Warum beginnen Menschen mit dem Preppen? Weshalb betreiben sie solch aufwändige Vorsorgemaßnahmen und woher kommt ihre Furcht vor dem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung? In Interviews mit Prepper_innen spürt Mischa Luy deren persönlichen Motivationen und Überzeugungen nach. Er beschreibt, dass dem Wunsch nach Unabhängigkeit innerhalb katastrophischer Zukunftsszenarien ein starkes Bewusstsein für individuelle und gesellschaftliche Verletzbarkeit zugrunde liegt, das auf persönlichen sowie tradierten Mangelerfahrungen, gesellschaftlichen Krisen und sozialisatorisch erworbenen…mehr
Warum beginnen Menschen mit dem Preppen? Weshalb betreiben sie solch aufwändige Vorsorgemaßnahmen und woher kommt ihre Furcht vor dem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung? In Interviews mit Prepper_innen spürt Mischa Luy deren persönlichen Motivationen und Überzeugungen nach. Er beschreibt, dass dem Wunsch nach Unabhängigkeit innerhalb katastrophischer Zukunftsszenarien ein starkes Bewusstsein für individuelle und gesellschaftliche Verletzbarkeit zugrunde liegt, das auf persönlichen sowie tradierten Mangelerfahrungen, gesellschaftlichen Krisen und sozialisatorisch erworbenen Wertvorstellungen beruht.Luy geht der Bedeutung von familiären Lebensformen, biografischen Erfahrungsbeständen und Selbstkonzepten nach und legt einen besonderen Fokus auf die politische Dimension des Preppens. Dabei macht er deutlich, warum bestimmte Deutungsmuster und Narrative innerhalb der Prepper-Szene für Menschen mit rechter bis rechtsextremer Weltanschauung attraktiv sind. Zudem leistet er eine historische Rekonstruktion der Genese der Preparedness-Logik und fragt danach, wie Preppen mit zeitgenössischen Zukunftsverhältnissen zusammenhängt.
Preppen als Praxis und Lebensform: Individuelle Marotte oder gesellschaftliche Normalität?GeleitwortJürgen StraubDanksagung1 Einleitung2 Forschungsfrage und Aufbau2.1 Interpretation und verstehende Sozialforschung2.2 Kulturpsychologische Handlungstheorie2.3 Narrative Handlungstheorie2.4 Das narrativ-biografische Interview2.5 Grounded Theory Methodology2.6 Zugang zum Feld und Datenerhebung3 Preppen als Forschungsgegenstand3.1 Gegenstandsbeschreibung und Definitionsfrage3.2 Überblick des bisherigen Forschungsstands4 Genese des Preppens - eine geschichtliche Herleitung4.1 Geschichte des Survivalism4.2 Genese und Logik der Preparedness4.3 Survivalism und Preparedness - eine vergleichende Verhältnisbestimmung5 Katastrophensoziologie: eine kurze Disziplingeschichte und ihre Grundbegriffe5.1 Vulnerabilitätskonzept5.2 Resilienzkonzept6 Preparedness und Resilienz als zeitdiagnostische Phänomene?7 Ergebnisse der Interviewauswertung7.1 Vulnerabilitätsbewusstsein - »das Erleben, dass die Gesellschaft verwundbar ist«7.2 Artikulationen des Vulnerabilitätsbewusstseins: empirische Befunde7.3 Die Entstehung des Vulnerabilitätsbewusstseins7.4 Grenzen des Sozialen: ein Exkurs zu Menschenbild und Bewaffnung7.5 Apokalyptische Semantiken im Preppen8 Wunsch nach Suffizienzerwartung - »besser haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben«8.1 Strategien der inneren und äußeren Ressourcenakkumulation8.2 Zwei Prepperidealtypen: adaptiv vs. konservativ8.3 Psychische Gratifikationen und kompensatorische Funktionen des Preppens8.4 Expansive Dynamik - »Ja und je mehr man dann in die Materie reingeht, umso infizierter wird man davon«8.5 Bedingungen für die gewählten Strategien und Handlungen8.6 Die Entstehung des Wunsches nach Suffizienzerwartung8.7 Preppen als Teil der Selbsterzählung und des Selbstkonzepts9 Ernst oder Spiel? Die Lust an der Katastrophe10 Einzelfallanalyse Herr A.: »am Ende des Tages«11 Rechte Prepper oder preppende Rechte?11.1 Gruppe Nordkreuz11.2 Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus11.3 Rechtsextremismus im Hannibal-Netzwerk11.4 Was trennt und was vereint die Phänomene Rechtsextremismus und Preppen?11.5 Der Tag X als apokalyptische und eschatologische Figur11.6 Zur Rolle von Antisemitismus und Verschwörungsdenken als Scharnierfunktion zwischen Preppen und rechter Weltanschauung11.7 Misstrauen als Weltverhältnis11.8 Soziale Weltanschauung und Vulnerabilität12 Eine verstehende Erklärung des Preppens als eine Praxis im Spannungsfeld zwischen Vulnerabilitätsbewusstsein und Wunsch nach Suffizienzerwartung13 Fazit und AusblickLiteratur
Preppen als Praxis und Lebensform: Individuelle Marotte oder gesellschaftliche Normalität?GeleitwortJürgen StraubDanksagung1 Einleitung2 Forschungsfrage und Aufbau2.1 Interpretation und verstehende Sozialforschung2.2 Kulturpsychologische Handlungstheorie2.3 Narrative Handlungstheorie2.4 Das narrativ-biografische Interview2.5 Grounded Theory Methodology2.6 Zugang zum Feld und Datenerhebung3 Preppen als Forschungsgegenstand3.1 Gegenstandsbeschreibung und Definitionsfrage3.2 Überblick des bisherigen Forschungsstands4 Genese des Preppens - eine geschichtliche Herleitung4.1 Geschichte des Survivalism4.2 Genese und Logik der Preparedness4.3 Survivalism und Preparedness - eine vergleichende Verhältnisbestimmung5 Katastrophensoziologie: eine kurze Disziplingeschichte und ihre Grundbegriffe5.1 Vulnerabilitätskonzept5.2 Resilienzkonzept6 Preparedness und Resilienz als zeitdiagnostische Phänomene?7 Ergebnisse der Interviewauswertung7.1 Vulnerabilitätsbewusstsein - »das Erleben, dass die Gesellschaft verwundbar ist«7.2 Artikulationen des Vulnerabilitätsbewusstseins: empirische Befunde7.3 Die Entstehung des Vulnerabilitätsbewusstseins7.4 Grenzen des Sozialen: ein Exkurs zu Menschenbild und Bewaffnung7.5 Apokalyptische Semantiken im Preppen8 Wunsch nach Suffizienzerwartung - »besser haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben«8.1 Strategien der inneren und äußeren Ressourcenakkumulation8.2 Zwei Prepperidealtypen: adaptiv vs. konservativ8.3 Psychische Gratifikationen und kompensatorische Funktionen des Preppens8.4 Expansive Dynamik - »Ja und je mehr man dann in die Materie reingeht, umso infizierter wird man davon«8.5 Bedingungen für die gewählten Strategien und Handlungen8.6 Die Entstehung des Wunsches nach Suffizienzerwartung8.7 Preppen als Teil der Selbsterzählung und des Selbstkonzepts9 Ernst oder Spiel? Die Lust an der Katastrophe10 Einzelfallanalyse Herr A.: »am Ende des Tages«11 Rechte Prepper oder preppende Rechte?11.1 Gruppe Nordkreuz11.2 Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus11.3 Rechtsextremismus im Hannibal-Netzwerk11.4 Was trennt und was vereint die Phänomene Rechtsextremismus und Preppen?11.5 Der Tag X als apokalyptische und eschatologische Figur11.6 Zur Rolle von Antisemitismus und Verschwörungsdenken als Scharnierfunktion zwischen Preppen und rechter Weltanschauung11.7 Misstrauen als Weltverhältnis11.8 Soziale Weltanschauung und Vulnerabilität12 Eine verstehende Erklärung des Preppens als eine Praxis im Spannungsfeld zwischen Vulnerabilitätsbewusstsein und Wunsch nach Suffizienzerwartung13 Fazit und AusblickLiteratur
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