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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 01.02.2016
Hoffnung auf Kirschblüten / Sternschnuppe Bd.4
Koppold, Katrin

Hoffnung auf Kirschblüten / Sternschnuppe Bd.4


sehr gut

Inhalt:
Mia hatte mit ihrem Exfreund Rik einen schweren Verkehrsunfall der ihr Leben veränderte.
Einsam und um mit der Vergangenheit abzuschließen macht sie sich auf den Weg nach Paris um das Liebesschloss zu knacken, welches die beiden als Liebesbeweis an einer Brücke aufgehangen haben.
Dort angekommen ist sie schnell genervt, weil sie das Schloss nicht finden kann.
Als sie auf dem Friedhof Heines Grab besucht, trifft sie auf den geheimnisvollen Noah. Noah möchte ihr die schönen Seiten von Paris zeigen, doch Mia bleibt pessimistisch.

Meine Meinung:
Es gibt Bücher, die einen bewegen und zum heulen bringen. Bücher über den Tod und über schwere Krankheiten. Es gibt aber auch Bücher die einem einfach die Zeit verschönern wie die von Katrin Koppold. Bücher bei denen man abschalten kann weil sie witzig sind und unterhalten.
Genau das habe ich auch bei diesem Buch wieder erlebt.
Die "Reihe" besteht aus vier Büchern die man theoretisch unabhängig voneinander lesen kann.
Ich habe den ersten Teil und jetzt den vierten Teil gelesen und natürlich hat mich einiges gewundert, denn in den mittleren Teilen sind einige Sachen passiert die jetzt natürlich kein Geheimnis mehr für mich sind.
Wer also alle Teile lesen mag, sollte sie der Reihe nach lesen.

Im Buch geht es größtenteils um Mia und ihr Liebesleben. Rik, ihr Exfreund ist zwar ein wichtiger Bestandteil, aber trotzdem eher eine Randfigur. Mir war er von Anfang an unsympathisch und das hat sich nicht wirklich gelegt.
Ich muss aber auch zugeben, dass selbst Mia mich die meiste Zeit genervt hat.
Erst hat sie in Selbstmitleid gebadet, dann möchte sie das alles nach ihrer Nase läuft und nebenbei stößt sie auch noch jemanden vor den Kopf.
Trotzdem verändert sie sich mit der Zeit, denn Paris scheint nicht nur die Stadt der Liebe zu sein, sondern für Mia auch die Stadt der Freundschaft.
Obwohl sie Fees Freundin Nina nie wirklich mochte, entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den Beiden und auch zu Vincent mit seinem ausgesprochen interessantem Kleidungsstil bekommt sie einen sehr guten Draht.
Wer mir aber als Protagonist wirklich gefallen und mich überzeugt hat war Noah.
Noah ist ein Familienmensch der fleißig arbeitet. Er wirkt um einiges jünger als Mia und trotzdem reifer.
Wenn er auftauchte wurde die Geschichte warm und schön.

Fazit:
Katrin Koppold hat mich mit ihrer Geschichte durch Paris geführt und mir viele Sehenswürdigkeiten, aber auch "geheime" Plätze gezeigt. Ihre Hauptprotagonistin hat mich ziemlich genervt, die Geschichte selbst hat mir aber gut gefallen.

Bewertung vom 22.01.2016
Die andere Seite / Darkmouth Bd.2
Hegarty, Shane

Die andere Seite / Darkmouth Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Seit Finns Vater auf der verseuchten Seite gestrandet ist, versucht er alles um ihn von dort zu befreien.
Zusammen mit seiner Freundin und einem Gutachter der Zwölf, Namens Estravon, erschafft er in einer Höhle mit Hilfe eines Kristalls, ein Tor zur verseuchten Seite.
Doch dort warten schon hunderte von Legenden auf sie. Am Anfang können die drei sich noch zur Wehr setzen, doch dann wird Emmi entführt und auch der Gutachter verschwindet spurlos.
Von einer Sekunde zur anderen ist Finn auf sich allein gestellt, doch er gibt nicht auf und macht sich trotz allem auf die Suche nach seinem Vater.

Meine Meinung:

Darkmouth ist eine der Reihen bei der ich definitiv keinen Teil verpassen will.
Obwohl ich zwar vielleicht nicht ganz der Zielgruppe entspreche und vom Alter her einige Jahre darüber liege, finde ich die Geschichten um Finn einfach Klasse.
Auch diesen Teil fand ich wieder richtig charmant. Wobei ich sagen muss, dass der Vorgänger etwas witziger war.
Die Geschichte setzt so ziemlich da ein, an dem der Vorgänger endete. Finns Vater Hugo ist auf der verseuchten Seite verschwunden und für Finn ist eines sicher, er wird alles geben um seinen Vater von dort zurückzuholen.
Doch die Prophezeiung hält ihn davon ab, selbst auf die verseuchte Seite zu gehen, denn laut dieser könnte er dort sterben.
Finn ist jedoch schon einmal auf der verseuchten Seite gewesen und lebendig wieder zurückgekehrt. Ist also die Prophezeiung Wahrheit oder nur irgendein Hirngespinst?
Als vom Rat der Zwölf ein Gutachter in Darkmouth eintrifft, der die Situation einschätzen soll, nimmt das Unglück seinen lauf. Finn landet eher durch Zufall als gewollt auf der verseuchten Seite.
Dort geht er zusammen mit seiner Freundin Emmie und dem Gutachter der Zwölf auf die Suche nach seinem Vater.
Doch damit wen er dort trifft, hat er nicht gerechnet.
Mich hat die Geschichte gleich von Anfang an in seinen Bann gezogen und mich mit seinem Charme und Humor verzaubert.
Auch wenn dieser Teil etwas ernster war als der Vorgänger.
Zwar waren nicht so viele Gags mit von der Partie, dafür finde ich diesen Teil aber um einiges spannender und rasanter und der Umstand dass sich das meiste auf der verseuchten Seite abspielt, tut sein übriges dazu.
Ich bin auch wieder von diesem Teil begeistert und freue mich schon auf den nächsten, der ja auch schon bald erscheinen wird.

Meine Fazit:

Fantasy für Jung und Alt, die den Leser mit viel Charme und Witz verzaubert.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.01.2016
Servus heißt vergiss mich nicht
Schwarzhuber, Angelika

Servus heißt vergiss mich nicht


ausgezeichnet

Inhalt:
Daniela hat von ihrer Freundin Hanna die kleine Firma BeauCadeau übernommen. "Schönes Geschenk" trifft auch das, was sie tut: Sie sucht für Partner, Geliebte und Familie anderer Leute die passenden Geschenke und bekommt dafür ein Honorar.
Mit ihrem Sohn Benny ist sie glücklich und als ein großer Auftrag reinkommt ist sie mehr als zufrieden. Doch da ist noch Alexander Zabel, der ihr den Kopf verdreht hat und von dem sie sich auf alle Fälle fern halten will.

Meine Meinung:
Mein zweites Buch der Autorin und auch diesmal gab es wieder Witz und Chaos ohne Ende.
Man könnte meinen, dass es Daniela gerade richtig gut geht, denn ihr neuer Auftrag bringt ihr eine Menge Geld ein. Sie soll als Geschenk für eine kranke Ehefrau ein Oktoberfest in Sacramento auf die Beine stellen. Das war es dann schon fast mit dem Positiven für Daniela, denn ihre neuen Geschäftskontakte die sie für diesen Auftrag knüpft sind nicht alle seriös. Nebenbei blockiert ihr Zwillingsbruder Adrian noch einen Teil ihrer Wohnung, denn er krempelt momentan sein Leben komplett um.
Der adrette Alexander Zabel wirbt um Daniela, doch das kann sie gerade nicht gebrauchen. Meiner Meinung nach ist sie ziemlich pessimistisch und das nicht nur was Männer angeht.
Manchmal wirkt sie auf mich ein bisschen naiv und im nächsten Moment merkt man wie viel Power in dieser Alleinerziehenden steckt.
Das Buch ist in zwei Zeiten geschrieben.
Ein Teil ist die Vergangenheit einer gewissen Emilie die sich verliebt hat und auf die Reise macht um den Mann ihrer Träume zu treffen.
Der andere Teil ist Danielas chaotisches Leben.
Mir haben beide Teile sehr gut gefallen, wobei ich den Teil der Vergangenheit zeitlich in Gedanken viel früher gesehen habe.
Man merkte gleich wie unterschiedlich die Zeiten sind und doch hat mich die Geschichte von Emilie sehr berührt.
Es hat seine Zeit gedauert bis ich mit Daniela warm wurde, ich konnte sie am Anfang schlecht einschätzen.
Alex dagegen war mir gleich sympathisch. Er wirkte frech und attraktiv ohne arrogant rüber zukommen.
Die Planung des Oktoberfestes war für mich etwas besonderes, denn obwohl ich einen Bayer geheiratet habe und eine bayrische Mama habe war ich noch nie dort.
Es gab nur eine kleine Sache die mich in der Geschichte gestört hat und das war das Gefühl als wenn andauernd jemand in Ohnmacht fällt.

Fazit:
Trotz (meiner Meinung nach) zu viel Ohnmacht, war dieses Buch ganz große Klasse. Angelika Schwarzhuber hat mich mit ihren Protagonisten, BeauCadeau und attraktiven Männern gut unterhalten und gezeigt, dass das Leben nicht immer nur reibungslos ist und trotzdem alles gut werden kann.

Bewertung vom 20.01.2016
Der Wanderer / Die Magie der tausend Welten Bd.2
Canavan, Trudi

Der Wanderer / Die Magie der tausend Welten Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Tyen, ein junger Magier, durchstreift die Welten auf der Suche nach einer Möglichkeit Pergama, deren Geist in einem Buch gefangen ist, wieder einen Körper zu geben.
Doch wie es scheint gibt es niemanden der ihm helfen kann, bis er dem mächtigsten Magier der tausend Welten begegnet.
Doch Valhan will eine Gegenleistung dafür, dass er eine Möglichkeit findet um Pergama wieder einen menschlichen Körper zu geben.
Tyen soll eine Gruppe von Rebellen ausspionieren, die gegen Valhans Herrschaft kämpft.
Als den Rebellen gelingt, Valhan zu töten, zerbricht für Tyen eine Welt, denn ohne ihn kann er Pergama nicht wiederherstellen.
Als er jedoch Hinweise erhält, dass Valhan noch lebt, begibt er sich auf seine Spur.

Meine Meinung:

Jedes Buch das ich von Trudi Canavan gelesen habe, konnte mich bisher begeistern. Wobei ich eingestehen muss, das keine der Reihen über "Die Gilde der schwarzen Magier" hinauskommt.
Seit dieser Reihe bin ich auch absoluter Fan von ihr und freue mich über jedes Buch das neu erscheint, daher war es für mich keine Frage ob ich den zweiten Band der Reihe der tausend Welten, lesen möchte.
Ich finde die Reihe sehr interessant, da sie nicht auf eine Welt beschränkt ist, sondern man viele Welten besucht und verschiedene Mentalitäten kennen lernt.
Der Schreibstil ist wie gewohnt einfach und flüssig zu lesen und die Autorin hat es auch in diesem Teil wieder beibehalten, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Tyen und Rielle erzählt werden.
Ich finde die beiden Charaktere sehr interessant, da sie sehr vielschichtig dargestellt werden.
Am interessantesten finde ich aber doch die Geschichte von Rielle, da sie immer noch daran glaubt dass Valhan ein Engel ist.
Dieser ist jedoch als der Raen bekannt, der Herrscher über die tausend Welten. Der mächtigste Magier den es derzeit gibt.
Tyens Geschichte bezieht sich zwar noch auf sein Ziel, Pergama wieder herzustellen, was jedoch in diesem Teil eher im Hintergrund gehalten wird.
Im Vordergrund stehen eher die Machenschaften der Rebellengruppe der er sich anschließt. Sie wollen den Raen stürzen um ein besseres Leben zu führen.
Am rasantesten ist der Geschichtsstrang von Tyen, denn der Aufstand gegen den Raen und seine Verbündeten fordert viele Opfer.
Über die Welten und die Geschichte des Raen erfährt der Leser bei Rielle um einiges mehr, aber auch wenn dieser Strang eher ruhiger ist, fand ich ihn sehr interessant. Er bildet einen sehr guten Kontrast zu dem Strang um Tyen und ist sehr informativ.
Im Großen und Ganzen finde ich diesen Teil sehr gelungen und freue mich schon auf den letzten Teil der Trilogie, der hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt.

Mein Fazit:

Mal wieder ein sehr tolles Buch aus der Feder von Trudi Canavan, die es immer wieder schafft mich mit ihren Büchern in eine andere Welt zu versetzen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.01.2016
Zusammen werden wir leuchten
Williamson, Lisa

Zusammen werden wir leuchten


sehr gut

Inhalt:
David hat ein großes Problem: Er steckt im falschen Körper. Seit er bei einer Schulaufgabe mit acht Jahren gesagt hat er möchte ein Mädchen werden, hackt ein Junge namens Harry auf ihm herum.
Harry hat ihm auch den Namen "Freak" verpasst.
Jetzt ist David vierzehn und sein Wunsch wird immer größer. Obwohl er zwei liebe Freunde hat, fühlt er sich allein und unverstanden. Dann kommt ein Neuer an die Schule und David beginnt sich für ihn zu interessieren.

Meine Meinung:
David wächst wohlbehütet mit seiner elfjährigen Schwester bei seinen Eltern auf. Er geht auf eine gute Schule und hat Freunde die hinter ihm stehen und wissen was er sich wünscht.
Felix und Essie sind ein Paar und es gab einige Momente in denen David das Gefühl hatte, er wäre das 5. Rad am Wagen.
Am Anfang ist nur David mit seinem Wunsch ein Mädchen zu sein der Hauptprotagonist.
Er verzweifelt, weil er wächst und seine Füße auch gewachsen sind. Seine größte Angst ist wohl so groß zu werden wie sein Vater.
Man merkt wie sehr er unter der Situation leidet, denn wenn er allein ist zieht er sich Mädchensachen an. Er hat sogar eine Mädchenperücke.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Gefühl für einen Menschen, gerade für einen jungen ziemlich schwierig sein muss, denn unsere Gesellschaft scheint für Menschen die "anders" sind noch nicht bereit zu sein. Ich befürchte nur, dass sie es nie sein wird.
Für mich ist vor allem Davids Meinung interessant, denn er ist sich von Anfang an sicher, dass er ein Mädchen im falschen Körper ist. Er liebt einen Jungen, sagt aber, dass er nicht schwul ist.
Als Leo neu an die Schule kommt wird David neugierig.
Irgendetwas an ihm ist interessant und das liegt nicht nur an seinen Augen.
Das Buch wird dann abwechselnd aus Davids und Leos Sicht erzählt.
Leo gibt sich kühl und unnahbar. Ich fand es lustig, wie sich die Schüler ihre eigenen Geschichten über Leo gesponnen haben und wie gemein gefährlich er dargestellt wurde.
Eigentlich wollte er ganz für sich bleiben, aber wie es das Schicksal wollte haben David und Leo ziemlich viel miteinander zu tun.
Die Autorin hat hier zwei junge Leute ausgewählt, die aus extrem unterschiedlichen Schichten stammen.
Leo wächst ohne Vater auf und hat eine Mutter die wie ein Schlot raucht. Er hat auch noch zwei Schwestern.
Bei ihnen zuhause gibt es fast nie etwas essbares im Kühlschrank und die Mutter bringt öfter mal neue Männer mit nach hause und vergrault sie dann.
Leo hat ein großes Geheimnis das er auf jeden fall für sich behalten will, denn als beim letzten Mal jemand davon erfuhr ist er fast zusammen gebrochen.
Ich fand die Geschichte gut, denn vor allem das Thema wurde in Jugendbücher noch nicht (oft) aufgegriffen.

Fazit:
Das Buch war witzig und traurig und neben der Geschlechterfrage sind auch Freundschaft und Mobbing wichtige Themen.

Bewertung vom 19.12.2015
Die Waffen der Wahrheit / Die Brücke der Gezeiten Bd.4
Hair, David

Die Waffen der Wahrheit / Die Brücke der Gezeiten Bd.4


ausgezeichnet

Inhalt:

Auf dem neuen Kontinent Antiopia erwarten Alaron und Cym grausame Feinde. Inquisitoren und sogenannte Seelentrinker zwingen die beiden zu einem fast aussichtslosen Kampf, denn jede Seite will dieses rätselhafte Artefakt haben, das die beiden bei sich führen.
Doch kann niemand genau sagen ob das Artefakt eine der beiden Seiten zum Sieg führen kann oder es die beiden Kontinente, die durch die Brücke der Gezeiten miteinander verbunden sind, in Schutt und Asche legen wird.

Meine Meinung:

Endlich geht diese epische Geschichte weiter und ich kann wieder mit Alaron und den anderen magische Abenteuer erleben.
Es gibt nicht viele Bücher die ich so herbeisehne wie die Teile dieser Reihe, denn es schaffen nicht viele mich so in ihren Bann zu ziehen.
Der Autor schafft es von Teil zu Teil, immer wieder einen drauf zusetzen und den Leser an einem Abenteuer teilhaben zu lassen, das seinesgleichen sucht.
Die Geschichte setzt dort ein, wo der Vorgänger endete. Man findet sich recht schnell wieder zurecht, denn es liegt auch nicht soviel Zeit zwischen den Teilen.
Wie auch in den Vorgängern sind es wieder mehrere Geschichtsstränge, die erzählt werden.
Wobei mich der Strang von Gyle und Cera diesmal am meisten faszinierte.
Gurvon Gyle ist zwar einer der Charaktere, die ich absolut nicht leiden kann, aber er hat doch etwas an sich, das ich noch nicht einzuordnen weiß. Ganz besonders was Cera betrifft.
Er ist ein absoluter Intrigant und tut nichts, was ihm keinen Vorteil verschafft.
Sehr interessant finde ich auch die Geschichte um Elena und Kazim, auch wenn dort recht wenig passiert, außer dass sich die beiden näher kommen. Ganz besonders gegen Ende wurde ich von Kazim sehr überrascht.
Am rasantesten sind die Geschichtsstränge von Alaron und Cym, sowie der von Ramon, denn dort spielt sich der Krieg ab.
Alaron und Cym haben immer noch die Skytale und sind auf der Flucht vor der Inquisition. Im späteren Verlauf kreuzt sich der Strang mit dem von Ramita und Justina, die sich vor den Seelentrinkern versteckt halten.
Ramon hat sich in einem der Vorgänger dem Kriegszug angeschlossen und in diesem Teil merkt man so richtig, dass es dort um richtigen Krieg geht. Wobei es anscheinend für die einzelnen Züge darum geht, soviel wie möglich zu plündern und in die eigene Tasche zu stecken.
Ich finde es auch recht grausam was dort alles passiert.
Wie auch bei den Vorgängern, konnte mich das Buch wieder ab der ersten Seite in seinen Bann ziehen und ich erwarte schon mit großer Sehnsucht den nächsten Teil.
Ich hoffe, dass der Autor die Geschichte im selben Stil weitererzählt und noch einige Bände folgen werden.

Mein Fazit:

Wieder ein sehr lesenswerter Teil einer epischen Saga, die gerne noch einige Bände weitergehen kann, denn bisher wurde ich sehr gut unterhalten. Ein Leseerlebnis, das es nicht oft gibt.

Bewertung vom 15.12.2015
Winterglanz / Winter Street Bd.1
Hilderbrand, Elin

Winterglanz / Winter Street Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:
Kelley Quinn gehört das Winter Street Inn in Nantucket. Es ist eine hübsche Pension in einem urigen Ort das jedes Jahr zu Weihnachten total ausgebucht ist.
Er hat eine reizende, aber etwas seltsame Frau - Mitzi, eine berühmte und bezaubernde Exfrau, vier mehr oder weniger erwachsene Kinder und auch schon Enkel.
In diesem Jahr jedoch scheint Weihnachten alles andere als besinnlich zu werden, denn Kelley erwischt Mitzi wie sie den Weihnachtsmann knutscht.

Meine Meinung:
"Winterglanz" ist ein richtig schönes Winter-, bzw. Weihnachtsbuch. Es ist zwar eher chaotisch als besinnlich, aber es hat mir trotzdem richtig gut gefallen.
Kelley und seine Exfrau Margaret hat viel miteinander verbunden, aber jeder wollte mehr und seinen eigenen Weg gehen, so dass sich die Familie irgendwann aufgelöst hat.
In Mitzi so scheint es, hat er eine liebende neue Frau gefunden. Auf mich als Leserin wirkte Mitzi immer wie ein Dummchen.
Er selbst ist im Alter ruhiger geworden und wie es aussieht haben die Pension und seine mittlerweile erwachsenen Kinder einen anderen Menschen aus ihm gemacht.
Jeder hat seine eigenen Probleme, denn Patrick wird in diesem Jahr alleine feiern. Er hat eine große Dummheit gemacht die sich auf seine Zukunft auswirken könnte.
Kevin ist so richtig verliebt, weiß aber nicht ob er noch einmal alles riskieren soll und Ava liebt den Falschen.
Das alles spielt in einer ruhigen Stadt, bzw. eher in der Pension in der in diesem Jahr nicht soviel los ist.
Anstatt, dass sie sich alle gleich aussprechen, oder ihren Kummer verarbeiten lebt jeder in seiner eigenen Welt. Sie versuchen mehr oder weniger das Weihnachtsfest für die kommenden Gäste auf die Beine zu stellen, wirken aber ansonsten als würden sie in ihrer Traumwelt festhängen.
Mein Lieblingsprotagonist war auf jeden Fall Scott, denn Scott ist herzlich und offen. Ich mag seine feinfühlige und doch direkte Art. Er sagt was er möchte ohne dabei fordernd oder drängend zu wirken.
Wenn ich mit einem der Protagonisten ein unbeschwertes Weihnachtsfest feiern könnte, dann mit ihm.
Überhaupt nicht mochte ich Mitzi, denn wie schon gesagt wirkte sie wie ein Dummchen auf mich. Sie führte sie teilweise wirklich dreist und eifersüchtig auf.
Das Ende war schön und traurig zugleich.
Dies war mein erstes Buch von der Autorin, aber ich werde sicher weitere Bücher von ihr lesen.

Fazit:
Wer es mag wenn Romane witzig, chaotisch und gleichzeitig gefühlvoll sind, der sollte sich mit einem Tee oder Kaffee, einer warmen Decke und diesem Buch zurückziehen und nach Nantucket reisen.