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Chattys Bücherblog
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Bretten

Bewertungen

Insgesamt 696 Bewertungen
Bewertung vom 27.11.2016
Das Paket
Fitzek, Sebastian

Das Paket


ausgezeichnet

Schon alleine die Aufmachung hätte meinen Blick sofort auf dieses Buch gelenkt. Es täuscht tatsächlich ein Paket vor. Eine tolles und sehr interessantes Cover wie ich finde.

Aber neben dem Cover gut es doch eigentlich hauptsächlich um den Inhalt des Psychothrillers. Wer Fitzek bereits kennt, weiß, auf was er sich einlässt. Und genau dieses trifft bereits im Prolog ein. Spannung, Action, Unterhaltung und jede Menge Frage. So beginnt der Autor seinen neuesten Psychothriller. Sehr schnell, so zusagen auf Knopfdruck, spielt er mit dem Nervenkostüm seiner Leserschar.

Jedes Kapitel beginnt relativ flach und steigert sich dann langsam, um mit einem Knaller zu enden. Somit wird man von Kapitel zu Kapitel getragen, da man sich fast schon in einem Sog wähnt. Ein Song von Wörtern, Sätzen, Spannung.

Die Protagonisten wurden sehr gut charakterisiert und wie schon beim Augensammler, so hat auch dieser Täter einen Namen: Der Friseur.

Emmas Gefühle und Gedanken konnte ich stets nachvollziehen, so dass ich stellenweise wirklich mitlitt. Auch ich wollte nur noch eines, den Friseur stellen. Ich wollte seine Beweggründe wissen, weshalb er die Frauen getötet und de Haaren abgeschnitten hat.

Wie gewohnt, lässt der Autor seinen Leser bis zur letzten Sekunde im Unklaren, um dann... noch einmal alles zu geben. Ein großer Showdown sozusagen.

Sehr interessant fand ich, dass die Zahl Vier im chinesischen, japanischen und koreanischen Sprachgebrauch Ähnlichkeit mit dem Wort Tod hat. Und Vierzehn dann sogar noch die Steigerung darstellt: der sichere Tod. Sehr interessant und lehrreich. Ich sags ja immer: Lesen bildet!

Fazit:

Wer deutschen Thrill liebt, kommt bereits seit Jahren nicht an Fitzek vorbei. Er ist ein großer Meisters seines Handwerks und seine Bücher lassen die Hände schwitzen. Die Stirn glüht, man vergisst Zeit und Raum, und möchte nur noch eines..... lesen.
Für 19,99 € erlebt man auf ca. 360 Seiten Spannung pur. Ich bin begeistert.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.11.2016
Hamish Macbeth fischt im Trüben / Hamish Macbeth Bd.1
Beaton, M. C.

Hamish Macbeth fischt im Trüben / Hamish Macbeth Bd.1


gut

Schon seit langem lese ich die Krimireihe um Agatha Raisin und bin immer wieder erfreut, mit welchen Ideen die Autorin ihre Leserschaft erfreut. Als ich nun entdeckt habe, das eine weitere ihrer Reihen ins Deutsche übersetzt würde, musste ich doch sofort zuschlagen.

Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass auch diese Serie sehr langsam beginnt. Der Leser wird sozusagen ganz langsam mit Land und Leuten bekannt gemacht, was auch eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Auch das Cover trägt dazu bei, den Leser in Entspannung und Ruhe zu bringen. Alles ist gut, idyllisch, harmonisch bis .... ja, und dann kommt's.
Na ja... sagen wir mal so...es dümpelt, denn kommen würde ja voraussetzen, dass etwas plötzlich bzw. schnell geschieht. Aber weit gefehlt!

Sehr ausschweifend gelangt der Leser zum Krimifall. Hier hatte ich mir doch ein kleines bisschen mehr Spannung und Action gewünscht. Aber nein, auch hier...leicht, locker, so als wäre nichts geschehen.

Auch von dem Constable Hamish Macbeth hatte ich etwas mehr Schwung erwartet. Schon zu Beginn war mir nicht wirklich klar, weshalb er überhaupt dabei war. Eigentlich drehte sich doch alles um die Anglergruppe.

Hier muss ich wirklich den Vergleich zu Agatha Raisin wagen, die wesentlich mehr Temperament und Spürsinn zeigt.

Trotz den gewissen Schwächen hat dieses Buch aber auch Stärken. Zum Beispiel das Personenregister zu Beginn des Buches, was dem Leser gleich die Protagonisten näher bringt. Hier werden bereits die gesellschaftlichen Schichten deutlich, die im Krimi immer wieder anklingen.


Fazit:

Leider konnte mich dieser erste Band der übersetzten Hamish Macbeth Reihe nicht wirklich überzeugen. Es fehlte mir an Spannung, Action und britischem bzw. schottischen Charme.

Wer jedoch die eher sanften Krimis bevorzugt, wird auf den ca. 224 Seiten seinen Spaß haben.
Hier erscheint mir der Preis von 9,00 € etwas grenzwertig.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.11.2016
Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen / Pastorin Viveka Bd.1
Haaland, Annette

Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen / Pastorin Viveka Bd.1


weniger gut

Weshalb dachte ich eigentlich, dass dieses Buch in Deutschland spielen würde? Keine Ahnung! Aufgrund des Covers? Des Titels? Ich weiß es wirklich nicht. Deshalb war ich sehr erstaunt, als ich zum ersten Mal den Ort Enskede gelesen habe. Ich hatte noch kurzzeitig überlegt, ob er wohl an der Nordseeküste lag, dann aber plötzlich wurde klar, dass es in Schweden war. Um... ein skandinavischer Krimi also. Und das, wo ich doch bislang doch nur sehr wenig Berührungspunkte mit den Krimis aus dem hohen Norden hatte. Seltsamerweise komme ich nämlich mit diesen Krimis nie so richtig klar.

Schon nach den ersten Seiten war ich jedoch gänzlich irritiert, es war ja gar kein Krimi. Auch hier hatte ich mich irgendwie in die Irre führen lassen. Hier gebe ich jedoch klar, dem Titel die Schuld.
Klar, auf dem Cover steht "Roman", jedoch verleitet der Titel zur Annahme, eine kriminalistische Handlung darin vorzufinden. Aber dieses zeigt sich leider nur als ganz weitläufig erwähnte Nebenhandlung. Vielmehr steht das Dorf, die Bewohner und ihre jeweiligen Besonderheiten im Vordergrund.

Die Protagonistin, hier eine Pastorin mit T-Shirt Sprüchen, die mal mehr und mal weniger witzig sind, kommt im Roman sehr gut zur Geltung. Ihre Arbeit erscheint glaubwürdig und auch ihre Probleme mit den Gemeindemitglieder scheinen ehrlich und wohl auch gut beobachtet.

Bewertung vom 20.11.2016
Der Pavian
Larsson, Anna Karolina

Der Pavian


gut

Schon der Titel des Buches hatte mich sehr neugierig gemacht. Was sich wohl hinter "dem Pavian" verbirgt? War damit wirklich ein Affe gemeint? Allgemein hatte mich das Cover sehr neugierig gemacht. Und um meine Neugier zu stillen, gab es nur eines.... lesen!

Tja, was soll ich sagen...hm....nun, ich bin großer Fan von Thrillern und habe dementsprechend auch schon sehr viele gelesen. Gute, sehr gute, aber auch...die anderen. Und genau zu diesen, gehört für mich auch das vorliegende Buch.

Anfangs war die Story rasant und die Seiten sind nur noch so dahin gerast. Dann aber...
Immer wieder gerät die Geschichte aus dem Fluß, da neue Randgeschehen aufgemacht werden, die zwar immer wieder zusammenlaufen, aber auch sehr verwirrend wirken. Wollte die Autorin hier einfach zuviele Informationen reinpacken?

Unschwer kann man auch erkennen, dass die Autorin sich im Bereich der Polizeiarbeit heimisch ist.

Allerdings fand ich die Protagonisten unspektakulär. Oder waren sie einfach nur klischeehaftig?

War in der Polizistin vielleicht sogar ein bisschen die Autorin zu erkennen?

Fazit:
Mich konnte das Buch leider nicht wirklich erreichen. Weder die Geschichte, noch die Protagonisten konnten mich begeistern. Es war nicht schlecht, aber hat noch sehr viel Luft nach oben.

Wie ich jedoch gelesen habe, wird es einen Nachfolgeband geben. Möglicherweise wurden darin auch die bisherigen Kritiken der bisherigen Rezensionen umgesetzt.

Bewertung vom 19.11.2016
Katharina von Bora & Martin Luther
Kaiser, Maria Regina

Katharina von Bora & Martin Luther


ausgezeichnet

Zur Zeit spricht ja in der christlichen Welt fast jeder über Martin Luther. Jeder kennt ihn als großen Reformator und jeder kennt seine ans Kirchenportal genagelten Thesen. Aber kennen wir auch sein Privatleben? Was wissen wir von seiner Frau? Ich kann nur von mir sprechen.... leider viel zu wenig.

In der vorliegenden Romanbiografie beschreibt die Autorin das Leben der Katharina von Bora. Vom einst stillen Klostermädchen zur beinahe mächtigsten Frau, kämpfend an Luthers Seite.

Schon auf den ersten Seiten beschreibt die Autorin, wie eng die Beziehung Luthers zu seiner Käthe war. Eine tiefe Verbundenheit zeigt sich im Umgang beider Protagonisten miteinander. Aber beginnen wir von vorn.

Der Leser erfährt von Käthes Kindheit im Kloster. Schweigsamkeit gehört nicht unbedingt zu ihrer Tugend. So kommt es, dass sie als Strafe wegen Schwatzens im Krankenlager aushelfen muss. Dort trifft sie auf eine kranke Bettlerin, die ihr prophezeit, dass sie ein Glückskind und ihr Platz der einer Kaiserin oder Klosterherrin wäre. Aber war ihr dieser Weg wirklich beschieden?

Nachdem sie zur Nonne wurde und im Kloster ihren Platz gefunden hatte, erfährt sie zum ersten Mal von einem Doktor der Theologie aus Wittenberg. Von seinen Schriften und Gedanken fasziniert, möchte sie mehr wissen und landet dafür im Klostergefängnis bei Wasser und Brot.
Aber die Strafen festigt ihren Glauben.

Sehr eindrucksvoll wird der Glaubenskonflikt geschildert. Auf der einen Seite der anerzogene Glaube, der immer als richtig galt und den man sie gelehrt hatte. Auf der anderen Seite ein Glaube, der eine gewisse Freiheit versprach. Doch welches ist der richtige Weg?
Luther hilft ihr dabei, diesen zu finden. Ein recht steiniger Weg, aber ein zielführender?

Interessant fand ich auch den Übergang zu Lukas Cranach, dem Maler und Drucker. Sowie die Rolle des Philipp Melanchthon.

Fazit:

Selten hat mich eine Romanbiografie so mitgerissen. Ich hatte das Gefühl, nicht nur Leser zu sein, sondern eher ein Zuschauer des Ganzen. Durch den lockerleichten Schreibstil, wurde Geschichte, Historie, Religion und auch Unterhaltung auf ca. 250 Seiten zusammengefügt.
Für mich ist dieses Buch jeden Cent wert (14,99 €) und als Geschenk gerade im Reformationsjahr absolut geeignet.

Bewertung vom 13.11.2016
Ich bin der Zorn / Francis Ackerman junior Bd.4
Cross, Ethan

Ich bin der Zorn / Francis Ackerman junior Bd.4


gut

Ich muss zugeben, anfangs war ich schon ziemlich verwirrt und wollte auch das Buch mehrfach zur Seite legen. Die zahlreichen Handlungsstränge, die zwar allesamt sehr interessant waren, aber aufgrund der Menge für mich, als Einsteiger in die Serie, sehr unübersichtlich wirkten.

Nachdem ich mir einen kleinen Zettel mit den entsprechenden Namen und Verhältnis zu einander neben das Buch gelegt hatte, wurde es allmählich besser und ich konnte der Story ohne weitere Probleme folgen.

Ab und zu stockte jedoch wieder mein Lesefluß, da einige Übersetzungsfehler vorhanden waren. z.B. höchstselbst, statt höchstpersönlich.

Aber schnell hatte ich herausgefunden, dass Ackerman Junior, ein sehr gewieftes Schlitzohr ist. Ein undurchschaubarer und cleverer Serienmörder, jedoch in der Person sehr an Hannibal Lecter von "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Einige Handlungen kamen mir wie in einem Deja vú vor. Ob der Autor wohl zuoft diesen Film gesehen hatte.

Auch die Polizistin erinnerte mich dann und wann an Clarice Starling.

Jedoch ist Ackerman Junior in diesem Band nur Randgeschehen. Hauptsächlich geht es um die krankhaften Gedanken des Dmitri Zolitov, alias der Judas-Killer.

Um alles deutlicher zu machen, wurden dessen Tagebucheinträge kursiv gedruckt. Sie vermitteln dein Eindruck einen Mann vor sich zu haben, dem die Kindheit genommen wurde. Gewalt und Liebesentzug waren an der Tagesordnung, so dass es eigentlich kein Wunder ist, welchen Weg er eingeschlagen hat.

Der Autor bedient sich einer sehr einfachen Sprache, die hin und wieder mit Fachbegriffen wie z.B. die unterschiedlichen Waffenarten und -typen unterbrochen wurde. Diese waren mir etwas zu speziell, zumal sie nur am Rande erwähnt wurden, ohne näher darauf einzugehen. Ich habe mich hier gefragt, weshalb der Autor soviel Wert darauf legt, dass der Lesen den Waffentyp kennt. Ist das nicht für die Tötung egal? Tot ist tot, egal mit welchem Geschoss.

Fazit:

Wer den Film "Das Schweigen der Lämmer" gesehen hat, wird sehr viele Parallelen wieder erkennen. Ob das gut oder schlecht ist, mag ich nicht zu beurteilen. Es war für mich jedoch nichts neues und hat deshalb die Spannung etwas betrübt.
Die Story selbst ist nicht schlecht, aber leider auch nicht herausragend.
Kurzum, ich hatte mich mehr versprochen.

Bewertung vom 08.11.2016
Eden / Eden Archer & Frank Bennett Bd.2
Fox, Candice

Eden / Eden Archer & Frank Bennett Bd.2


sehr gut

Schon beim Lesen des Prologs stockte mir zeitweilig der Atem. Es war so spannend, dass ich gar keine andere Wahl hatte ... ich musste einfach weiterlesen und traf wieder auf Hades, den ich ja bereits vom ersten Band kannte. Dieses Mal ging es aber um Eden, seine Tochter.

Nun kam aber das Unerwartete. Gerade bei den ersten Kapiteln war ich teilweise sehr verwirrt, da mir oftmals nicht klar war, wer nun "Ich" ist. Eden, Frank oder Hades. Hier hätte ich mir zu Beginn jedes Kapitels einen kleinen Hinweis gewünscht.

Der Spannungsbogen jedoch, war in jeder Sekunde vorhanden. Ständig war Action und durch die wechselnden Sichtweisen wurde es auch nie langweilig. Am Schluß überschlagen sich beinahe die Ereignisse und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Charakteren sind ausführlich beschrieben, so dass ich die Gedankengänge nachvollziehen konnte. Dennoch gefällt mir Hades am besten. Auch werden weitere Details über seine Vergangenheit aufgedeckt, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:

Insgesamt hat mir der erste Band etwas besser gefallen. Es soll nicht heißen, dass dieser schlecht ist...nein, auf keinen Fall.

Um die Geschichte und deren Protagonisten besser verstehen zu können, würde ich empfehlen, den ersten Band vorweg zu lesen. Vieles könnte sonst nicht verstanden werden und es wäre schade, wenn man der Story nicht folgen könnte.

Bewertung vom 05.11.2016
Die Siechenmagd
Neeb, Ursula

Die Siechenmagd


sehr gut

Schon die ersten Seiten haben mich gefangen genommen. Durch die sehr direkte Sprache mit kleinen dialektischen Einwürfen, taucht der Leser direkt in das Jahr 1506 in Frankfurt ein. Man fühlt sich sofort mittendrin und liest nicht nur, nein, man empfindet dieses Buch.
Schnell wird auch klar, dass die Autorin dem Leser die Welt der Unehrbaren näher bringen möchte. Dieses verpackt sie sehr beeindruckend in die Geschichte der 15jährigen Mäu.

Erschreckend liest man, wie die Menschen ihre Rechte verloren, aus der Stadt und Gesellschaft verbannt wurden, und das nur, weil sie krank waren. Klar, sie stellten eine Gefahr für die anderen Bewohner dar, aber die Vorgehensweise war alles andere als nett und menschlich.
Schon die Untersuchung vor dem Ausschuss fand ich entwürdigend. Gut, dass sich diesbezüglich die Zeit doch etwas geändert hat.
Auch die Gedanken und Gefühle der 15jährigen werden sehr gut in Worte gefasst. Allerdings war sie mir stellenweise etwas zu aufmüpfig und Vorlauf, ihren Eltern gegenüber, die hier auch eine sehr große Schmerzgrenze zeigten, da keine bzw. kaum Grenzen aufgewiesen wurde. Und das wohlgemerkt, in 1506.

Stellenweise hatte ich auch den Eindruck, als das die Autorin nicht so recht wusste, ob sie die Protagonisten eher kindlich oder bereits erwachsen wirken lassen sollte. Ich meine jedoch, dass zu damaliger Zeit ein Mädchen in diesem Alter schon sehr erwachsen wirkte. Schließlich war sie im heiratsfähigen Alter.

Fazit:
Bis auf ein paar Kleinigkeiten (siehe oben) hat mir dieser historische Roman sehr gut gefallen. An manchen Stellen mag er zwar etwas holprig wirken, dennoch lässt es sich sehr gut lesen. Und durch die dialektischen Sätze wirkt alles ziemlich authentisch.

Bewertung vom 31.10.2016
Das Erbe der Wintersteins (eBook, ePUB)
Rath, Carolin

Das Erbe der Wintersteins (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Oh, was für ein tolles Cover! Als absoluter Coverkäufer blieben meine Augen direkt auf dem Cover kleben. Farbenfroh und einfach schön. Erst nachdem ich ausgiebig die Vorderseite des Buches bestaunt hatte, begann ich den Klappentext auf der Rückseite zu lesen. Nun war ich restlos überzeugt... ich wollte dieses Buch lesen.

Gesagt, getan.

Schon nach wenigen Zeilen wird dem Leser klar, mit welchen Sehnsüchte, aber auch Hoffnungen Celine durch das Leben geht. Sei es der erhoffte Heiratsantrag oder die Position in der Firma. Die Autorin hat hier eine sensible Frau geschaffen. Eine Frau, die man durchaus sofort ins Herz schließt. Sie wirkt sympathisch, steht sich meines Erachtens aber auch selbst gerne im Weg. Man könnte auch sagen, sie fährt sozusagen mit angezogener Handbremse und wundert sich, weshalb sie so schlecht vorwärts kommt.

Da das Buch auf zwei Zeitebenen spielt, lernt der Leser dann auch schon bald Klara kennen. Sie kommt unter sehr widrigen Umständen nach Winterstein. Eine sehr merkwürdige Herkunft, aber ein scheinbar gutes, neues Zuhause. Wenngleich auch...

Ach, mehr möchte ich gar nicht erzählen, da man dieses Buch auf jeden Fall lesen sollte.

Eine Geschichte, die zu Tränen rührt und betroffen macht, aber auch Hoffnung gibt.

Ein neues Wort habe ich auch gelernt: Zeitweh. Ähnlich wie Heimweh, nur dass man der vergangenen Zeit nachtrauert. Zeitweh, ein Wort, dass ich mir unbedingt merken muss.

Fazit:

Beim Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, in welches Genre ich dieses Buch einordnen würde: Roman, Krimi oder Mystik? Ich denke, dass diese Geschichte sehr viele Fassetten hat. Eine Liebesgeschichte, eine Familientragödie, Krimianteil, Historie, Mystik.

Für mich waren es wunderbare, spannende und unterhaltsame Lesestunden, die ich auf keinen Fall missen möchte. Ich hoffe, dass aus der Feder der Autorin noch viele solcher Geschichten gezaubert werden.