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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 17.12.2014
Mein kleines Stück Alaska
Short, Sharon

Mein kleines Stück Alaska


ausgezeichnet

Inhalt:
Donna Lane ist siebzehn und sie freut sich, denn in einem Jahr, wenn sie ihren Schulabschluss gemacht hat, möchte sie nach New York. Weg vom trinkenden Vater, weg von der dörflichen Idylle.
Sie macht sich aber auch Sorgen was aus ihrem Bruder Will werden soll, denn der Vater ist nicht für die Kinder da und Donna ist so etwas wie ein Mutterersatz für ihn.
Will sammelt die Deckel der Cornflakesschachteln, denn für zehn gesammelte Decke erhält er eine Besitzurkunde über ein fünf Quadratzentimeter großes Stück Alaska.
Obwohl Donna sich über seine kindlichen Fantasien sein Stück Land zu besuchen lustig macht, hilft sie ihm die Deckel zu sammeln.

Meine Meinung:
Was für eine interessante und auch traurige Lektüre.
Man erfährt ziemlich schnell wie das Leben bei den Lanes aussieht: Die Mutter ist an Krebs gestorben und der Vater verkraftet die Situation nicht. Dadurch hat er angefangen zu trinken und lebt in seiner eigenen Welt. Donna als große Schwester ist für ihr Alter viel zu ernst. Das muss sie als Mutterersatz auch sein, denn die Großmutter die sie finanziell etwas unterstützt ist bösartig und gemein.
Egal was Donna macht, ihre Großmutter ist garstig zu ihr und wirft ihr schlimme verbale Dinge an den Kopf. Ich frage mich wie eine Oma ihr Enkelkind so sehr hassen kann.
Die Familie hat aber auch noch eine gute Seele in ihrer Nähe. Miss Bettina ist die Freundin der Mutter gewesen und passt auf den Vater und die Kinder auf. Sie versorgt sie ab und an mit Lebensmitteln und ist auch emotional sehr mit der Familie verbunden.
Donnas Leben scheint sich positiv zu verändern als sie Jimmy kennenlernt. Er ist der Sohn einer angesehenen Familie und alle Menschen um Donna begegnen ihr jetzt ehrfürchtig und unterwürfig.
Dazu muss ich sagen, dass das Buch überwiegend in den Monaten von September 1953 bis November 1953 spielt. Die Zeiten waren anders und einige Szenen in dem Buch wirkten wie in Filmen aus dieser Zeit.
Jimmy ist anders als die meisten Jungen und das nicht nur wegen seiner Eltern. Er geht freundschaftlich mit Will um, er vergöttert Donna und macht alles für sie. Ihm ist es wichtig fair zu sein und er hat Respekt vor allen Menschen.
Auch Donnas Kunstlehrer Mr. Cahill ist einer der interessantesten Charaktere. Er passt sich nicht an und von ihm geht ein erotisches Knistern aus, ohne dass es abstoßend wirkt.
Ich glaube in Donnas Situation hätte ich mich schon ziemlich zu Mr. Cahill hingezogen gefühlt.
Wenn ich einen Lieblingsprotagonist bestimmen müsste, dann würde ich mich für Will entscheiden, denn Will hat sich mit seinen zehn Jahren ein Ziel gesteckt und möchte das erreichen, auch wenn das heißt, dass er sich überwiegend von Cornflakes ernähren muss. In keiner Situation lässt er sich unterkriegen, er ist entschlossen und mutig und gleichzeitig fürsorglich und liebevoll.

Fazit:
Mein kleines Stück Alaska ist eine gefühlvolle und zum Teil auch dramatische Familiengeschichte die im Jahre 1953 spielt. Der Leser lernt die Protagonisten kennen und begleitet sie in ihrem Leben in Groverton und auf ihrer Reise nach Alaska. Mich konnte das Buch mit den Geheimnissen, den Freundschaften und auch dem Kummer überzeugen.

Bewertung vom 09.12.2014
Weihnachten mit Nulli und Priesemut
Sodtke, Matthias

Weihnachten mit Nulli und Priesemut


ausgezeichnet

Inhalt:
In "Weihnachten mit Nulli & Priesemut" gibt es zwei Geschichten. Die eine handelt davon, dass Nulli und Priesemut einen Schneemann bauen. Nulli baut einen Hasenschneemann und Priesemut einen Froschschneemann. Sie streiten sich darüber welcher von den beiden Schneemännern ein echter Schneemann ist.
In der zweiten Geschichte möchten sie im Wald einen Baum fällen, den sie dann als Weihnachtsbaum nutzen können. Im Wald treffen sie auf den Oberwaldmeister der ihnen einen Baum gibt.
Neben den Geschichten gibt es noch ein Rezept und eine Bastelanleitung.

Meine Meinung:
Ich hatte noch nie von Nulli und Priesemut gehört, als ich im letzten Jahr (nach Weihnachten) dieses Buch bekam.
Ich habe mir dann vorgenommen es in diesem Jahr mit unserer Kleinen zu lesen, bzw. ihr vorzulesen.
Das Buch ist optisch sehr schön gestaltet. Schon das Cover mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum an dem die Kerzen und der Stern sogar glitzern, dem blauen und sternenüberzogenem Himmel und dem vielen Schnee bekommt man Lust auf den Winter und das nahende Fest.
Nulli sieht man gleich an, dass er ein Hase ist, bei Priesemut konnte ich mir zwar denken, dass er ein Frosch ist, aber der gefällt mir von der Zeichnung nicht so gut.
Das Buch ist aus stabilen Seiten und hat neben den einzelnen Bildern genau die richtige Menge an Text für die angegebene Altersempfehlung. Die Farbwahl finde ich gut, denn es gibt keine leuchtenden Farben, die zu sehr vom Geschehen ablenken.
Zu den Geschichten selbst kann ich nur sagen, dass ich sie toll finde, denn in der ersten kommt Oma Bär den beiden zur Hilfe und sorgt dafür, dass sie sich wieder vertragen. Dabei bringt sie die zwei dazu, selbst zu einem Ergebnis zu kommen.
Mit dem Rezept in der Mitte des Buches können die Kinder mit ihren Eltern/Großeltern/Tanten einen Lebkuchen-Nulli backen.
Als Bastelanleitung gibt es Spitztüten, die man als Adventskalender wie Girlanden, oder in klein als Anhänger gefüllt an den Weihnachtsbaum hängen kann.
Auf der letzten Seite des Buches kann man sogar den Namen des Kindes eintragen, welches das Buch bekommen soll.
Unsere Tochter hat neugierig gelauscht und auch die Bilder haben ihr gefallen, obwohl sie noch lange nicht in dem passenden Alter ist.

Fazit:
Uns konnte Weihnachten mit Nulli & Priesemut überzeugen, optisch und inhaltlich. Wer das passende Nikolausgeschenk noch nicht gefunden hat, der sollte sich dieses Buch einmal anschauen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.12.2014
Elfrid & Mila Das Weihnachtswichtelwunder
Oljelund, Pernilla

Elfrid & Mila Das Weihnachtswichtelwunder


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Was für eine wunderschöne, kindgerechte Weihnachtsgeschichte.
Beim lesen konnte ich mir Mila richtig gut vorstellen. Da ist dieses Mädchen das außer ihrem Meerschweinchen nur die Mutter hat. Jedes Weihnachtsfest läuft gleich ab und das gibt ihr Sicherheit und Geborgenheit. Dann tritt ein Mann in das Leben der Mutter und das Mädchen befürchtet, dass sich nun alles ändern wird.
Mit allen Mitteln möchte sie verhindern, dass Klas das Aas mit ihnen Weihnachten feiert und dabei soll ihr Elfrid helfen, die sich selbst als fleißigste Wichtelin vorstellt.
Elfrid ist aber dauernd so müde, dass sie sich meistens ausruht und ihre Pläne um Klas loszuwerden funktionieren auch nicht so richtig.
Jetzt hat Mila also zwei Probleme: Klas und Elfrid.
Dabei mag sie Elfrid ziemlich gerne und man spürt von beiden Seiten wie aus der anfänglichen Ablehnung eine tiefe Freundschaft wird.
Zu diesen beiden Sorgen kommt dann auch noch Pascal, ein völlig durchgeknallter Reporter.
Pascal will Elfrid fangen und gerät von einer peinlichen Szene in die nächste.
Das Buch ist so herzlich, frisch und lustig geschrieben, dass selbst ich viel Freude daran hatte.
Neben der witzigen Geschichte gibt es auch ein paar tolle Botschaften die vermittelt werden.
Hier geht es um Glück, Liebe und Freundschaft.
Endlich mal ein Buch in dem nicht die Eltern die Bösen sind.
Das Buch ist in fünfzehn kurze Kapitel unterteilt und enthält einige weihnachtliche Zeichnungen.
Ich würde das Buch zum vorlesen & selbst lesen empfehlen.

Fazit:
Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte über ein Mädchen das am liebsten alles so lassen würde, wie es ist. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Glück.

Bewertung vom 06.12.2014
Geküsst von einem Geist / Aura Bd.2
Smith-Ready, Jeri

Geküsst von einem Geist / Aura Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Dass Logan zu einem Schatten mutiert und als ruhelose Seele durch die Welt streift, hat Aura nicht erwartet. Doch sie muss an ihre Zukunft denken. Als jedoch eines Tages Logan vor ihr steht, erst als Geist und dann sogar greifbar, stellt das für Aura alles auf den Kopf. Nicht nur ihr Herz, sondern auch alles was sie bisher über den Shift in Erfahrung gebracht hat. Um dieses Rätsel zu lüften braucht sie aber die Hilfe von Logan und Zachary.

Meine Meinung:

Der erste Teil der Reihe hat mir schon sehr gut gefallen und der zweite konnte den ersten noch mal um einiges toppen. Die Mischung aus Lovestory und Fantasy ist richtig gut gelungen und harmonisiert hier richtig gut miteinander. Die Idee mit dem "Shift" konnte mich wieder richtig begeistern und sie wurde auch sehr gut umgesetzt. Ich finde zwar, dass der erste Teil etwas rasanter war, dafür war dieser Teil definitiv gefühlvoller, aber auch nicht zu übertrieben. Mich konnte die Geschichte um Logan, Aura und Zachary gleich ab der ersten Seite in ihren Bann ziehen.
Mysteriöse Dinge wie Stonehenge und ähnliches, mit ihren Geschichten, haben mich schon immer fasziniert und daher ist die Geschichte über Newgrange auch sehr interessant und wie sie mit dem "Shift" in Verbindung zu stehen scheint.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Beziehung zwischen Zachary und Aura, auch wenn es mal rauf und runter geht. Man kann das Knistern zwischen den beiden richtig greifen und fühlen. Nicht wie in vielen anderen Büchern, dass es nur emotionslos auf Papier gebracht wurde.
Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, besonders gegen Ende des Buches. Ab dort wird es auch etwas rasanter und die Ereignisse überschlagen sich. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn wieder eine Frage im Raum stehen bleibt. Wobei es wohl doch eher zwei sind.
Aura und Zachary sind für mich in diesem Buch definitiv das Traumpaar, das gerne zusammen sein möchte aber nicht kann. Über Logan erfährt man auch sehr viel das er mit Sicherheit lieber verheimlicht hätte.
Ein sehr gelungener zweiter Teil und ich freue mich schon auf die Fortsetzung in der hoffentlich meine offenen Fragen beantwortet werden.

Mein Fazit:

Sehr gelungene Fortsetzung einer tollen Reihe, die mich wieder sehr überzeugen konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.11.2014
Passagier 23
Fitzek, Sebastian

Passagier 23


gut

Inhalt:
Martin Schwartz ist Polizeipsychologe. Vor fünf Jahren ist ihm das Schlimmste passiert, dass man sich vorstellen kann. Seine Frau und sein kleiner Sohn sind von einem Kreuzfahrtschiff verschwunden, es soll Selbstmord gewesen sein. Er selbst befand sich in dieser Zeit als verdeckter Ermittler im Gefängnis.
Sein Leben hat seit diesem Unglück für ihn keinen Sinn mehr und er nimmt deshalb gerne Aufträge an, die ihn sein Leben kosten könnten.
Nach einem Anruf einer alten Dame die sich als Thrillerautorin bezeichnet, befindet er sich plötzlich an Bord der "Sultan of the Seas", dem Schiff das für seinen Zustand verantwortlich ist.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich mit ziemlich hohen Erwartungen an "Passagier 23" gegangen bin, denn ich habe schon einige tolle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen.
Die ersten Seiten haben mich gefesselt und der Prolog versprach mir eine blutige Angelegenheit.
Im Buch hatte ich dann das Gefühl, dass dieser Prolog überhaupt nicht zur Geschichte passte. Obwohl auch dort hin und wieder Blut floss, würde ich die Story doch eher als Drama sehen und nicht als Psychothriller.
Mir hat die Geschichte gefallen und da es dort auch um Kinder geht, hat mich das Thema betroffen gemacht.
Ich finde es interessant, dass wirklich so viele Leute spurlos von Schiffen verschwinden und das die Reedereien das unter Selbstmord verbuchen. Niemals habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was passieren kann wenn sich so viele unterschiedliche Leute auf engstem Raum befinden und keine Polizei in der Nähe ist.
Die Charaktere auf der Sultan waren vielseitig und interessant. Martin Schwartz wirkt teilweise wie ein kranker Psychopath, scheint aber sein Herz am richtigen Fleck zu haben.
Seine Trauer merkt man ihm auch fünf Jahre später noch an und auf der Sultan erfährt er einige Dinge über seine Frau die er zwar vermutet, aber gleichzeitig verdrängt hat.
Immer wieder stellt man sich die Frage wer für die Zwischenfälle auf dem Schiff verantwortlich ist, denn es laufen mehrere Geschichten gleichzeitig.
Neben Martin ist auch die angebliche Thrillerautorin Gerlinde Dobkowitz interessant. Sie ist sehr skurril und auch witzig und lockert mit ihrer Anwesenheit die ganze Angelegenheit etwas auf.
Als Mutter würde ich mir gerne einige Mütter aus diesem Buch vorknöpfen und sie auseinander nehmen, denn einige scheinen nicht zu wissen was für ein Glück Kinder sind.
Im Epilog (nach der Danksagung) gab es dann noch ein paar Seiten die zum Prolog passten. Für mich war der Epilog überflüssig, denn auch wenn es im Buch dazu einmal kurz eine passende Anspielung gab, hätte man diese Seiten zusammen mit dem Prolog getrost über Bord werfen können.

Fazit:
Eine interessante und teilweise traurige Geschichte, die ich aber absolut nicht als Psychothriller bezeichnen würde. Ein Buch, dass seicht über das Meer schaukelt und bei dem man sich manchmal einen Sturm gewünscht hätte.

11 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.