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Chattys Bücherblog
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Bretten

Bewertungen

Insgesamt 696 Bewertungen
Bewertung vom 20.10.2015
Das Haus der Lügen
Lam, Stephanie

Das Haus der Lügen


gut

Okay, ich gebe es zu: Ich habe mich wieder mal vom Cover blenden lassen - obwohl das bei diesen düsteren Farben kaum möglich ist. Aber auch der Klappentext klang so spannend, dass ich schon fast einen Thriller vermutet hatte.

Der aufmerksame Leser dieser Rezension wird nun bereits festgestellt haben, dass ein "ABER" nun folgen wird. Und richtig: Dieses Buch konnte mich einfach nicht überzeugen.

Aber mal der Reihe nach:

In diesem Debüt beschreibt die Autorin eine spannende und geheimnisvolle Familiengeschichte. Ein Geheimnis jagt das Andere. Auch die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass man sich schnell ein Bild machen und Handlungen nachvollziehen kann. Durch die Beschreibungen werden auch die einzelnen Charakteren deutlich und man entwickelt Gefühle. Misstrauen, Ärger, aber auch Freude durchlaufen die Gefühlswelt des Lesers. Auch die beiden Handlungsstränge (1924 und 1965) sind deutlich gekennzeichnet und verlaufen zum Schluss hin, ineinander. Soweit der Teil, der mich begeistert hat.

Nun jedoch kommen die Punkte, der mich wenig begeistern konnten. Am Anfang hatte ich grosse Probleme mich in die Geschichte einzubinden, was wohl damit zusammen hängt, dass mir die Bedeutung bzw. Funktion des Hauses nicht klar war. Meiner Meinung nach, fängt das Buch auch erst ab Kapitel 2 so richtig an. Für mich war es dann ein ewiges Auf und Ab an Spannung. Kaum hatte ich in der Geschichte wieder Fuß gefasst, wurde es auch schon wieder langatmig. Erst im letzten Drittel des Buches kam wirkliche Spannung auf, die nun auch bis zum Schluss ging.

Aber trotz der Langatmigkeit, hatte die Story auch etwas fesselndes, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Fazit:

Ist es nun ein Roman? Oder der Versuch eines Thrillers? Oder ein Roman mit einem Kick an Thrill? Ich weiß es nicht. Deshalb fällt es mir auch schwer, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen.

Eine Leseempfehlung möchte ich nicht aussprechen, da mir die Geschichte einfach zu viele Länge hatten.

Als Debüt war es okay, mit viel Luft nach oben. Jedoch werde ich die Autorin im Auge behalten, da ich großes Potential vermute. Und wie sagt man: Aller Anfang ist schwer.

Bewertung vom 15.10.2015
Stadt in Angst / Finley Jameson Bd.1
Matthews, John

Stadt in Angst / Finley Jameson Bd.1


weniger gut

Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, hat mich das vorliegende Buch sehr neugierig gemacht. Die beiden Herren, die vermeintlichen Blutspritzer, all das erweckte meine Hoffnung nach einem tollen Krimi.

Schon bei den ersten Seiten hatte ich jedoch mit den vielen Namen zu kämpfen. Und da die Personen anfangs auch nicht weiter beschrieben wurden, musste ich immer wieder zurückblättern um zu wissen, von wem nun die Rede ist. Etwas schwerlich für den Anfang, wie ich finde.

Als ich dann jedoch im Lesefluss war, die Geschichte an Fahrt aufnahm und ich die Protagonisten den Handlungen zuordnen konnte, erwischten mich seitenlange zähe Monologe, Darstellungen und zum gähnen animierende Abschnitte. Kurzum, die Spannung war dahin. Irgendwie ging das abenteuerliche verloren.

Über eine Szene bin ich ganz besonders gestolpert (Seite 64). "Da steht folgendes in Kurzform [...] seine Hand glitt herab und legte sich um ihren Hals [...] Gleichzeitig hantiert er mit der anderen an seiner Hose." Soweit wäre es ja noch vorstellbar. Aber nun kommt der entscheidende Satz" [...] Unterdessen hatte er mit der anderen Hand[...]" Häh, wie bitte? Hatte er denn drei Hände? Eine am Hals, eine an der Hose, und unterdessen macht er mit der anderen .... Hm... ob so etwas auch unter dichterische Freiheit fällt? :-)

Nun denn... ich hatte etwas mehr erwartet. Sehr schade!



FAZIT:

Tja, welches Fazit habe ich? Wer zu viel Zeit und zu wenig Bücher hat, kann es gerne lesen? Nein, das klingt gemein. Vielleicht so: Das Buch klingt augenscheinlich sehr interessant, was sich auch in einigen Szenen zeigt, jedoch sollte man nicht zu viel erwarten.

Bewertung vom 08.10.2015
Spielmanns Fluch
Bracker, Jörgen

Spielmanns Fluch


gut

Mein Leseeindruck:

Okay, ja, ich gebe es zu - ich bin ein Cover-Käufer. Soll heißen, dass für mich tatsächlich das Cover beim Kauf beeinflusst.

Beim vorliegenden Buch hatte ich nun das grosse Glück, dass ich zur Leserunde ausgelost wurde. Beworben hatte ich mich, aufgrund des Covers und weil ich ein großer Fan historischer Romane bin.

Meine Erwartung an die Geschichte war also komplett auf das Cover beschränkte. Ein Musikant, um genauer zu sein, ein Lautenspieler.

Schon auf den ersten Seiten kam jedoch die Ernüchterung. Ein sehr holprigen, unrunde Schreibstil, der es mir nur schwerlich machte, in die Geschichte einzubinden. Der Autor hatte sich zwar während der Leserunde dazu erklärt, letztendlich sitze ich jedoch als Leser vor dem Buch.

Beim weiteren Fortgang der Geschichte wurde mir klar, dass sich der Autor wohl irgendwie sehr wissenschaftlich an die Geschichte gemacht hatte, da oftmals die historischen Romanaspekte in den Hintergrund getreten sind. Vielmehr war der Glanz in den Augen des Autors zu erkennen, als von der Explosion des Schiffes erzählt wurde. Hier hatte ich den Eindruck, als sprudelten die Worten dem Autor nur so heraus. Für mich blieb jedoch der Roman auf der Strecke. Am Schluss des Buches habe ich dann gelesen, dass mich mein Eindruck nicht getäuscht hat.

Anzumerken wäre auch, dass sich der Autor stellenweise einer sehr einfachen Sprache bedient. z.B. kotzen, kacken, etc.

Aber um nicht nur zu meckern, möchte ich auch ein Lob aussprechen. Nicht nur das Cover hat mir sehr gut gefallen, sondern auch das Namensverzeichnis am Ende.(Leider habe ich dieses auch erst am Ende entdeckt)

Bewertung vom 06.10.2015
Truthahn, Mord und Christmas Pudding / Null-Null-Siebzig Bd.4
Ferber, Marlies

Truthahn, Mord und Christmas Pudding / Null-Null-Siebzig Bd.4


ausgezeichnet

Mein Leseeindruck:

Oh nein... die letzte Seite. Wehmütig habe ich das Buch zur Seite gelegt. Die Autorin hat verkündet, dass dieses der letzte Band der tollen, britischen Ermittlerreihe mit James und Sheila ist.

Aber wer nun denkt, dass es hier nur um die Verabschiedung der Protagonisten handelt, ist leider auf dem Holzweg.

Mit ihrem gewohnt heiteren, unterhaltsamen oder sehr spannenden Wortwahl, bindet die Autorin Marlies Ferber, den Leser wieder von der ersten Seite an, an das Geschehen. Britische Spannung, wie man sie von Agatha Christie oder Edgar Wallace kennt. Faszinierend, wie die älteren Herrschaften (hier verweise ich auf den Titel 0070) auf Ermittlertour gehen. Eifersucht darf natürlich auch nicht fehlen. Aber auch Trauerbewältigung spielt eine Rolle.

Aber nicht nur die Protagonisten sind lebensecht dargestellt, auch die Landschaft, Gebäude etc. werden so beschrieben, dass man sich als Leser gedanklich sofort dahin beamt. Man fühlt sich nicht nur als Leser, sondern als heimlicher Zuschauer.

Eine Sache möchte ich aber unbedingt erwähnen, da sie mir sehr gut gefallen hat. Es handelt sich um die britische Geschichte um Robert Redbreast, als Robert das Rotkehlchen. Es ist eine so wunderschöne Geschichte, die ich unbedingt in voller Länge genießen möchte.

Aber auch eine Weisheit wird mich von nun an begleiten: "Träume waren nicht immer weise Botschafter des Unterbewusstsein, sondern weit häufiger einfach Rülpser des Gehirns." (Seite 106)

Fazit:

Eine tolle und spannende Reihe mit etwas anderen Ermittlern geht mit dem vorliegenden Band zu Ende.

Eine Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Danke:

Ich möchte mich hiermit nochmals ganz herzlich bei Marlies für das Leseexemplar mit der sehr netten persönlichen Widmung bedanken. Ich werde das Buch in Ehren halten!

Bewertung vom 06.10.2015
Spiel der Königin / Die Welt der Tudors Bd.1
Fremantle, Elizabeth

Spiel der Königin / Die Welt der Tudors Bd.1


ausgezeichnet

Mein Leseeindruck:

Spannend und unterhaltsam entführt die Autorin den Leser in die Welt König Heinrichs VIII sowie Katherine Parr, die sechste und letzte Ehefrau des Königs.

Allein die bildhafte Darstellung der Protagonisten lässt die Herzen der Leser historischer Romane höher schlagen. Mit leichten, sanften Worten taucht man ein in das Leben bei Hofe. Aber nicht alles klingt friedlich. Denn Kathrin ist eine Kämpferin. Ihr ständiger Kampf mit dem etwas unberechenbaren König, sowie ihr Anliegen ein englisches Gebetsbuch zu schreiben, werden von der Autorin sehr gut beschrieben. Aber auch die Regentschaft samt ihren Problemen wird sehr gut erzählt.

Ich hatte beim Lesen nie den Eindruck, dass die Lebensgeschichte der Katherina Parr erfunden sei, da alles so gut recherchiert klingt. Sollte sich doch etwas dichterische Freiheit eingeschlichen haben, so hat dies der Geschichte mit Sicherheit keinen Abbruch getan.

Fazit:

Für historisch interessierte Leser kann und werde ich dieses Buch in jedem Fall empfehlen. Spannend, unterhaltsam und viiiiel Historie. Herrlich!!!

Bewertung vom 17.08.2015
Wohin du auch gehst / Bad Romeo & Broken Juliet Bd.1
Rayven, Leisa

Wohin du auch gehst / Bad Romeo & Broken Juliet Bd.1


gut

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt, bin ich über die vielen positiven Bewertungen etwas überrascht. Denn mich hat das Buch leider nicht wirklich überzeugt. Die angepriesene Liebesgeschichte blieb meines Erachtens deutlich auf der Strecke, jedoch war das Geplänkel zwischen den Protagonisten sehr ausufernd und dadurch auch stellenweise langatmig.

Der männliche Protagonist Ethan wirkt nach einiger Zeit nur noch nervig und ich war froh, als ich das Buch zur Seite legen konnte.

Was mir auch nicht gefallen hat, war der Cliffhanger am Ende. Klar, die Autorin möchte auch ihren zweiten Band verkaufen, dennoch mach ich solche Enden nicht, da sie den Leser beinahe schon nötigen, die Fortsetzung zu kaufen.

Als großen Pluspunkt sehe ich aber den Schreibstil. Dieser hat mir sehr gut gefallen, da er sehr locker und flockig ist und man auch sofort in die Geschichte eintauchen kann. Leider "taucht" man nicht wirklich lange.



Fazit:

Für mich ist es leider kein Buch, das ich weiter empfehlen werde. Auch hält sich mein Interesse an der Fortsetzung sehr in Grenzen, um nicht zu sagen, dass es eigentlich gar nicht vorhanden ist.