Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Meggie
Wohnort: 
Mertesheim
Über mich: 
Ich lese gerne! Und diese Leidenschaft möchte ich teilen! https://www.meggies-fussnoten.com
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 1206 Bewertungen
Bewertung vom 06.08.2017
Die Quelle des Lebens / Evolution Bd.3
Thiemeyer, Thomas

Die Quelle des Lebens / Evolution Bd.3


sehr gut

Jem und seine Freunde sind in der Oase der Zeitspringer angekommen. Dort erfährt er, dass Lucie und der Squid ebenfalls angekommen sind, jedoch im Koma liegen. Und Katta ist verschwunden und wahrscheinlich tot. GAIA, die Anführerin der Zeitspringer, gibt Jem Hoffnung auf eine Zukunft. Alle fühlen sich wohl, doch kommen nach und nach Dinge ans Licht, die Jem und die anderen zweifeln lassen. Und so müssen sie sich entscheiden, ob sie noch auf der richtigen Seiten stehen.

Das Warten auf den dritten Teil hat sich gelohnt, da das Finale mit einem großen Showdown aufwartet. Hier hat es mich sehr gefreut, dass nochmals alle Protagonisten, auch die kleineren Rollen, einen Auftritt haben, der mehr oder weniger wichtig ist. Allen voran Jem und Lucie. Aber auch Marek, Katta, Arthur und der Rest der Clique müssen eine Reihe von Aufgaben lösen, um damit eine Lösung zu finden. Die Freunde sind noch mehr zusammengewachsen und fühlen sich auch sehr verbunden. Wie eine große Familie.

Der dritte Teil der Evolutions-Reihe gibt auf alle Fragen, die sich in den ersten beiden Bänden aufgestaut haben, Antworten. Und wirft aber auch ganz viele neue Fragen auf. Allen voran die Wichtigste: Wird es mit der Evolutions-Reihe vielleicht irgendwann weitergehen?

Der Autor legt den Fokus auf die Freundschaft. Nicht nur zwischen Mensch und Mensch. Manche Tiere, zu denen man als erstes so gar keine freundschaftlichen Gefühle aufbringen kann, erweisen sich als ungewöhnliche Hilfe.

Die Bedrohung durch die Squids scheint näher zu kommen und ein Ausweg unmöglich. Bis sich unerwartet eine Lösung anbietet.

Der Schreibstil war wieder sehr fesselnd und ich hatte das Buch in kürzester Zeit gelesen. Denn das Tempo, dass der Autor an den Tag legt, wird von Anfang bis Ende durchgehalten. Allerdings bekommt man auch fast keine Verschnaufpause. Und so ist man am Ende des Buches angelangt, obwohl eigentlich noch ganz viel erzählt werden könnte. Der Showdown am Ende kommt sehr plötzlich. Hier hätte ich mir gerade was Jem und Lucie angeht, eine etwas kompliziertere Lösung gewünscht.

Allerdings gibt es dann aber die Hoffnung, ob es nicht irgendwann weiter geht. Ebenso hat der Autor etliche Türen aufgestoßen, so dass auch ein Spin-Off möglich wäre. Denn die vom Autor geschaffene Zukunft hält noch einige Überraschungen parat.

Fazit:
Der gelungene Abschluss der Trilogie mit einem leider raschen Ende.

Bewertung vom 06.08.2017
Der Augenblick des Magiers
Foster, Alan Dean

Der Augenblick des Magiers


sehr gut

Im weit entfernten Quasequa taucht Markus, der Unvermeidliche auf. Ein Zauberer höchster Klasse. Er macht dem dort amtierenden Hexer Oplode seine Position streitig. Oplode traut dem Frieden jedoch nicht und sucht bei Clodsahamp um Hilfe. Dieser schickt Jon-Tom auf die Reise. Jon-Tom macht sich auch sofort auf den Weg, mit der Hoffnung, dass Markus vielleicht auch aus seiner Welt stammen könnte, da die Hinweise darauf deuten. Vielleicht könnten sie ja gemeinsam einen Weg finden, wieder zurückzukehren.

Im vierten Band des Bannsänger-Zyklus muss Jon-Tom diesmal einem Zauberer entgegentreten, der im fernen Quasequa die Herrschaft an sich gerissen haben soll. Jon-Tom hofft jedoch, dass dieser Zauberer auch nach einem Weg sucht, um wieder nach Hause zurückzukehren. Vielleicht stammen sie ja auch aus der gleichen Welt.
Und so macht sich Jon-Tom zusammen mit seinem Otterfreund Mudge wieder auf einen weiten Weg, um die Welt zu retten oder sich komplett lächerlich zu machen. Der Weg ist beschwerlich, von Risiken gespickt und es müssen natürlich einige Abenteuer bestanden werden, bevor das eigentliche Ziel erreicht ist.

Sehr lustig wird es ab der Hälfte des Buches, den Jon-Tom trifft auf einen Haufen durchgeknallter Otter, der seine Geduld sehr oft auf die Probe stellt.
Der chaotische Pulk von Pelzträgern zerrt an den Nerven des Bannsängers, lässt kein Fettnäpfchen aus, sind aber auch ein Herz und eine Seele, wenn es darauf ankommt.

Apropos Bannsänger. Jon-Tom scheint sehr viel besser geworden zu sein. Meist kommt auch wirklich dass bei dem Banngesang heraus, was Jon-Tom beabsichtigt. Doch gibt es auch immer wieder Momente, wo alles komplett schief läuft.

Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus den ersten zwei Bänden.

Nach der Resignation aus dem dritten Teil, macht sich Jon-Tom nun doch wieder mehr Hoffnung, einen Weg nach Hause zu finden. Mit dem unbekannten Zauberer ergibt sich für ihn ein völlig neues Bild. Jon-Tom ist sich sehr sicher, dass er und Markus einen Weg finden, zurückzukehren. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...

Der gewohnt flüssige Schreibstil des Autors lässt einem wieder durch die Geschichte fliegen. Ist man am Anfang noch in den heimischen Glockenwäldern, geht es alsbald auf eine abenteuerliche Reise in die Ferne. Jon-Tom hat nun schon einiges mitgemacht, seit er in Mudges und Clodsahamps Welt angekommen ist und meist war es nichts Erfreuliches. Man wünscht ihm förmlich, dass er endlich mal ein Erfolgserlebnis hat.

Teil 4 hat mir wieder besser gefallen, als der dritte Band, denn er war rasanter und abenteuerlicher.

Fazit:
Besser als Teil 3, fast wieder so gut wie die ersten beiden Teile.

Bewertung vom 06.08.2017
Der Tag der Dissonanz
Foster, Alan Dean

Der Tag der Dissonanz


gut

Jon-Tom hat sich mittlerweile damit abgefunden, dass er vom Hexer Clodsahamp nicht so schnell in seine Welt zurückgeschickt werden kann.
Hinzu kommt, dass der Hexer auch sterbenskrank ist und dringend eine Medizin braucht, die ihn vor dem Tod bewahrt.
Diese Medizin gibt es jedoch nur in dem Laden "Irgends und Nirgends", dass sich im weit entfernten Crancularn befindet.
Jon-Tom macht sich zusammen mit seinem Freund, dem Otter Mudge auf, die Medizin zu besorgen. Aber es ist ja klar, dass dies keine ruhige Reise werden wird.

Der dritte Teil des Bannsänger-Zyklus beginnt sehr resigniert, da Jon-Tom mittlerweile damit abgeschlossen hat, je wieder in seine Welt zurückzukommen.
Auch die Beziehung zu seiner Freundin Talea hat nicht so funktioniert, wie er es sich vorgestellt hat. So gehen beide getrennte Wege. Doch Jon-Tom kann sich damit nicht so recht abfinden.
Er lebt nun bei Clodsahamp, der ihm unter anderem Magie lehrt. Aber Clodsahamp ist krank und benötigt dringend eine Medizin. Ansonsten stirbt er.

Die Reise ist für Jon-Tom eine willkommene Abwechslung und so macht er sich auf den Weg.

Wer die ersten beiden Bände der Reihe schon kennt, weiß, dass das natürlich keine einfache Reise wird. Viele Gefahren befinden sich auf dem Weg, aber es gibt auch neue Bekanntschaften, die Jon-Tom und Mudge schließen. Die Tigerin Roseroar zum Beispiel ist ein Kraftpaket und wird Jon-Tom eine gute Freundin.
Aber auch das Frettchen Jawar und das Mädchen Wahnwitz stoßen zur Truppe und mischen alle gehörig auf.
Als dann auch noch das homosexuelle Einhorn Drom auftaucht, scheint das Chaos perfekt.

Der gewohnt lockere Schreibstil des Autors lässt einem wieder durch die Geschichte fliegen. Diesmal hält sich der Autor auch nicht mit großen Detailbeschreibungen auf, sondern legt den Fokus auf die Geschehnisse innerhalb der Gruppe, die dann auch dazu führen, dass Jon-Tom immer mehr zu einem Bewohner der neuen Welt wird.
Jon-Tom nutzt aber auch die ihm in den Weg gelegten Steine, um neue Möglichkeiten zu finden und wird mehr als einmal als Retter der Truppe geehrt.
Selbst Mudge, der mit seiner großen Klappe auch so manchen Seitenhieb gegen Jon-Tom loslässt, muss bewundernd zugeben, dass Jon-Tom sich sehr weiterentwickelt hat.

Das Land, das Jon-Tom und seine Begleiter durchqueren, ist ebenso geheimnisvoll, wie die Medizin, die Jon-Tom besorgen soll. Am Ende zeigt sich aber mit dieser Medizin nochmals eine große Überraschung. Dieser Einfall sorgte gerade bei mir für einen großen Lacher.

Trotzdem lässt mich der dritte Teil unzufrieden zurück. Ich kann mich erinnern, dass dies beim ersten Lesen vor über 20 Jahren schon mal so war. Auch wenn die Gefährten fast keine Ruhepause haben und ständig Bewegung in der Geschichte ist, fehlt das gewisse Etwas der ersten zwei Bände. Da die Reihe aber wieder bergauf geht, freue ich mich auf das Weiterlesen.

Fazit:
Nicht so faszinierend wie seine beiden Vorgänger.

Bewertung vom 27.07.2017
Die Säulen der Erde / Kingsbridge Bd.1 (Audio-CD)
Follett, Ken

Die Säulen der Erde / Kingsbridge Bd.1 (Audio-CD)


weniger gut

Kriege stehen bevor, denn der Adel kämpft um die englische Krone. Das England im Jahre 1123 scheint gespalten. Der junge Prior Philip hat unterdessen den Traum, durch ein Friedenszeichen auf eine glückliche Zukunft hinzuarbeiten. Zusammen mit dem Baumeister Tom Builder und der Grafentochter Alienna versucht er, diesen Traum zu verwirklichen. In Kingsbridge soll eine Kathedrale entstehen, wie sie sich keiner vorstellen kann. Sie soll den Mittelpunkt bilden, der so dringend benötigt wird, damit eine friedliche Zeit anbrechen kann.
Doch nicht jeder kann diesen Traum verstehen. Und so kämpft nicht nur der Adel um die Herrschaft, sondern auch Prior Philipp gegen jeden, der sich seinem Traum in den Weg stellt.

Wer das Buch kennt, weiß, welch Epos der Auto erschaffen hat. Über einen Zeitraum von 50 Jahren erzählt er die Geschichte von Prior Philipp, Tom Builder und der Grafentochter Alienna, die sich so vielen Widrigkeiten ausgesetzt sehen, dass sie eigentlich den Mut verlieren müssten und sich nicht mehr um ihre Träume kümmern wollen.

Doch die unsägliche Kraft eines Traums gibt ihnen immer wieder die Kraft, sich aufzurappeln und von vorne zu beginnen. Sich das zu erfüllen, was sie sich so sehnlichst wünschen.

Über Jahrzehnte hinweg wird erzählt, welch Glücksmomente, Rückschläge, Schicksale, Freundschaften und Probleme die Protagonisten erfahren. Das Schlechte überwiegt, doch die glücklichen Zeiten machen alles wieder wett.

Es kommt keine Ruhe in das beschauliche Kingsbridge, bedingt durch viele neiderfüllte oder gar hasserfüllte Gegner, die sich zusammenschließen, um unseren Helden das Leben schwer zu machen oder gar ihre Existenz zu zerstören.

Das Buch zu lesen war für mich ein wunderbares Gefühl. Es wird immer zu meinen Lieblingsbüchern zählen und ich werde es auch bestimmt noch ein paar Mal lesen.
Für Zwischendurch dachte ich mir, dass ich ja nun mal das Hörbuch probieren könnte. Es sollte so eine Art Auffrischung sein, ein Zwischenspiel, um mich wieder nach Kingsbridge zu versetzen und dort zusammen mit Prior Philip, Tom Biulder, Jack und Alienna zu leben, lieben, leiden und lachen.

Ich erwartete einen kleinen Hörgenuss und die Vorfreude war sehr groß. Doch leider wurde ich letztendlich enttäuscht, da es sich bei dem Hörbuch um die sehr stark gekürzte Fassung handelt. Ich wusste vorher, dass ich die gekürzte Version hörte, doch dass so viel fehlt, fand ich dann überraschend.

Ich fragte mich, ob jemand, der das Buch vorher nicht gelesen hat, mit der gekürzten Fassung zufrieden sein könnte. Es reiht sich eine Niederlage an die andere. Philip, Tom und Alienna kommen nicht zur Ruhe, bekommen das Leben schwer gemacht oder machen sich selbst keine Freude mit ihren Entscheidungen. Die glücklichen Momente sind so rar, dass man meint, dass ihnen einfach nichts gutes gegönnt werden kann.

Auch wenn der Sprecher Joachim Kerzel großartige Arbeit geleistet hat und mit Herzblut an die Sache heranging, war ich letztendlich dann doch enttäuscht von dem Hörbuch.
Mir fehlte der Charme, der von dem Buch ausging, die Liebe zum Detail und die ausgedehnten Szenen.

Hätte ich persönlich das Hörbuch vor dem Buch gehört, hätte ich wahrscheinlich nicht nach der Fortsetzung gegriffen oder würde mich jetzt auf den dritten Teil "Die Fundamente der Ewigkeit" freuen, welches im Herbst 2017 erscheint.

Für diejenigen, die die Geschichte ich geschriebener Form vorher kannten, kann das Hörbuch eigentlich nur eine Auffrischung sein, aber eben in stark gekürzter Form.

Fazit:
Leider zu sehr gekürzt. Vieles fehlt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.07.2017
Bad Boys and Little Bitches / Bad Boys & Little Bitches Bd.1
Götz, Andreas

Bad Boys and Little Bitches / Bad Boys & Little Bitches Bd.1


weniger gut

Finn, Leon, Elif und Lissy sind beste Freunde. Ihre Freundschaft wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als Vanessa neu an der Schule auftaucht. Denn sie bringt alle vier gehörig durcheinander. Während Finn ins Schwärmen gerät, ist Leon eher misstrauisch. Doch auch bei Elif und Lissy stößt er damit auf taube Ohren. Die sind nämlich ebenfalls begeistert... bis plötzlich alle anfangen, Geheimnisse voreinander zu haben. Eine Intrige jagt die andere und Vanessa scheint immer der Mittelpunkt zu sein. Als die Freunde an die Ostsee zu einer großen Party fahren, kommt es zu unvorhergesehenen Ereignissen und einer Leiche.

Dies ist der Auftakt zu einer neuen Jugendromanreihe, in welcher es vorwiegend im Geheimnisse und gesponnene Intrigen geht.
Vier Freunde, die füreinander durch Dick und Dünn gehen würden, werden plötzlich auseinandergerissen, weil sich eine fünfte Person in die Clique drängt. Doch jeder ist auch irgendwie fasziniert von der Neuen.

Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Elif hat ein wildes Teenagerleben hinter sich, besinnt sich jetzt jedoch darauf, einen guten Abschluss hinzulegen, damit sie eine Zukunft hat. Lissy ist eher die Träumerin und verliebt in den gutaussehenden Schauspiellehrer. Finn ist ebenfalls ein Träumer, hat jedoch einen Hang zu dramatischen Auftritten. Leon aber scheint alles egal zu sein außer seine Drogen und Alkohol. Und trotzdem haben die vier sich gefunden und halten zueinander.

Bis Vanessa auftaucht. Ein hübsches Mädchen, dass mit ihrer Art alle um die Finger wickeln kann, dies aber auch nutzt, um ihre Vorteile daraus zu ziehen. Und wenn ihr etwas gegen den Strich geht, kann sie ganz schön sauer werden und sinnt nach Rache.

Der Auftakt der Reihe hat mir leider nicht so sehr gefallen. Dies lag wohl auch daran, dass mir die Protagonisten nicht sympathisch waren. Ich fand keinen Zugang zu ihnen, mir fehlte die Tiefe. Außerdem blieben fast alle sehr blass, mit Ausnahme von Leon, dessen Hintergrundgeschichte schon sehr interessant war. Trotzdem bekommt man nur wenige Details, die einem alle näher bringen. Trotzdem konnte er mich eine Weile faszinieren, doch der Drogen- und Alkoholkonsum hat mich dann wieder abgestoßen.

Die typischen Teenager-Probleme werden aufgegriffen. Schwärmerei für einen Lehrer, heimliche verliebt in eine Mitschülerin, Lernstreß und Druck von außen, ja nichts verkehrt zu machen sowie Drogen- und Alkoholkonsum. Und die hübsche Unbekannte, die nichts von sich preis gibt.

Der Autor beschreibt am Anfang des Buches die tiefe Freundschaft der vier Freunde. Sie stehen sich sehr nah. Bis Vanessa auftaucht.
Die plötzlichen Abgründe, die sich auftun, spaltet die Clique. Hier wird auch deutlich die Unsicherheit der einzelnen Protagonisten deutlich. Sie sind zwar auf dem Weg, erwachsen zu werden, aber eben noch nicht mit dem nötigen Wissen. Und so ergeben sich daraus Probleme, mit denen sie eigentlich gar nicht selbst fertig werden können und eigentlich Hilfe von einer erfahrenen Person bräuchten. Aber wie Teenager nun mal sind, fragt man keinen Erwachsenen um Rat.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig. Aufgrund dessen hatte ich das Buch auch schnell gelesen. Die Handlung ist leicht nachvollziehbar. Das Netz aus Lügen und Intrigen, dass gesponnen wird, ist sehr ausgeklügelt.

Fazit:
Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln.

Bewertung vom 03.07.2017
Dolce vita für Fortgeschrittene
Mellina, Dori

Dolce vita für Fortgeschrittene


ausgezeichnet

Laura ist Italienerin, lebt aber in Deutschland zusammen mit ihrem Lebensgefährten Martin und der gemeinsamen Tochter Sara. Mit ihren Freundinnen gründet sie eine Agentur für italienische Klischees. Die Agentur läuft sehr gut an. Gleichzeitig geht es jedoch mit ihrer Beziehung zu Martin den Bach runter. Laura zieht die Notbremse und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus. Als sie dann jedoch auf den gutaussehenden Alex trifft, weiß sie so gar nicht mehr, was sie eigentlich will. Laura merkt immer mehr, dass die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland größer sind, als sie dachte und weiß, dass sie sich entscheiden muss, um selbst endlich richtig glücklich sein zu können.

Wir alle haben unsere Vorstellungen, was das Leben in Italien anbetrifft. Alle essen den ganzen Tag Spaghetti, die Frauen stehen am Herd und kümmern sich um die Kinder, die Männer sind bei der Mafia und es gilt "Dolce Vita" das Leben lang.

In ihrem aktuellen Buch "Dolce Vita für Fortgeschrittene" zeigt die Autorin aber das genaue Gegenteil. Sie lässt uns teil haben an der Lebensweise der Italiener und schon bald merken wir: die haben die selben Sorgen wie wir Deutsche auch.

Die Protagonistin Laura ist freiwillig nach Deutschland gekommen, um dort an der Universität zu studieren und ihren Weg zu gehen. Der verlief nicht so, wie gedacht. Aber sie kann zufrieden sein mit ihrem Job in der Pharmaindustrie, ihrem Kind Sara und dem dazugehörigen Vater Martin. Wäre da nicht die Unzufriedenheit in ihrem Leben. Die Beziehung zu Martin scheint eingefahren. Immer mehr stört sie an ihm und so macht sie das für sie Sinnvollste: sie trennt sich von ihm. Doch so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat, ist es dann auch nicht.
Dass sie nebenbei auch noch eine Agentur zu leiten hat, macht alles nicht leichter. Nur gut, dass ihre Freundinnen sie so gut es geht unterstützen.

Wer dieses Buch liest, wird mit Klischees förmlich überschüttet. Gleichzeitig wird aber auch richtig gestellt, dass es gar nicht so ist, wie man denkt. Und das Italiener auch Klischees über Deutsche verbreiten. Alles in allem eine heitere Richtigstellung von beiderlei Nationen.

Laura ist sehr sympathisch, sehr chaotisch, sehr italienisch und vor allem eines: sehr unglücklich. Ihr Freund Martin kritisiert sie ständig. Und so fühlt sie sich missverstanden und macht sich natürlich Gedanken, ob sie sich von Martin trennen soll. Da taucht der gutaussehende Italiener Alex auf und verdreht Laura gehörig den Kopf.

Laura und ihre Freundinnen gründen zusammen eine Agentur namens "Frag mich nach Sonnenschein". Diese Agentur vermittelt "italienische Klischees". Ihr erster Auftrag führt sie zu einem italienischen Restaurant, dass sie "aufmöbeln", in dem sie typische italienische Klischees einbringen. Vespas, italienische Snacks, gutaussehende Italiener, die vor dem Restaurant stehen und Dolce Vita versprühen.

Die Autorin hat einen sehr lockeren Schreibstil und so ist man förmlich mitten in der Geschichte drin und erlebt mit Laura das Auf und Ab ihrer Gefühle.

Sehr gut gefallen hat mir die Tochter von Laura und Martin, die vierjährige Sara. Sie ist - wie ihre Mutter - nicht auf den Mund gefallen und lässt viele Knaller raus. Ein sehr pfiffiges Mädchen, das viel italienisches Temperament hat. Aber auch deutsche Züge zeigt.

Erwähnen muss man, dass 2012 eine Kurzgeschichte erschien mit dem Namen "Frag mich nach Sonnenschein". Hier wird in gekürzter Form die Geschichte von Laura erzählt. Mit "Dolce Vita für Fortgeschrittene" hat die Autorin nun die Story vergrößert und etwas umgeändert, so dass eine neue, aber ebenso lockere Erzählung entstanden ist. Es freut mich, dass gerade die kleine Sara eine etwas größere Rolle bekommen hat.

Fazit:
Mit viel Charme, Witz und jeder Menge Aperol Spritz ergibt sich eine lockere Geschichte rund um Lauras Leben. Ich bin mir sehr sicher, dass viel von der Autorin in dem Buch verarbeitet ist.

Bewertung vom 02.07.2017
Die Stunde des Tors
Foster, Alan Dean

Die Stunde des Tors


ausgezeichnet

Jon-Tom, Mudge, Clodsahamp, Talea, Flor, Pog, Caz und der Drache Falameezar haben es bis nach Polastrindu geschafft und müssen nur noch den Rat davon überzeugen, dass die Bedrohung durch die Gepanzerten real ist und ein Angriff unmittelbar bevor steht. Doch zur Verteidigung werden noch weitere Verbündete gebraucht. Das Volk der Weber wäre bestens dafür geeignet, doch liegt deren Land hinter den Bergen, wo noch niemand zuvor je lebend wieder zurückgekommen ist.
Jon-Tom und seine Freunde möchten das Unmögliche schaffen und machen sich auf den Weg.

Der zweite Band des Bannsänger-Zyklus schließt unmittelbar an den ersten (Bannsänger) an. Und somit geht es auch genauso spannend weiter.
Die Bedrohung steht nun unmittelbar bevor. Den Freunden bleibt nicht viel Zeit, um weitere Verbündete zu gewinnen. Doch machen sie sich auf den Weg und lernen so den Schiffseigener Brabbis kennen, einen Frosch, der ihnen auf der beschwerlichen Reise helfen soll.

Ein großes Abenteuer beginnt, ein Wettlauf gegen die Zeit. Und so wird es wieder richtig spannend und rasant. Auf ihrer Reise stoßen die Freunde auf unterschiedliche Wesen, die mehr oder weniger hilfreich sind.

Die Gruppe ist bunt zusammengewürfelt und dies ergibt eine ebenso große Artenvielfalt an Möglichkeiten. Der Autor nutzt geschickt die verschiedenen Talente der Geschöpfe aus und spinnt um diese eine Geschichte herum.

Jon-Tom entwickelt sich weiter, auch wenn er mit seinen magischen Kräften nicht gerade Fortschritte macht. Doch merkt er, dass er sein Studentenleben nun endgültig hinter sich gelassen hat und auch über seine Zukunft nachdenken muss. Außerdem macht er sich einige Gedanken um die weiblichen Mitglieder der Gruppe. Die rothaarige Talea weckt in ihm einen Sehnsucht. Aber auch die schlagfertige Flor hat es ihm angetan.
Und so muss er sich nicht nur Gedanken um den bevorstehenden Krieg machen, sondern auch um sein Liebesleben.

Die Gruppe muss einiges an Geschick beweisen, um sich der abenteuerlichen Reise zu stellen. Es gibt verschiedene Probleme, die gelöst werden müssen. Jeder trägt etwas zum Gelingen bei und dies schweißt die Gruppe natürlich auch zusammen.

Der Autor fesselt mit seinem Stil wieder so sehr, dass man kaum vom Buch loslassen kann. Die Reihe hatte ich vor über zwanzig Jahren schon einmal gelesen und bin jetzt noch genauso begeistert von der Idee und der Umsetzung.

Fazit:
Kann die Gruppe es schaffen, die Bedrohung der Gepanzerten abzuwenden? Der Weg dorthin ist schwer.