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san1

Bewertungen

Insgesamt 275 Bewertungen
Bewertung vom 29.10.2024
Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut
Shan, Milla

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut


sehr gut

Der Zusatz zum Titel "Eine Geschichte über Liebe und Mut", passt hier einfach unheimlich gut, denn man erlebt Mäuserichs Lebensgeschichte und wie ihm schon sein Opa durch einen einfachen Spruch ein wichtiges Mantra mit auf den Weg gibt, das ihm zu einem erfüllten Leben verhilft.

Nun aber noch kurz zum Buch an sich: Das große Format finde ich unheimlich gut, da die Kinder auch leichter mit ins Buch schauen können und dadurch viele Details auf den großformatigen Bildern erkennen können. Besonders bei kleineren Kindern finde ich das ganz wichtig.
Bereits das Coverbild berührt einen irgendwie. Ich gehöre definitiv zu den "Kindern", die mit ihren Großeltern ganz wunderbare Dinge erlebt haben und sich in ihrer Umgebung immer geborgen fühlten. Das spiegelt das Cover definitiv für mich wieder...Zuneigung, Liebe, Hoffnung und wohlwollende Wünsche.

Genau durch diese Intention, ein gutes Leben zu ermöglichen, ergibt sich dann auch die auf jeder Seite wiederholte Affirmation (das Mantra), die sich einem  durch die Wiederholungrichtig einbrennt. Mein fünfjähriger Sohn ist gerade dabei Lesen zu lernen und an dieser Stelle kann ich nur betonen, dass ich es super finde, dass der Hauptsatz bzw. Leitsatz des Buches immer in Großbuchstaben gedruckt ist. So konnte mein Kleiner den Satz sogar mitlesen und hat ihn immer laut mit mir wiederholt.

Allgemein sind die Illustrationen natürlich wunderschön, da gibt es wohlkaum jemanden, der das anders sehen wird. Die Perspektiven werden gewechselt, so dass jedes Bild wieder Interesse weckt. Die Umgebung wird detailreich und farbenfroh ansprechend gestaltet. Es wurde auf Mimik und Gestik geachtet. Hier gibt es wirklich rein garnichts zu meckern.

Nun zur Geschichte:
Hier bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten! Für meinen Fünfjährigen war es etwas schwer zu begreifen, dass es sich bei jeder neuen Doppelseite um Ausschnitte des Mäuselebens handelt und keine fortlaufende Geschichte gezeigt wird. Mir war es ehrlich gesagt auch nicht sofort klar, da die anfänglichen Seiten schon zeitlich nah aufeinander folgten. Ab der Szene mit dem Kennenlernen des Mäusemädchens, zieht die Geschichte dann etwas arg schnell an.

Ich verstehe zwar die Intention dahinter und die "Message", die man damit aufzeigen möchte, jedoch soll das Buch für Kinder ab 4 Jahren geeignet sein. Man muss sich somit als Eltern oder allgemein Vorlesender darauf einstellen, dass viel Erklärungsbedarf herrscht und man dadurch auch irgendwie aus der Geschichte gerissen wird. Insbesondere deswegen, da der Text ja in Reimform verfasst ist.

Gleiches Problem hatten wir auch irgendwie mit dem Text (außerhalb der Affirmation). Reimform ist natürlich immer sehr eingängig und durch den Rhythmus denken viele Kinder hierbei schon mit und können sogar das Satzende vervollständigen. Trotzdem bin ich bei dieser Geschichte der Meinung, dass die Wortwahl und die Umschreibungen nicht für dieses Alter geeignet und verständlich sind. Vorrangig geht es mir dabei auch um Umschreibungen, die für Erwachsene geläufig sind, die Kinder in diesem Alter aber einfach noch nicht geläufig sind.
Beispiele:
"etwas hält einen in Atem" "Langmut" "in Lügen verstricken" "auf taube Ohren treffen" "den Gürtel enger schnallen" "bisweilen" "etwas schmälern"
Ich möchte nicht behaupten, dass JEDES Kind es nicht versteht oder aber vielleicht aus dem Kontext heraus ein Verständnis dafür kommt, jedoch empfinde ich den Wortschatz nicht gerade als leicht verständlich für ein Kinderbuch dieser Altersempfehlung.

Bei uns kamen auch nach der Geschichte noch Fragen bei meinem Sohn auf, wie etwa zum Tod, ob Mamas (wie in der Geschichte die Mäuse-Mama) immer zuerst sterben. Darauf war ich zum Buchbeginn noch nicht wirklich vorbereitet.
Wir haben auch noch allgemein darüber gesprochen, was die Affirmation nun eigentlich wirklich zu bedeuten hat. Letztendlich sind wir dann zusammen zu der Erklärung gekommen, dass es immer besser ist, auch etwas Liebes für andere zu tun und ihnen das Leben ein kleines bisschen zu erleichtern. Auch, wenn man etwas Mut zeigt und etwas Neues ausprobiert, wird man vielleicht merken, dass einem diese neue Sache viel Spaß bereitet und man dadurch mit mehr Freude durchs Leben geht.

Bewertung vom 23.10.2024
Der Poet des Meeres
Jando

Der Poet des Meeres


ausgezeichnet

Mir ist es schon lange nicht mehr so schwer gefallen, die richtigen Worte für eine Buchrezension zu finden, denn das Buch, im gesamten, weckt unterschiedlichste Gefühle und trifft wohl auch bei jedem einen bisschen anderen Punkt.

"Die Melodie der Hoffnung" ist als eine Art Untertitel schon unheimlich perfekt gewählt. Die Geschichte dreht sich viel um "Einklang" / miteinander im Vibe sein / auf der gleichen "Wellenlänge" zu sein und dadurch Geheimnisse auszutauschen sowie sich weniger allein zu fühlen. Letztendlich fühlt sich wohl jeder mal unverstanden und irgendwie alleine. Dementsprechend ist es wichtig, andere Personen zu finden, die mit einem irgendwie im Gleichklang sind und immer wieder Hoffnung spenden, egal wie viel.Freundschaft, Beziehung, Liebe oder eine Vater-Kind / Mutter-Kind Beziehung können das Leben unheimlich bereichern, denn so gewährt jeder der anderen Person einen kleinen Einblick in sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz.

"Das Leben ist wie das Meer, mein Kind. Es mag mal ruhig, mal stürmisch sein, aber die Liebe, die du schenkst, kehrt immer wieder zu dir zurück." (Seite 70)

Als Hardcover und mit begleitenden Illustrationen zu jedem Kapitel, ergibt das Buch ein wunderschönes Werk, nach dem man wohl immer wieder gerne greift und ein bisschen Hoffnung schöpft.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.10.2024
Einfach glutenfrei backen
Lyden, Cherie

Einfach glutenfrei backen


ausgezeichnet

Gleich vorneweg: ich wurde sowas von positiv von diesem Backbuch überrascht! Ich war schon als kleines Mädchen ganz verrückt nach Koch- und Backbüchern und habe dementsprechend über die Jahre (Jahrzehnte :-D) einige durchgeblättert und gekauft. Da immer mehr Personen in meinem Familien- und Bekanntenkreis kein Gluten vertragen und sich einschränken müssen, wollte ich mich diesbezüglich nun besser einlesen und mich vorallem bezüglich der Mehle und deren Eigenschaften beim Backen schlau machen. 

Die Infos in diesem Buch sind einwandfrei strukturiert und man erfährt viele Infos zum Backen, ohne dass hier ausufernd erklärt wird. Der Fokus liegt ganz klar bei der Umsetzung, also den Rezepten.
Die Rezepte sind breit gefächert und es werden viele klassische Backwaren, wie etwa Muffins, Scones, Crumbles und Plätzchen abgedeckt, aber zudem auch viele herzhafte Backstücke aufgezeigt, wie Focaccia, Pies und Tartes. Dazu gibt es auch oftmals verschiedene Varianten für unterschiedliche Geschmäcker und auch passende Rezepte zu den Jahreszeiten. Meiner Meinung nach wird dadurch alles mögliche abgedeckt und jeder wird sich etwas für sich finden.

Die festlichen Kuchen sind nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch geschmacklich ein Highlight. Die Schoko-Espresso Torte ist einer meiner Favoriten und ich kann dieses Rezept nur empfehlen!

Obwohl ich im Backen wirklich geübt bin, würde ich sagen, dass die Rezepte auch für Backanfänger geeignet sind. Die Anleitungen sind gut verständlich und die Zutatenliste übersichtlich. Zudem hat jedes Rezept sein eigenes großformatiges Foto, woran man sich auch visuell gut orientieren kann. Zusätzliche Tipps geben Sicherheit bei der Umsetzung.

Die unterschiedlichen Varianten haben mir persönlich definitiv neue Backfreude gegeben und ich möchte mehr oder weniger das komplette Buch einmal durchbacken. Bisher habe ich nur meine absoluten Favoriten geschafft, aber bei diesen alleine schon war ich unheimlich zufrieden und ich bekam auch viele Komplimente dafür.

Letztendlich ist es so: wer die zwei Grundmehle gemischt hat, kann sich an alle Rezepte machen und ganz normal losbacken.

Wie bereits erwähnt: ich bin hin und weg mit den Rezepten und bin froh über die unkomplizierte Herangehensweise bei dieser einschüchternden Thematik!

Bewertung vom 03.10.2024
Der Delfin der vom Fliegen träumte
Wirth, Lisa

Der Delfin der vom Fliegen träumte


sehr gut

Träumen kann etwas ganz Tolles sein. Man ist dabei frei und ist dabei auch der einzige, der seine Gedanken limitieren kann. Genau dabei entstehen dann wunderbare Ideen und Vorstellungen.

Ein Delfin, der fliegen möchte wie ein Vogel? Klingt erstmal verrückt, aber haben wir nicht auch oft unsinnige und unmögliche Träume? Das Tolle daran ist ja die Möglichkeit, diese Träume auf eine realistische Ebene zu bringen und sie unserem Leben anzupassen. Man setzt sich plötzlich Ziele, die man über viele kleine Schritte erreichen kann und passt sein Bestreben einfach immer seinen Möglichkeiten an.

Unsere Kinder sind noch sehr phantasiereich und haben demnach auch große Träume. Jedoch merke ich auch selbst schon bei meinem Fünfjährigen, dass ihn die Realität oftmals sehr im Zaum hält und ihn dadurch Möglichkeiten gar nicht erkennen lässt. Demnach finde ich die Geschichte vom Delfin richtig gut, da dabei das Ziel so unerreichbar erscheint und er trotzdem eine Möglichkeit für sich findet, wie er dem Gewünschten am nächsten kommt. Hoffen, wünschen, dran glauben, sich nicht unterkriegen lassen ...das sind wichtige Voraussetzungen dafür.

Die Story ist meiner Meinung nach super, die Illustrationen leider etwas wenig abwechslungsreich. Ja, mir ist klar, dass die Szenerie nicht extrem viel Spielraum lässt, jedoch hat es sich die Autorin aber genau so ausgesucht und ist zudem auch für ihre Designs bekannt. Demnach sehe ich hier etwas das Problem, dass die Kinder von den Bildern nicht besonders gebannt werden und sich dadurch schnell durch andere Sachen in der Umgebung ablenken lassen, da die Bilder von Seite zu Seite einfach wenig Abwechslung bieten. Das macht es dann zum Beispiel für meinen  Fünfjährigen etwas schwer, bis zum Ende durchzuhalten. Bei etwas größeren Grundschulkindern ist dieses Problem aber sicherlich nicht mehr in diesem Maße gegeben.

Was wirklich toll ist, ist das Perlmuttfinish beim Cover. Das ist etwas Außergewöhnliches und betont das Unterwasser-Thema richtig toll.

Bewertung vom 03.10.2024
Ente oder Hase? Was siehst du hier?
Rosenthal, Amy Krouse

Ente oder Hase? Was siehst du hier?


ausgezeichnet

Gleich einmal vorweg: Mein Fünfjähriger findet das Buch ultra lustig! Während des Lesens hat er mehrfach hin und her überlegt, ob das abgebildete Tier nicht doch eine Ente oder ein Hase sei, denn der jeweilige Perspektivwechsel je Seite lädt schon zum Spekulieren ein.
Beide Seiten bringen gute Argumente und zeigen ihre Sicht auf; dabei gibt es überhaupt nichts zu beanstanden, denn trotz Streitgespräch haben die Sprechenden jeweils sinnige Erklärungen.

Genau das macht das Buch auch so witzig, denn man schwankt teilweise selbst von einer Sicht zur anderen und wieder zurück. Die Kommentare meines Sohnes dazu sind dementsprechend auch sehr witzig und er formuliert dabei selbst seine Gedankengänge aus.

Der Illustrationsstil ist dementsprechend natürlich eher minimalistisch gehalten, so dass sich das Gespräch erst richtig entfalten kann und man Raum für Spekulationen hat.

Mein Sohn hat auch erkannt, dass beide Parteien Recht haben und der Streit sie zu keinem richtigen Ende führt. Meiner Meinung nach eine sehr wichtige Erkenntnis, denn oftmals haben zwei Personen komplett unterschiedliche Ansichten und auch "richtige" Erklärungen dazu.

Zusätzlich gibt es zum Ende hin noch ein Tier, das sich nur schwer exakt zuordnen lässt. Ich persönlich hätte mir noch mehr Beispiele gewünscht, so dass die Kinder selbst mit Ideen und Erklärungen hervorkommen müssen.

Bewertung vom 27.09.2024
HALLO, Mama... Ein zauberhaftes, berührendes Buch für alle Mütter dieser Welt.
Burstein, Martin

HALLO, Mama... Ein zauberhaftes, berührendes Buch für alle Mütter dieser Welt.


ausgezeichnet

Bisher kenne ich nur Baby-Bücher, die eher etwas passiv über das Kind sprechen, aber bei diesem hier wird aus der Sicht des Babys erzählt und genau das macht das Buch so außergewöhnlich!

Hier wird die Mutter direkt vom Kind angesprochen, was mir unheimlich gut gefällt. So baut sich sofort eine Verbindung auf und das doch eher noch etwas "ungreifbare" Baby bekommt eine Stimme.

Es geht um Gefühle vom Kind, Fortschritte in der Entwicklung und die Beziehung zu den Eltern.
Ich, als Mutter, werde beim Lesen definitiv emotional und kann es mir kaum vorstellen, wie freudig es für eine schwangere Frau sein muss.

Die Aufmachung entspricht eher einem Babybuch, was ich aber auch richtig gut finde, denn man kann so das Buch auch in den ersten Monaten immer wieder mit Baby auf dem Arm in die Hand nehmen und sich so auch wieder in die Schwangerschaftszeit hineinfühlen.

Ein wirklich durchdachtes Konzept in Buchform, das viel Freude bringt!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.09.2024
30 Krafttier-Karten mit Fantasiereisen für Kinder von 4 bis 10
Draxler, Tanja

30 Krafttier-Karten mit Fantasiereisen für Kinder von 4 bis 10


ausgezeichnet

Affirmationskarten für Kinder haben wir vor einiger Zeit bei uns zu Hause eingeführt und waren damit eigentlich sehr zufrieden, die Krafttier-Karten legen hierbei aber noch einmal eine Schippe drauf und sprechen meinen Sohn um einiges mehr an.

Bei uns ist es schon ein tägliches Ritual geworden, dass sich mein Junior, z.B. nach dem Kindergarten, eine der Karten aussucht. Jedes Tier hat eine ganz bestimmte Stärke und diese wird zuerst in einem oder zwei Affirmationssätzen prägnant genannt und dann in einer Entspannungs-/Traumgeschichte näher erklärt. Dabei können die Kids entspannen und in Ruhe zuhören.

Mir gefällt dabei ganz besonders die Länge der Geschichte, denn diese ist ideal gewählt. Auch unruhige Kinder können für diese wenigen Minuten etwas Ruhe finden. Zudem hilft jeweils der sehr ähnliche Einstieg und auch Schluss, was den Ritualcharakter noch zusätzlich stärkt.

Bei einigen Tieren kann man sich bereits vorneweg die "Spezialkraft" denken, jedoch wurde ich bei vielen Tieren richtig überrascht. Der Igel kann zum Beispiel durch seine Stacheln Grenzen aufzeigen und der Affe darf lachen und auch albern sein, zudem mag die Katze sowohl Nähe, als auch ihren eigenen Raum, was total ok ist.

Durch die Auswahl von insgesamt 30 verschiedenen Karten, wird es auch nach vielen Wochen noch nicht langweilig und man kann vielleicht auch mal ganz gezielt nach einer bestimmten "Kraft" greifen, die dem Kind gerade etwas fehlt.
Sprachlich und auch gestalterisch sind die Karten komplett kindgerecht aber auch sehr ansprechend. Die Wortwahl ist eingängig und durch die Dicke der Karten sind diese auch nicht so schnell abgegriffen.

Meiner Meinung nach, kann man mit den Karten etwa ab Regelgruppen-Alter, also so ab 3 Jahren, beginnen und diese nach und nach einführen. Vom Verständnis her profitieren aber wahrscheinlich Vorschulkinder ganz besonders davon.

Ein Kartenset für unterschiedlichste Bedürfnisse und mit positiven Affirmationen.

Bewertung vom 17.09.2024
Blumen im Kopf Mutmachkarten: Gute Gedanken für jeden Tag
Wirth, Lisa

Blumen im Kopf Mutmachkarten: Gute Gedanken für jeden Tag


ausgezeichnet

Als Kind wurde ich eher von sehr zurückhaltenden Eltern erzogen, die großen Wert auf gutes Benehmen legen. Dadurch wurde unsere Beziehung auch eher emotionslos gehalten und basierte mehr auf Strenge. Mit meinem eigenen Kind möchte ich das nun aber anders machen und versuche meinen Sohn immer wieder zu bestärken. Hierbei fällt es mir oftmals schwer, die richtigen Worte zu finden, so dass auch wirklich eine klare Botschaft bei ihm ankommt. Dementsprechend habe ich mich nun über die Mutmachkarten gefreut.
Die Karten sind farblich schön bunt und ansprechend gestaltet. Man kann sie theoretisch auch täglich anwenden, oder wenn gerade die Situation passt. Auf einer Seite befinden sich die Affirmationen, die schön prägnant und kurz gehalten sind.

Da es insgesamt 28 Karten sind, werden auch viele Bereiche abgedeckt, egal ob diese mit Emotionen oder auch Stärken zusammenhängen. Man muss auch keine Angst haben, dass die Affirmationen zu sehr eher Jungen oder Mädchen ansprechen, denn sie sind sehr universell gehalten und treffen somit immer gut zu.

Auf der anderen Seite wird die Affirmation etwas verlängert und dann auch noch "erklärt". Zusätzlich gibt es eine kleine Aufgabe dazu, die das Kind erledigen kann. Hierbei geht es dann darum, eine Emotion offen zu zeigen, wie z.B. durch eine Umarmung oder etwas offen auszusprechen.
Es mag anfangs etwas ungewohnt sein, jedoch sind es auch kleine Anreize das "Gelernte" in den Alltag zu integrieren und dementsprechend auch aktiv umzusetzen. Nur dann bleiben die Motivation und das Selbstbewusstsein auch bestehen.

Wir haben das Buch "Blumen im Kopf" gelesen und fanden es richtig toll. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Mutmachkarten auch komplett eigenständig genutzt werden können und nicht zwingend eine Notwendigkeit besteht das Buch zu kennen.

Die Karten sind ein toller Weg den Kleinen die Welt der Affirmationen zu zeigen und dadurch regelmäßig positive Gedanken zu erzeugen. Die Welt ist so groß und unsere Kinder werden mit allerlei Aufgaben konfrontiert, da kann es nicht schaden ihr Selbstbewusstsein immer wieder etwas zu pushen.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.09.2024
Das Leuchten in dir
Müller, Laura

Das Leuchten in dir


ausgezeichnet

Emil ist traurig, weil er das Gefühl hat, dass alle anderen etwas viel besser können als er. Alle scheinen tolle Begabungen zu haben, nur er kann irgendwie nichts besonders gut. Die Tiere um ihn herum fragen ihn nun aber um Hilfe und bei jeder Hilfsaktion lernt Emil etwas Neues und Schönes über sich selbst dazu.

Oftmals sind es eben nicht die richtig anspruchsvollen Aufgaben, die unsere wunderbaren Fähigkeiten zeigen, sondern die Kleinigkeiten, wie man mit seiner Umwelt umgeht. Denn diesbezüglich unterscheiden wir uns sehr oft und mit kleinen Sachen kann man oftmals schon etwas Großes für jemand anderen verändern. Sobald man dann erkennt, dass man vieles schaffen kann, wenn man etwas Mut zeigt, seiner Kreativität freien Lauf lässt und Vertrauen in sich selbst hat, dann kommen auch andere Fähigkeiten zum Vorschein.

Dieses Kinderbuch ist eine Art Mix aus motivierender Geschichte und gleichzeitig Affirmationen. Die Stärken werden benannt und somit für unsere Kinder auch besser begreifbar gemacht. Viele Kinder sind ab dem Kindergartenalter hilfsbereit, jedoch können sie ihre Taten oft gar nicht richtig benennen. So reflektieren die kleinen Leser vielleicht auch ihr tägliches Handeln mehr und freuen sich auch über ihre kleinen Erfolge mehr. Zudem wird im Buch gut aufgezeigt, was kleine Taten bewirken können.

Die Illustrationen sind sehr hübsch und farbenfroh gehalten. Trotz Problemen bleibt aber das Positive im Vordergrund und es wird beides gut über Mimik und Gestik dargestellt.

Meiner Meinung nach sollte man während des Vorlesens und auch danach das Thema immer wieder aufgreifen und auch die Benennung von Stärken aktiv weiterverfolgen, so dass der Lerneffekt für die Kinder wirklich für längere Zeit anhält, denn nur so haben die Affirmationen und die damit verbundene Botschaft eine Chance im Gedächtnis zu bleiben.

Bewertung vom 05.09.2024
Mister O'Lui sucht das Glück / Mister O'Lui Bd.1
Siefert, Silke

Mister O'Lui sucht das Glück / Mister O'Lui Bd.1


sehr gut

Was ist denn eigentlich Glück? Ist es greifbar? Fühlt man sich richtig glücklich oder muss man aktiv danach suchen?
Unser kleiner Biberbär Mister O`Lui ist ganz zufrieden in seinem Häuschen mit seinem leckeren Käse-Marmeladenbrot, doch durch einen Zeitungsbericht angeregt, macht er sich auf die Suche nach dem Glück. Eine wirkliche Ahnung hat er davon ja nicht, jedoch wäre es einen Versuch wert, das wahre GLÜCK zu finden. Bevor er losgeht, klingelt jedoch das süße Wildschweinchen Rupert an seiner Tür und von da an weicht es auch nicht mehr von seiner Seite. Ob es mehr Ärger als glückliche Stunden bringt, zeigt sich im Buch.

Obwohl Mister O`Lui hier ja wohl der Hauptcharakter ist, sind wir total vernarrt in Rupert. Er ist verspielt und hilfsbereit, möchte Aufmerksamkeit und lässt sich nicht so leicht wieder abschütteln. Er hat mich sehr an Kindergartenkinder, also die Zielgruppe für das Buch, erinnert.
Dagegen wirkt Mister O`Lui fast schon etwas zurückhaltend und auch irgendwie abweisend. "Einzelgänger" ist hier wohl das richtige Wort, das ihn gut beschreibt, demnach konnten wir mit ihm leider nicht so eine Verbindung aufbauen wie mit Rupert.

Vielleicht kommt es auch nur uns so vor, aber der kleine Biberbär wirkt nicht ganz so sympathisch. Zuerst steht in seinem Steckbrief, dass er aufgrund fehlender Freunde (und seinem Aussehen) aus dem Bärenwald auszog, um dann endlich die verschiedensten Freunde zu finden, die ihn wohl nicht verurteilen. Für so einen "Hintergrund" fand ich ihn dann schon etwas kühl dem süßen Schweinchen gegenüber. Er wirkt irgendwie nicht so freundlich und aufgeschlossen ihm gegenüber und meinem Sohn tat Rupert dementsprechend auch sehr leid. Dementsprechend bekommt er auch die größeren Sympathiepunkte von uns und die Kinder können sich in diesem Alter meiner Meinung nach auch eher mit dem Frischling identifizieren - etwas wild und ungestüm. Das ist nun aber wirklich Jammern auf hohem Niveau, jedoch war es halt etwas ungewohnt für uns, da solche Charaktere in Kinderbüchern eher nicht so oft vorkommen.

Die Illustrationen sind sehr süß gemacht und haben auch hübsche Details. Mir gefällt auch ganz besonders die Aufteilung vom Text, denn so schweift der Blick immer über die kompletten Doppelseiten und kann mehr erfassen - insbesondere wenn man vorliest. In Bezug auf die Gestaltung wurde somit definitiv alles richtig gemacht und die Kinder können auf den Seiten viel entdecken und auch in die gemalte Natur abtauchen.

Dass bestimmte kulturelle Sprichwörter eingebaut wurden, finde ich bei diesem Thema auch sehr passend.
Das Glück, dass einem regelrecht aus den Händen zu glitschen scheint - wie der Fisch.
Das Glücksschweinchen, das viele Kinder vielleicht erst an Silvester als kleines Geschenk richtig wahrnehmen und natürlich die Bezeichnung Glückspilz.
So kann man auch das Wissen unserer Kleinen erweitern, insbesondere, wenn man den Kindern auch erklärt, dass es sich hier um gebräuchliche Wörter handelt, die gerne genutzt werden.

Definitiv ein gelungenes Buch zum eher abstrakten Konzept "Glück". Auch die Message, die am Ende aufgezeigt wird, ist sehr klar formuliert und für Kinder ab 4 Jahren auch verständlich.