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Dieses Buch folgt erstmals den Hinweisen, die »Warten auf Godot« auf seine Historisierung gibt und zeigt, dass sich ein richtiges Verständnis des Stücks nur aus dem Verhältnis zwischen dem Absurden und dem geschilderten historischen Ereignis ergeben kann.Dieses Buch antwortet auf Brechts Frage, wo Vladimir und Estragon während des zweiten Weltkrieges gewesen sind. Denn was wäre, wenn in Becketts erstem Bühnenstück eine Geschichte erzählt wird, die sich wirklich zugetragen hat? Wenn hinter der Fassade des Genres - absurdes Theater - in angemessener Distanz und Diskretion von einem historischen…mehr

Produktbeschreibung
Dieses Buch folgt erstmals den Hinweisen, die »Warten auf Godot« auf seine Historisierung gibt und zeigt, dass sich ein richtiges Verständnis des Stücks nur aus dem Verhältnis zwischen dem Absurden und dem geschilderten historischen Ereignis ergeben kann.Dieses Buch antwortet auf Brechts Frage, wo Vladimir und Estragon während des zweiten Weltkrieges gewesen sind. Denn was wäre, wenn in Becketts erstem Bühnenstück eine Geschichte erzählt wird, die sich wirklich zugetragen hat? Wenn hinter der Fassade des Genres - absurdes Theater - in angemessener Distanz und Diskretion von einem historischen Ereignis berichtet wird? Von Handlungsfäden, die sich auf dem Weingut Bonelly kreuzen? Mit »Warten auf Godot. Das Absurde und die Geschichte« werden uns die Augen geöffnet: Wir fliehen mit Vladimir alias Monsieur Albert und mit Estragon alias Lévy aus dem elften Pariser Arrondissement in Richtung italienische Grenze.
Autorenporträt
Tim Trzaskalik, 1970 in Bonn geboren, ist Autor und Übersetzer. Er lebt und arbeitet im Finistère und im hessischen Hinterland.  Tim Trzaskalik, 1970 in Bonn geboren, ist Autor und Übersetzer. Er lebt und arbeitet im Finistère und im hessischen Hinterland.  Denis Thouard, Forschungsdirektor in Philosophie am CNRS (Paris und Berlin), arbeitet zu den Themen Hermeneutik und Sprachphilosophie und hat Bücher über die Frühromantik, Schleiermacher, Kritische Hermeneutik und Wilhelm von Humboldt veröffentlicht.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensent Thomas Laux begrüßt diesen Band, der einen neuen Blick auf Becketts "Warten auf Godot" wirft. Zwar muss die Literaturgeschichte seines Erachtens nicht neu geschrieben werden. Aber die Lesart, die Valentin und Pierre Temkine sowie einige weitere Literaturwissenschaftler anbieten, hat für ihn durchaus ihre Berechtigung. Wie er berichtet, deuten die Autoren "Warten auf Godot" nicht als Stück über die metaphysische Sinn- und Obdachlosigkeit des Menschen, sondern als historisch-politisches Drama mit konkreten Ort- und Zeitbezügen. Demnach geht es um zwei Juden, die in Paris 1943 auf einen Schleuser warten, der ihnen zur Flucht verhelfen soll. Erstaunlich scheint Laux, dass sich diese Interpretation anhand des Originaltexts ohne "hermeneutische Verrenkungen" überzeugend belegen lässt. "Es ist fast", hält er fest, "als ob man diesen konkreten Kontext seit je übersehen oder gar negiert hätte." Er hebt indes hervor, dass andere Interpretationen des Stücks auch nach Ansicht der Autoren durchaus ihre Gültigkeit behalten.

© Perlentaucher Medien GmbH