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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 08.08.2015
Von wegen Liebe
Keplinger, Kody

Von wegen Liebe


ausgezeichnet

Eins schon mal vorab: Macht nicht den Fehler die Verfilmung des Buches anzusehen nachdem ihr das Buch gelesen habt. In der Reihenfolge erst den Film und dann das Buch geht schon eher, denn der Vergleich ist sehr interessant.
Da wir vorher den Film schon kannten und obwohl dieses Buch nicht zu den Genres gehört die ich normalerweise lese, war ich trotzdem sehr darauf gespannt was mich erwartet.
Als Ganzes betrachtet hat das Buch außer den Charakteren und dem Grundthema mit dem Film nicht viel gemeinsam.
Eine DUFF, ist ein Mädchen das laut diesem Buch in jeder Freundschaft vorkommt, denn sie ist die unauffällige Randfigur, die von Typen nur angesprochen wird um an ihre hübschen Freundinnen zu kommen. In diesem Fall hier ist es Bianca, ein sehr intelligentes und willensstarkes Mädchen, das zwei sehr hübsche Mädchen seine Freundinnen nennen kann.
Dann haben wir noch Wesley, den Herzensbrecher, der jede Frau an der Highschool haben kann. Ein gewisser Ruf eilt ihm natürlich voraus.
Was ist jetzt das Interessante an dieser Geschichte? Definitiv der Hintergrund der beiden und wie sich alles entwickelt.
Bianca lässt sich mit Wesley nur ein um zu vergessen, wenigstens für die Zeit in der sie mit ihm zusammen ist. Doch sie wird richtig süchtig danach, auch wenn es sich dabei nur um das körperliche handelt.
Wesley wächst in einer kaputten Familie aus und man merkt richtig, dass er daraus flüchten will, deswegen ist er auch so ein Weiberheld.
Wer Wesley im Film schon für arrogant hält, wird hier sicher nicht erwarten dass er das noch toppen könnte. Aber er hat es tatsächlich geschafft noch arroganter zu sein, fast schon etwas zu stark, so dass es dem Leser unnatürlich vorkommt.
Bianca tut mir richtig leid, als sie raus findet, dass ihre Eltern sich scheiden lassen und ihr Vater dadurch wieder zu trinken anfängt.
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, denn es erzählt eine Geschichte aus dem echten Leben mit seinen Höhen und Tiefen.

Mein Fazit:

Eine tolle Geschichte über Jugendliche, die sowohl die guten als auch die schlechten Seiten des Lebens kennenlernen müssen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.08.2015
Wohin du auch gehst / Bad Romeo & Broken Juliet Bd.1
Rayven, Leisa

Wohin du auch gehst / Bad Romeo & Broken Juliet Bd.1


gut

Inhalt
Ethan Holt und Cassandra Taylor sind das perfekte Paar – auf der Bühne. Doch was auf der Bühne perfekt zu sein scheint, wirkt im wahren Leben etwas krampfhaft und unmöglich zu stemmen. Die beiden sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Cassie ist offen und Lebensfroh, Ethan hingegen ist sehr verschlossen und traut kaum jemandem. Auch wenn es so sehr knistert, dass alle wissen, dass die beiden auch das perfekte paar hinter der Bühne wären, scheinen sie es einfach nicht hinzubekommen. Wird Ethan seine Ängste überwinden und den Schritt wagen glücklich zu werden?


Meine Rezi
Das Buch ist abwechselnd im Jetzt (2013 im Buch) und zu der Kennenlernphase der beiden (2007) geschrieben. Am Anfang fand ich dies etwas verwirrend, da sie auch noch zwischendurch Tagebuch schreibt, kam aber doch recht schnell rein und hatte einen guten Lauf. In der Gegenwart wird oft erwähnt das Ethan Cassie oft verletzt und ihr mehrmals das Herz gebrochen hat. Doch bei den Proben zu einem neuen Theaterstück ist immer noch etwas Besonderes zwischen ihnen, was jeder zu spüren scheint. Nur Cassie wehrt sich gegen ihre Gefühle. 2007 wird beschrieben, wie die beiden sich kennenlernen und was für Schwierigkeiten sie anfangs miteinander hatten. Cassie wollte neue Kontakte und hat sich oft dafür verstellt, was Ethan mit Ignoranz quittierte. Dabei wollte sie eigentlich nur ihm gefallen, doch durch ihre Lügen stößt sie ihn nur von sich weg. Kann sie ihn noch für sich gewinnen?

Es ist Wahnsinn wie die Autorin geschafft hat dieses Buch so lebendig werden zu lassen. Beim lesen kann man die Spannung zwischen Ethan und Cassie richtig spüren. Man hört das Knistern förmlich, wie es zu einem ausgewachsenen Feuer heranwächst. Bei den beiden passt der Spruch „Was sich neckt, das liebt sich“ wie die Faust aufs Auge! Ab und zu musste ich einfach nur lachen, weil die beiden sich gegenseitig teilweise so plumpe Sprüche gegen den Kopf warfen, die vor Sarkasmus einfach nur trieften. Ich konnte mir die ganzen Szenen richtig gut vorstellen. Ich wollte endlich erfahren, was zwischen den beiden genau vorgefallen ist und las deshalb immer mehr. Doch leider kam mir das Buch irgendwann nur noch so vor, als ob einfach kein Ende in Sicht war. Das hat mich leider ziemlich enttäuscht. Denn nicht nur, dass die wirklich wunderschöne Geschichte, die auch noch super geschrieben war, plötzlich zu langatmig war, mir fehlte auch noch die Beantwortung meiner eigenen Fragen, der Grund weshalb ich dieses Buch mit Begeisterung gelesen habe. Ich hatte das Gefühl, dass dieses tolle Buch einfach nur noch bis ins unermessliche ausgeweidet wurde.


Mein Fazit
Ein Roman mit viel Potential, bei dem man die Gefühle mitempfinden kann. Leider ist die Geschichte etwas endlos.

Bewertung vom 03.08.2015
Mädchenfänger / Bobby Dees Bd.1 (6 Audio-CDs)
Hoffman, Jilliane

Mädchenfänger / Bobby Dees Bd.1 (6 Audio-CDs)


ausgezeichnet

Inhalt:

Lainey ist ein 13jähriges, ganz normales Mädchen. Im Internet hat sie einen Jungen kennengelernt, der sich ElCapitan nennt und er will sie kennenlernen. In der letzten Mail von ihm steht "P.S: Freue mich auf morgen" und seitdem hat sie keiner mehr gesehen. Sie ist wie vom Erdboden verschwunden.
Der FBI Agent Bobby Dees glaubt nicht daran, dass sie von Zu Hause ausgerissen ist, sondern er befürchtet schlimmeres.
Er weiß wovon er spricht, denn vor einem Jahr ist seine Tochter Katy verschwunden und seitdem sucht er nach ihr.
Ein verstörendes Gemälde wird Bobby Dees zugespielt und bestätigt seine Befürchtung. Das Bild zeigt eine junge Frau die gefoltert wird, aber man erkennt kein Gesicht. Doch in der Ecke des Bildes erkennt er Laineys Schultasche.

Meine Meinung:

Ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte. Sowohl vom Thema, als auch mit der Umsetzung. Die Autorin hat es geschafft, ein Szenario zu erstellen, das für jede Familie das schrecklichste auf der Welt ist. Sein eigenes Kind zu verlieren und nicht zu wissen was passiert ist und ob das Kind noch lebt.
Man konnte sich richtig vorstellen, was die Menschen in dem Buch durchleben mussten. Ich selbst habe mir immer vorgestellt was in mir vorgehen würde wenn unsere kleine Tochter auf einmal verschwunden wäre. Ein Zustand den ich mir im Traum nicht vorstellen möchte, geschweige denn erleben will.
Die Sprecherin Andrea Sawatzki ist die richtige Besetzung für das Hörbuch und ich habe auch schon einige andere Hörbücher gehört, die von ihr gesprochen wurden.
Sie schafft es immer wieder die Geschichte gekonnt in Szene zu setzen.
Die Geschichte hat alles was man bei einem Thriller erwartet. Ein Opfer, das Aufgrund ihrer Naivität in eine Situation gerät die sie nicht kontrollieren kann, einen sehr sympathischen und kompetenten Ermittler der weiß was er tut und eine Geschichte, die voller Spannung steckt. Von dem gewitzten Täter ganz zu schweigen.
Ganz besonders hat es mir die Art von Bobby Dees angetan, denn er ist nicht nur sehr gut in seinem Job, sondern erfährt man auch sehr viel von seinem Privatleben. Mit seinen ganzen Höhen und Tiefen, die es gibt seit seine Tochter verschwunden ist.
Was mich sehr überrascht hat war das Ende, denn ich habe es bis zum Ende nicht kommen sehen wer der Täter war. Daher war dieses Hörbuch von Anfang bis Ende ein Genuss für mich.
Da dies mein erstes (Hör)buch von Jilliane Hoffman war und es mich so begeistern konnte, werde ich definitiv noch einige andere Bücher von ihr lesen bzw. hören.

Mein Fazit:

Genialer Thriller mit Suchtpotential!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2015
Wo gehst du hin, Opa?
Endres, Brigitte

Wo gehst du hin, Opa?


ausgezeichnet

Inhalt:
Emmi besucht mit ihrer Mutter ihren schwer kranken Opa. Laut ihrer Mutter muss Opa vielleicht bald gehen und Emmi kann sich nichts darunter vorstellen.
Im Krankenhaus fragt sie dann ihren Opa, wo er hin geht und Opa spricht von einem Abenteuer und zeigt Emmi viele tolle Möglichkeiten die auf ihn warten könnten, wenn er stirbt.

Meine Meinung:
Wer schon ein Buch aus dem aracari Verlag in den Händen gehalten hat, der weiß was ich meine, wenn ich von Qualität spreche.
Das Buch ist ein Hardcover und fest gebunden. Die Seiten sind dick, so dass sie etwas mehr aushalten wenn kleine Kinder drin rumblättern.
Schon das letzte Buch der Autorin hat mir vom Inhalt sehr gut gefallen, diesmal bin ich auch von den Zeichnungen begeistert, denn Marc-Alexander Schulze hat hier wirklich ein Paradies erschaffen.
Auch bei uns wird das Thema Tod irgendwann relevant sein, denn ein Großelternpaar von mir lebt noch und unsere Tochter wird sich irgendwann fragen, wieso ihre Urgroßeltern und irgendwann leider auch ihre Großeltern sterben müssen und wo sie dann hingehen, wenn sie nicht mehr bei uns sind.
Unsere Kleine weiß, dass eine Uroma von ihr im Himmel ist. Sie war schon mehrfach mit uns am Grab und so konnte ich ihr am Ende des Buches auch erklären, dass der Opa unter der Erde begraben ist, man ihn aber nicht sieht weil er ebenfalls im Himmel ist (sie hat ihn dann auch auf der Zeichnung entdeckt).
Jeder hat eine andere Vorstellung vom Leben nach dem Tod, oder eben gar keine.
Emmis Opa hat einige Möglichkeiten aufgezeigt. Er spricht vom Paradies, vom Himmel und vom NICHTS und Emmi versteht, dass ihr Opa dann auf jeden Fall keine Schmerzen mehr hat.
Wer seinen Kindern das Thema Tod sensibel und kindgerecht rüberbringen mag, der sollte sich dieses Buch mal genauer ansehen.

Fazit:
Ein Kinderbuch das gleichzeitig traurig und schön ist und das durch Bilder erzählt, wo unsere Verwandten, Bekannten und Freunde nach dem Tod hinkommen (könnten). Es ist kindgerecht mit zauberhaften Zeichnungen.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2015
Mein Leben und andere Katastrophen
Schrocke, Kathrin

Mein Leben und andere Katastrophen


sehr gut

Inhalt:
Bernadette, die von allen nur Barnie genannt wird, ist dreizehn Jahre alt und in ihren Klassenkameraden Sergej verliebt, der im selben Haus wohnt wie sie.
Als sie in der Schule ein Klassenprojekt starten und für zwei Wochen Eltern einer Babypuppe werden, arbeitet sie (natürlich) aus praktischen Gründen mit ihm zusammen.
Während der Elternzeit kommen sich die beiden näher, aber sie sind nicht immer einer Meinung.


Meine Meinung:
Barnie lebt mit den ganz normalen Problemen einer Heranwachsenden. Sie hat Liebeskummer und gerade Streit mit ihrer Freundin. Ansonsten findet sie das Leben das sie mit Papa und Dad führt ganz normal, nur andere wundern sich darüber, dass Barnie zwei Väter hat.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Homosexualität ihrer Väter zwar ein Thema war, es aber nicht unnormal, oder falsch wirkte. Auf mich als Leserin wirkte Barnies Familie ganz normal. Ihr Dad wirkt etwas lockerer und unkomplizierter und ihr Papa macht sich scheinbar dauernd Sorgen. Man erfährt, dass Barnie Kontakt zu ihrer biologischen Mutter hat, sie aber nicht wirklich als Mutter braucht.
Barnie ist mit zwei Männern als Eltern aufgewachsen und auch wenn sie weiß, dass es in anderen Familien anders ist, lebt sie schon immer so. Sie liebt ihre Väter und hat die gleichen Geheimnisse vor ihnen, wie sie auch andere Kinder haben.
Ihre Väter waren mir beide sehr sympathisch, wobei mir Dad besser gefallen hat. Ich finde es toll, dass er Barnie besser versteht. Er wirkt jünger und lockerer.
Auch das Schulprojekt finde ich gut, denn obwohl es den Kindern zeigen soll wie anstrengend es ist ein Baby zu haben, zeigten fast alle wie verantwortungsvoll sie sein können.
Was mir in Mein Leben und andere Katastrophen fehlte waren spürbare Gefühle, denn egal ob es um ihre Freundschaft zu Finja, um ihre erste Verliebtheit in Sergej, oder die Geheimnisse die sie vor ihren Vätern hatte ging, alles wirkte normal. Barnie wirkte nie wirklich verletzt, nie wirklich traurig, nie wirklich verliebt.
Ich hatte eher das Gefühl, alle Gefühle wären ein bisschen vorhanden und das war mir ein bisschen zu wenig.
Trotzdem würde ich das Buch für junge Mädchen empfehlen, denn denen wird ein bisschen Leselektüre reichen.

Fazit:
Eine nette Lektüre über eine Regenbogenfamilie, die ersten Schmetterlinge im Bauch und auch über eine Enttäuschung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.07.2015
Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
Herb, Florian

Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg


ausgezeichnet

Inhalt:

Klara Lüdtke sieht eigentlich ganz normal aus, als sie bei Alvaro in Berlin ins Taxi steigt. Doch dass er sie erst zum Bahnhof und dann zum Flughafen fahren soll, kommt ihm schon etwas komisch vor. Und warum lässt sie ihren geblümten Trolley nicht los? Nichts ahnend, dass sich darin 1 Million Euro in bar befinden, ist er auch schon mit Klara auf dem Weg von Berlin nach Nizza.
Verfolgt werden die beiden von Klaras Familie und Alvaros Chef, der sein Taxi wiederhaben will.

Meine Meinung:

Meine Frau hatte von Florian Herb schon den Roman Männerwirtschaft gelesen und war begeistert davon. Normalerweise sind solche Bücher auch eher ihr Geschmack, da ich bisher überwiegend Fantasy und Thriller gelesen habe. Was sich aber mit der sehr sympathischen Lotto-Klara als Fehler herausgestellt hat.
Mein erstes Buch von Florian Herb wird sicher nicht mein letztes von ihm sein, denn diese Geschichte über den Roadtrip von Alvaro und Klara war einfach der Hammer.
Der Leser hat hier nicht nur zwei sehr sympathische Hauptprotagonisten, mal von den sympathischen "Nebendarstellern" abgesehen, sondern auch eine sehr detaillierte Reise mit ihren wunderbar dargestellten Orten. Man hat das Gefühl selbst an den Orten zu sein, so gekonnt wurden diese vom Autor dargestellt.
Leider war die Reise viel zu schnell vorüber, doch man kann sich sehr gut vorstellen wie das Leben von Klara und Alvaro weitergeht.
Mich hat das Buch schon auf der ersten Seiten gepackt, als Alvaro auf Kerstin, seine Vermieterin trifft. Kerstin hat einen Vollbart und das war schon der erste Grund für mich, wieso ich dieses Buch schnellstens durchlesen musste.
Was mir neben den tollen Orten auch noch sehr gut gefiel, war diese tiefsinnige Selbstfindung der beiden Hauptprotagonisten. Klara, die mit ihrer Million aus ihrem Käfig ausbrechen will um zu sehen was das Leben noch für sie bereithält und Alvaro, der Aufgrund der Aussage von Kerstin sein eigenes Ich finden soll.
Zusammen begeben sich die beiden auf die Reise um zu sich selbst zu finden.
Sehr witzig erzählt, aber dann auch wieder etwas traurig und recht oft kommt man selber zum Nachdenken ob es im eigenen Leben nicht auch noch etwas geben könnte das noch unerfüllt ist.

Mein Fazit:

Ein sehr toller, humorvoller, aber auch tiefsinniger Roadtrip mit sehr sympathischen Hauptprotagonisten!

Bewertung vom 24.07.2015
Etta und Otto und Russell und James
Hooper, Emma

Etta und Otto und Russell und James


ausgezeichnet

Inhalt:

Etta ist bereits 83 Jahre alt, doch in ihrem bisherigen Leben hat sie das Meer noch nie gesehen. Bewaffnet mit etwas Schokolade, ihren Wanderschuhen und einem Gewehr ihres Mannes Otto, macht sie sich auf den Weg an die Ostküste Kanadas. Über 3000 Kilometer zu Fuß und trotz all seiner Sorgen lässt ihr Mann Otto sie ziehen. Otto war selbst in seinem Leben schon auf einer großen Reise, denn er musste damals in den Krieg ziehen. Russell, der gemeinsame Freund der beiden, will Etta zurückholen.
Auf ihrem langen Weg zur Küste, trifft Etta den Kojoten James, der sie auf ihrem Weg begleitet und je näher sie ihrem Ziel kommt, desto lebendiger werden ihre Erinnerungen an die Vergangenheit.

Meine Meinung:

Ein Buch, bei dem ich nie gedacht hätte, dass ich es lesen würde, was mich aber im Nachhinein sehr überrascht hat.
Ich würde es eher als Roadtrip bezeichnen, der immer wieder in die Vergangenheit der Protagonisten abschweift.
Etta ist die Person um die sich alles dreht. Sie ist sozusagen der Angelpunkt des ganzen.
Sie macht sich mit ihren 83 Jahren auf den langen Weg an die Ostküste Kanadas um einmal das Meer zu sehen. Bisher hatte sie noch nicht das Vergnügen und deswegen macht sie sich auf die Reise.
Trotz seiner ganzen Sorgen um seine Frau Etta lässt Otto sie ziehen. Etta bewaffnet sich mit Schokolade und ihren Wanderstiefeln. Zur Verteidigung nimmt sie noch eines von Ottos Gewehren mit. Auf ihrem Weg begegnet ihr ein Kojote, den sie James nennt. Zusammen machen sie sich auf eine lange Reise.
Immer wieder begegnen ihr auf dem Weg Menschen die sie unterstützen. Doch wieso macht sie das? Schon als ich angefangen habe zu lesen stellte ich mir diese Frage und konnte sie mir auch bis zum Ende nicht beantworten.
Ich denke, dass sie an Alzheimer leidet, denn sie vergisst immer wieder Sachen, die sie aber am nächsten Tag wieder weiß.
Für mich sind ihre Reise und die damit zusammenhängenden Rückblenden in ihre Vergangenheit sehr interessant.
Man erfährt auch sehr viel, was Otto und Russell in der Zwischenzeit machen.
Otto lernt einige Rezepte die ihm Etta vorbereitet hat und er macht sich daran die Rückkehr von Etta vorzubereiten.
Russells Hauptbeschäftigung war bisher seine Farm und nach Hirschen Ausschau zu halten, doch als Etta sich auf den Weg macht und er damit nicht einverstanden ist, folgt er ihr nach einer kurzen Zeit.
Ich konnte das Buch sehr schlecht aus der Hand legen, denn es hat mich sehr gefesselt obwohl es ein eher ruhiges Buch ist.
Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich es als still fließender Bach bezeichnen an dem man sehr gut entspannen kann und über sein bisheriges Leben nachdenkt.

Mein Fazit:

Muss man(n) lesen!

Bewertung vom 24.07.2015
Ohne dich fehlt mir was
Toon, Paige

Ohne dich fehlt mir was


ausgezeichnet

Inhalt:
Alice ist achtzehn Jahre alt, als sie mit ihren Eltern ihren letzten Urlaub vor dem Studium in Dorset verbringt. Dort trifft sie auf den Kellner Joe und sie fängt an sich mit ihm zu treffen. In den nächsten Wochen erlebt sie ihre erste Liebe und die ist so stark, dass sie Joe nicht vergessen kann.
Als sich ihre Wege nach diesen Wochen trennen ist Alice niedergeschlagen und braucht ziemlich lange für einen Neuanfang.

Meine Meinung:
Ich habe schon das letzte Buch von Paige Toon verschlungen, aber dieses übertrifft es noch.
Alice lernt im Urlaub den hübschen und vor allem auch netten Joe kennen. Joe kommt aus einer ziemlich schwierigen Familie in der er keine Liebe erfährt. Dieser Aspekt hat mich schon am Anfang dazu gebracht ihn als meinen Favoriten zu sehen, ohne zu wissen was noch kommt.
Alice bekommt in der Zeit mit Joe viele schlimme Dinge mit, aber anstatt sich verschreckt zurückzuziehen, fühlt sie sich noch mehr zu Joe hingezogen.
Für eine erste Liebe sind die Gefühle und Erlebnisse der Beiden sehr intensiv und es wirkt so, als könnte die beiden nichts trennen.
Leider trennen sich ihre Wege dann doch überstürzt und es gibt keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme.
Alice ist im ersten Semester mit ihren Gedanken oft nicht bei der Sache, findet aber liebe Freunde, die sie auf andere Gedanken bringen.
Alice, Emily, Jessie und Lizzy sind greifbar. Sie verstellen sich nicht und als Leserin waren mir alle sympathisch, auch wenn Lizzy immer eine Wackelkandidatin war.
Als Alice dann Lukas kennengelernt hat, fand ich auch ihn nett, aber er wirkte aufgesetzt und arrogant. Mit der Zeit habe ich mich immer mehr gefragt was sie von ihm will - ich konnte ihn schnell nicht mehr ausstehen.
Egal was gerade in Alice Leben passierte, meine und auch ihre Gedanken waren bei Joe.
Auch wenn sie die Hauptprotagonistin war, ist seine Figur mir die Liebste gewesen.
Paige Toon hat in ihrer Geschichte nicht nur die schönen, sondern auch die Schattenseiten einer Liebe gezeigt. Sie schrieb spürbar von der Sehnsucht zweier Liebenden.
Obwohl es viel Glitzer gab, war die Geschichte nicht überzogen.

Fazit:
Wer auf Herzschmerz steht sollte sich dieses Buch vornehmen und kann dann schmachten und hoffen.

Bewertung vom 20.07.2015
Die scharlachrote Armee / Die Brücke der Gezeiten Bd.3
Hair, David

Die scharlachrote Armee / Die Brücke der Gezeiten Bd.3


ausgezeichnet

Inhalt:

Die Mondflut ist gekommen und die Brücke hat sich erhoben und zwei Kontinente miteinander verbunden. Die scharlachrote Armee erhebt sich und macht sich bereit für die Überquerung der Brücke um den anderen Kontinent zu besetzen. Die Inquisitoren des Kaisers machen sich auf die Jagd nach dem mächtigsten Artefakt der Welt, doch zwei Menschen haben es sich zum Ziel gemacht dem Kaiser zu trotzen. Ein gescheiterter Magier und ein Zigeunermädchen wollen den Frieden zurück nach Urte bringen, doch die scharlachrote Armee steht ihnen im Weg.

Meine Meinung:

Es gibt nicht viele Bücher auf die ich mich so sehr gefreut habe es lesen zu können, wie auf dieses hier. Doch da kommt auch schon der einzige negative Aspekt des Ganzen, denn ich habe dieses Werk in Rekordzeit durchgelesen weil es mich so fesselte und jetzt muss ich wieder warten bis das Abenteuer weitergeht. Diesmal zum Glück nicht solange.
Ich bin auf das Werk von David Hair eher nur durch Zufall gestoßen und der erste Teil konnte mich am Anfang auch nicht so fesseln, da mir die Geschichte zu viel Info auf einmal geboten hat. Doch zu guter letzt hat es mich doch so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich von diesem epischen Werk nicht mehr meine Finger lassen kann.
Ein jeder Band endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, so dass man als Leser gar nicht anders kann als dem nächsten Band entgegenzufiebern. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was ich machen soll wenn diese Reihe ein Ende finden sollte.
Was mich so fasziniert ist die Welt und die unterschiedlichen Charaktere.
Am sympathischsten finde ich Alaron, denn er ist einer der wichtigsten Charaktere in diesem Buch, der auch wie es scheint noch einen sehr hohen Stellenwert im folgenden Band einnehmen wird. Der Autor schafft es jeden der Protagonisten sehr gut darzustellen, nicht wie es in vielen Büchern ist, dass sich alles auf einen oder zwei Charaktere stützt.
Ich kann nicht sagen wieso, aber da es sehr viele verschiedene Geschichtsstränge gibt, habe ich mir trotzdem zwei davon ausgesucht die mir am besten gefallen haben. Die anderen sind zwar auch sehr interessant, aber trotzdem haben es mir die Stränge um Alaron Merser und Ellena Anborn am meisten angetan. Es passiert relativ viel in diesem Band, auf der einen Seite die Flucht von Alaron und Muhren, dann noch die Jagd der Inquisitoren nach der Skytale und die Geschichte um Cera die von Gurvon Gyle für seine Intrigen ausgenutzt wird. Ramon, ein gemeinsamer Freund von Cym und Alaron wird in die scharlachrote Armee einberufen und macht sich zusammen mit ihr auf den Weg über die Brücke.
Von Cym bekommt man in diesem Teil leider nichts mit, da immer nur von ihr gesprochen wurde.
Als absoluter Fantasy- Fan kommt man an dieser Reihe nicht vorbei, zumindest nicht wenn man auf Bücher wie "Herr der Ringe" steht. Ja, ich lehne mich etwas aus dem Fenster und nenne die beiden in einem Zug, denn genau das ist "Die Brücke der Gezeiten" für mich, ein episches Abenteuer mit der Kragenweite von "Herr der Ringe".

Mein Fazit:

Ein episches Abenteuer, an dem man nicht vorbeikommt! Suchtpotential!

Bewertung vom 17.07.2015
Der Sieg der Verlierer / Wild Cards Bd.2

Der Sieg der Verlierer / Wild Cards Bd.2


weniger gut

Inhalt:

Ein schreckliches Ereignis erschüttert Texas. Eine Atomexplosion in einer Stadt löscht dort alles aus. Doch ist es kein Akt von Terroristen, sondern ein kleiner Jungen mit dem Namen Drake ist daran Schuld. Er ist auch vom Wild Cards Virus betroffen und kann seine neu entdeckte Kraft nicht beherrschen. Die Elitegruppe der UNO, auch das Komitee genannt, will den Jungen beschützen, doch als sie in Texas eintreffen ist Drake bereits weg. Währenddessen versucht Drummerboy die Krise in der arabischen Welt zu schlichten, doch dabei kommen ihm Zweifel ob er auf der richtigen Seite steht.

Meine Meinung:

Der erste Teil hat bei mir schon nicht die volle Punktzahl erhalten und leider muss ich sagen, dass ich diese Reihe definitiv nicht weiterverfolgen werde da mich dieser Teil sehr enttäuscht hat.
An sich fand ich das Thema des Wild Card Virus recht interessant, doch kam dieser Aspekt meiner Meinung nach schon im ersten Teil viel zu kurz.
Im zweiten Teil dominieren Sex, Intrigen und unnötige Gewalt. Nichts was mich im Entferntesten interessieren würde.
Sprachlich gibt es an diesem Werk nichts auszusetzen, aber ich musste mich regelrecht durch dieses Buch quälen. Beim Vorgänger war es wenigsten so, dass es zum Schluss noch interessant wurde.
Die einzigen Charaktere, die ich in diesem Teil einigermaßen interessant fand, waren Niobe und Drake. Drummerboy konnte ich im Vorgänger schon nicht ausstehen und der Rest der Truppe ist mir auch viel zu oberflächlich.
Von einem Fantasybuch erwarte ich Spannung und dass es mich in eine andere Welt zieht, aber dies war hier leider nicht gegeben.
Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken wie sehr mich dieses Buch enttäuscht hat. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, wenn alles aus einer Feder stammen würde und nicht von vielen Autoren.
Wie sagt man so schön, viele Köche verderben den Brei.
Ich denke aber, dass dies mit Sicherheit auch Geschmackssache ist und meiner konnte nicht getroffen werden.
Im Großen und Ganzen finde ich zwar das Thema interessant, aber nicht besonders gut umgesetzt. Sehr interessant fand ich auch einige der Charakter, wobei aber sicher noch einige andere auch interessant gewesen wären, die aber einfach zu oberflächlich behandelt wurden.

Mein Fazit:

Der erste Teil der Reihe konnte mich schon nicht voll überzeugen, aber der Nachfolger hat noch viel weniger geschafft! Eine Reihe die ich nicht weiterverfolgen werde.