Die Apologie an Abt Wilhelm ist einer der Texte Bernhards von Clairvaux (1091-1153), die Fragen des Mönchtums im engeren Sinne behandeln. Dieses Buch deutet die von Bernhard aufgegriffenen damaligen Fragen aus den Debatten in den Mönchgemeinden um den Ausgleich zwischen dem neuen und dem althergebrachten Mönchtum. Insbesondere möchte es aber die rhetorischen Strategien in der Apologie darlegen. Diese Schrift rief nämlich in Zeiten des Streits zwischen den Zisterziensern und dem traditionellen Benediktinermönchtum bereits kurz nach Veröffentlichung in beiden Lagern ein enormes Echo hervor. Die Annäherung an die stilistische Ebene, die genutzten Strategien und den gekonnt verschleierten Gesamtton der Apologie wären in dieser Breite unmöglich, zöge man nicht auch jene Schriften heran, die direkt oder indirekt auf Bernhards Apologie reagieren. Diese wurden daher ebenfalls in die Analyse einbezogen. Wir erfahren hier vieles zu der Genre-Charakteristik und der genologischen Einordnung der Apologie. Vor allem aber liefert es wesentliche Erkenntnisse zu deren Gesamtzielrichtung, wodurch es zu einem Deutungsschlüssel für diesen Text wird. So bietet es neue Perspektiven auf die Apologie und richtet sich an Mediävisten aller Richtungen.
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