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Bewertungen
Insgesamt 1378 Bewertungen| Bewertung vom 26.08.2015 | ||
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Totenhaus / Totenfrau-Trilogie Bd.2 Bernhard Aichner, österreichischer Autor der Blum-Trilogie, hat umfassend für seine Reihe um die Bestatterin Brünhilde, genannt „Blum“ recherchiert und im Vorfeld des ersten Bandes „Totenfrau“ über einen längeren Zeitraum in einem Bestattungsinstitut gearbeitet. Neben der spannenden Geschichte ist mit Sicherheit auch die Authentizität der Schilderungen des Bestatteralltags für den großen Erfolg dieses Thrillers verantwortlich, dessen Verfilmung in Vorbereitung ist. |
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| Bewertung vom 26.08.2015 | ||
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Japanische Autoren sind hierzulande eher unbekannt, das könnte sich aber nach dem Wissenschaftsthrillers „Extinction“ ändern. Kazuaki Takano, erfolgreicher Drehbuch- und in seinem Heimatland mehrfach ausgezeichneter Romanautor, hat es mittlerweile auch in Deutschland mit seinem Wissenschaftsthriller „Extinction“ auf einen der vorderen Plätze auf der Bestsellerliste geschafft. 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. |
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| Bewertung vom 25.08.2015 | ||
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Mörderische Angst / Kate Burkholder Bd.6 Kate Burkholder ist zurück. Die Polizeichefin mit den amischen Wurzeln ermittelt wieder in der fiktiven Kleinstadt Painters Mill, Ohio, mitten im Herz des Amisch-Country. Und offenbar findet die amerikanische Autorin Linda Castillo im nunmehr sechsten Band der Reihe „Mörderische Angst“ zu alter Stärke zurück, denn sie liefert nicht nur einen spannenden Kriminalroman sondern auch das atmosphärisch dichte Porträt einer Amisch-Gemeinde ab, in der ein lange zurückliegendes Verbrechen seine Auswirkungen bis in die Gegenwart zeigt. |
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| Bewertung vom 25.08.2015 | ||
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Der Amerikaner Joe R. Lansdale ist ein vielseitiger Autor. Neben seinen Coming-of-Age Romanen hat er sowohl Krimis als auch Western, Fantasy, Sciene Fiction und Horrorromane geschrieben. Zu letzterer Gattung kann man auch die Ende der Neunziger erschienenen Romane der Drive-In Trilogie zählen, bei denen er ohne Frage dystopische Elemente mit einer gehörigen Portion Pulp und Splatter vermischt. Dazu kommt noch wie immer die typische Portion trockener Lansdale-Humor. Neugierig geworden? Wer einen Überblick über die verschiedenen Schaffensgebiete des Autors bekommen möchte, sollte die Drive-In Trilogie unbedingt lesen, wer Lansdale wegen seiner Thriller schätzt, wird hier nur bedingt bedient. |
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| Bewertung vom 13.08.2015 | ||
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Der amerikanische Autor Jim Thompson stand Zeit seines Lebens auf Seiten der Verlierer, für die der „american dream“ nur eine schöne Illusion war. Geboren und aufgewachsen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, als die amerikanische Wirtschaft am Boden lag und die Menschen jeden Job annahmen, der ihnen ein Auskommen sicherte, verdingte er sich schon früh als Arbeiter auf den texanischen Ölfeldern, die auch den Hintergrund für seinen 1967 im Original erschienen Roman „South of heaven“ bilden, der dank Heyne Hardcore nun endlich in der gelungenen Übersetzung von Peter Torberg vorliegt. |
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| Bewertung vom 12.08.2015 | ||
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Provokateure / Bruno, Chef de police Bd.7 In Saint-Denis, dem malerischer Flecken im Vérzère-Tal, ist die Welt noch in Ordnung, zumindest solange niemand von außerhalb die dörfliche Idylle stört. Dort wacht Bruno Courreges, der Chef de Police, über die Sicherheit der Einwohner. Aber in seinem neuesten Fall muss er feststellen, dass die aktuelle Weltpolitik ihre Schatten auch auf diese Insel der Glückseligen wirft. |
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| Bewertung vom 12.08.2015 | ||
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Tod zwischen den Zeilen / Commissario Brunetti Bd.23 (Restauflage) Donna Leon, in Venedig heimische Amerikanerin, scheint offenbar altersmilde zu werden. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sich nicht nur „Tod zwischen den Zeilen“ (Nr. 23 in der Brunetti-Reihe, kürzlich in der deutschen Übersetzung erschienen) sondern auch „Falling in Love“ (Nr. 24 im Original) im Wesentlichen, neben dem für einen Kriminalroman natürlich unvermeidlichen Mordfall, mit den „Schönen Künsten“ beschäftigt. Kritisches zu den gesellschaftlichen und politischen Zuständen in ihrer Wahlheimat, wie wir es aus den früheren Werken der Autorin kennen, fehlt völlig. Stattdessen widmet sie sich unbezahlbaren Erstausgaben und Opernpartituren. Und auch das Familienleben des Commissario birgt keinerlei Überraschungen mehr, die Kinder gehen ihrer eigenen Wege und Paolo liest, wie hinlänglich bekannt, in jeder freien Minute Henry James. Auch beruflich ist alles gesagt: Patta ist und bleibt der unfähige Vorgesetzte, der sich lediglich um seine gesellschaftliche Reputation kümmert, Signora Elettra beschafft auf nicht immer legalem Weg Informationen und Vianello bleibt der treue Knappe, der seinen Vorgesetzten mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bei den Ermittlungen im aktuellen Fall unterstützt. Also auf breiter Front keine Weiterentwicklung der Personen. 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. |
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| Bewertung vom 04.08.2015 | ||
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Die englische Autorin K. T. Medina kennt Kambodscha, den Handlungsort ihres ersten Thrillers, aus eigener Anschauung, da sie dort nach ihrem Abschied aus der britischen Armee für diverse Hilfsorganisationen tätig war. Deshalb darf man davon ausgehen, dass sich ihre Schilderungen von Land und Leuten nahe an der Realität bewegen. Und diese mögen für den einen oder anderen Leser ein gewisses exotisches Flair haben, was aber den vorherrschenden Eindruck eines geschundenen Landes, das sich noch immer nicht von der Terrorherrschaft der Roten Khmer in den Neunzigern erholt hat, nicht zu überdecken vermag. Noch immer erinnern die „Killing Fields“ an die Ermordung von abertausend Unschuldigen, und in den Straßen erkennt man an den fehlenden Gliedmaßen diejenigen, die die Explosion einer Landmine überlebt haben. Und noch immer sind internationale, gemeinnützige Bomben-Räumkommandos im Einsatz, um die verminten Landstriche sicher zu machen. Eine lebensgefährliche Arbeit, die immer wieder Todesopfer fordert. |
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| Bewertung vom 02.08.2015 | ||
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In den Zeiten von Navigationsgeräten, GPS und entsprechenden Smartphone-Apps kann man es sich kaum vorstellen, eine Reise ohne diese Hilfsmittel zu unternehmen. Und wenn diese schon nicht verfügbar sind, gibt es ja immer noch Landkarten, mit deren Hilfe man sich orientieren kann. All dies hatte der englische Romancier Graham Greene nicht zur Verfügung, als er im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Cousine Barbara aufbricht, um Liberia zu Fuß zu durchqueren. Westafrika ist zu diesem Zeitpunkt höchst unzureichend kartographiert, sodass diese Reise ein höchst abenteuerliches Unterfangen darstellt, zumal es auf einer der beiden verfügbaren Karten als weißer Fleck gekennzeichnet, auf der anderen quer mit „Kannibalen“ beschriftet ist. |
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| Bewertung vom 02.08.2015 | ||
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Handlungsort von Pete Dexters neuem Roman „Unter Brüdern“ ist Philadelphia, die Metropole im amerikanischen Osten, die den Beinamen „City of Brotherly Love“ trägt. Und „Brotherly Love“ ist auch der amerikanische Titel dieses Buches, das im Original bereits 1991 erschienen ist, aber erst jetzt in der deutschen Ausgabe vorliegt. An dieser Stelle muss ausdrücklich der Übersetzer Götz Pommer erwähnt werden, der hier sehr gute Arbeit abliefert. |
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