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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 10.04.2015
Revival
King, Stephen

Revival


sehr gut

Inhalt:

Jamie ist noch ein Kind, als er Charles Jacobs begegnet. Einem noch sehr jungen Prediger, welcher der Gemeinde zugewiesen wurde, in der Jamie wohnt. Sehr schnell erobert er das Herz der ganzen Gemeinde und den Kindern haben es seine elektrischen Spielereien angetan. Doch ein sehr schwerer Unfall lässt Charles Jacobs vom Glauben abfallen und in seiner letzten Predigt lässt er die Welt wissen was er vom Glauben und Gott hält. Nach dieser Gotteslästernden Predigt wird er aus der Gemeinde verstoßen und seitdem pilgert er als Prediger über Jahrmärkte im ganzen Land.
Jamie trifft ihn sehr viel später auf einem der Jahrmärkte wieder, als er sich Drogen besorgen will, denn daraus besteht sein Leben. Drogen, Alkohol und die Musik. Von Charles Jacobs wird er aufgenommen und von seinen Süchten geheilt, doch er gerät dadurch auch immer tiefer in der dämonische Welt der elektrischen Experimente des Predigers und das letzte Experiment das alles verändern wird steht schon bald bevor.

Meine Meinung:

Da ich schon einige Bücher aus der Feder von Stephen King kenne, darunter auch "Doctor Sleep", habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Es war wieder ein gutes Buch, doch ganz konnte es mich nicht überzeugen. Für mich war es nicht so stark wie "Doctor Sleep", dass mich richtig vom Hocker gerissen hat.
Revival beinhaltet für mich den typischen Stephen King Horror, der mit Sicherheit auch nicht jeden Geschmack trifft.
Der Autor erzählt hier eine sehr interessante Geschichte aus der Sicht von Jamie, der Charles Jacobs im Laufe seines Lebens immer wieder über den Weg läuft. In Kindertagen war er ihm sehr sympathisch und es entwickelte sich auch eine Freundschaft zwischen den beiden. Doch als der Unfall mit Jacobs Familie passierte veränderte sich etwas in ihm, das seinen Glauben von Grund auf änderte.
Die Geschichte um die beiden trägt eine sehr große Kritik an der heutigen Religion in sich, die in gewisser Weise auch die Wissenschaft beinhaltet.
Charles Jacobs experimentiert sein ganzes Leben lang mit der "geheimen" Elektrizität, mit einem Ziel des Unvorstellbaren. Und genau dieses Ziel ist es, das mich etwas enttäuscht hat.
Mich hat die Lebensgeschichte von Jamie sehr fasziniert und auch die Passagen in denen er dem Reverend über den Weg läuft. Wenn man es richtig sieht, hat Charles Jacobs sogar Jamies Leben gerettet, doch zu welchem Preis?
Doch das Ende hat mich etwas enttäuscht, das war auch schon das einzige was mich nicht ganz überzeugen konnte. Ein sehr interessantes, aber dennoch schreckliches Ende. Es hat mich sehr gegruselt, was für ein Horrorbuch wichtig ist und trotzdem hat mir das "Wie" nicht gefallen.
Die Charaktere konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Sehr faszinierend fand ich Reverend Charles Jacobs. Er macht im Laufe der Geschichte eine sehr große Entwicklung durch, die für mich schon fast an Fanatismus grenzt und trotzdem hat er etwas Sympathisches an sich.
Jamie ist auch sehr sympathisch und auch seine Entwicklung in dem Buch war von Höhen und Tiefen gezeichnet.
Ich wurde gut unterhalten, was auch an der Spannung lag die sich durch das ganze Buch zieht und trotzdem kann es mit früheren Werken des Meisters nicht mithalten.

Mein Fazit:

Ein gutes Buch vom Meister des Horrors, das mich aber nicht ganz überzeugen konnte!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.04.2015
1,2,3 - da ist mein Ei
Litton, Jonathan; Galloway, Fhiona

1,2,3 - da ist mein Ei


ausgezeichnet

Inhalt:
Der Osterhase, ein Lamm, ein kleiner Hund, eine Katze, ein Pony und ein Vogel begeben sich auf Ostereiersuche.
Für jedes Tier gibt es ein Ei. Dann brechen die Schalen auf und die Tiere bekommen Gesellschaft.
Wenn das mal keine Überraschung ist.

Meine Meinung:
Was für ein schönes und farbenfrohes Buch. Ich muss gestehen, dass unsere Kleine das Buch schon vor Ostern bekommen hat, damit ich sehe wie das Buch bei ihr ankommt.
Als erstes fallen die schönen sanften Farbtöne auf und die Eier, denn es sieht schon auf dem Deckblatt so aus, als wenn alle Eier ineinander stecken.
Kinder können in dieser Geschichte Eier zählen, Tiere entdecken, Farben lernen und haben sogar die Möglichkeit mit den Händen die Eier zu entdecken. (Bei uns wurde das Kinderhändchen immer durchgesteckt.)
Es fängt damit an, dass der Osterhase sich ein Ei nimmt und die anderen versteckt. Auch eine schöne Idee, dass selbst der Osterhase eins behalten darf.
Jedes Tier darf sich ein Ei nehmen und dazu gibt es passende Reime.
Auch wenn am Ende alle Eier kaputt sind, freuen sich die Tiere.
Die Illustrationen von Fhiona Galloway sind einfach zuckersüß.
Uns konnte das Buch überzeugen, vor allem weil es neben den süßen Zeichnungen und der tollen Farben noch einen unaufdringlichen Lerneffekt hat.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch das sich trotz Eier nicht nur für Ostern eignet.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.04.2015
Bevor er es wieder tut
Dunker, Kristina

Bevor er es wieder tut


ausgezeichnet

Inhalt:
Johanna will den Sommer dazu nutzen zu vergessen was im letzten Sommer passiert ist.
Im letzten Sommer hat sie auf das Haus der Loskills aufgepasst und damals endete ihr schönes, unbeschwertes Leben. Sie hat sich seitdem zurückgezogen, hat Angst und immer wieder kehren die Gedanken an den schrecklichen Tag zurück. Dann liest Johanna in der Zeitung von Kim die zwei Tage verschwunden war und sie ist sich sicher, dass ihr das gleiche passiert ist. Jetzt liegt alles an ihr...

Meine Meinung:
Als Mama einer kleinen Tochter nehmen mich solche Bücher ziemlich mit.
Um was es geht war mir schon beim Klappentext klar und doch war ich neugierig auf dieses Buch.
Das Buch ist Kapitelweise immer wieder aus verschiedenen Sichten.
Es fängt mit Kim an und man erfährt wie es zu ihrem Verschwinden kam. Dann liest man von Vincent der sie zwei Tage später findet und auch Johanna hat ihre eigenen Kapitel. Nach und nach kommen alle Stränge zusammen und auch wenn die Jugendlichen versuchen einen teilweise normalen Sommer zu verbringen, merkt man ganz schnell das dies nach allem was passiert ist nicht mehr geht.
Aus den unbeschwerten Kindern sind verantwortungsbewusste Jugendliche geworden, deren Schicksal, Schmerz und Kummer sich auf mich als Leser übertragen haben.
Obwohl den beiden Mädchen so schlimme Dinge angetan worden sind, obwohl sie sich dafür verachten und schämen, obwohl sie Angst haben sind sie irgendwann der gleichen Meinung: Sie werden nicht aufgeben.
Der Täter ist mir als Leserin gleich verdächtig gewesen. Er wirkte abstoßend und doch hatte er sich immer gute Pläne zurechtgelegt.
Die Mädchen haben sich von ihm einschüchtern lassen und sie haben sich auch geschämt. Vor allem Johanna gab sich selbst eine Teilschuld, obwohl sie eigentlich wusste, dass sie nichts dafür konnte.
Die Autorin hat mir wieder einmal gezeigt wie wichtig es ist seine Kinder auch vor den schlimmsten Dingen zu warnen. Johannas Mutter hat nicht einmal gemerkt was mit ihrer Tochter los ist, weil sie viel zu viel mit sich und ihren Liebhabern beschäftigt ist.
Es ist schlimm welche Macht Menschen über andere haben und was sie psychisch und physisch mit ihnen anrichten.

Fazit:
Ein Buch das wachrüttelt und traurig macht. Ein Buch über eins der Themen, die mich am meisten mitnehmen: Missbrauch an Kindern.
Harte Kost, aber gut geschrieben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.04.2015
Aller Anfang ist böse (3 MP3-CDs)
Bray, Libba

Aller Anfang ist böse (3 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Inhalt:

Evie O´Neill hat eine besondere Gabe: Sie kann durch berühren eines persönlichen Gegenstandes die tiefsten Geheimnisse des Besitzers sehen. Doch diese Gabe wird ihr zum Verhängnis und daher muss sie ihre Heimatstadt verlassen. Doch dieser Umstand ist für sie eher erfreulich, denn dadurch kommt sie weg vom Land in eine Metropole. Am Anfang genießt sie noch das wilde Partyleben, doch eines Tages erschüttert ein abscheulicher Ritualmord die ganze Stadt. Dieser ist aber leider nicht der einzige, sondern erst der Anfang einer Reihe vieler Morde. Die Polizei tappt im Dunkeln, denn es scheint, dass der Mörder übernatürliche Kräfte besitzt. Kann Evie mit ihren Kräften behilflich sein?

Meine Meinung:

Was ich erwartet habe war sicher nicht das, was mir mit The Diviners präsentiert wurde. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte um Evie und die anderen Diviner und hatte schon seit längerer Zeit das Buch auf dem SUB liegen, kam aber noch nicht dazu es zu lesen.
Dann hatte ich die Möglichkeit es als Hörbuch zu hören und habe gleich zugeschlagen. Was mir bei einem Hörbuch wichtig ist, ist dass es nach Möglichkeit eine ungekürzte Lesung ist, was hier auch gegeben war.
Wenn ich dieses Hörbuch mit einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich nur ein "Wow" nutzen, denn genau das beschreibt das Gefühl beim hören von dieser Geschichte.
Es ist alles vorhanden was für mich zu guter Unterhaltung dazugehört. Spannung pur, mit einer tollen Idee, die von der Autorin sehr gut umgesetzt wurde.
Der Schreibstil ist auch sehr flüssig und gut zu lesen, hinzu kommt beim Hörbuch noch eine passende Sprecherstimme die alles abrundet. Man muss sich auf jedenfall viel Zeit nehmen, denn die Laufzeit beträgt weit über 1000 Minuten, wovon aber keine verschwendet wurde.
Ich persönlich würde das Buch nicht im Bereich Science-Fiction sehen, sondern eher als Mystic-Thriller betiteln, da es sehr ins Okkulte geht.
Der Anfang hat mir schon Gänsehaut bereitet, denn auf einer Party wird über ein Hexenbrett der Bösewicht der Geschichte heraufbeschworen und nicht mehr gebannt.
Die Erzählung aus verschiedenen Sichten der Protagonisten hat mir sehr gut gefallen.
Es ist sehr wichtig die Geschichten der einzelnen Charaktere zu erfahren, denn sie sind für den Verlauf der Geschichte von Belang. Ich denke auch, dass es für das Verständnis der Nachfolgenden Bände nicht unerheblich sein wird.
Obwohl es doch einige Geschichtsstränge sind, von denen sich manche nur kurz streifen und die sonst nichts miteinander zu tun haben, ist der tragende in dieser Geschichte, der um Evie und ihren Onkel Will.
Die beiden befassen sich zusammen mit Jericho und Sam mit den Morden die in ihrer Stadt passieren.
Jeder von ihnen, außer Will hat sein Geheimnis. Sam hat auch eine Fähigkeit und kann sich zur Riege der Diviner dazuzählen.
Sympathisch sind mir so ziemlich alle Charaktere, denn jeder hat seine speziellen Charakterzüge.
Jericho konnte ich am Anfang nicht einschätzen und Sam ist ein Dieb mit einem losen Mundwerk, aber trotzdem recht liebenswert. Evie sollte nicht immer ihren Kopf durchsetzen wollen und etwas mehr auf ihren Onkel hören.

Mein Fazit:

Eine Geschichte mit Gänsehautgarantie!

Bewertung vom 02.04.2015
Im Bann des Greifen / Gryphony Bd.1 (3 Audio-CDs)
Peinkofer, Michael

Im Bann des Greifen / Gryphony Bd.1 (3 Audio-CDs)


ausgezeichnet

Inhalt:

Zu ihrem Geburtstag bekommt Melody einen seltsamen Ring geschenkt. Durch ein Leuchten führt der Ring Melody zu einem Steinkreis, in dessen Mitte sie einen vergrabenen Stein findet, der sich später als Ei herausstellt. Aus diesem Ei schlüpft ein Greif, der nicht nur unheimlich schnell wächst, sondern sich auch noch in Gedanken mit Melody unterhalten kann. Doch sollte das Ei nicht gefunden werden, denn dem Greifen Agravain sind dunkle Gestalten auf der Spur und diese werden auch schon bald für Melody zur Gefahr.

Meine Meinung:

Bisher kannte ich noch kein Buch von Michael Peinkofer, aber ich denke dass ich seit dem ich Gryphony gehört habe, mehr Augenmerk auf seine Bücher legen werde. Da ich absoluter Fantasyfan bin, war ich sehr gespannt auf dieses Hörbuch und wurde auch nicht enttäuscht.
Alleine schon die Idee mit dem Greifen hat es mir angetan und wurde auch vom Autor richtig gut umgesetzt. Ich finde, dass diese Geschichte nicht nur für 11-13 jährige ist, sondern für Jung und Alt zugleich.
Die Geschichte trägt eine Magie in sich, die den Leser regelrecht verzaubert und in eine andere Welt entführt, die sich direkt vor unserer Nase befindet. Mich konnte die Geschichte um Melody und den Greifen Agravain, von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen, was mit Sicherheit aber auch an der brillanten Inszenierung durch den Sprecher Stefan Kaminski liegt.
Wie schon in vielen Hörbüchern davor hat er wieder exzellente Arbeit geleistet und ich hoffe dass noch viele Hörbücher folgen.
Auf den Nachfolger von Gryphony - Im Bann des Greifen bin ich auch schon gespannt.
Melody ist ein sehr interessanter und liebenswerter Charakter. Sie wächst bei ihrer Großmutter Fay auf und in der Schule gilt sie eher als Außenseiterin, was ihr das Leben nicht unbedingt leichter macht. Doch sie ist mit ihrem Außenseiterdasein nicht alleine, denn Roddy ihr bester Freund erfreut sich auch nicht gerade großer Beliebtheit.
Trotzdem finde ich die beiden sehr liebenswert und interessant. Melodys Großmutter muss man einfach gern haben, denn trotz ihrer Situation lässt sie Melody nicht im Stich und kämpft um ihr Haus.
Doch am liebsten habe ich Agravain, denn er ist einfach was besonderes, auch wenn man von ihm am Anfang des Buchs nicht besonders viel mitbekommt. Er ist ja auch erst frisch geschlüpft und muss erst wachsen. Zu einem späteren Zeitpunkt geht es dann richtig los und er kann zeigen was in ihm steckt.

Mein Fazit:

Ein Auftakt einer tollen Fanatasytrilogie, für Jung und Alt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.03.2015
Mein erstes dickes Malbuch Bunte Tierwelt

Mein erstes dickes Malbuch Bunte Tierwelt


ausgezeichnet

Inhalt:
Mein erstes dickes Malbuch "Bunte Tierwelt" hat 80 tierische Seiten.
Von den achtzig Seiten sind jeweils vierzig schon farbig und die anderen vierzig zum ausmalen.
Schlafende Katzen, kletternde Affen, ein spielendes Löwenbaby, eine schlafende Fuchsfamilie und viele weitere Tiere warten darauf entdeckt und ausgemalt zu werden.

Meine Meinung:
Unsere Tochter lernt gerade immer besser zu sprechen und entdeckt voller Freude und Neugier die Welt. Obwohl sie großen Respekt vor Tieren hat, liebt sie sie. Sie möchte Kühe sehen, auf Pferden reiten und Katzen streicheln.
Mir hat dieses Malbuch so besonders gefallen, weil es sich nicht nur auf ein paar Tiere beschränkt. Unserer Kleinen hätten sicher auch nur die Tiere eines Bauernhofes gereicht, aber diese sind ihr ja bekannt.
Hier konnte sie auch Füchse, Krokodile, Störche, Pinguine und ein Dromedar kennenlernen.
Da unsere Kleine eine ganz Quirlige ist, malen wir zum Abschalten vorm Schlafen noch mal
gemeinsam. Wir sagen ihr wie die Tiere heißen und denken uns Geschichten dazu aus.
Auch wenn sie noch nicht soviel vom "ausmalen" hält und eher ein paar Striche malt, so hat sie doch ihren Spaß mit dieser Tierwelt.
Die Tiere sind realistisch und einfach gezeichnet, so dass man sie gut erkennt und nicht raten muss um was es sich handelt. Alle haben kindgerechte Rundungen und was uns auch sehr wichtig ist: Die Seiten sind nicht überladen.
Eine Biene auf einem Blatt, eine Ente in einer Pfütze, oder ein Dromedar in der Wüste. Schlicht und schön ohne irgendwelchen Schnickschnack der ablenkt und nicht auf das Bild gehört.

Fazit:
Eine tolle abendliche Familienbeschäftigung bei der unsere Kleine weitere Tiere kennenlernt und dabei kreativ sein kann.

Bewertung vom 27.03.2015
Ich sehe was, was niemand sieht
O'Rourke, Tim

Ich sehe was, was niemand sieht


ausgezeichnet

Inhalt:

Immer wieder sieht Charley Dinge, die sehr real wirken. Sie nennt diese Visionen Blitze, in denen sie Schreie eines Mädchens hört und das rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen, doch niemand glaubt ihr. Zumindest war das bisher so, denn sie lernt Tom kennen, einen jungen Police Officer und er glaubt ihr, denn sein aktueller Fall deckt sich mit ihren Visionen. Während Tom und die Polizei nach dem Täter suchen, hat Charley schon die nächsten Blitze.

Meine Meinung:

Ich hatte bisher nicht oft das Glück, einen Jugend-Thriller zu lesen, der mich wirklich richtig fesseln konnte. Ich sehe was, was niemand sieht hingegen konnte es von der ersten bis zur letzten Seite.
Am Anfang war ich aber doch recht skeptisch was das Buch anging, doch schon das Thema hat mich sofort überzeugt.
Die Idee mit den Blitzen bzw. Visionen, die Charley hat finde ich sehr gut und der Autor hat diese richtig gut umgesetzt. Der Schreibstil des Autors war auch sehr flüssig und gut zu lesen.
Ich finde die Morde auch nicht zu detailliert beschrieben, sodass das Buch auch sehr gut für das angesprochene Alter zu empfehlen ist.
Bisher hatte ich recht oft das Pech, dass bei Jugend-Thrillern wegen der angesprochenen Zielgruppe, die Spannung auf der Strecke blieb. Bei diesem Buch ist das nicht der Fall, denn hier zieht sich die Spannung durch das ganze Buch.
Das einzige was mich etwas gestört hat war, dass mir recht früh klar war wer der Täter ist.
Sehr gut finde ich auch die Erzählweise aus den beiden Sichten von Tom und Charley, die den Leser nach jedem Teil sehr oft zappeln lässt wie es weitergeht.
Die beiden Hauptprotagonisten Charley und Tom waren mir von Anfang an recht sympathisch und wie es scheint geht das den beiden miteinander auch nicht anders, daher geben die beiden meiner Meinung nach auch ein schönes Paar ab.
Tom´s Kollege Jackson dagegen ist für mich eher eine Fehlbesetzung als Polizist und sehr unsympathisch.
Bei Charleys Vater wusste ich nie was ich von ihm halten soll, denn er nimmt die Blitze von ihr nicht ernst und stellt es so hin, als ob das alles nur Einbildung ist.
Trotz dem, dass ich den Täter schon recht früh überführt habe, wurde ich sehr gut von dem Buch unterhalten und würde es jedem weiterempfehlen, der es spannend aber nicht zu brutal mag.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungener Jugend-Thriller!

Bewertung vom 20.03.2015
Red Rising Bd.1
Brown, Pierce

Red Rising Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Darrow lebt in einer Welt, in der er glaubt einen wichtigen Beitrag zu leisten. Er ist Höhlentaucher und fordert einen wichtigen Grundstoff aus den Minen zu Tage, der wichtig ist um den Mars für die Menschen bewohnbar zu machen. Doch schon bald muss er erkennen, dass sie alle nur ausgenutzt werden um einer Oberschicht als Sklaven zu dienen, denn der Mars ist an der Oberfläche bereits bewohnbar. Darrows Wesen schreit nach Gerechtigkeit und daher gibt es für ihn nur eine Möglichkeit. Er muss sich an die Spitze der Gesellschaft hocharbeiten und sie zerstören.
Er schleust sich in das sogenannte Institut ein, in dem die Elite ausgebildet wird und geht seinen ersten Schritt in Richtung Spitze.

Meine Meinung:

Mein bisher bestes Buch im Jahr 2015, denn es hat mich sehr überrascht. Red Rising ist der Beginn einer epischen Dystopie, die ich verschlungen habe. Genial finde ich die Idee des Buchs, besonders dass alles von der römischen Zeit angehaucht ist.
Sowohl die Namen als auch die Lebensweise auf der Oberfläche gleichen dem römischen Reich. Dazu kommen Waffen etc. aus der Zukunft, aber ich finde dass es genau diese Mischung ist die dieses Buch so besonders macht.
Nur finde ich das Alter der Zielgruppe etwas zu weit unten angesetzt, da ich dieses Buch doch teilweise ziemlich brutal finde. Kämpfe und dergleichen werden recht detailliert dargestellt.
Mich faszinierte die Geschichte um Darrow von Anfang an und ich denke das liegt auch daran wie das Buch vom Autor in Szene gesetzt wurde. Er schafft es den Leser in eine sehr geniale Welt eintauchen zu lassen. Für mich war das Thema ganz neu und sicher auch etwas weswegen mich das Buch so in seinen Bann gezogen hat.
Neben der gelungenen Welt, zeichnet sich das Buch aber auch noch die vielen wunderbar dargestellten Charaktere aus.
Darrow ist der wichtigste und auch der stärkste Charakter des Buchs, um ihn dreht sich die ganze Geschichte. Wobei ich seine Frau Eo für den Verlauf der Geschichte auch sehr wichtig fand.
Dancer, Harmony und Mickey sind dafür verantwortlich was aus Darrow wird, denn sie öffnen ihm die Augen und zeigen ihm was auf dem Mars wirklich passiert.
Am interessantesten jedoch sind die ganzen Charaktere im Institut.
Am sympathischsten fand ich dort Sevro, denn egal was andere taten oder über Darrow sagten, er stand immer zu ihm. Obwohl er mit Sicherheit kein einfacher Mensch ist, denn er stößt andere gerne vor den Kopf und beleidigt sie.

Mein Fazit:

Mein erstes Lesehighlight von 2015, das nach mehr davon schreit!

Bewertung vom 20.03.2015
Sterntaler / Fredrika Bergman Bd.3
Ohlsson, Kristina

Sterntaler / Fredrika Bergman Bd.3


gut

Inhalt:
In einem Waldstück in Midsommarkransen wird Rebecca Trolle tot aufgefunden.
Vor über zwei Jahren ist sie spurlos verschwunden. Kurz vor ihrem Verschwinden hat sie die Kinderbuchautorin Thea Aldrin im Pflegeheim besucht. Thea spricht seit etlichen Jahrzehnten nicht mehr. Sie wurde damals zu Morde verurteilt und Rebecca versuchte vor ihrem Tod Theas Unschuld zu beweisen.
Auf die Ermittler warten einige Überraschungen, denn sie stoßen nicht nur auf Rebecca Trolle.

Meine Meinung:
Nach vielen Jugendbüchern brauchte ich endlich mal wieder einen richtigen Thriller. Doch was heißt richtig? Ich hatte Spannung erwartet und leider nicht in dem Umfang bekommen wie erhofft.
"Sterntaler" wirkte wie eine ewige Baustelle. Alles zog sich in die Länge und zu einer Toten kam ein nächster und nach und nach wurden Beweise gefunden und trotzdem tappte die Polizei fast nur im Dunkeln.
Ich glaube eine Hand reicht nicht mehr aus um die Tatverdächtigen abzuzählen, denn es waren mal mehr und mal weniger. Leute, die dauernd wieder auftauchten und irgendwie doch ein Alibi hatten wurden beobachtet und andere dafür überhaupt nicht.
Obwohl einige brutale Szenen ans Licht kamen, habe ich sie als Leser nicht miterlebt und genau das ist mein Kritikpunkt, denn es wurde mir zuviel erzählt und zuwenig gezeigt.
Was ich dagegen richtig toll fand und was mir sehr gut gefallen hat waren die Ermittler, denn jeder von ihnen hatte Probleme und einige steckten wirklich in Schwierigkeiten.
Am sympathischsten von allen Ermittlern war mir Alex Recht, der Teamleiter. Er selbst hat vor weniger als einem Jahr seine Frau verloren und zu seinen Kindern scheint er kein sehr inniges Verhältnis zu haben, weil er die meiste Zeit ihrer Kindheit gearbeitet hat.
Er möchte diesen Fall unbedingt lösen und das nicht nur, weil er Rebeccas Mutter Diana sehr sympathisch findet und ihr immer näher kommt.
Unsympathisch dagegen sind mir einige seiner Kollegen und auch mit Fredrika bin ich nicht warm geworden.
Fredrika hat mit einem älteren Mann ein Kind und teilweise wirkt es so, als wenn sie sich dafür schämen würde.
Im Großen und Ganzen würde ich nicht sagen, dass ich das Buch nicht schlecht gefunden habe, aber es hat mich halt auch nicht überzeugt.

Fazit:
Ein netter Grundgedanke, der mir aber zu langweilig umgesetzt wurde. Zuviel Chaos wie auf einer ewigen Baustelle, aber mit einigen interessanten Ermittlern.