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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 923 Bewertungen
Bewertung vom 10.11.2014
Bedrohte Art
Efstathiadis, Minos

Bedrohte Art


gut

Inhalt:
Christos Papadimitrakopoulos wurde in Griechenland geboren und hat seinen Namen in Chris Papas abgekürzt nachdem er nach Deutschland kam. Er ist der billigste Privatdetektiv aus Hamburg und kümmert sich normalerweise um betrogene Ehepartner. Diesmal wird er nach Friedrichstadt zu einem abgelegenen Bauernhof gerufen. Dort wurde Konrad Hausmann getötet und entzwei geteilt. Die Auftraggeberin war die Freundin des Opfers und möchte, dass der Mörder gefunden wird. Polizei und Detektiv sind ratlos und dann gibt es einen zweiten Toten.

Meine Meinung:
Kann ein Büchlein mit weniger als zweihundert Seiten interessant geschrieben sein, ohne das auf zu viele Einzelheiten eingegangen wird? Ich finde ja, denn genau das hat Minos Efstathiadis hier getan. Er hat sich einen abgelegenen Bauernhof genommen, das Husumer Protestschwein Syd, einen seltsam inszenierten Mord und einen Privatdetektiv, der dort eigentlich nichts zu suchen hätte und hat eine interessante Geschichte erzählt.
Als Leserin habe ich mich immer wieder gefragt welche Zusammenhänge es zwischen den Morden gibt und wer einen Grund hatte die Personen, vor allem aber Konrad Hausmann zu töten, denn für mich gab es nur eine Person die infrage kam.
Obwohl der Autor nur sowenig Seiten gebraucht hat, hat er mit seiner brillanten Sprache Umgebung und Protagonisten bildlich beschrieben.
Auf der letzten Seite steht über den Autor geschrieben "aus Überzeugung reist und lebt er nahe am Meer" und diese Liebe zum Wasser hat er auch in "Bedrohte Art" rüberbringen können, denn hier ist von Bächen in Träumen und vom Wasser in Hamburg die Rede und auch sein Privatdetektiv hat einen Hang zum Wasser.
Friedrichstadt bekommt durch Charaktere wie die Rezeptionistin und den Barmann und auch allen Whiskeytrinkern etwas Uriges und Dörfliches.
Auch wenn das Buch keins meiner Highlights wird, denn dafür war es mir einfach zu kurz und unspektakulär, so hat der Autor die Seiten doch sinnvoll genutzt um eine interessante Geschichte aufzuschreiben.
Ich hätte mir ein bisschen mehr Spannung gewünscht und fand es schade, dass es nicht mehr potentielle Mörder gab.

Fazit:
Sprachlich konnte mich das Buch überzeugen, aber trotz interessanter Charaktere fehlte mir die Spannung.

Bewertung vom 08.11.2014
Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
Betts, A. J.

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe


ausgezeichnet

Inhalt:
Zac hat Leukämie und liegt nach einer Knochenmarktransplantation isoliert im Krankenhaus. Er darf sein Zimmer nicht verlassen und sieht nur durch ein Fenster in der Tür was auf dem Gang vor sich geht. Seine Mutter schläft in dieser Zeit mit in dem Krankenhauszimmer und die beiden beschäftigen sich mit Rätsel lösen, Call of Duty und lauschen was im gegenüberliegendem Zimmer passiert.
In das Zimmer zieht Mia. Mia hat einen Tumor im Fuß und ist auf die ganze Welt sauer. Ihren Freunden erzählt sie Märchen und nur ihr Freund weiß was sie wirklich hat. Durch die Wand senden sich die zwei Jugendlichen Klopfzeichen und verbringen so ihre Zeit.

Meine Meinung:
Man sollte meinen, dass die "Krebs-Bücher" langsam immer mehr Ähnlichkeiten bekommen, weil das Thema ausgeschöpft sein müsste. Ist es aber meiner Meinung nach noch nicht.
Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe war wieder etwas ganz Besonderes. Das Buch war witzig und traurig, es stand über Wut geschrieben und man konnte sie auch fühlen.
Zac mochte ich sehr, denn er hat seinen Krebs akzeptiert und lässt alle Behandlungen über sich ergehen. Er hat Hoffnung, obwohl seine Heilungschancen nicht so hoch sind wie die von Mia.
Mia dagegen ist einfach nur wütend. Bis vor kurzem war sie eine gesunde Schönheit und nun soll sie einen Tumor haben? Mit ihrer Mutter werden tägliche Kämpfe ausgefochten und Mia findet alles einfach nur ungerecht.
Ihre Hilflosigkeit und Wut sind überzeugend und verständlich und obwohl Zac optisch wohl nicht als Schönling zu bezeichnen ist, ist Mia neugierig auf ihn.
Sehr gut hat mir gefallen, dass sich die Geschichte nicht nur im Krankenhaus abspielt, denn Zac darf nach einer Weile nach Hause und soll dort wieder gesund werden. Für ihn ist die Zeit einerseits schön, weil er die Natur und Freiheit hat, anderseits fühlt er sich aber auch eingeengt, weil er fast nichts machen und essen darf. Er darf nicht auf der Olivenfarm der Eltern helfen, er darf kein Quad fahren, keinen Sport machen und fühlt sich nutzlos.
Zu seiner Schwester hat er ein herzliches Verhältnis. Sie ist locker und nett und kümmert sich um ihren Bruder.
Ich fand die Aufteilung des Buches in drei Teile sehr gelungen, denn im ersten Teil "Zac" läuft die Geschichte im Krankenhaus an. Er berichtet von Mia, von den Schwestern und von seiner Krankheit. Im zweiten Teil "und" kommen beide zu Wort und die Geschichte läuft außerhalb des Krankenhauses weiter. Im dritten Teil "Mia" erzählt sie dann die Geschichte aus ihrer Perspektive weiter.
Durch die Ich-Form fühlte ich mich beim Lesen so, als wäre ich direkt dabei und nicht nur als wenn ich die Geschichte von außen beobachtet hätte.
Für mich war das Buch sehr unterhaltsam, witzig und traurig zugleich. Auch wenn ein "Krebs-Buch" keine lockere Lektüre ist, so empfand ich diesen Roman trotzdem als frisch und nicht allzu bedrückend.

Fazit:
Noch ein Buch über den Krebs. Ein Buch das zu Tränen rührt und gleichzeitig auch witzig ist.

Bewertung vom 06.11.2014
Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind
Stirling, Joss

Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind


ausgezeichnet

Inhalt:
Raven Stone ist an einem Eliteinternat und dort wirkt auf den ersten Blick alles normal. Doch nach und nach verschwinden immer wieder Schüler. Einige davon tauchen total verändert wieder auf, auch ihre beste Freundin Gina. Sie lässt Raven aus dem gemeinsamen Zimmer werfen und verbreitet offenbar Lügen über sie. Allgemein hat es Raven nicht leicht, denn sie gehört nicht zur oberen Schicht. Dann kommen zwei neue Schüler an die Schule und beide sind nicht nur gutaussehend, sondern auch intelligent. Vor allem Kieran hat es Raven angetan und sie ist dabei sich in ihn zu verlieben obwohl sie sich dauernd über ihn aufregen muss.

Meine Meinung:
Was für ein wahnsinnig schönes Buch. Gefühlsmäßig hat mich diese Geschichte hin und her geworfen. Angefangen von Raven die im Internat ziemlich gemobbt und gemieden wird, über die Sticheleien mit Kieran, das Knistern zwischen den Beiden bis hin zur Action die in diesem Buch passiert.
Raven war für mich ein sehr starker Charakter, denn obwohl sie es nicht leicht hat und nicht nur gemieden sondern sogar tyrannisiert wird, hat sie sich nicht unterkriegen lassen. Erhobenen Hauptes hat sie sich ihren Gegnern gestellt. Das Knistern zwischen Kieran und ihr fand ich auch toll, denn obwohl Kieran ziemlich anstrengend war, hat er mich doch fasziniert. Er ist ein richtiger Denker, nimmt alles wörtlich, zerpflückt und ordnet es. Von seinem Freund Joe wird er hin und wieder veräppelt was man vor allem gemerkt hat, als Kieran seine Schulfächer erfuhr. Joe hatte ihn nämlich eingeschrieben und es waren lauter Fächer die überhaupt nicht zu ihm passten. Die Jungs haben im Internat eine ganz besondere Aufgabe und als Leserin hatte ich das Gefühl ich wäre als Spion unterwegs gewesen.
Das Buch hat mich ziemlich oft zum Lachen gebracht, denn Kieran und Raven sind wohl die süßesten Zicken die es gibt. Beide haben eine Vergangenheit die mich berührte, wobei es nicht das ist das die beiden füreinander interessant macht. Kieran schätzt an Raven vor allem ihren Mut und ihre Stärke.
Am Anfang habe ich nur gedacht was Kieran für ein anstrengender Kerl ist. Ein totaler Theoretiker und mit so einem hatte ich selbst schon einmal eine Begegnung. Die zwei wirkten am Anfang total gegensätzlich und in den meisten Dingen sind sie es auch und trotzdem habe ich immer gehofft, dass aus den beiden etwas wird. Leider gab es da einige komplizierte Probleme, aber ob die beiden zusammen finden müsst ihr selbst lesen.
Es gab einiges an Liebelei, aber ich würde das Buch auch Lesern empfehlen die auf Spannung und Action stehen und auch denen, die Geschichten über das Thema "Mobbing" mögen. Ich fand das Buch ziemlich vielseitig und es wurde nie langweilig. Aus noch einer Seite am Abend wurden dann eben 50 Seiten, bevor ich es geschafft habe das Buch wegzulegen.
Für mich gehört dieses Buch absolut zu meinen Lesehighlights 2014. Die Autorin hat vor diesem Buch schon die "Macht der Seelen" - Trilogie geschrieben, ich denke dass ich da auch mal einen Blick rein werfen sollte.

Fazit:
Ein Buch voll Liebe, aber auch Spannung und Action das immer wieder an den Lachmuskeln zerrt. Mich hat es vollkommen überzeugen können.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.10.2014
Teardrop Bd.1
Kate, Lauren

Teardrop Bd.1


sehr gut

Inhalt:

Eurekas Mutter hat ihr ein Versprechen abgenommen an das sie sich siebzehn Jahre lang gehalten hat. Sie sollte niemals eine Träne vergießen. Doch als sie Ander, einem sehr geheimnisvollen Jungen begegnet passiert es doch und er fängt sie mit seiner Fingerspitze auf.
Ander scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf, doch woher weiß er von ihrem Geheimnis ?
Auch ihr bester Freund Brooks verhält sich ihr gegenüber anders, richtig aggressiv als ob er er sie absichtlich verletzen will.

Meine Meinung:

Eigentlich wollte dieses Buch meine Frau lesen, aber mich hat das Thema sehr fasziniert und daher habe ich es mir unter den Nagel gerissen. Im Großen und Ganzen war ich sehr begeistert davon, besonders das Thema hat mir recht gut gefallen. Auch die Umsetzung finde ich sehr gut gelungen. Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat war, dass sich die Geschichte am Anfang recht zäh liest und etwas braucht bis es an Fahrt aufnimmt.
Am Anfang ist es eher eine Geschichte über ein Mädchen, das mit dem Tod ihrer Mutter nicht zurechtkommt und daher auch Selbstmordversuche unternimmt. Dazu kommt ihr bester Freund Brooks, der immer für sie da ist und wie sich herausstellt mehr für sie empfindet als nur Freundschaft. Etwas später, als Ander auftaucht wird es dann mysteriöser, denn er ist sehr geheimnisvoll und taucht immer wieder sehr unerwartet auf. Recht oft sogar wenn Eureka in Schwierigkeiten ist, denn komischerweise nehmen die Unfälle in ihrem Umfeld zu.
Richtig interessant wird es meiner Meinung nach auch erst als Ander in Eurekas Leben tritt, denn insgeheim beschützt er sie vor einer Gruppe die sich die "Saathüter" nennen.
Eureka war mir von Anfang an recht sympathisch, auch wenn sie sich recht oft etwas zuviel selbst bemitleidet. Auch wenn man es verstehen kann, dass sie so reagiert. Ihre Mutter war ihre Seelenverwandte und die beiden wussten was der andere fühlte ohne ein Wort sagen zu müssen.
Ich fand auch Brooks sehr nett, doch das ändert sich was aber auch seinen Grund hat.
Am liebsten mochte ich Ander, auch wenn ich nicht wusste was ich von ihm halten soll. Es war mit ihm immer so ein flaues Gefühl im Magen, das ich nicht erklären konnte, denn er kam mir vor wie ein Stalker.

Mein Fazit:

Tolles Thema das sehr gut umgesetzt wurde, auch wenn es am Anfang etwas langsam in die Gänge kommt.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.10.2014
Du und ich für immer
Ribon, Pamela

Du und ich für immer


weniger gut

Inhalt:
Danielle und Smidge sind beste Freundinnen. Danielle lebt in Los Angeles und Smidge in Ogden. Seit der Vater von Smidge gestorben ist fahren die beiden Frauen jedes Jahr gemeinsam in den Urlaub und führen diese Tradition auch weiter als Smidge schon verheiratet ist und eine Tochter hat.
Als sich die beiden dieses Mal auf die Reise machen ist alles anders, denn Smidge verkündet das sie sterben wird. Sie hat noch eine Aufgabe für Danielle, doch die scheint nicht erfüllbar zu sein.

Meine Meinung:
Ein fröhliches Cover und ein spannender Klappentext haben mich auch dieses Mal wieder neugierig gemacht. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.
Ich habe mich das ganze Buch über gefragt wieso Danielle mit Smidge befreundet ist. Smidge ist ein bösartiger Teufel und liebt es zu intrigieren. Sie lügt und muss immer im Mittelpunkt stehen. Nie bittet sie andere Leute um etwas, oder fragt höflich - nein: Smidge befiehlt, sie kommandiert und erwartet.
Das Problem ist, dass alle Protagonisten in ihrer Umgebung zu dummen Schoßhündchen werden. Das ist nicht nur mir aufgefallen, sondern auch einem anderen Charakter in diesem Buch, denn er macht sich öfter über Danielle lustig.
Danielle scheint sich von Smidge immer wieder unterkriegen zu lassen. Sie lässt sich ihr Leben schlecht reden, bis sie selbst glaubt nichts erreicht zu haben. Für ihre Freundin ist sie dabei alles aufzugeben, aber zu welchem Preis? Ich könnte ja Mitleid haben und sie verstehen, denn schließlich wird ihre Freundin sterben. Ich kann sie aber nicht verstehen, denn so wie es scheint war Smidge immer schon so. Es gab keinen Moment wo ich sie als nette Frau, oder gute Freundin erlebt habe. Selbst als Mutter schien sie wie eine wilde Furie zu sein.
Smidge Mann Henry dagegen war ruhig und höflich und er liebte seine Frau abgöttisch.
Er suchte sich immer Arbeit, damit er beschäftigt war und doch konnte ich die ganze Zeit spüren wie sehr er Smidge vergötterte.
Sein Kumpel Tucker war in diesem Buch der Einzige, der sich von Smidge nicht um den Finger wickeln lassen hat. Wahrscheinlich fand ich ihn auch deswegen am sympathischsten. Er wirkte klug und reif und trotzdem auch verletzlich wenn es um Danielle ging.
Obwohl ich das Buch schnell zu Ende gelesen habe konnte es mich nicht überzeugen. Es kamen leider überwiegend negative und naive Charaktere vor die dümmlich wirkten.
Auch wenn ich weiß, dass die beiden im Leben oft nur sich hatten, verstehe ich nicht wie aus zwei Personen nur noch eine Person mit Schatten werden konnte.
Weder die Krankheit und der anstehende Tod von Smidge, noch die Freundschaft (die ich im Übrigen nicht nachvollziehen kann) konnten bei mir irgendetwas auslösen.

Fazit:
Eine nette Idee, aber dabei blieb es leider auch. Wer sich mit auf den Kopf gefallenen Charakteren rumschlagen will, der sollte dieses Buch lesen.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.