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Bewertungen
Insgesamt 221 BewertungenBewertung vom 28.11.2023 | ||
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Da bin ick nicht zuständig, Mausi Was haben wir doch alle unsere Meinung von Beamten. Und was glauben wir doch, was da auf dem Amt abgeht. Conny ist so eine von den Beamtinnen. Sie lebt in Berlin Gropiusstadt und arbeitet in einer Berliner Behörde. In ihrem Buch nimmt sie uns mit durch den täglichen Amtswahnsinn. Ihre Kolleginnen symbolisieren typische Charaktere wie man sie wahrscheinlich in jedem Büro findet: eine motzige Giesela, die Mir-doch-allet-ejal-Doris, eine in sich ruhende Petra, die übermotivierte Führungskraft Ronja, die es allen recht machen wollende Dilara und die typische mitt40er-Beamtin Conny. |
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Bewertung vom 18.11.2023 | ||
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Verlogen / Mörderisches Island Bd.2 Die alleinerziehende Mutter Marianna verschwindet spurlos. Aber irgendwie scheint es, als wurde es niemanden wirklich kümmern. Selbst die 15-jährige Tochter Hekla, ist eher froh nun dauerhaft bei ihren Pflegeeltern bleiben zu dürfen. Als in einer Höhle im Lavafeld Mariannas Leiche gefunden wird, bringt dies nun doch die Polizei auf den Plan. Die junge Polizistin Elma geht dem Fall nach und trifft auf viel Schweigen, Wut und Trostlosigkeit. |
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Bewertung vom 31.10.2023 | ||
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Die drei ??? Der Tag der Toten Der neuste Fall der drei Detektive beginnt auf einem Friedhof. Peter ist dort in den späten Abendstunden mit seinem Schulkurs versammelt, als plötzlich unheimliche Dinge vor sich gehen und sie Einbrecher stören, die Rätselhaftes suchen. Denn was gibt es schon zu holen auf einem Armenfriedhof? Wenig später treffen die drei ihren neusten Klienten Linus. Der ist völlig verzweifelt, da er von einem unheimlichen Skelett heimgesucht wird. Es lauert ihm überall auf und versetzt ihn in Angst und Schrecken. Und wir wären hier nicht bei den drei ??? wenn nicht alle Fäden zusammenlaufen würden. |
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Bewertung vom 28.10.2023 | ||
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Marthas Geheimnis / Die Zuckerbaronin Bd.1 Die Schwestern Martha und Gwendolin Schinder sind die Töchter des Schmugglerkönigs vom Bayrischen Wald. Saccharin war das Schmuggelgut um 1908. Der Zucker des armen Mannes. Während der teure Zucker die Industriellen zu Geld und Wohlstand brachte, waren die Ärmeren auch auf die Süße erpicht. Als 1878 die Chemiker Fahlenberg und Remsen den künstlichen und günstigen Süßstoff Saccharin entwickelte, entspann sich ein Machtkampf zwischen den Interessensgruppen. Das Saccharin wurde in Deutschland verboten und so entspann sich ein reger Schwarzmarkthandel. Während Martha wild und märtyrerisch ihren Vater auf den Schmuggelfahrten begleitet, ist die stille Gwendolin gegen das Treiben. Als die Schwestern beim Erntedankfest den Industriellensohn Alexander kennenlernen, müssen sie ihr Geheimnis unbedingt wahren und dennoch ihr Glück finden. |
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Bewertung vom 24.10.2023 | ||
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Obwohl sie nun endlich in Deutschland in Sicherheit lebt, findet Medina keine Ruhe. Ihr Vater befindet sich noch immer in dem Land, aus dem sie ihre Flucht angetreten haben. Medina versucht in ihrer neuen Heimat zur Ruhe zu kommen und Pläne für die Zukunft zu machen, doch sie weiß wirklich Ruhe kann sie erst finden, wenn sie weiß, was aus ihrem Vater geworden ist. Also macht sie sich heimlich auf die Suche nach ihm und kehr zurück in ihr Heimatland. Begleitet wird sie dabei von ihrer Tante Amina, die auch erst Ruhe finden kann, wenn sie mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. |
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Bewertung vom 17.10.2023 | ||
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Geheimnisse um das Märchenschloss Ein Bauernhof im Allgäu ist der Schauplatz eines spannenden Abenteuers für die vier Kinder Lotta, Rosalie, Tim und Xaver. Neben vielen Tieren, die die Kinder begeistern entdecken sie auf dem Hof auch ein geheimnisvolles Bergkristall-Zimmer und dessen Besitzer den Jungen Friedrich. Dieser ist irgendwie anders als andere Kinder. Er strahlt etwas Besonderes aus, dass merken nicht nur die vier Freunde, sondern auch ein zuerst gefährlich wirkender Hund, der in Friedrichs Gegenwart friedlich wird. Rund um das Schloss Neuschwanstein erleben die Kinder viele aufregende Ferientage und Abenteuer. Wer bereits einmal in dieser Gegend war, weiß welche Mystik und Faszination von dem Schloss und den Sagen rund um das Schloss ausgeht. Dieses Gefühl hat die Autorin ganz wunderbar eingefangen und in eine aufregende Geschichte verpackt. Ich habe das Buch zusammen mit meiner 9-jährigen Tochter gelesen und sie hat es total geliebt. Die Geschichte war spannend und das Setting einfach traumhaft! Total nach unserem Geschmack! Sehr gut haben uns auch die Illustrationen gefallen. Sie haben die geheimnisvolle Stimmung greifbar gemacht und Rosalie, Tim, Xaver und Lotta lebendig. Ein tolles Familienbuch, nicht nur für die Urlaubsreise ins Allgäu, sondern einfach auch zum dahin träumen. |
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Bewertung vom 08.10.2023 | ||
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Ein langes Leben ist nun vorbei. Doch war es erfüllt? Ja, es war erfüllt von einem Wunsch, der nie in Erfüllung ging- Eigentum zu besitzen. Wolf Haas schreibt ein sehr persönliches Buch, über sein 1923 geborene Mutter. Angetrieben von dem Wunsch ein Haus oder Wohnung ihr eigen nennen zu können, kämpft sie sich durch die unterschiedlichsten Arbeitsstellen und sammelt so immer mehr Wissen und Können an. Und auch Geld kann sie durch viel Sparsamkeit anhäufen. „Doch dann kam die Inflation und das ganze Geld war weg!“ Ist ein Satz, der sich durch das schmale Büchlein schlängelt und an vielen Stellen seinen Kopf herausstreckt. Verbittert und hart ist die Mutter über die Jahre geworden. Immer in der Erkenntnis bis zum Tod hinter einem unerfüllten Wunsch hinterhergejagt zu sein. Überraschend vertraut war mir diese Jagd doch aus meiner eigenen Familiengeschichte. Generationen, die sich abmühten, vom Munde absparten und denen doch am Ende nichts übrig blieb außer Resignation. Und wie ist es mit uns? Die wir auf die nächste Beförderung hoffen, auf mehr Gehalt und die Wünsche, die man sich damit erfüllen kann und dann erschrocken feststellen, dass die Inflation am Ende nicht mehr übriglässt als vorher. Es ist nur ein kurzer Einblick, den wir von den vielen Jahrzehnten Leben der Mutter erhaschen können, und doch reduziert auf das eine große Dilemma des Lebens, nämlich nie genug zu bekommen zu haben und zu besitzen. Und während der eine Verbittert ist, ist dies vielleicht gerade das, was den anderen weitertreibt. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Das Versprechen einer neuen Zeit / Sturmjahre Bd.2 Der erste Weltkrieg ist beendet und Archie kehrt verwundet in seinen Heimatort in Schottland zurück. Dort in seinem Pub wohnt Vika, die Frau, die er liebt mit ihrem Sohn. Doch Archie fällt es schwer nach den traumatischen Erlebnissen im Krieg wieder zurück ins normale Leben zu finden. Als Vikas Sohn einführt wird reagiert Archie über und stürzt sich ohne Vikas Einwände anzuhören in eine Befreiungsaktion. Für Vika ein echter Vertrauensbruch, der sie weg von ihrer Liebe, nach Glasgow ins Armenviertel treibt. |
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Bewertung vom 25.09.2023 | ||
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Das Sams und der blaue Drache / Das Sams Bd.9 Eigentlich hatte Papa Taschenbier dem Sams strengstens verboten die Wunschmaschine zu benutzen. Aber nun ist es Herbst und die Kinder lassen draußen ihre Drachen steigen. Und das Sams würde zu gerne dabei sein. Aber leider ist der Drachenladen gerade geschlossen und der Besitzer kommt erst in ein paar Tagen wieder. Da unser Sams nicht das Geduldigste ist, geht es natürlich doch an die Wunschmaschine und wünscht sich einen blauen Drachen. Und die Wunschmaschine liefert…einen blauen Drachen. Jedoch keinen starren mit Schnur, sondern einen echten, der feuerspeien und reden kann. Es beginnt ein niedliches und spannendes Versteckspiel zwischen Sams, Drachen und Herrn Taschenbier und Frau Rotkohl. |
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Bewertung vom 22.09.2023 | ||
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Strandkorbfeeling, Fischbrötchen vs Möwenkampf und auch ein bisschen Schickimicki. Das zeichnet für mich seit meiner Kindheit der Urlaub auf Sylt aus. Für den Protagonisten Max, sind es noch ganz andere Dinge. Vor allem verbindet er mit diesen Urlauben seine Großeltern, die Omma Lore und den Oppa Ludwig. Zwei nicht ganz unstrittige Charaktere der älteren Generation. Aber das macht sie so lebensecht. Lore zeigt ihre Liebe nicht durch übertriebene Körperlichkeit wie Wangenkneifen oder durch teure Geschenke und das Kreisen ums Enkelkind, sondern durch kleine Gesten und Interesse. Während Ludwig in seiner eigenen ganz strukturierten Welt zu Hause ist. Als Erwachsener besucht Max seine Großeltern, die gerade Urlaub in der „Sylter Welle“ machen. In den drei Tagen seines Besuchs tauchen wir als Leser ab in die unzähligen Kindheitserinnerungen und lernen so die Familie kennen. Jeder hat seinen Platz, seinen Charakter und seine Gewohnheiten. Mit viel Liebe, Witz aber auch schonungsloser Ehrlichkeit bringt uns der Autor die Mitglieder seiner Familie näher. Durch die Auswahl seiner Anekdoten und den überaus bildhaften Schreibstil werden die Figuren menschlich und vertraut. Ihr Charakter zeugt von Tiefe und Vielschichtigkeit, wie ihn nur echte Menschen haben können. Es ist wirklich ein schönes Buch, dass wunderbar erzählt, ohne belehren zu wollen. Für viele Leser wird es Kindheitserinnerungen wecken. Und manchmal ist es gut, aus der Vogelperspektive auf die Mitglieder seiner Familie zu schauen, ohne sie zu werten, sondern sie zu nehmen wie sie sind und sich darüber zu freuen das sie da sind. Das hat mich dieses Buch gelehrt. |
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