat kaum Schwierigkeiten zu bewältigen und gefühlt fliegt ihr alles zu. Keine ihrer Handlungen hat schwerwiegendere Folgen. Zudem scheint sie eine Freiheit zu genießen, die nicht typisch für diese Zeit ist. Weder ist eine Anstandsdame an ihrer Seite, noch schert sich jemand darum, wenn sie allein auf dem Anwesen zurück bleibt oder sie sich allein mit Herren trifft. Auch 2 erwachsene Personen (egal ob Mann oder Frau, verkleidet oder nicht) auf einem Pferd scheinen keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Das Werben des Viscount, dessen Name ich sogar schon wieder vergessen habe, ist kaum erwähnt und auch die anderen Charaktere bleiben schwammig und oberflächlich. Gedanken, Gefühle oder der Grund der recht vorhersehbaren Handlungen fehlen.

Ich habe mich durch 2/3 des Buches gequält und breche nun enttäuscht ab. Die Geschichte hätte wirklich viel Potential, doch dieses blieb leider völlig ungenutzt.
Und so ist der Hype um dieses Buch für mich völlig unverständlich. Auch wenn die Optik des Buches sehr gut gelungen ist- die Story ist es nicht.Ich werde definitiv keinen weiteren Teil dieser Serie lesen.

Bewertung vom 14.12.2022
60 Fingerspiele für Babys
Loenhard, Brigitte

60 Fingerspiele für Babys


sehr gut

Das Buch beinhaltet die verschiedensten Fingerspiele für Babies und Kleinkinder. Sie sind unterteilt in Fingerspiele in Reimform, als Lied und als Geschichte. Zu jedem Kapitel finden sich Untergruppierungen nach Verwendungszweck. So finden sich darunter Fingerspiele für die Morgenroutine oder zur guten Nacht, Trostreime oder Spasslieder, aber auch noch viele weitere.

Die Sammlung ist bunt gemischt und so findet sich wirklich für jede Gelegenheit ein Spiel. Dazu gibt es schöne Tipps rund ums Spiel mit den Kleinsten und eine sehr interessante Liste zur Entwicklung der Sinne in den ersten Lebensjahren.

Ich habe die Ringbuch-Version, die aus einer durchsichtigen Schutzseite gefolgt von Cover besteht. Auch die Rückseite ist so aufgebaut, was dem Buch Stabilität verleiht. Leider sind die Buchseiten aus sehr dünnem Papier, was das Lesegefühl doch beeinträchtigt. Ob diese dünnen Seiten dem Praxistest wirklich standhalten wird die Zeit zeigen. Die enthaltenen Vorlagen für Fingerpuppen sind zwar eine schöne Idee, dennoch halte ich sie für Spiele mit ganz kleinen Kindern als ungeeignet. Babies können damit bestimmt noch nichts anfangen, größere Kinder werden danach greifen und sich schnell kaputt machen. Ich persönlich spiele deshalb lieber ohne Zubehör oder male mir notfalls eben schnell Gesichter auf die Fingerspitzen.

Bewertung vom 07.12.2022
Die Eiskönigin 2: Der Manga
Tanemura, Arina

Die Eiskönigin 2: Der Manga


sehr gut

Auf dieses Buch hatte ich mich gefreut. War der Disneyfilm ja schon so toll, nur mit Mangas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrungen. So war ich erst stark irritiert, dass die Illustrationen darin nur in Schwarzweiß gehalten waren. Für mich ist die Eiskönigin 2 in erster Linie eine Kindergeschichte und bunte Illustrationen wären für mein Empfinden dafür einfach schöner gewesen. Dennoch hab ich das Buch letztendlich gekauft und tatsächlich war das Fehlen der Farben nach den ersten Seiten kaum mehr ausschlaggebend. Die Zeichnungen sind dennoch sehr ansprechend und sowohl mit als auch dem Nachwuchs gefällt es recht gut. Ich habe es nicht bereut und werden es sicher noch einige Male lesen und ansehen. Ich glaube ich habe mich durch dieses Buch mit den Manga-Stil anfreunden können. Es hat es geschafft meine Einstellung dazu zu ändern.

Bewertung vom 29.11.2022
Mein Sachen suchen Riesenbilderbuch
Gernhäuser, Susanne

Mein Sachen suchen Riesenbilderbuch


ausgezeichnet

Wimmelbücher erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit bei den Kindern. Aber auch mir als Erwachener macht das Vorlesen und gemeinsame Suchen mit den Zwergen Spaß. Dazu fördert es das kindliche Sprachverständnis und die Ausdauer.

Das Besondere an diesem Buch ist sein, bei Kindern so beliebtes riesige Format. Neben dem Lesen wird das Buch dadurch zur auch gern mal zum Versteck oder Wand zweckentfremdet.
Jede Doppelseite widmet sich einem anderen Thema. Und so darf man sich auf die Schwerpunkte Stadt, Bauernhof, Spielplatz, bzw. Baustelle, Wald, Bahnhof, Zoo und Winterwald freuen.
Kurze Texte zum Vorlesen, sowie einige Bilder als Suchauftrag ergänzen das jeweilige Wimmelbild. Die Bilder sind sehr schön gestaltet und lenken den Blick auf immer neue Details ohne zu überladen zu wirken oder zu sehr zu überfordern.
Auch die darin enthaltenen Themen sind bunt gefächert. Jede Seite steht somit für eine eigene kleine Abenteuerwelt, die nicht nur zum Suchen, sondern auch zum Geschichten erfinden und Erzählen einläd.

Bewertung vom 19.11.2022
Wintersterben
Krüger, Martin

Wintersterben


sehr gut

In einer Höhle auf dem Berg nahe eines abgelegenen Orts in den Walliser Bergen wird eine Leiche entdeckt. Mumifiziert und mit Folterspuren. Die Identität des Toten wird rasch bekannt, doch damit beginnen auch die Begebenheiten mysteriös zu werden. Der Tote war ehemaliges Mitglied des BKA und Fremdenlegionär. Doch was hatte er in Steinberg zu suchen? Was war er auf der Spur und warum und von wem wurde er gefoltert und getötet? Hat es mit dem Fall der vermissten Frauen zu tun, von dem er regelrecht besessen gewesen schien? Oder mit seiner Zeit in der Fremdenlegion?

Valeria Ravelli wird zusammen mit ihrem britischen Kollegen Colin Bain zum Fall dazu gerufen. Während Bain sich auf die Spur der vermissten Frauen begibt, reist Valeria nach Steinberg, wo sie schnell begreift, dass sie hier niemandem trauen kann.

Dies ist mein erstes Buch des Autors, was den Einstieg etwas erschwerte. Zu Anfang hat die Ermittlerin Flashbacks, denen ich als Quereinsteiger nicht recht folgen konnte, dennoch fesselte mich das Buch zunehmend. Martin Krüger spielt geschickt mit den Gefühlen und versteht es dem Leser Gänsehaut zu verpassen; die Stimmung des Buches ist dunkel und subtil bedrohlich. Die Geschichte wirkt verworren und mysteriös, was gekonnt Spannung erzeugt. Dennoch rutscht das Geschehen nicht ins Unglaubwürdige, Phantastische ab.
Ein Buch, wie dieses hab ich bisher noch nicht gelesen, es hat mich jedoch so überzeugt, dass ich nun nachträglich auch das erste Band der Serie um Valeria Ravelli lesen werde.

Bewertung vom 07.11.2022
Nordlicht 01
Falch, Malin

Nordlicht 01


gut

Dieser Comic ist gespickt mit wunderschönen Illustrationen. Sie erzeugen eine wundervolle düstere Stimmung und sind sehr schön detailliert ausgearbeitet. Aber auch, wenn die Illustrationen toll anzusehen sind, hätte doch auf einige zu Gunsten der Geschichte verzichtet werden können. Gerade die Story kommt in diesem Buch zu kurz. Es ist ganz klar der Auftakt einer Serie und das Ende bewusst offen gehalten. Und dennoch hab ich mehr erwartet… es passiert kaum was, mehr als ein Plot scheint es nicht zu sein.
Der Anfang zog sich durch viele Bilder und sehr wenig Text sehr. Als Sonja Besuch bekommt und nach Jotundalen eingeladen wird, fehlt mir Tiefe. Sie scheint die andersartige Welt ohne Zweifel, ohne große Gefühlsregungen sofort zu akzeptieren.
Die Idee des Comics und dessen Ansiedlung an die nordische Welt ist großartig, nur die leider für mein Ermessen zu seicht dargestellt.

Ich habe ehrlich mehr erwartet.

Bewertung vom 06.11.2022
Feldpost
Borrmann, Mechtild

Feldpost


ausgezeichnet

Im Dezember 2000 wird die Anwältin Cara im Café von einer ihr unbekannten Frau angesprochen. Sie hinterlässt ihr einen alten Aktenkoffer. Mit Feldpost, adressiert an eine Adele Kuhn.
Und Cara beginnt zu recherchieren um Adele ihr Habe zurück geben zu können.

Der neueste Roman von Mechtild Borrmann spielt im Jahre 2000 in dem Cara dem Rätsel der Briefe und dem Verbleib der Adressatin auf den Grund geht. Der Großteil des Buches beschäftigt sich jedoch mit den Hintergünden der Feldpost.
Und diese sind bemerkenswert!
Beginnend im Jahre 1935 erzählt dieses Buch vom eng miteinander verwobene Leben der Kinder zweier Familien bis hinein in die Neuzeit.
Die Kapitel und deren zeitliche Wechsel sind kurzweilig und ergreifend. Sie bauen aufeinander auf und führen den Leser gekonnt durch das Leben der Protagonisten.

Schon lange hat mich kein Buch mehr so begeistert wie dieses. Es hat mich auf jeder einzelne Seite mit den Personen mitfühlen und die Zeiten und Umstände vor meinem inneren Auge wirklich werden lassen. Es war beeindruckend! Und selbst zutiefst berührt von der Lektüre, kann ich nur jedem mit Interesse an einer packenden, emotionalen und tiefgründigen Geschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit dieses Buch nahelegen.

Bewertung vom 01.11.2022
Die Tochter der Hungergräfin
Spratte, Annette

Die Tochter der Hungergräfin


ausgezeichnet

Die Tochter der Hungergräfin ist ein historischer Roman, der auf das wahre Leben der Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein. Während die Autorin zu dieser Person einige historische Quellen studieren konnte, ist über das Leben ihrer Töchter sehr wenig bekannt. Hier mischt sich Fiktion und Realität. Das Buch gliedert sich in 4 Abschnitten und umfasst mit zeitlichen Lücken die Jahre 1636 bis 1652. Aus Sicht von Julianes ältester Tochter Ernestine erfährt man über ihr Aufwachsen mit dieser bemerkenswerten Mutter, die ihrer Zeit so sehr voraus war. Wie sie vom Kind zu Frau reifte, was sie bewegte, erlebte und wie sie mit zunehmenden Alter in die Regierungsgeschäfte der Mutter eingebunden wurde.

Der Schreibstil ist, anders als oft in historischen Romanen erstaunlich schlicht gehalten. Auf blumige und wortgewaltige Umschreibungen wurde verzichtet, was mir das Lesen sehr angenehm machte und für mein Empfinden der Geschichte zuträglich ist. Ernestines Geschichte war nachvollziehbar dargestellt und könnte sich durchaus so zugetragen haben. Ich persönlich hätte jedoch gern mehr über deren Mutter erfahren. Obwohl ich zuvor noch nie von ihr gehört hatte, hat mich diese Frau zutiefst beeindruckt. Besonders wenn man bedenkt in welchen Zeiten sie gelebt hat. Von einigen Ereignissen, wie z.B. der Versuch des Aushungerns und auch der Kampf der Mutter um ihre Grafschaft, hätte ich jedoch gerne mehr erfahren.
Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gelungenes Buch, das mich bewegt und ich sehr gern gelesen habe.

Bewertung vom 28.10.2022
Agent Sonja
Macintyre, Ben

Agent Sonja


sehr gut

Dieses Buch ist mehr als ein Roman. Es erzählt Geschichte. Eine auf Wahrheiten beruhende Geschichte um und von Ursula Kuczynski.

Vor der Lektüre dieses Buches war mir ihr Name kein Begriff und ich bin leider auch nicht sehr bewandert in Geschichte.
Das Cover wirkt durch seine Schlichtheit etwas unscheinbar. Nach der Lektüre empfand ich es jedoch als sehr passend. Sowohl vom Stil als auch von der Farbgebung. Das Rot schreit ja förmlich nach Kommunismus. Diese Art Buch war neu für mich und hat mich nach anfänglichem Zögern doch recht rasch gepackt. Durch den verwendeten erzählenden Schreibstil ist es angenehm zu lesen und kein bisschen trocken. Es ist eine sehr nahbare Geschichte zu veranschaulichen und zu vermitteln. Auch befindet sich im hinteren Teil des Buches ein knapp 20-seitiges Quellenverzeichnis. Und als Laie vermittelt mir dies das Gefühl, dass diesem Roman fundierte Angaben zugrunde liegen. Diese Zitate wurden geschickt in die Erzählung mit eingewoben und sind dennoch klar als solche zu erkennen. Interessant sind auch die im Buch enthaltenen Bilder der einzelnen Personen.

Während des Lesens erfährt man von Ursulas privaten Hintergrund, ihrem Werdegang beim Geheimdienst und ihren Einsätzen in den verschiedensten Ländern und auch teilweise kurz vom zeitlichen Geschehen in Deutschland. Auch wird ihr Wesen lebendig umschrieben, auch über ihre Liebschaften und Kinder, ihr Familienleben und ihre Zerrissenheit zwischen Mutterrolle und die der Spionin ist die Rede.
Dass soviel in ein einziges Leben passt?!
Sie hat definitiv ein sehr bewegtes und gefährliches Leben gelebt.

Auch in der heutigen Zeit in der Spionage ganz andere Züge angenommen hat, war die Lektüre dieses Buches für mich eine Bereicherung. Ich habe viel erfahren, was mir zuvor nicht bekannt war.

Bewertung vom 22.10.2022
Reißende Flut / Panda Kingdom Bd.1
Hunter, Erin

Reißende Flut / Panda Kingdom Bd.1


gut

Im Bambusreich spielen, wie der Titel schon verrät, die Pandas eine zentrale und religiöse Rolle.
Sie sind die Botschafter, eine Art Jünger, die das „Wort“ ihre Gottes, des großen Drachens, an die anderen Tiere weitergeben. Ein Panda, die Drachenzunge, hat dabei ein besonderes Amt inne. Er ist dank des sehenden Steins der Vermittler zwischen Gott und Tierbevölkerung. Als eine Naturkatastrophe über die Tiere herein bricht, spaltet nicht nur ein reißender Fluss das Land, nein, auch ihr Vermittler verschwindet und die Tiere beginnen zu zweifeln. Warum hat der Panda sie nicht vor der Katastrophe gewarnt? Warum ist er verschwunden?
Doch eines Tages findet der vom Wasser weggespülte Drachenzunge-Panda den Weg zurück und berichtet den Pandas von seiner Vision alle Pandas wieder zu vereinen. Drei Panda-Geschwister, die durch die Katastrophe bisher getrennt aufwuchsen und sich zuvor nicht einmal kannten müssen sich hierfür beweisen und sich gegenseitig im großen Bambusreich finden.

Panda Kingdom - reißende Flut ist der Auftakt einer neuen Serie vom Autorenteam Erin Hunter und bisher mein erstes Buch dieses Teams. Auch mit Tierfantasy dieser Art war ich bisher nicht vertraut. Vielleicht war das mit ein Grund, dass ich mit dieser Geschichte nicht recht warm wurde. Die vielen Figuren und auch deren Namen, wie Blättchen, Stein, Regen, etc haben mir das Lesen, aber auch das Verstehen erschwert. Die Geschichte an sich ist nett gemacht und auch die Idee den Pandas durch eine Religion eine Sonderstellung und Aufgabe im Bambusreich zu geben ist gut und lässt Raum für weitere interessante Bände und für Tierfantasyliebhaber, die schon andere Bände von Erin Hunter kennen und schätzen, ist dies bestimmt ein tolles Buch. Für mich selbst jedoch leider nicht.