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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 03.05.2015
Ein Bild von dir
Moyes, Jojo

Ein Bild von dir


ausgezeichnet

Inhalt:
Erster Weltkrieg: Sophies Mann, der Künstler Édouard, ist in den Krieg gezogen. Sie zieht von Paris zu ihrer Schwester um ihr im Familienbetrieb und mit den Kindern zu helfen.
Das Ansehen der Familie verschlechtert sich, als deutsche Soldaten zu ihnen zum Essen kommen, doch die Frauen haben keine andere Wahl.
Sophie schöpft Kraft aus einem Gemälde das ihr Mann in guten Zeiten von ihr gemalt hat.

London, 2006: Liv hat den Tod ihres Mannes David immer noch nicht verkraftet. In ihrem minimalistisch eingerichtetem Schlafzimmer gibt es eigentlich nur ein "Extra": Die Jeune Femme.
Das Bild einer Frau die Stärke und Zuversicht ausstrahlt.
Finanzielle Probleme belasten Liv ebenso, denn ihre Arbeit läuft nicht wie sie es möchte, die Rechnungen stapeln sich und dann lernt sie Paul kennen...

Meine Meinung:
Ob ich es will, oder nicht: Nach "Ein ganzes halbes Jahr" erwarte ich von der Autorin immer wieder geniale Bücher.
"Ein Bild von dir" lässt sich mit diesem Bestseller nicht vergleichen. Er hat auf mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt.
Dennoch war das Buch nicht schlechter, es war nur anders.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt fesselnd. Sie überzeugt mit Worten und den Geschichten selbst.
Zuerst war ich vom Kriegsteil besonders angetan und habe mit der Familie gelitten. Die "Gegenwart" fand ich am Anfang ziemlich lasch und wenig aussagekräftig.
Das änderte sich mit der Zeit, denn Livs Probleme schienen zu wachsen.
Ihre Bekanntschaft, die Gefühle für Paul bringen Schwierigkeiten mit sich, aber Liv kann ihn nicht vergessen.
Im Gegenteil, es kommt soweit, dass sie ihn regelmäßig ungewollt sehen muss.
Ich fand es wundervoll Livs Gefühle miterleben zu können. Zu sehen wie sie am Anfang kurz vor dem Aufgeben steht, wie der Kampf um das letzte, ihr wirklich wichtige Geschenk von David ihr Kraft gibt.
Wie sie die Geschichte von Sophie erfährt und wie sie Mitgefühl mit dieser Frau bekommt und sie nicht gehen lassen mag.
Es ist ziemlich viel, was Liv in dieser Zeit ertragen und erdulden muss und das sie bis zum Ende kämpft zeigt schon wie viel Stärke in dieser Protagonistin steckt.
Ich muss gestehen, dass ich ziemlich viele Personen wundervoll fand. Der Kommandant hatte seine menschliche Seite nicht verloren, obwohl er sie nicht zeigen durfte.
Mo ist ganz speziell, herzerfrischend ehrlich und auch wenn ich kurz sauer auf sie war, hat sie mich mit ihrer Art doch überzeugt.
Auch Paul, der für ziemlich viel Wirbel sorgt war spitze. Ich finde, dass jede seiner Beschreibungen ganz viel Gefühl und sogar Liebe ausstrahlt.

Fazit:
Es gab hier eine bewegende Geschichte, besonders vielseitige Charaktere, Liebe, Hass und ganz viel Hoffnung.

6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.05.2015
Tödliches Netz / Der Game-Master Bd.1
Dashner, James

Tödliches Netz / Der Game-Master Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Michael verbringt die meiste Zeit seines Lebens im VirtNet. Eine computergenerierte Welt in die man sich einloggen kann und alles sehr realistisch erlebt. Michaels größtes Ziel ist es, der beste Gamer im VirtNet zu werden, doch als sich eine andere Gamerin vor seinen Augen umbringt, ändert sich alles für ihn. Solche Fälle häufen sich in letzter Zeit und alles deutet darauf hin, dass Kaine dahintersteckt. Kaine ist ein gesuchter Cyberterrorist, dessen Identität und Motiv für seine Taten keiner kennt.
Michael ist derjenige, der im Auftrag des Virtuellen Sicherheitsdienstes, Licht ins Dunkel bringen soll. Zusammen mit seinen Freunden macht er sich daran, Kaines Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Dazu muss er Pfade im VirtNet gehen, die vor ihm noch keiner beschreiten musste.

Meine Meinung:

Vorab muss ich schon mal loswerden, dass "Der Game Master" für mich bisher das Lesehighlight 2015 war und ich habe dieses Jahr schon einige sehr gute Bücher gelesen.
Da ich von James Dashner bereits die Auserwählten-Trilogie gelesen habe, von der ich mehr als begeistert war, musste ich dieses Buch einfach lesen und habe es auch nicht bereut.
Ein bisschen erinnerte mich das Buch an die Otherland-Reihe von Tad Williams, denn dort spielt sich auch alles in einem Virtuellen Netzwerk ab in das man sich einloggt.
Ich finde die Idee einfach Klasse, da es genau solche Szenarien sind, die mich faszinieren.
Die meiste Zeit verbringt der Leser auch zusammen mit Michael und seinen beiden Freunden Sarah und Bryson im VirtNet. Dort haben sich die drei auch kennengelernt und sind Freunde geworden.
Was im richtigen Leben passiert ist hier eher Nebensache, wobei es zum Schluss nochmals eine tragende Rolle einnimmt.
Der Schreibstil des Autors war wie gewohnt klasse und ich finde, dass die Geschichte sehr rasant und spannend erzählt wurde. Mich hat die Geschichte gleich auf der ersten Seite gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Beim Ende von diesem Teil hatte ich sogar einen richtigen Wow-Effekt, den ich bis jetzt noch nicht verdauen konnte, denn ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit.
Die Geschichte dreht sich um die drei Freunde Michael, Sarah und Bryson, die alle für den weiteren Verlauf sehr wichtig sind. Sie "hacken" und manipulieren sich durch die ganze Welt des VirtNet um Kaine auf die Schliche zu kommen und ziehen sich immer wieder gegenseitig aus den unmöglichsten Situationen.
Kaine kommt relativ selten zum Einsatz, aber wenn dann auch richtig. Ein richtiger Bösewicht, wie man ihn sich wünscht. Da er nie selbst gesehen wurde oder auch nicht bekannt ist, mit welchem Motiv er seine Taten begeht, umgibt ihn etwas sehr machtvolles.
Die Charaktere sind alle sehr gut dargestellt und man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren.

Mein Fazit:

Auftakt einer genialen Reihe aus der Feder von James Dashner!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2015
Das unendliche Meer / Die 5. Welle Bd.2
Yancey, Rick

Das unendliche Meer / Die 5. Welle Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Cassie hat die Flucht aus Camp Haven überlebt, doch was ist mit Evan passiert? Er ist zurückgeblieben um Cassie und ihren Freunden überhaupt die Flucht zu ermöglichen. Doch er hat ihr das Versprechen gegeben, dass er sie findet. Aus diesem Grund besteht Cassie darauf, dass die Gruppe in einem Hotel Stellung bezieht, so dass Evan sie auch finden kann. Sehr zum Verdruss von Ringer, denn sie will weiter.
Heimlich macht sich Ringer aus dem Staub um für die Gruppe einen sicheren Zufluchtsort zu finden. Was sie am Anfang jedoch nicht weiß ist, dass sie die kleine Teacup verfolgt und somit das Schicksal beider besiegelt.
Währenddessen bekommt es die Gruppe mit einem unbekannten Angreifer zu tun.

Meine Meinung:

Ich habe mich tierisch darauf gefreut, endlich zu erfahren wie es mit Cassie und Evan weitergeht.
Da die ersten vier Wellen 7 Milliarden Menschen das Leben gekostet haben, sind außer Cassie und den restlichen der Gruppe kaum noch Menschen übrig und man kann auch keinem mehr trauen.
Man weiß nie, ob man einen echten Menschen vor sich hat oder einen von den "Anderen".
Das ist es, was mich an diesem Buch so fasziniert. Das Thema und wie es der Autor umgesetzt hat. Dazu kommt noch dieser absolut geniale Schreibstil von Rick Yancey.
Es setzt geschichtlich genau da ein, wo der Vorgänger endete.
Ich musste erst ein paar Seiten lesen um wieder in Geschehen reinzukommen, denn es ist schon ein paar Tage her, seit ich den Vorgänger lesen durfte.
Doch ich fand mich sehr schnell wieder zurecht und konnte mich auch an das Ende vom Buch davor erinnern.
Mich hat das Buch zwar von Anfang an gefesselt, aber so richtig aus den Socken gehauen hat es mich dann, als man erfährt was Ringer und Teacup zugestoßen ist.
Einfach hat es die Gruppe um Cassie aber auch nicht, denn sie bekommen es mit einem Angreifer zu tun, mit dem sie nicht gerechnet haben.
Dazu kommt noch, dass Cassie nicht weiß was aus Evan geworden ist und ob er noch lebt.
Die größte Entwicklung seit dem Vorgänger hat Ringer durchgemacht und wenn ich ehrlich bin, hat sie mich auch am meisten in diesem Buch fasziniert.
Cassie ist wie gehabt tough und hat immer einen guten Spruch auf den Lippen, doch um nichts hat sie mehr Angst als um ihren Bruder Sam und Evan.
Mich hat dieser zweite Teil sehr gut unterhalten und ich hoffe bald auf den Nachfolger der mich auch so überzeugen kann.

Mein Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung einer Reihe, die mich bisher richtig fesseln konnte.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.04.2015
Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel  (Restauflage)
Somer, Bradley

Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel (Restauflage)


gut

Inhalt:

Ian ist ein Goldfisch und fällt aus dem 27. Stock vom Seville on Roxy, dem Haus in dem er seit ein paar Monaten wohnt. Während er fällt, erhascht er kurze Blicke in die Geschichten einiger Bewohner des Gebäudes, doch kurze Augenblicke später hat er sie wieder vergessen und fragt sich warum er fällt. Wenn so viele Menschen in einem Gebäude leben, kreuzen sich irgendwann die Wege einiger Personen. Sie müssen sich nicht mögen, sie müssen nicht dieselben Interessen haben, aber sie sind alle Teil dieses Gebäudes. Die Geschichten, die Ian erlebt, sind sehr unterschiedlich. Er erlebt Freude, Trauer, pures Glück und eine neue Liebe?


Meine Meinung:

Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten in dieses Buch reinzufinden. Es wird über einen Goldfisch geschrieben, der 27 Stockwerke hinunterfällt. Er soll mitbekommen, was die Menschen in dieser Zeit in dem Haus erleben? Und dann werden Behältnisse und Gebäude erklärt, was mich ein wenig gelangweilt hat und sehr ermüdend war. Die ersten Seiten waren somit sehr verwirrend für mich und ich wusste nach zwei Seiten nicht mehr, was ich da eigentlich gelesen habe. Nach und nach kam ich dann in das Buch und fand die einzelnen Geschichten sehr interessant, allerdings hat es mich ein wenig genervt, das in jedem dritten Satz der Name erwähnt wurde, von dem der Abschnitt handelte. Das war ein wenig zu oft. Nach ein paar Sätzen weiß man, zu wem der Abschnitt gehört. Es hätte gereicht, die Namen zwischendurch mal zu erwähnen, aber nicht in jedem dritten Satz. Auch dass die Geschichten zum Teil wiederholt werden, wenn sich die Wege einiger Menschen in dem Haus kreuzen fand ich nicht so toll, denn man möchte ja nicht alles fünfmal lesen. Irgendwann wird dann plötzlich von zukünftigen Geschehnissen geschrieben, was so gar nicht zu diesem Buch passte, denn die ganze Zeit wurde vom Jetzt geschrieben und dann plötzlich wird geschrieben, was in einigen Jahren mit einer Person passiert und wie ihr Leben verlaufen wird. Ian der Goldfisch hatte zwischendurch auch immer wieder seine Abschnitte, die mich am meisten wunderten, denn dieses Buch hätte ohne diesen Goldfisch, der vier Sekunden lang auf den Boden zurast und von seinem Goldfischglas und der Schnecke Troy sinniert, viel mehr Potential gehabt. Ohne diesen Goldfisch hätte ich das Buch um einiges besser gefunden. Die Geschichten an sich sind sehr unterschiedlich und waren sehr unterhaltsam. Natürlich hätte ich gerne bei einigen Geschichten erfahren, wie es weitergegangen wäre, aber so ist das eben. Wir können nicht alles miterleben und nicht alles hat ein Ende. Manches befindet sich eben einfach noch am Anfang...


Fazit:

Ein Gebäude und viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, deren Wege sich kreuzen. Nur der Goldfisch ist in diesem Buch fehl am Platz.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.04.2015
Über uns der Himmel
Harmel, Kristin

Über uns der Himmel


ausgezeichnet

Inhalt:
Vor dreizehn Jahren verabschiedet sich Kate Waithman wie jeden Morgen von ihrem Mann Patrick als er zur Arbeit muss.
Kurze Zeit später joggt sie am Hudson River und sieht wie ein Flugzeug in das World Trade Center fliegt, in dem Patrick arbeitet. Er stirbt bei diesem fürchterlichen Unglück.
Jetzt hat sie ihr Herz für einen neuen Mann geöffnet, doch als sie eines Nachts einen ziemlich realen Traum von Patrick hat, überdenkt sie ihr Leben.

Meine Meinung:
Da mir "Solang am Himmel Sterne stehen" schon so gut gefallen hat, wollte ich das neue Buch von Kristin Harmel unbedingt lesen und ich muss sagen: Ich bin wirklich überrascht!
Die Autorin hat es geschafft meine Erwartungen zu toppen. Dieses Buch war für mich emotionaler und berührender als ihr letztes.
Ich habe die Protagonistin Kate in der Gegenwart, in der Vergangenheit und in ihren Träumen begleiten dürfen.
Vor dreizehn Jahren, als sie und ihr Mann Patrick noch keine dreißig waren, hat der 11. September ihr Leben für immer verändert.
Seit dem funktioniert sie und glaubt, dass sie sich wieder verliebt hat.
Als sie dann von Patrick zu träumen anfängt, verstand ich als Leserin wieso sie ihn so vermisst. Locker, witzig und unbeschwert haben die beiden ihre Liebe gelebt und waren sich ihrer immer sicher.
Mit den Träumen merkt sie, dass in ihrer Beziehung mit Dan etwas fehlt.
Kate ist sich nicht sicher, ob ihre Träume ihr das Leben so zeigen, wie es hätte sein können. Sie ist aufgewühlt und nachdem sie im Traum eine gehörlose Tochter hat, besucht sie einen Gebärdensprachkurs. Dort freundet sie sich mit dem Lehrer Andrew an der mir mit seiner lieben und ruhigen Art sofort gefallen hat.
Obwohl "Über uns der Himmel" nur eine Geschichte ist, so hat mich Andrews Arbeit (den Sprachkurs macht er nur nebenbei) sehr beeindruckt. Andrew wirkt wie ein einfacher, liebenswerter Mann der sich um seine Mitmenschen bemüht und Verantwortung übernimmt.
Auch seine eigene traurige Geschichte durfte ich erfahren.
Mich konnte das Buch von Anfang an begeistern und ich muss sagen, dass auch dieses Buch ein wahres Lesehighlight 2015 ist.

Fazit:
Ein Buch mit überwiegend tollen Menschen, berührenden Schicksalsschlägen und erfreulichen Momenten.
Ein Buch das verzaubert und begeistert.

Bewertung vom 21.04.2015
Meine erste Lernraupe - Ich kenne die Zahlen
Grimm, Sandra

Meine erste Lernraupe - Ich kenne die Zahlen


ausgezeichnet

Klappentext:

Das Erkennen und Benennen der Zahlen gehört zu den grundlegenden Entwicklungsschritten der Kleinsten. Mit diesem Buch macht das Zählen lernen Spaß!

Dieses Buch fördert:

Sprachentwicklung
Feinmotorik
Zahlenverständnis

Meine Meinung:

Für mich ein ganz tolles Buch für Kinder in dem angesprochenen Alter und ihre Eltern. Das Buch eignet sich sehr gut zum vorlesen, aber am meisten Spaß machte es wenn man zusammen mit den Kindern liest und das Buch entdeckt.
Ich habe das Buch zusammen mit unserer 2,5 jährigen Tochter gelesen und wir beide waren total begeistert. Sie versucht immer zu erzählen was sie auf den Bildern sieht und auch die Anzahl davon. Wir haben dann auch immer zusammen gezählt.
Sehr schön finde ich auch, dass die Seiten nicht so überladen sind und es sich immer um eine Doppelseite handelt auf der man einiges entdecken kann. Unserer Kleinen haben es auch die Schieber so richtig angetan, ist auch eine gute Übung für die Feinmotorik der Kinder.
Sehr passend sind auch die sich reimenden Texte zu den Bildern, in denen auch noch eine Frage steckt, die sich mit den Bildern auf den Schiebern beantworten lässt.

Mein Fazit:

Ein sehr tolles Kinderbuch, das auf ganzer Linie begeistert!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.04.2015
Der unrechte Wanderer
Thurner, Michael M.

Der unrechte Wanderer


ausgezeichnet

Inhalt:

Die Treibgierde ist ein Ort von dem man sich besser fern hält. Doch Bertol, den alle nur Hackfresse nennen, begibt sich mit einem Kumpanen dorthin um zu Angeln. Auf einmal entdecken die beiden etwas an der Treibgierde das sich bewegt und die beiden ziehen es in das Boot. Es ist ein Mann, den Bertol als sein Eigen sieht, da er ihn ja befreit hat. Doch hat Erdar, das Geschöpf aus der Treibgiere noch Erinnerungen an das Innere? Immer wieder tauchen Gedankenfetzen auf und er erinnert sich, dass im Inneren Krieg zwischen den Magicae und den Wicca herrscht. Auch in der Welt außerhalb ziehen die Wicca und Magicae die Fäden und wollen die Macht an sich reißen.

Meine Meinung:

"Der Gottbettler" hatte mich damals schon überzeugt und daher musste ich "Der unrechte Wanderer" unbedingt lesen. Ich finde zwar, dass er den Gottbettler nicht übertrumpfen konnte, aber dennoch auf demselben Niveau ist.
Man kann "Der unrechte Wanderer" meiner Meinung nach eigenständig lesen, da er zwar in derselben Welt spielt wie "Der Gottbettler", die Bücher aber bis auf ein paar Charaktere nichts miteinander zu tun haben.
Es herrscht ein Kampf zwischen den Wicca und Magicae, in dem es immer nur um Macht geht. Jede Seite will die Macht über die Welt, doch bisher konnte sie keine Seite an sich reißen. Bis zu dem Tag, an dem Eredar aus der Treibgierde gezogen wird, denn er hat Informationen, die das Gleichgewicht der Mächte ins Wanken bringen können.
Terca und Pirmen sind zwei Charaktere, die man aus dem Gottbettler schon kennt und man merkt wie sehr sich Pirmen entwickelt hat in der Zeit. Terca ist nach wie vor eine hinterlistige und verschlagene Schlange. Besonders sympathisch finde ich Pirmen zwar auch nicht, aber seinen Diener Ox hingegen schon. Ox ist ein Reitmensch, Pirmens Diener, der sich um alles kümmert.
Doch umgibt Ox auch ein Geheimnis, denn er ist für die Magie beider Seiten immun und sie können ihm nichts anhaben. Für mich war er so ziemlich der sympathischste Charakter der ganzen Geschichte. Sehr wichtig sind jedoch auch Amelia, die auf der Suche nach ihren beiden Söhnen ist und nicht weiß welche Kräfte in ihr selbst schlummern und Eredar, das "Ding" aus der Treibgierde. Er kann sich am Anfang an nichts erinnern, was im Inneren geschehen ist. Auch ihn umgibt eine Art Geheimnis, das er selbst noch nicht durchschaut. Oder will er nur etwas aus seinen Gedanken verdrängen?
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich jetzt wieder nach mehr lechze. Ich hoffe ja, dass mich der Autor nicht enttäuscht und so weitermacht wie bisher.

Mein Fazit:

Eine tolle Fantasygeschichte die meine Erwartungen erfüllt hat und Lust auf mehr macht!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.04.2015
Das Jahr, in dem ich dich traf
Ahern, Cecelia

Das Jahr, in dem ich dich traf


ausgezeichnet

Inhalt:
Jasmine ist ein Workaholic und für sie ist ihre Freistellung vom Job das gleiche wie ein Weltuntergang.
Launisch legt sie sich mit ihrer Familie und den Nachbarn an.
Matt ist einer dieser Nachbarn. Er hat ein Alkoholproblem und seine Frau hat ihn gerade verlassen.
Die beiden feinden sich an wo es nur geht und dann beginnt ein turbulentes Jahr voller Überraschungen.

Meine Meinung:
Endlich ein neues Buch von Cecelia Ahern!
Ich war überrascht, denn es gibt diesmal kein Hardcover und auch das Cover unterscheidet sich sehr von ihren letzten.
Ich war gespannt was in dieser Geschichte passiert, denn der Klappentext hat nicht viel verraten.
Obwohl mich der Schreibstil der Autorin wie immer begeistern konnte, war ich am Anfang des Buches etwas genervt.
Die beiden Hauptprotagonisten stritten, keiften und motzten über die Gärten hinweg und als Leser habe ich mich immer wieder gefragt wie eine Autorin zwei so widerliche und kaputte Protagonisten aus ihrer Feder zaubern kann.
Im Laufe der Geschichte wurde dann klar, dass es genau diese beiden für den weiteren Verlauf brauchte.
Jasmine und Matt erleben ein Jahr, vier Jahreszeiten voller Wunder und Überraschungen.
Unentwegt ärgern sie sich und trotzdem entsteht mit der Zeit eine Art wundervolle Freundschaft.
Ich durfte auch noch weitere Nachbarn der beiden kennenlernen und auch diese waren nicht nur Randerscheinungen, denn alle hatten eine berührende Geschichte zu erzählen.
Die Malones und Dr. Jameson haben ziemlich harte Schicksalsschläge hinter sich und Dr. Jameson war wohl mit dem Headhunter der Jasmine für einen neuen Job anwerben will, der Sympathischste im ganzen Buch.
Neben ihrer Wut die Jasmine schon ihr halbes Leben auf Matt hat und die Wut über die verlorene Arbeitsstelle hat sie noch weitere Probleme.
Ihr Cousin Kevin taucht wieder auf und nach einem Vorfall wollte sie ihm eigentlich für immer aus dem Weg gehen.
Ich durfte auch Jasmines Schwester Heather kennenlernen für die sie sich verantwortlich fühlt.
Die ganze Geschichte war ziemlich kompakt mit ziemlich vielen Charakteren.
Fast alles spielt in der erwähnten Nachbarschaft und doch passiert so einiges.
Am faszinierendsten war die Entwicklung der Ekelpakete in liebenswerte Menschen.
Alle brauchten die Zeit und die Jahreszeiten zum sich neu entdecken und wachsen.

Fazit:
Menschen die sich wie durch Magie verändert haben. Menschen die innerhalb von einem Jahr gewachsen sind und sich selbst gefunden haben. Wer den Kampf mit den schrecklichen Protagonisten aufnimmt, wird am Ende dafür belohnt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2015
Unten / NOX Bd.1
Grevet, Yves

Unten / NOX Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Eine dicke Wolke aus Schmutz die Nox genannt wird, trennt die obere Welt von der unteren. Die Menschen aus der Oberstadt haben das große Los gezogen. Sie Leben im Licht und meistens auch im Reichtum. In der Unterstadt ist das Leben sehr schwer und man ist immer schmutzig und muss durch Muskelkraft Energie erzeugen um etwas Licht zu bekommen. Auf den Straßen herrscht das Gesetzt der Miliz, die alle in Angst und Schrecken versetzt.. Lucen lebt in der Unterstadt und als sein bester Freund Gerges sich der Miliz anschließt, ändert sich Lucens ganzes Leben. Lucen ist in großer Gefahr und die einzigen die hinter ihm stehen sind seine Freundin Firmie und das Mädchen Ludmilla aus der Oberstadt. Zusammen wollen sie die Grenze zwischen den Menschen aus der Ober- und Unterstadt zum Einsturz bringen.

Meine Meinung:

Da ich bisher von Yves Grevet zumindest den ersten Teil der Metó Trilogie gelesen habe, war ich auf Nox ziemlich gespannt.
Metó hatte mich damals schon überrascht, denn es ist auf eine sehr einfache Weise geschrieben, so dass es sehr leicht zu lesen und sehr übersichtlich ist.
Bei Nox hingegen verhält es sich ganz anders, denn ich finde die Idee sehr interessant und sie wurde auch vom Autor sehr gut umgesetzt. Hinzu kommt, dass er hier einen anderen Schreibstil verwendet hat, was mich schon etwas überrascht hat.
Ich finde, dass er bei Nox etwas komplexer geschrieben hat, was aber sehr gut zur Geschichte passt.
Nox handelt von einer Welt in der es eine gewisse Klassentrennung gibt.
An der Oberfläche leben die Menschen ein normales Leben mit Strom und fließendem Wasser und unter der Oberfläche ist es sehr schwer zu leben. Hier muss man regelrecht ums Überleben kämpfen und die meiste Zeit ist man im dunkeln unterwegs, da Energie mit eigener Muskelkraft hergestellt werden muss und daher auch sehr kostbar ist. Doch zum Unglück aller ist das noch nicht alles, denn es gibt dort auch noch die Miliz, die alle in Angst und Schrecken versetzt.
Aber genau das ist es, was mir an diesem Buch so gefällt. Am Anfang spielt sich das Buch innerhalb der beiden getrennten Welten ab, doch durch die beiden Charaktere Lucen und Ludmilla verstricken sich die beiden Welten immer mehr miteinander.
Für mich war es auch von der ersten Seite an sehr spannend und ich konnte das Buch sehr schlecht aus der Hand legen.
Ludmilla und Lucen sind die beiden Hauptprotagonisten der Geschichte. Sie wurden beide sehr sympathisch und gut dargestellt. Sie sind sehr interessant, denn unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Lucen muss sich in seinem Leben alles erkämpfen, was er auch ohne zu murren macht. Doch Ludmilla lebt wohlbehütet in der Oberwelt und muss sich für nichts groß anstrengen, doch auch bei ihr ändert sich alles, als ihr Kindermädchen Martha entlassen wird.
Gerges war mir am Anfang auch sehr sympathisch, doch im späteren Verlauf stellt er sich gegen seinen besten Freund Lucen.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den Nachfolger, der hoffentlich bald erscheint.

Mein Fazit:

Eine sehr interessante Geschichte die wunderbar erzählt wurde.

Bewertung vom 10.04.2015
Der Erwählte / Selection Bd.3 (Audio-CD)
Cass, Kiera

Der Erwählte / Selection Bd.3 (Audio-CD)


ausgezeichnet

Inhalt:

Neben America sind noch drei andere Mädchen im Rennen um die Krone Illeás und einer märchenhaften Hochzeit. Alle vier werben um das Herz des Prinzen Maxon, doch auch Aspen ist noch im Palast und America liebt ihn noch immer. Doch der Moment der Entscheidung ist für America gekommen, denn sie hat ihr Herz verschenkt. Mit allen Konsequenzen. Doch hat sie die richtige Entscheidung getroffen?

Meine Meinung:

Ich habe sehnlichst auf den Moment gewartet, dass ich endlich erfahre wie es mit Prinz Maxon und Lady America weitergeht.
Wieder ein absolut gelungenes Hörerlebnis aus dem Hause Jumbo. Beim ersten Teil der Trilogie habe ich die Stimme der Sprecherin Friederike Wolters noch als eher unangenehm empfunden, doch jetzt könnte ich mir die drei Hörbücher ohne sie als Sprecherin nicht mehr vorstellen. Sie hat es geschafft, den Gefühlen und der Dramatik innerhalb der Geschichte, eine Stimme zu geben.
Diese wirklich einzigartige Geschichte aus der Feder von Kiera Cass, wurde von der Sprecherin gekonnt in Szene gesetzt. Hut ab vor dieser Leistung. Der Hörer merkt auch hier nicht nur die Entwicklung der einzelnen Charaktere des Buches, sondern auch die professionelle Entwicklung der Sprecherin.
Vor der Geschichte selbst kann man auch nur den Hut ziehen, denn die Geschichte um die beiden Hauptprotagonisten America und Maxon ist für mich bisher unerreichbar gut.
Selbst ich als Mann finde die Geschichte einfach genial, denn das Hauptaugenmerk liegt zwar auf der Beziehung zwischen Maxon und America, die sich aber auch noch zu Aspen hingezogen fühlt, doch der Aspekt um die politischen Machenschaften ist auch sehr interessant.
Besonders interessant fand ich in diesem Teil die Einblicke in die Machenschaften des Königs und dieser war mir schon im ersten Teil nicht sehr sympathisch, doch in diesem war er wirklich unterste Schublade und er hat gezeigt wer er wirklich ist.
Immer wieder kommt es zu Situationen, bei denen der Zuhörer oder Leser fiebert wie es wohl weitergeht. Ich fand das Ende sehr gelungen, wenn es mich auch sehr überrascht hat.
Maxon und America sind für mich das Traumpaar schlechthin und man merkt in diesem Teil richtig welche Gefühle sie füreinander hegen. Aspen ist zwar auch noch mit von der Partie, aber ich hatte das Gefühl, dass dieser Punkt innerhalb der Geschichte eher untergeht. Wobei es im Laufe der Geschichte noch etwas holpriger wird was Aspen und America betrifft.
Auch die drei anderen Mitbewerberinnen sind meiner Meinung nach nicht mehr so präsent wie in den anderen Teilen vorher.

Mein Fazit:

Absolut spitze und voller Gefühle und Dramatik.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.