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Benutzername: 
Midnight-Girl
Wohnort: 
NRW

Bewertungen

Insgesamt 853 Bewertungen
Bewertung vom 28.02.2016
Mord in Serie - Gekauftes Glück

Mord in Serie - Gekauftes Glück


ausgezeichnet

Nadine und Tobias Schäfer wünschen sich nichts mehr als ein eigenes Kind. Sie haben bereits alles erdenkliche probiert, doch auch der Arzt macht ihnen wenig Hoffnung und rät zu einer Adoption. Sie sind in ihrer Verzweiflung sogar bereit jeden Preis zu zahlen und lassen sich auf eine Agentur ein, die scheinbar schnell und diskret arbeitet. Doch kaum, dass sie gezahlt haben, merkt das Ehepaar, dass hier scheinbar Betrüger am Werk waren. So einfach wollen sie diese nicht davonkommen lassen und machen sich auf, die Verbrecher zur Rede zu stellen...

Lässt sich ein lang gehegter Kinderwunsch nicht auf natürlichem Wege bewerkstelligen, ziehen viele Paare eine Adoption in Betracht. Mancher mag möglicherweise so verzweifelt sein wie das Ehepaar Schäfer und wirklich bereit sein jeden erdenklichen Preis zu zahlen. Auch wenn sie, wie der Hörer, zunächst an der Seriosität der Agentur zweifeln, ist der Wunsch einfach zu groß und das Angebot zu verlockend.

Bald aber zeigt sich, dass der Anfangsverdacht durchaus begründet war, das Ehepaar Schäfer ist Betrügern ins Netz gegangen. Doch kampflos geben sie sich nicht geschlagen. Gemeinsam mit Nadine und Tobias begibt der Hörer sich auf die Suche nach der Verbrecherbande, von der man nicht einmal weiß aus wievielen Personen sie besteht. Unerschrocken, fast schon lebensmüde, begeben sie sich in die Höhle des Löwen, ohne zu wissen auf den sie treffen werden und was ihnen noch bevorsteht.

Auf der einen Seite bewundert der Hörer den Kampfgeist der Schäfers, auf der anderen fragt man sich aber doch, ob es nicht doch besser wäre nicht nach den Betrügern zu suchen, wer weiß was sie noch erwartet. Das Geschehen wartet nicht nur mit Spannung, sondern auch mit der ein oder anderen Überraschung auf, wodurch sich ein regelrechter Sog ergibt, der den Hörer an die Geschichte fesselt. Man hofft inständig, dass es zu einem guten Ende kommt, doch über weite Teile sieht es nicht danach aus...

Bewertung vom 28.02.2016
Gespenster-Krimi - Erlösung

Gespenster-Krimi - Erlösung


ausgezeichnet

Kurz nachdem Jessica und Brandon in ihr neues Haus in Freeport gezogen sind, häufen sich nach und nach mysteriöse Ereignisse. Alles fängt an mit seltsamen Anrufen, die Jessica erhält. Ein Fremder behauptet, dass es in dem Haus noch Dinge gäbe, die ihm gehören. Doch niemand, nicht einmal Brandon, scheint ihr zu glauben, geschieht schließlich alles just, wenn Jessica allein zu Hause ist. Sie ist sich ihrer Sache jedoch vollkommen sicher und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, die jedoch noch verwirrender sind...

Zugegeben, es mutet immer ein wenig seltsam an, wenn unerklärliche Dinge geschehen, die scheinbar nur eine Person sieht. Schnell ist man versucht dies als Hirngespinst oder gar Wahnvorstellung abzutun, das ist der einfachste Weg. Dass jemand genau diese Zeitpunkte abwartet, um sein perfides Spiel zu spielen, mag man sich nicht vorstellen, schließlich würde das weitere Ermittlungen und vor allem Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch als Hörer ist man zunächst hin- und hergerissen, ob sich die Vorkommnisse nur in Jessicas Kopf ereignen oder tatsächlich geschehen. Denn je mehr man auf Grund ihrer eigenen Nachforschungen erfährt, desto seltsamer wird die ganze Geschichte. Doch dann gibt es auch wieder Erlebnisse, die darauf hindeuten, dass es wirklich jemanden gibt, der sich ein finsteres Spiel ausgedacht hat. Allerdings ist noch lange nicht klar, ob es wirklich die Person ist für die er sich ausgibt und wo genau das Motiv begründet liegt.

Je mehr sich die Lage zuspitzt, desto mehr wird man in den Bann der Erzählung gezogen, die immer wieder Verwirrung stiftet und somit dazu aufruft dem Geschehen konzentriert zu folgen. Nur so können Feinheiten erkannt und kleinste Hinweise richtig gedeutet werden, um der Lösung ein Stück weit näher zu kommen. Dennoch ist man ganz und gar nicht darauf vorbereitet was einen schlussendlich erwartet...

Bewertung vom 21.02.2016
Tot ermittelt es sich schlecht / Digby Bd.1
Tromly, Stephanie

Tot ermittelt es sich schlecht / Digby Bd.1


ausgezeichnet

Zoe ist neu auf der Schule, Anschluss zu finden oder gar neue Freunde fällt ihr schwer. Doch eigentlich will sie das auch gar nicht, denn sie möchte schnellstmöglich zu ihrem Dad ziehen, um der staatlichen Schule zu entfliehen. Mit Digby allerdings hat sie nicht gerechnet. Er taucht ständig auf und spannt Zoe für die unmöglichsten Dinge ein, die ihr nicht einmal im Traum eingefallen wären. Er will endlich erfahren was vor fast einem Jahrzehnt mit seiner Schwester geschehen ist, als diese entführt wurde. Zoe und Digby schlittern von einer gefährlichen Situation in die nächste und legen sich dabei mit Typen an, mit denen nicht zu spaßen ist...

Digby ist nicht nur speziell, er ist beinahe undurchschaubar. Er lässt Zoe und den Leser ganz bewusst nur einen Teil seiner Persönlichkeit sehen und wählt aus welche Aspekte das sind. Entsprechend kann man sich seines Handelns nie sicher sein und muss mit allem rechnen wie sich schnell zeigt. Gleichzeitig hat er eine Art an sich, die anziehend wirkt und nicht zulässt, dass man sich seinem Einfluss entzieht. Irgendwie scheint es teilweise als wüsste er genau was er tut, andere Male scheint mehr als nur ein bisschen Glück im Spiel zu sein. Da Zoe die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt fühlt der Leser sich als wäre er hautnah dabei. Die Darstellungen sind authentisch und lebendig, und egal wie abwegig sie auf den ersten Blick erscheinen, man kann sich dennoch gut vorstellen wie die Protagonisten sich in den jeweiligen Situationen fühlen.

Auch wenn Digbys Bemühungen teilweise recht unkoordiniert wirken, verfolgt er einen konkretes Ziel, dass sich erst mit der Zeit abzeichnet und infolgedessen so manche Aktion in einem anderen Licht erstrahlen lässt. Auf Grund dessen, dass man sich nie sicher sein kann was als nächstes kommt, ist das Überraschungsmoment definitiv auf Digbys Seite und innerhalb der Erzählung entsprechend häufig vorhanden. Diese unvorhergesehenen Wendungen tragen dazu bei, dass die Spannung enorm ansteigt, von der ersten bis zur letzten Seite.

Mit viel Humor, ohne jedoch albern zu werden, wird die Geschichte aufgelockert, die eigentlich mehr als nur ein ernstes Thema behandelt. Manchmal kann man sich vor Lachen kaum noch auf dem Stuhl halten, niemals jedoch wird das eigentliche Ziel aus den Augen verloren. Mit den Protagonisten wird man ziemlich schnell warm, wodurch sich eine emotionale Bindung ergibt, von der man glaubt, dass sie schon jahrelang bestünde.

Bis zum Schluss kann man sich des Ausgangs nicht sicher sein, und das soll man auch gar nicht. Denn es ist noch lange nicht vorbei...

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.02.2016
Die Tote am Lago Maggiore / Matteo Basso Bd.1
Varese, Bruno

Die Tote am Lago Maggiore / Matteo Basso Bd.1


sehr gut

Matteo Basso hat seinem alten Leben den Rücken gekehrt und betreibt nun die Macelleria seiner verstorbenen Eltern in Cannobio. Als einstiger Mailänder Polizeipsychologe kann er dann allerdings doch nicht so ganz aus seiner Haut als eine Freundin tot aufgefunden wird. Die Polizei vor Ort geht von einem Unfall aus, doch Matteo kann und will dies nicht einfach so hinnehmen. Er beginnt Gisellas Spuren zu verfolgen und muss einsehen, dass er seine Freundin scheinbar doch nicht so gut kannte wie gedacht. Die Hinweise verdichten sich, so dass auch Kommissarin Zanetti bald daran glaubt, dass Matteo recht haben könnte. Dann geschieht ein weiteres Unglück...

Mit „Die Tote am Lago Maggiore“ legt Bruno Varese den ersten Fall für Matteo Basso vor, der den Leser in eine idyllische Landschaft entführt, die allerdings nur auf den ersten Blick friedvoll erscheint.

Hat man gemeinhin ein ziemlich vorgefertigtes, klischeehaftes Bild der italienischen Mentalität vor Augen, zeigt sich schnell, dass Matteo Basso diesem keineswegs entspricht. Er ist eher ruhig und in sich gekehrt, denn aufbrausend, dennoch nicht abweisend oder gar desinteressiert. Bei ihm spielt sich Aufregung eher innerlich ab, doch sollte man sich nicht täuschen lassen, er kann auch ordentlich austeilen, wenn das Fass zum Überlaufen gebracht wurde.

Ebenso ruhig wie der Hauptprotagonist läuft auch das Geschehen an. Die Darstellungen sind ausladend und ausführlich, gleichzeitig aber merkt man auch, dass einiges nicht gesagt wird, damit der Leser nicht zu früh auf die richtige Spur gelenkt wird. Denn auch wenn man den Eindruck gewinnen kann, dass an manchen Stellen die Spannung fehlt, überraschende Wendungen gibt es zuhauf. Bis zum Schluss muss der Leser mit Überraschungen rechnen, ganz schlechte Karten hat man, wenn man glaubt sich bereits frühzeitig zurücklehnen zu können, da scheinbar alles gesagt wurde.

Dieser etwas ruhigere Krimi wirkt im Grunde nur nach außen so. Wenn man sich auf das Leseerlebnis einlässt wird schnell klar, dass unterschwellig ein ganz anderer Film abläuft, den es zu entschlüsseln gilt. Neben einem hohen Maß an Lokalkolorit erschafft der Autor zudem Protagonisten, die dem Leser schnell ans Herz wachsen und von denen man hofft, bald schon weitere Geheimnisse zu erfahren, denn dass es auch charaktertechnisch noch einiges zu erzählen gibt liegt klar auf der Hand.

Bewertung vom 21.02.2016
Tote haben kein Zahnweh
Archan, Isabella

Tote haben kein Zahnweh


sehr gut

Zufällig findet Zahnärztin Dr. Leocardia Kardiff die Leicht einer betuchten Witwe und ist von da an hin- und hergerissen was das weitere Vorgehen angeht. Soll sie die Ermittlungen tatsächlich komplett der Polizei überlassen? Doch ihre Neugierde treibt sie immer wieder an, ebenfalls den Spuren zu folgen, die zu mehr als nur einer Überraschung führen. Gleichzeitig kreuzt ihr Weg immer wieder den des Hauptkommissars Jakob Zimmer, der ebenfalls einen inneren Konflikt auszutragen hat...

Es mag paradox klingen, aber warum sollte es nicht auch Zahnärzte geben, die unter einer Spritzenphobie leiden. Zugegeben, ob man sich als Patient, wüsste man von dieser Eigenschaft, wirklich vertrauensvoll in diese Hände begeben würde, ist fraglich, aber schließlich hat jeder so seine Eigenheiten. Dr. Leo jedenfalls wirkt dennoch auf Anhieb sympathisch, auch wenn sie zusätzlich eine ziemlich nervöse Ader zu haben scheint.

Die meiste Zeit ist man als Leser nah dran am Geschehen, denn Frau Doktor erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Passend zu ihrem Gefühlsleben und ihrer Gedankenwelt in manchen Teilen recht wirr, dennoch lässt sich die Handlung gut verfolgen, so dass wichtige Ergebnisse nicht untergehen. Zeitweise ist es notwendig die Perspektive zu wechseln, wenn beispielsweise die Gedankenwelt des Täters beleuchtet wird. Namen werden in diesem Zusammenhang natürlich keine genannt, so bleibt ausschließlich die Möglichkeit der Spekulation, die jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten ebenso unterschiedlich ausfällt. Diverse Personen verhalten sich verdächtig, so dass erst im weiteren Verlauf, auf Grund kleinster Hinweise, deutlich wird, inwiefern die Geschichte sich noch entwickeln wird.

Trotz recht frühzeitigem Leichenfund nimmt das Geschehen zunächst recht langsam Fahrt auf, wodurch auch der Spannungsanstieg sich mitunter verzögert. Dann aber, nach dem ersten Viertel etwa, erhöhen sich Tempo und Spannung zeitgleich und rapide, dass man beinahe aufpassen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Gespickt mit einer gehörigen Portion Humor ergibt sich im Endeffekt ein amüsanter, charmanter und spannender Kriminalroman der etwas anderen Art, mit Charakteren, die ihresgleichen suchen.

Bewertung vom 21.02.2016
Die Pinguine aus Madagascar - Der Film (DVD)

Die Pinguine aus Madagascar - Der Film (DVD)


sehr gut

Die vier Pinguine Skipper, Kowalski, Rico und Private, bekannt aus den „Madagascar“-Animationsfilmen, haben nun ihren eigenen großen Auftritt, und der hat es in sich. Überall auf der Welt werden Pinguine gekidnappt. Es gilt nicht nur herauszufinden von wem, sondern auch warum, um schlussendlich die Befreiung der knuddeligen Gesellen zu planen. Doch die vier haben nicht mit der Eliteorganisation „Nordwind“ gerechnet, die im Grunde dasselbe Ziel verfolgen. Eigentlich sollte man meinen, dass einer Zusammenarbeit nichts im Wege stünde – eigentlich...

Vorweg sei gesagt, dass es keinesfalls notwendig ist, die „Madagascar“-Filme oder die Animationsserie rund um die Pinguine zu kennen, um den vorliegenden Film nachvollziehen zu können. Der einzige Vorteil, den man haben könnte ist, dass man die vier Pinguine und ihre Charaktereigenschaften bereits kennt und somit den ein oder anderen Schluss schneller ziehen kann. Aber ein tatsächlicher Wissensvorsprung entsteht dadurch nicht.

Ein gemeiner Schurke hat es auf die Pinguine der ganzen Welt abgesehen, kidnappt sie und hat Grausames mit ihnen vor. Auch Skipper, Kowalski, Rico und Private geraten in seine Fänge, doch haben sie bereits einige Abenteuer hinter sich, so dass sie selbst eine solche Situation zunächst analysieren, um die weitere Vorgehensweise zu planen und sich nicht einfach geschlagen geben. Doch müssen sie sich nicht nur gegen den Entführer wehren, zeitgleich tritt eine weitere Elitetruppe auf den Plan, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die Pinguine und die Welt zu retten. Obwohl dasselbe Ziel verfolgt wird, scheint eine Zusammenarbeit nahezu unmöglich, zu viele Reibungspunkte erschweren das Miteinander.

Somit bleibt der Ausgang des Geschehens bis zum Schluss offen, denn kaum etwas klappt wie geplant und schon gar nicht am Schnürchen. Neben der Spannung darf mit einen hohen Humor-Anteil gerechnet werden, der die Geschichte auflockert. Der Film bietet somit 1 1/2 Stunden Spaß für Groß und Klein.

Bewertung vom 21.02.2016
Sex in Serie - Spiel der Begierde

Sex in Serie - Spiel der Begierde


sehr gut

Nach einigem Überlegen entschließen Michaela und Andreas sich zum Partnertausch. Sie erhoffen sich davon, ihrem Sexleben und somit ihrer gesamten Beziehung wieder mehr Schwung zu geben. Also verabreden sie sich mit zwei anderen Paaren in einem Strandhaus an der Lübecker Bucht. Die Spielregeln wurden zuvor konkret festgelegt, so dass sich alle nach einer kurzen Kennenlernphase in ihr jeweiliges Abenteuer stürzen können. Am nächsten Morgen allerdings der Schock: Ein Mitglied der illustren Runde wird tot aufgefunden und nur einer der Übrigen kann der Täter sein...

Erotische Literatur, verschiedenster Qualität, gibt es inzwischen zuhauf. In der neuen Produktion aus dem Hause Contendo Media wird nun Sinnlichkeit mit Spannung gepaart, wodurch sich bereits eine explosive Mischung ergibt. Sind dann auch noch Inhalt und Umsetzung stimmig, steht einem Hörerlebnis der besonderen Art nichts mehr im Wege.

Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, ein solches Geschehen und entsprechende Szenen nicht zu platt daherkommen zu lassen. Die Inszenierung sollte glaubhaft und niveauvoll zugleich sein, was hier eindeutig gelingt. Zu Beginn ist man etwas skeptisch, vor allen Dingen aber aus dem Grund, da das Geschehen recht langsam Fahrt aufnimmt. Es scheint ein wenig vor sich hin zu dümpeln und noch nicht so recht zu wissen wohin die Reise gehen soll. Ist aber schließlich der Kurs gefunden, gibt es kein Halten mehr. Das Tempo wird spürbar angezogen, die prickelnde Atmosphäre lädt sich stetig weiter auf, um schließlich eine ganz und gar unvorhergesehene Überraschung zu präsentieren.

Natürlich rätselt man seit dem Leichenfund mit wer denn nun der Täter sein könnte und vor allem wo das Motiv liegt. Doch der entscheidende Hinweis fehlt, so dass es beinahe unmöglich ist die Lösung ohne Hilfestellung zu erkennen. Doch selbst nach einer unfassbaren Enthüllung ist noch lange nicht alles eindeutig, schon gar nicht der Ausgang. Bis zum Ende bleibt es spannend, ein wenig Misstrauen schadet auch nicht, schließlich ist alles noch offen...

Bewertung vom 14.02.2016
Das Rätsel von Internat Bernstein / Internat Bernstein Bd.2
Russo, Andrea

Das Rätsel von Internat Bernstein / Internat Bernstein Bd.2


ausgezeichnet

Bereits in den ersten Tagen auf Internat Bernstein war einiges passiert und schon geht es weiter: Sir James, der Schul-Hahn, wurde entführt. Paulina und ihre neuen Freunde sind sicher, dass die Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums vom Festland hinter der Aktion stecken. Haben sie etwa einen der uralten Geheimgänge benutzt, um auf die Insel zu gelangen? Doch nicht nur der Hahn muss gerettet werden, auch intern werden Intrigen gesponnen, die das Internatsleben auf den Kopf stellen. Und ganz nebenbei muss Paulina noch darüber nachdenken, wie sie ihren Freunden daheim erklären soll, dass sie nun doch auf dem Internat bleiben möchte...

Erst ein paar Tage sind vergangen, seit Paulina auf Internat Bernstein gestrandet ist und sicher war, nach nicht einmal einer Woche wieder zurück in Bottrop zu sein. Doch vieles ist passiert in der kurzen Zeit und auch Paulina selbst hat sich bereits verändert und entschieden, dem Internat doch eine reelle Chance zu geben. Doch ihren Freunden gegenüber hat sie sich bisher nicht getraut dies zuzugeben, es wird sich schon noch eine geeignete Gelegenheit ergeben, denkt sie.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt sowieso nicht, denn Paulina, Shanti und Co. haben so einige Rätsel zu lösen. Wo führen die Geheimgänge unter der Insel hin und wieviele gibt es von ihnen? Wer hat Sir James entführt und wie bekommen sie ihn zurück? Und was treibt ihre Mitschülerin Fleur für ein intrigantes Spiel? Ganz nebenbei darf natürlich die Schule auch nicht vernachlässigt werden, man sieht schon, die Freunde haben alle Hände voll zu tun.

Gemeinsam mit der kleinen, inzwischen eingeschworenen, Truppe macht der Leser sich auf den Weg die Insel, das Internat und seine Geheimnisse zu erkunden. Sicherlich hat man die ein oder andere Ahnung was sich noch in welcher Form abspielen wird, aber konkrete Hinweise gibt es selten. Erst wenn es soweit ist wird man erkennen, ob man mit seiner Vermutung richtig gelegen hat oder nicht. Soviel sei gesagt: Es wartet durchaus die ein oder andere Überraschung auf den Leser.

Mit einer wundervollen Mischung aus Spannung und Humor schafft es Autorin Andrea Russo auch dieses Mal wieder den Leser in ihren Bann zu ziehen, egal ob man sich im selben Alter wie die Protagonisten befindet oder schon (lange) nicht mehr. Eine grandios inszenierte Geschichte, gespickt mit alltäglichen Problem- und Fragestellungen, so dass man sich ohne Weiteres in die Ereignisse hineinfühlen kann. Ein starker zweiter Band, der sich keineswegs hinter seinem Vorgänger verstecken muss.