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gaby2707

Bewertungen

Insgesamt 2109 Bewertungen
Bewertung vom 15.05.2022
Mein liebstes Pustebuch - Ich hab dich lieb!
Höck, Maria

Mein liebstes Pustebuch - Ich hab dich lieb!


ausgezeichnet

Ein Buch mit "Pusteloch" für unsere kleinen Entdecker

Bei den Tierfamilien ist es genau so wie bei den Menschenfamilien - sie haben sich so lieb. Das sagen hier auch Mama und Papa Hase, der Eichhörnchen-Papa, Opa Dachs, die Igel-Eltern, und Mama Fuchs ihren Kindern. Dazu geben sie ihnen immer noch kleine Wünsche mit auf den Lebensweg. Dazu kann man auf jeder Doppelseite 4 kleine Lämpchen zum Leuchten bringen, die aus Pusteblumen, Seifenblasen, Konfetti, Luftballons oder Sternen heraus leuchten.

Unser kleiner Enkel ist ein großer Fan von Puste- und Leuchtbüchern. Dieses wunderschöne Kinderbuch liebt er sehr und blättert immer wieder zu der Seite mit den Luftballons.
Die detailreichen, farbenfrohen und mit kräftigen Farben ausgestatteten Illustrationen von Aleksandra Szmidt laden direkt zum anschauen ein. Die niedlichen Texte von Maria Höck sind altersgerecht und überfordern unsere kleinen Zuhörer und Mitleser nicht.
Die dicken Pappseiten sind abwaschbar und halten kleine Kinderhände gut aus.
Das kleine Batteriefach auf der Rückseite kann leicht geöffnet werden, falls die Batterie mal gewechselt werden muss.

Ein so liebevoll gestaltetes Buch mit vielen kleinen Wünschen, an dem unser Kleiner noch lange Spaß haben wird.

Bewertung vom 15.05.2022
Leonard - Ein Traktor sucht das Abenteuer
Kolb, Suza

Leonard - Ein Traktor sucht das Abenteuer


ausgezeichnet

Wir lieben Leonard!

Reges Leben auf dem Bauernhof. Und mittendrin der grüne Traktor Leonhard. Wir begleiten ihm im Sommer, wenn er mit dem Grubber das Säen vorbereitet. Da läuft ihm der Schweiß über die Fenster. Dann muss er mit der Kreiselegge säen. In einem großen Fass bringt er die Gülle auf die Felder und er mäht die Wiesen. Aber er will wie seine Freunde der Milchwagen Michl und der Mähdrescher Matze in der Welt rumkommen und Abenteuer erleben. Also stiehlt er sich still und leise vom Hof und geht auf Wanderschaft. Er lernt die Traktordame Gisela in ihrer Baumschule, Obsthoftraktor Ottmar, Weinbergtraktor Winnie, Waldtraktor Waldemar und Traktormädchen Gerda kennen. Überall gibt es viel Arbeit für die Traktoren - aber Leonhard plagt das Heimweh. Also fährt er wieder zurück auf seinen Janson-Hof, wo die ganze Familie schon auf ihn wartet. Auch sie haben ihn vermisst.

Bei den ganzseitigen, farbenfrohen und detailreichen Illustrationen von Christine Faust gefallen mir besonders die verschiedenen Gesichtszüge von Leonard, bei denen man seine Gemütslage sehr gut ablesen kann. Suza Kolb hat dazu die wunderschöne, liebenswerte Geschichte vom kleinen Traktor Leonhard geschrieben, der nach seinem Abenteuer merkt, was er alles kann. Durch dieses Abenteuer wird er sich seiner Stärken erst richtig bewusst.

Ein tolles Buch für unsere jüngsten Leser oder Zuhörer ab 3 Jahren, das die Stärken eines jeden Einzelnen hervorhebt. Nicht nur für kleine Traktorfans. Auch wer mit Traktoren bisher nichts anfangen konnte - ihr werdet Leonard lieben! Unser kleiner Enkel wollte Leo nach dem ersten Lesen gar nicht mehr hergeben.

Bewertung vom 15.05.2022
Ein Fall für Emely Petersen - Ostfrieslandkrimi / Tildas dicke Fische
Wolff, Ele

Ein Fall für Emely Petersen - Ostfrieslandkrimi / Tildas dicke Fische


ausgezeichnet

Caféinhaberin Emely ermittelt

Endlich scheint Ostfriesin Tilda Holthusen, die in Neuharlingersiel an der Nordsee einen erfolgreichen Fischgroßhandel führt, doch noch den richtigen Mann gefunden zu haben. Immobilienmakler Lars Seeger ist zwar 10 Jahre jünger und ein Bild von einem Mann, aber Tilda, die nicht gerade wie ein Model aussieht, will ihr Glück genießen, so lange es oder er bleibt. Und dann ist er nach einem Streit wirklich verschwunden und Tilda bitte die sympathische Cafébesitzerin Emely Petersen um Unterstützung. Die bekommt richtig viel zutun, als Tildas Verlobter tot in einem Gebüsch auf einem abgelegenen Feldweg gefunden wird. Was hatte er auf dem Kerbholz? Oder sollte vielleicht doch Tilda das Opfer sein?

Ich finde es so klasse, wie Emely neben ihrem Café Kluntje und ihren Zwillingen Annalotta und Wilko, die sie alleine versorgt, auch noch für ihre Nachbarin Elaine, die eigentlich Else heißt und ihre Schwiegermutter Netti da ist. Und nun muss sie auch noch ermitteln. Naja, da hat sie ja eine kleine Hlfe in Bertus Freese, dem ehemaligen Kommissar und ausgebildeten Konditor, der ihr auch beim Backen aushilft, wenn ihre gute Seele Selma mal nicht kann. Von ihm bekommt sie immer wieder mal Hinweise aus dem Präsidium, die ihr weiterhelfen. Es gibt aber auch einige Verdächtige, die alle einen Grund hätten, Lars um die Ecke zu bringen. Allen voran seine Ex. Nur durch Kommissar Zufall kommt Emely dann dem Täter auf die Spur - und mir blieb der Mund offen stehen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Ich habe Emely mit ihrem feinen Humor sofort ins Herz geschlossen. Überhaupt sind die Menschen, die ich hier kennenlerne, alle so herzlich, aufgeschlossen und trinkfest, andere etwas mundfaul. Ich habe mich in Neuharlingersiel und dem Café Kluntje am Hafen sehr wohl gefühlt. Gut, dass die leckeren Kuchen, bei denen mir beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft, nicht auf die Hüften schlagen.

Ich konnte mit ermitteln, wurde auf falsche Fährten gelockt, habe schmunzeln können und ich wurde überrascht. Ich werde bald wiederkommen und die vergangenen beiden Fälle mit Emely lösen.

Bewertung vom 15.05.2022
Saarbotage
Demme-Zech, Marion

Saarbotage


ausgezeichnet

Eine kriminell vergnügliche Reise ins Saarland

Kommissarin Antonia Kuppertz hat einen Brief bekommen. Außer "GLUCK-GLUCK-GLUCK" steht allerdings nichts drauf. Bei einer spektakulären Artistikshow beim Saarbrücker Volkfest auf der Saar wird der Artist Monsieur de la Lune auf seinem Flyboard von einer Drohne angegriffen und stürtzt daraufhin in die Saar. Glücklicherweise kann er gerettet werden. Ist Mr. Surprise zurückgekehrt? Wahrscheinlich ja. Denn nicht nur beim Dillinger Stadtlauf und beim Dreh eines Saarland-Krimis schlägt er zu. Auch der Kuchen, der Kommissar Wolfgang Forsberg außer Gefecht setzt, scheint von ihm zu kommen.


Obwohl ich den Attentäter schon auf den ersten Seiten mit seinen Gedanken kennenlerne und ihm sehr nahe komme, habe ich lange keinen blassen Schimmer, wer sich hinter dem Synonym Mr. Suprprise verbergen könnte. Ich hatte lange Zeit den Falschen in Verdacht. Sorry bzw. gut gemacht Frau Demme-Zech.

Für mich war es das erste Mal, dass ich mit Kommissar Wolfgang Forsberg und seiner Kollegin Antonia Kuppertz im Saarland ermitteln durfte. Mir gefallen die Diskussionen der beiden sympathischen Kommisare, die beide meinen, ihren Dickschädel jederzeit durchsetzen zu müssen. Ich finde auch die Rückblicke auf einen Fall vom vergangenen Jahr an der Burgruine Dagstuhl sehr interessant, die mich animieren, mich auch mit dem Fall mal näher zu beschäftigen. Und ich habe mich, was in eine Krimi bisher noch nie vorgekommen ist, verliebt. Ja, verliebt, in Dackel Günther oder liebevoll "Güntherchen" genannt. Der eigensinnige kleine Kerl soll für die Polizeihundestaffel ausgebildet werden. Und nachdem, was er hier alles schafft und auf sich nimmt, sehe ich da überhaupt keinen Hinderungsgrund. Er hat mir bei den Ermittlungen immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe aber auch bis zum Schluss mit ihm gebangt.

Der Kriminalfall bzw. es sind ja mehrere Fälle, die hier aufgeklärt werden müssen, klingen sehr überzeugend und nachvollziehbar. Neben jeder Kapitelüberschrift erfahre ich dort auch mit wessen Augen ich gerade lese und wo ich mich wann befinde. Denn sowohl die Kommissare als auch Dackel Günther und "eine Person", hier der Täter, vermitteln mir die Geschehnisse aus ihrer Sicht. So bin ich immer mittendrin und den Kommissaren hier und da auch einen Schritt voraus, was das ganze noch spannender macht.
Durch die ausführlichen und detaillierten Beschreibungen lerne ich auch Land und Leute ein bisserl kennen. Der lokale Bezug zum Saarland kommt sehr gut rüber.

Wer wie ich ziemlich blutfreie, trotzdem spannende Fälle mag und bei einem Krimi auch mal schmunzeln oder lachen möchte, der ist hier genau richtig.
Für mich hat sich dieser Fall eindeutige 5 Sterne verdient.

Bewertung vom 07.05.2022
Verheizte Herzen
Crossan, Sarah

Verheizte Herzen


sehr gut

Eine interessante Geschichte in einer außergewöhnlichen Erzählweise

Ana Kelly ist Anwältin, verheiratet mit Paul, zusammen haben sie zwei Kinder, Jon und Ruth. Und Ana hat eine heimliche Affäre - Connor Mooney. Als er unerwartet stirbt, meldet sich seine Frau Rebecca Taylor bei ihr, da Ana in der Kanzlei in der sie arbeitet vor ein paar Jahren sein Testament aufgesetzt hat. Nun muss sich Ana mit dem Leben auseinandersetzen, dass Connor ohne sie geführt hat. Als Testamentsvollstreckerin sucht sie immer wieder die Nähe von Rebecca, die ebenso, aber auch anders wie sie trauert.

Ich verfolge, wie Ana und Connor sich kennenlernen, wie daraus langsam eine Liebe entsteht. Die, wie ich finde, aber nur von ihr ausgeht. Die Gedanken von Connor bleiben unausgesprochen. Es kommt mir so vor, als wolle er sie zwar halten, er aber von einer Trennung seiner Frau Rebecca weit entfernt ist. Sie beenden die Beziehung auch immer wieder nur um kurze Zeit später wieder damit zu beginnen bzw. weiter zu machen. Ana würde für Connor alles aufgeben. Und nun ist er tot und sie muss mit ihrer Trauer, die sie mit niemandem teilen kann, alleine fertig werden. In meinen Augen wandelt sie sich in dieser Zeit absolut zu ihrem Nachteil. Was sie selbst auch zu erkennen scheint.

Außer der Geschichte, die ja nicht neu ist, hat mich der für mich absolut neue Schreibstil interessiert. In Versform. Manchmal reimen sich die Zeilen, meist nicht, nicht immer nur linksbündig geschrieben, oft das Konträre darstellend.
Auf den ersten Seiten habe ich mich damit nicht leicht getan. Ich musste mich erst an diese neue Form, wie ich finde etwas harte Form, des Lesens gewöhnen. Aber dann hat mich dieser andersartige Stil fasziniert und mir sehr gut gefallen. Gewöhnungsbedürftig fand ich auch die dauernden Zeitsprünge. Ohne die jedoch wäre die Geschichte von Ana und Connor nicht so gut zu verstehen. Vor allem der Wandel von Ana wird hierdurch sehr deutlich.

Eine ergreifende Geschichte mit einem ungewöhnlichen Stil über eine von Schmerz und Wut zerfressene Frau, ihren heimlichen Geliebten und seiner Witwe. Ein außergewöhnliches Buch, zu dem sich jeder seine eigene Meinung bilden muss. Mir hat vor allem der Stil sehr gut gefallen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.05.2022
Küstenhuhn
Brandt, Patricia

Küstenhuhn


ausgezeichnet

Ein aktuelles Thema kriminell ausgearbeitet

Bei einer Demonstration auf dem Lütjenburger Marktplatz gegen seinen geplanten Hühnermaststall in Hohwacht wird Hühnerbaron Fynn Bartelsen von einem Feuerstein mit Loch in der Mitte, einem sogenannten Hühnergott, getroffen. Steckt Der- oder Diejenige hinter dem tödlichen Anschlag, der/die unter dem Vogelkostüm steckte?
Ausserdem muss sich Oke mit einem Paar und einer Familie herumärgern, die beide das gleiche Ferienhaus für die gleiche Zeit in Brasilien gemietet haben.
Und dann ist da auch noch die altesschwache Legehenne Marlene, die bei Wenke Husmann, der gesundheitsbewussten Fischbudenbesitzerin im Strandkorb ein neues Zuhause gefunden hat.

Gleich nach dem Vorwort von Leo Hansen, dem Festivalleiter des Ostsee-Krimifestivals, lerne ich die Menschen rund um den Inselpolizisten Oke Oltmans mit einer Kurzbeschreibung kennen. Da ich schon 2 x in Hohwacht ermittelt habe, kenne ich die meisten der Menschen schon. Neuankömmlinge können hier immer mal wieder spickern, wer wer ist und wer zu wem gehört. Finde ich klasse.
Dies ist nun schon der 3. Fall für Oke Oltmanns. Da jeder Fall in sich abgeschlossen ist, können die Bücher auch sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden. Mir macht es aber wesentlich mehr Spaß, wenn ich bei der Entwicklung der Menschen hier ab dem ersten Zusammentreffen dabei sein kann.

Das immer wieder kleine dialektische Sätze sowohl aus dem Friesischen als auch aus dem Kölschen, wo Vincent Gott ja ursprünglich her stammt, einfließen, gefält mir sehr gut. Das bringt die lokale Atmosphäre noch besser rüber. Auch wenn ich nicht gleich alles verstanden habe, erklärt sich das Gesagte in den anschließenden Sätzen oder wird nochmal auf hochdeutsch beschrieben.

Tierquälerei bzw. Tierwohl - ein gesellschaftlich viel diskutiertes Thema, das Patricia Brandt in ihrem neuesten Küstenkrimi aufgreift.
So ist es nicht verwunderlich, dass Marlene, ein Huhn aus einem Legehennenbetrieb bei Wenke Husmann landet und in ihrer Fischbude zum Star wird. Alle wollen Marlene fotografieren und damit sie auch jeder sieht, bekommt sie sogar eine Warnweste. Was sie sonst noch so alles anstellt, wird hier aber nicht verraten.
Auch der Tote hat mit dem Thema zu tun. Hat er wegen seinem Legebetrieb sterben müssen? Oder wegen dem neu geplanten Mastbetrieb? Oder gibt es einen ganz anderen Grund?
Es wird jedenfalls auch diesmal nicht leicht, den Täter zu finden und vor allem dingfest zu machen. Und es wird auch nicht bei dem einen Toten bleiben...

Oke hat mir ein bisserl leid getan. Nicht nur, weil er Rücken hat, sondern dass man seine Dienststelle in Hohwacht nun doch ganz geschlossen hat. Er ist nun mal mit Leib und Seele Polizist. Doch am Ende gibt es für ihn noch eine sehr schöne Überraschung. Auch sein neuer Kollege aus Köln Vincent Gott hat sich gut an der norddeutschen Küste eingelebt. Mit seinem kölschen Humor lockert er die reservierte Stimmung der Hohwachter immer wieder auf.
Ich habe mich an der norddeutschen Küste wieder richtig wohl gefühlt, auch wenn es diesmal sehr turbulent zugeht. Ich hatte spannende, dramatische und mitreißende Lesestunden dort oben.

Patricia Brandt hat mich mit ihrer Geschichte wieder absolut überzeugt und mitgerissen.
Und ich freue mich schon heute auf den nächsten Fall für Oke Oltmanns und Vincent Gott und meinen Besuch in Hohwacht.

Bewertung vom 04.05.2022
Abenteuer im Schnee mit Yogamöwe Lilly
Weyrauch, Stefanie

Abenteuer im Schnee mit Yogamöwe Lilly


ausgezeichnet

Was für eine tolle Idee

Es geht auf Weihnachten zu und die Geschwister Luna und Ben sind schon ganz aufgeregt. Yogamöwe Lilly, die auf einer Insel in der Nordsee lebt, macht sich wie jedes Jahr auf den Weg in ihr Winterquartier im Süden. Auf ihrer Rückreise hat sie die Geschwister im letzten Sommer kennengelernt und will sie nun besuchen. Die Beiden freuen sich schon sehr auf Lilly, die ihnen bei ihrem letzten Besuch schon einige Yogahaltungen gezeigt hat.
An einem Tag, den sie mit einer Entspannungsübung beginnen, zeigt ihnen die Yogamöwe Lilly, wie viel Spaß die verschiedenen Yogahaltungen im Schnee machen können. Durch Hund Henry lernen sie den "herabschauenden" und den "dreibeinigen Hund", durch Katze Kati die Yoga-Katze mit dem runden Buckel und durch die Kühe kommen sie auf die Kuh-Haltung mit dem nach unten gewölbten Rücken. Dann geht´s zum Schlittenfahren und neben einer fröhlichen Schneeballschlacht lerne ich weitere Yoga-Haltungen, die genau zu diesen Aktivitäten passen, kennen. Wieder zuhause begeben sich die drei nach einer Kerze auf eine Fantasiereise zu ihrem Lieblingsstern und entspannen.

Was für ein tolles Mitmachbuch für große und kleine Yogis ab 3 Jahren. Ich habe die kleine sprechende Yogamöwe sofort ins Herz geschlossen.
Beim Lesen und bei den Übungen merkt man, wie wichtig der Autorin Stefanie Weyrauch der Umgang mit Yoga nicht nur für Erwachsene sondern auch für Kinder ist. Hier führt sie sie durch Luna und Ben und durch Möwe Lilly spielerisch an die Übungen heran. Auch mir als Oma haben die Übungen Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, das Buch mit meinen beiden Enkeln zu lesen, ihnen Lilly vorzustellen und mit ihnen die Übungen auszuführen. Man kann sie, obwohl die Geschichte hier im Winter angesiedelt ist, natürlich auch im Sommer z.B. auf einer Wiese machen.
Auf der letzten Doppelseite finde ich nochmal alle Übungen aus diesem Buch in einer Übersicht mit einer kleinen Anleitung.
Ganz toll dazu die wunderschönen Illustrationen von Silvia Weber, auf denen man den Kindern und der Möwe ansieht, wie viel Spaß sie bei den Übungen und der Bewegung an der frischen Luft haben.

Ein absolut gelungenes Mitmachbuch für alle kleinen Yoga-Fans und solche, die es unter dieser liebevollen Anleitung bestimmt werden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.05.2022
Die Wollust der Heilerin   Erotischer Roman
Hill, Cassie

Die Wollust der Heilerin Erotischer Roman


ausgezeichnet

Eine wunderschöne, sinnliche Geschichte

Rhiann, die 18-jährige, älteste Tochter des Schmieds aus dem schottischen Highlandtal Glen Biogh, die mit dem Schwert genauso selbstverständlich kämpft wie sie sich mit der Heilkunde auskennt, ist die schönste Frau im großen MacCallum-Clan und liebt ihren Anführer, den Ceann cinnidh, seit sie denken kann. Ihr wolllüstiges Spiel allerdings treibt sie einmal in der Woche mit dem gleichaltrigen Padraig. Clanchef Adair MacCallum, der die 30er Jahre längst überschritten hat, wird von seinen Gefolgsleuten immer wieder aufgefordert, endlich zu heiraten und vor allem Kinder zu zeugen. Er leidet seit der Entführung mit Folter durch die verhassten Sassenachs unter einem schweren Schicksal und will dies keiner Frau zumuten. Auch er ist in seiner Liebe Rhiann herzlich zugetan, hält sie aber auch immer wieder für seine Tochter.
Die ganze, wunderschöne erotische Geschichte lasst euch von Cassie Hill erzählen.

Für mich war es der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Aber es wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein.

Mir hat die erotische und sehr sinnliche Geschichte um die schöne Heilerin und den charismatischen Clanchef sehr gut gefallen. Eingebettet in eine wunderschöne Liebesgeschichte schafft es Cassie Hill die erotische Stimmung anzufachen und bis Ende aufrecht zu erhalten. Mit ihrer leichten, sehr gut lesbaren Erzählweise zieht sie mich mitten hinein in ihre Geschichte und in die Highlands.
Rhiann, Adair und Padraig werden sehr ausführlich und gut vorstellbar beschrieben. Mein Kopfkino springt auf Seite 1 an und ich genieße bis zur letzten Seite. Ich tauche ein in eine ganz andere Welt, in die Vergangenheit und lasse mich in die Umgebung der schottischen Highlands entführen.
Ich habe diesen Ausflug sehr genossen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exclusive Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 02.05.2022
Kaltherz
Faber, Henri

Kaltherz


ausgezeichnet

Gutes tun muss nicht immer gut sein

Der Albtraum jeder Mutter wird für Clara Lipmann war. Auf dem Parkplatz am Feringasee bei München geht sie nur kurz, nach ihrer Meinung für max. 8 Minuten, zur Toilette und als sie zu ihrem Auto zurück kommt, ist der Kindersitz leer und ihre fünfjährige Tochter Marie verschwunden. Hat das Kindermädchen Melina Katsaounis etwas mit Maries Verschwinden zu tun?
Kommissarin Kim Lansky, die nach ihrem Rauswurf aus der Abteilung Cybercrime in der Vermisstenabteilung eine allerletzte Chance bekommt, macht sich auf die Suche nach Marie. Aber es gibt weder eine Lösegeldforderung noch finden sich andere Spuren. Clara Lipmann geht an ihren Selbstvorwürfen zugrunde und Kim muss sich einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Was für eine grandiose Geschichte. Was hier geschieht hätte ich mir in meinen kühnsten Albträumen nicht vorstellen können.
Mutter Clara, 28, versinkt in Selbstvorwürfen, wirkt äußerst depressiv und hat nach Maries Verschwinden sämtlichen Lebenswillen verloren. Vater Jakob, 37, absolut karriereorientiert, spielt nach außen den starken Mann und lässt niemanden in sein Privatleben schauen. Jeder in seinen eigenen Gefühlen gefangen geht anders mit dem Verlust der Tochter um. Diese häusliche und eheliche Situation finde ich sehr gut dargestellt.
Mit Kommissarin Kim Lansky bin ich zuerst gar nicht klar gekommen. In ihrer impulsiven, unangepassten, einzelgängerischen Art eckt sie überall an, wirkt auf mich verschlagen und gerissen, was vielleicht auch ihrer Herkunft geschuldet ist. Da ich in der Nähe lebe, wo Kim aufgewachsen ist, ist mir das Milieu bekannt und ich kann sie mir in diesem Umfeld sehr gut vorstellen. Eine sehr außergewöhnliche Ermittlerin mit einem extremen Hintergrund. Aber auch sie hat eine sehr weiche, sanfte und liebevolle Seite, die sie nur nicht oft zeigt. Ihr letzter Besuch bei Jakob hat mir daher sehr gut gefallen.

Autor Henri Faber erzählt die Geschehnisse jeweils aus der Sicht von Clara, Jakob und Kim. Und auch die kleine Marie meldet sich hier und da zu Wort. So bin ich immer aus jeder Sichtweise informiert, komme allerdings durch die verschiedenen Wendungen, die der Fall nimmt und die zahlreichen Spuren, die dann doch ins Nichts laufen, auch nicht schneller ans Ziel.
Die kurzen Kapitel lassen die Geschichte mit ihren Cliffhangern sehr schnell werden. Das steigert die Spannung und hält diese extrem hoch bis zum Schluss.
Ganz zum Schluss erfahre ich erst, wie diese Geschichte zu ihrem Namen gekommen ist.

Ein mega spannender, hervorragender Thriller mit interessanten Protagonisten und einer Geschichte, die mir den Atem geraubt hat. Allerfeinste Unterhaltung mit Gänsehauteffekt.