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gaby2707

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Insgesamt 2109 Bewertungen
Bewertung vom 27.06.2022
Bitte, danke, tut mir leid
Grimm, Sandra

Bitte, danke, tut mir leid


ausgezeichnet

Höflichkeit kinderleicht verstehen

Fussel, das kleine Fuchskind hat heute das erste Mal seinen Fuchsbau verlassen und ist zu einem Fest, das die anderen Tiere, Sami Spatz, Helen Hase, Ismael Igel und Emma Eichhörnchen für ihn veranstalten, eingeladen. Dabei benimmt er sich total daneben. Er kleckert wie ein Ferkel; nimmt sich einfach, was er möchte; macht alles kaputt; will immer der erste sein und schimpft wie ein Rohrspatz. Erst als die Tiere ihm klarmachen, wie unhöflich und unmöglich er sich benimmt, denkt er nach und erinnert sich an "Bitte", "Danke", "tut mir leid" und an Hilfsbereitschaft.

"Bitte, danke, tut mir leid: Diese Worte können zaubern" von Sandra Grimm zeigt auf je einer Doppelseite, wie sich der kleine Fuchs Fussel daneben benimmt. Klasse finde ich die Idee, unter einer Klappe zu zeigen, wie es richtig geht.
Die kurzen Texte eignen sich sehr gut zum Vorlesen und werden auch von unserem 2-Jährigen sehr gut aufgenommen. Die dazu gehörigen Bilder von Sabine Kraushaar laden zum anschauen und zum diskutieren ein. Unser Kleiner weiß schon ganz genau, dass es so wie der kleine Fussel es macht, nicht sein sollte. So lernen die Kinder auf spielerische Weise von den Tierkindern, die hier im Vordergrund stehen, wie man sich höflich und rücksichtsvoll benehmen sollte.

Das Pappbilderbuch mit seinen dicken, stabilen Seiten ist abwaschbar und verzeiht kleinen Patschhänden so einiges. Auch die großen Klappen sind sehr stabil und lassen sich einmal von oben, ansonsten von unten öffnen.

Ein farbenfrohes Kleinkinderbuch, dass den Umgang mit seinen Anderen erklärt und zeigt, wie man sich rücksichtsvoll und umsichtig verhalten sollte.

Bewertung vom 26.06.2022
Der König und seine Mätressen   Erotische Geschichten
Wiles, Simona

Der König und seine Mätressen Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Königliche Begierden

Ich lerne die 21-jährige Rose kennen, deren einzige Mitgift ihre Schönheit ist und die ihrem König begegnet; Prinz Tristan, der sich die verführerische Abigai schenken lässt; die junge Hiltrud, die sich freiwillig in den Dienst von König Wenzel und Königin Edelgard begeben hat; Lydia, die ihren König überzeugt; Mechthild und Ingard, zwei Närrinnen, Agnes, Eltrud, Eleonore, Charlotte, Enid und Otilia - allen gelingt es mühelos, ihre Herrscher zufrieden zu stellen. Und sie selbst kommen auch nicht zu kurz.

Ich habe schon einige erotische Kurzgeschichten und Romane von Simona Wiles gelesen und auch mit diesem Buch hat sie mich nicht enttäuscht. Ihre elf Geschichten in denen sich Könige austoben, sind sinnlich, sehr bildhaft dargestellt, mit faszinierenden, außergewöhnlichen Geschichten, die alle sehr unterschiedlich sind und mein Kopfkino anschalten. Das einzig gemeinsame ist die Lust, die sie ausstrahlen ohne derb oder obszön zu wirken. Einfach sehr gut zu lesen. Die Frauen oder Mädchen werden hier nicht nur als Objekt gesehen, sondern haben auch selbst ihren Spaß an der Sache.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 26.06.2022
Tod in der Bucht / Die Küstenkommissarin Bd.2
Brandt, Jonas

Tod in der Bucht / Die Küstenkommissarin Bd.2


sehr gut

Frida Becks 2. Fall - klasse!

Bei einem Spaziergang am Weissenhäuser Strand in der Hohwachter Bucht bei Heiligenhafen an der Ostsee findet Zwergdackel Kurti den erfahrenen Sport- und Wracktaucher Veit Gravenhorst in voller Tauchmontur, der am Abend vorher in eine Rangelei im Niendorfer Tauchclub "Nordic Octopus" verwickelt war, tot im Wasser. Unfall - was sehr unwahrscheinlich erscheint - oder Mord?
Diese Frage soll Kommissarin Frida Beck vom K1 der Mordkommission Lübeck zusammen mit ihrem Kollegen Deniz Yilmaz nun klären. Als sich Yilmaz bei einem Tauchgang verletzt, übernimmt Kriminaltechniker Lasse Diekmann, mit dem Frida mehr als freundschaftlich verbunden ist, seine Aufgaben. Doch es wird nicht bei dem einen Toten bleiben...

Nach "Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm" ist "Tod in der Bucht" der 2. Ostsee-Krimi von Jonas Brandt, bei dem ich der taffen Frida Beck bei ihren Ermittlungen über die Schulter schaue. Mir hat auch dieser gekonnt konstruierte Fall aus dem Tauchermilieu sehr gut gefallen. Es gibt Wendungen, die ich nicht erwartet habe und der Autor schafft es mich auf falschen Fährten zu einem Unschuldigen zu locken. Dabei hatte ich den wahren Täter zwischendurch immer mal wieder im Visier. Schlussendlich klärt sich dann der Fall nachvollziehbar zu meiner vollsten Zufriedenheit auf.

Bei diesem Fall finde ich neben den aufzuklärenden Morden die sehr verschiedenen Menschen sehr interessant. Ich komme mit sehr viel Geld in Berührung, mache einen Abstecher in die Nazivergangenheit und nach Dänemark, und lerne Menschen kennen, denen es nicht ganz so gut geht. Meine Sympathien waren schnell vergeben.
Vor allem Frida Beck hat mich hier mit ihrer beherzten Vorgehensweise immer mal wieder überrascht. Ihr Handeln habe ich nicht immer gleich verstanden. Dabei war ich froh, dass ihr Vorgesetzter 1. HK Thilo Björnsen so ohne Vorbehalte hinter ihr steht.

Der leichte und sehr bildhafte Schreibstil des Autors schafft es, dass ich sehr schnell die Sanddornsträucher, den Strandhafer und die Weite der Ostsee direkt vor Augen, den Geruch von heißem Sand, salziger Meeresluft und den Rauch von Frau Hakers Zigaretten in der Nase und das Geschrei der Möwen und das Wellenrauschen im Ohr habe.
Sehr interessiert habe ich die Stellen gelesen, bei denen es ums Tauchen geht. Da habe ich das ein oder andere sogar lernen können.

Jonas Brandt ist auch diesmal wieder ein spannender Krimi gelungen mit Menschen mit interessantem Hintergrund denen ich an der Ostsee, die ich so liebe, begegnet bin. Dass hier einige Klischees bedient werden und manches auch stark überzogen dargestellt wird, hat mich dabei nicht gestört. Jonas Brandt kommt ohne großes Blutvergießen aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt. Spannung kommt trotzdem ab den ersten Seiten auf und sie bleibt auch bis zum Schluss.

Ein Krimi, den ich empfehlen kann. Nicht nur für Ostsee-Fans.

Bewertung vom 26.06.2022
Neo & Traktor Buffi
Dietrich, Daniel;Würsig, Cordula

Neo & Traktor Buffi


ausgezeichnet

Traktoren sind bei unserem Enkel gerade total "in"

Der kleine Neo lebt in einem kleinen Dorf im Allgäu. Sonntags darf er immer zu seinem Opa Tino auf den Bauernhof mit den Tieren spielen und jeden Winkel dort erkunden. Diesmal entdeckt er in der Scheune den eingerosteten Traktor Buffi, der nicht mehr fahren kann. Ob Opa Tino dem unglücklichen Buffi mit seinem Werkzeugkoffer helfen kann?

Das lest ihr in dem wunderschönen, kreativen Kinderbuch von Daniel Dietrich und Cordula Würsing. Die lebhaften, kreativen Texte sind toll auf Kinder ab 3 Jahren abgestimmt. Schritt für Schritt sind wir dabei, wie Opa Tino den kleinen Buffi wieder flott macht. Die zauberhaften Bilder sind mit so viel Liebe zum Detail ausgestattet, dass es großen Spaß macht, diese immer wieder anzuschauen.

Wir freuen uns jetzt schon auf viele weitere Abenteuer und Geschichten von Neo, seinem Opa Tino und Traktor Buffi aus der Feder von Daniel Dietrich und Cordula Würsing.

Bewertung vom 22.06.2022
Der kleine Floh kann noch nicht so!
Gries, Sarah Kim

Der kleine Floh kann noch nicht so!


ausgezeichnet

Einfach herzig mit einer klaren Botschaft

"Der kleine Floh kann noch nicht so" rufen alle. Aber kann der kleine Floh wirklich noch nicht so viele Sachen? Doch er kann. Und das beweist er auf eindrucksvolle Weise auf jeder der 11 farbigen Doppelseiten dieses tollen Papp-Kinderbuches, das so robust ist, dass es kleinen Kinderhänden ab 2 Jahren vieles verzeiht und fast unkaputtbar ist.

Sarah Kim Gries hat die einfachen, für kleine Kinder sehr gut zu verstehenden und motivierenden Texte geschrieben. Sie verdeutlichen, dass jeder (kleine) Mensch anders ist und man ihnen ruhig einiges zutrauen soll. Die bunten, detailreichen ganzseitigen Bilder stammen aus der Farbpalette von Sophie Lucie Herken, die es super geschafft hat, die einzelnen Seiten nicht zu überladen. Bei ihren Floh-Darstellungen gefällt mir besonders, dass ihre Figur des Floh sowohl als Mädchen als auch als Junge betrachtet werden kann.

Ein sehr aufbauendes und motivierendes Buch für unsere jüngsten Lese-Zuhörer.

Bewertung vom 15.06.2022
Rad, Land, Fluss
Schlüter, Alexandra

Rad, Land, Fluss


ausgezeichnet

Macht richtig Lust auf einen Radtrip

"Rad Land Fluss - Wie ich die Elbe entlangfuhr und meine Heimat neu entdeckte - Eine Sehnsuchtsreise" von Alexandra Schlüter hat mich ab der ersten Seite gepackt. Auch wenn ich diese Radtouren gesundheitsbedingt bestimmt nicht machen werde, hat sie in mir eine Sehnsucht geweckt, alle die Orte, die sie hier so eindrucksvoll beschreibt, auch sehen zu wollen.

Ich begleite sie mehrere Wochen lang auf dem Elberadweg durch sieben Bundesländer stromaufwärts von der Mündung in Cuxhafen durch idyllische Dörfer, geschichtsträchtige Städte und die unterschiedlichsten Landschaften und Geschichten bis an die deutsch-tschechische Grenze. Ich beobachte die vielfälltige Natur und begegne den unterschiedlichsten Menschen.
Sie verpackt die vielen Hintergrund-Informationen so, dass es nie langweilig wird und ich mich immer wieder auf eine weitere der 8 Etappen freue. Dazu die vielen atmosphärischen Fotos durch die mein Kopfkino nicht nur in schwarz-weiß abläuft. Einfach klasse.

Ein ganz besondere Entdeckungsreise entlang der Elbe. Nicht nur für Radlfans.

Bewertung vom 14.06.2022
Die junge Frau und das Meer
Gühmann, Sylvie

Die junge Frau und das Meer


ausgezeichnet

Kindheits- und Jugenderinnerungen

Der Vater aus Leer in Ostfriesland, die Mutter aus einem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb. Man kann es sich gut vorstellen, dieses Leben in zwei Welten, aufgewachsen bilingual, wie es ihr Vater scherzhaft bemerkt.
Sylvie Gühmann erzählt in ihrem Buch "Die junge Frau und das Meer" ihr Leben in der Kindheit und Jugend in diesen beiden so verschiedenen Lbensräumen.

Bei jedem Satz den ich lese, merke ich, wie groß ihre Liebe zu ihrer Heimat Ostfriesland und zum Meer ist. In einer sehr offenen, ehrlichen, manchmal witzigen, manchmal traurigen Art beschreibt sie kleine Episoden aus ihrem Leben.
Ich stehe ihr zur Seite, wie sie mit 8 Jahren im Familienurlaub an der Adria das erste mal einen toten Menschen sieht. Ich begleite sie ins Heim zu ihrer Oma, wo sie versucht die Demenz zu verstehen. Genau wie ich als Kind hat sie versucht mit einer Taschenlampe im Bett zu lesen. Ich sitze mit ihr im Auto und mir wird bei den Serpentinen hoch auf die Schwäbische Alb beinahe selbst schlecht, wenn ich lese, wie mies es ihr da beim Auto fahren geht. Dieses Gefühl kann ich sehr gut nachvollziehen - mir ging es als Kind genauso. Ich sitze mit ihr und ihrer Mutter auf der kleinen Insel Dysterhusen im Nirgendwo am Ende der Welt. Sie erzählt mir von den Unterschieden im Winter zwischen Nord- und Süddeutschland und wie sie bei einer Lotterie im Ferienkamp zum Leidwesen ihrer Eltern und zum Ärger ihrer Schwester mal sehr viele Gewinne abgeräumt hat. Sie nimmt sich aber auch sehr selbstkritisch unter die Lupe und analysiert, wie sie ihre Seepferdchenprüfung versemmelt und ihr süddeutscher Opa sich ihrer annimmt um ihr das Schwimmen beizubringen. Überhaupt ist sie um ihre beiden Opas, die, wie sie klarstellt, opern, zu beneiden. Sie erzählt von falschen Alibis und wie sie ihren ersten Kuss buchstäblich verlor. Ihre Betrtachtungen machen auch vor dem Klimawandel und der Meeresverschmutzung nicht halt.

Sie beschreibt ihre Erlebnisse so lebhaft und bildlich vorstellbar, dass ich bald Bilder im Kopf habe und bei ihren Unternehmungen immer direkt dabei bin. Sie hat mir mit ihren kleinen Geschichten und Episoden einige sehr unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Lesestunden geschenkt.

Sehr unterhaltsame Geschichten, bei denen nicht nur Ostfriesen ihren Spaß haben werden.

Bewertung vom 12.06.2022
Pleitemöwe / Wanda und Fiete ermitteln Bd.1
Göbel, Petra

Pleitemöwe / Wanda und Fiete ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

Ein absolut gelungenes Debüt

Kennt ihr das: ihr habt die ersten Zeilen des Prologes gelesen und euch graust vor dem, was ihr da gerade gelesen habt? So ist es mir gerade gegangen, als ich von dem bestialischen Fischverwesungsgestank bzw. dem blutigen Gekröse der Fischabfälle gelesen habe und sich meine Härchen an den Armen aufgestellt haben. Aber es wird besser - viel besser - versprochen.

Dorfpolizist Fiete Mommsen lebt jetzt seit 2 Wochen wortwörtlich unter dem Dach von Bäckerin Wanda Poppen und ihrem Hund Fienchen im Nordseeküstenort Greetsiel, nachdem er Hals über Kopf seine Freundin und Kollegin KHK Janne Janssen verlassen hat. Nun will er einfach nur seine Ruhe. Die ist allerdings vorbei als im Garten von Tamme Gerdes eine Ladung Fischabfälle landet und sowohl Tamme als auch seine Frau Wiebke bald darauf verschwunden sind. Dafür tauchen in der Fischmehlfabrik in Bremerhaven auf dem Förderband plötzlich blonde Haare auf. Aus einer Ladung, die Onno Eilts bei dieser brütenden Hitze aus Greetsiel hierher gebracht hat. Wer da wohl zu Fischmehl verarbeitet werden sollte?
Fiete passt es gar nicht, dass ausgerechnet Janne diesen Fall nun übernehmen wird.


"Pleitemöwe" ist der erste Band einer neuen Cosy-Crime-Reihe mit Nordseefeeling aus der Feder von Petra Göbel, die damit gleichzeitig ihr Debüt feiert. Bei mir hat sie es damit gleich auf die Liste meiner "will-ich-immer-wieder-lesen"-Autorinnen geschafft.
Ich liebe ihren humorigen Erzählstil, der auch vor der Danksagung nicht halt macht. So klasse.

Nach und nach lerne ich die Bewohner im kleinen Ort Greetsiel kennen, die sich morgens zum Klönschnack und Tee trinken in der Bäckerei bei Wand Poppen treffen. Ich sehe sie direkt vor mir, wie sie am großen Stammtisch sitzen und über ihre neuesten Errungenschaften aus dem Baumarkt schnacken: Henni Eilts mit ihrem Strickzeug, das sie ohne hinzusehen bedienen kann; ihr Bruder Onno, Hinnerk Schoof und natürlich Wanda. Ganz klar, dass die natürlich ihre Nase in den Fall stecken und kräftig mit ermitteln muss, als ihre Freunde ins Visier der Ermittler geraten. Als sich die Schlinge um den Mörder immer enger zieht, gerät auch sie in höchste Gefahr.

Es gibt sehr viele Verdächtige, weil fast jeder mit dem Toten, nicht gerade ein Sympathiebolzen, überkreuz war. Dadurch gibt es auch viele Motive, die abgearbeitet werden müssen. Bei Fiete und seiner Ex Janne geht es auch bald rund, weil sie ihn überall als ihren Kollegen vorstellt, der er nicht absolut nicht sein will. Kompetenzgerangel halt.

Obwohl der Krimi sehr viel Humor aufweist, kommt die Spannung nicht zu kurz. Die baut sich langsam aber stetig auf und hält sich dann bis zum Schluss gleichmäßig hoch.

"Pleitemöwe" hat für mich alles, was einen guten Krimi ausmacht. Menschen, wie du und ich, mit denen ich mich sogar anfreunden möchte. Eine Landschaft bzw. einen Ort, wo ich auch leben möchte. Ich kann die Möwen schreien und die Kluntje im Tee knistern hören und ich sehe die Wolken übers Meer und die Wulkjes im Tee ziehen. Spannung und eine große Portion Humor, die das Ganze abrunden bzw. anheizen. Dazu noch Kuchen- und Keksrezepte, auch für Hunde, die im Buch erwähnt werden und die ich nach backen kann. zum guten Schluss noch eine Seite "Ostfriesisch für Anfänger", damit auch alle verstehen, was die Greetsieler hier so von sich geben. Die paar Brocken bayerisch, die der Huber Sepp, der von Bayern an die Nordsee gezogen ist, von sich gibt, versteht eh jeder.

Ich habe mich in Greetsiel sehr wohl gefühlt und ich komme beim nächsten Fall ganz sicher wieder.

Bewertung vom 12.06.2022
Kleiner Pinguin ganz groß
Hartmann, Luisa

Kleiner Pinguin ganz groß


ausgezeichnet

Gemeinsam kann man (fast) alles schaffen

Schon auf dem Cover sieht man, wie die Tiere der Antarktis sich wehren und versuchen den Mensch aus ihrer Heimat zu vertreiben.
Allen voran der kleine Pinguin Philip, der es gar nicht mag, wenn man ihn Phips nennt, und seine beiden besten Freunde Albatros Chris und Seerobbe Wendy. Philip findet es aber auch so schön, sich in die Hautfalte seines Papas zu kuscheln, die er sich aber leider mit seiner Schwester Adele teilen muss. In acht nehmen muss er sich vor Pinguin Tscharly, der ihn zusammen mit seinen Freunden trietzt, wo er ihn erwischen kann. Als Chris von ein paar Menschen, ingesamt neun, berichtet, die ganz in der Nähe mit ihren Schneemobilen durch die Gegend rasen und Zelte aufgebaut haben, macht sich Panik breit. Und was haben die mit den Maschinen vor, die sie unter einer großen Plane verstecken? Aber Philip, Chris und vor allem Wendy haben einen Plan...

Gleich zu Beginn lernen wir die fünf wichtigsten Protagonisten Philip, seine Schwester Adele, Wendy, Chris und Tscharly kennen. Die spannende und lehrreiche Geschichte über Philip, seine Freunde und wie sie die Menschen, die ihren Lebensraum bedrohen und zu müllen, vertreiben, gliedert sich in 13 kurze, angenehm zu lesende Kapitel, die auch Erstleser bestimmt sehr gut alleine lesen können. Der anschließende, sehr informative Sachteil "Die Antarktis und ihre Bewohner" mit 15 kurzen interessanten Themen rundet das Buch sehr gut ab. Da habe ich wieder etwas gelernt.
Dazu kommen die immer wieder eingestreuten Illustrationen von Dagmar Geisler, die der Geschichte den letzten Pfiff geben.

Autorin Luisa Hartmann hat mit diesem Buch die Themen Antarktis, Natur- und Artenschutz, Freundschaft und Zusammenhalt auf wundervolle Weise zusammen geführt und eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt geschaffen.