Die Rehabilitation der oralen g-Strophanthin-Therapie bei Angina pectoris und Herzinfarkt
Es handelt sich um die von der offiziellen Indikation abweichenden überragenden Ergebnisse eines Herzglykosids, des oralen g-Strophanthins, bei Angina pectoris und Herzinfarkt, wobei g-Strophanthin hier nicht die klassische Herzglykosid-Wirkung - etwa einen den Herzschlag verstärkenden Effekt - aufweist, sondern eher die eines Nitro-Präparats, jedoch ohne die Gefahr eines Blutdruck-Abfalls oder der Gewöhnung. Ab 1991 wurde g-Strophanthin als neues Hormon identifiziert.
Das Auffällige an der sehr nebenwirkungsarmen oralen g-Strophanthin-Therapie ist die große Diskrepanz zwischen der Vielzahl von sehr positiven Berichten aus der praktischen Anwendung und einigen pharmakodynamischen Studien (z.T. doppelblind) von 1947 bis heute einerseits und der negativen Beurteilung der medizinischen Lehre andererseits.
Es geht um die Kritik an der Kritik, d.h. das Buch zeigt die gravierenden Mängel der Ablehnung dieses Mittels auf.
Der Behauptung einer minimalen oralen Resorption, die sich hauptsächlich auf 2 Studien mit Antikörper-Assay gründet, stehen 2 Studien mit radioaktiv markiertem Strophanthin gegenüber, die hohe Blutwerte zeigen. Die gleiche Methode zeigt auch in 12 Tier-Studien eine hohe Resorption. Auch sind die positiven Ergebnisse der Praxis und der Pharmakodynamik ohne eine ausreichende Resorption nur schwer zu erklären. Der Vorwurf von Resorptions-Schwankungen, mit dem u.a. die Rezeptpflicht begründet wird, geht einzig zurück auf eine Doktorarbeit, in der die Ergebnisse zweier verschiedener Untersuchungen zusammengeworfen wurden (Einnahme des Mittels vor bzw. nach dem Essen !). Das Ergebnis wurde dann ohne Angabe der schwer auffindbaren Originalquelle weiterzitiert.
Da von der Lehre her alle Herzglykoside gleich wirken sollen, und Digitalis bei Angina pectoris und Herzinfarkt eher negativ wirkt, wird den praktischen Ergebissen des Strophanthins bei dieser "falschen" Indikation leider kaum Beachtung geschenkt. Doch abgesehen davon, daß sich auch in einigen pharmakodynamischen Studien Unterschiede zwischen Strophanthin und Digitalis-Glykosiden zeigen, mögen folgende Beobachtungen diese Unterschiede verdeutlichen.
Laut Lehrbuch sind Herzglykoside Hemmer der (ubiquitären) Natrium-Kalium-Pumpe, doch trifft dies bei Strophanthin nur für hohe, toxische Konzentrationen zu. Die natürlicherweise und auch nach Einnahme des Mittels im Körper vorkommenden geringen Konzentrationen wirken jedoch genau entgegengesetzt: Die Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe - in über 50 wenig beachteten, unwiderlegten Studien beschrieben, letzlich von Gao et al. 2002 im "Journal of General Physiology" - ist der Schlüssel zum Verständnis der Wirkung des oralen g-Strophanthins. Bei Digitalis-Glykosiden jedoch deuten die Daten darauf hin, daß diese die Natrium-Kalium-Pumpe nicht zu stimulieren vermögen. Dazu kommen Differenzen bei der Wirkung auf einen neuentdeckten Rezeptor für Herzglykoside am Sarkoplasmatischen Retikulum in der Zelle und auf die Natrium-Kanäle.
Die leidenschaftlichen Kontroversen um das Strophanthin waren über Jahrzehnte leider entscheidend geprägt durch persönliche Differenzen zwischen dem einflußreichen Prof. Schettler und Dr. Kern, dem Entwickler der Therapie (beide sind mittlerweile verstorben) und werden im Buch deutlich, doch stets sachlich dargestellt.
Da die große Doppelblindstudie fehlt, deren Kosten von ca 10-15 Mio Euro die finanziellen Verhältnisse der Herstellerfirma und jeder mittelgroßen Pharmafirma übersteigt und auch von einem Konzern wegen abgelaufener Patentrechte kaum durchgeführt werden wird, droht dem oralen g-Strophanthin sogar das Aus durch die möglicherweise versagte Nachzulassung. Auch die Aufnahme in die Positivliste wurde durch die letzlich unbegründete negative Stimmung diesem Mittel gegenüber leider verwehrt.
Es geht um die Rehabilitation dieser altbewährten Substanz. Die therapeutischen Ergebnisse drängen auf eine weitere, eventuell staatliche Prüfung dieses vielversprechenden Medikaments. Dieses einzige umfassende und detaillierte, dabei auch weitgehend allgemeinverständliche Buch zum Thema könnte die Basis für einen aus medizinischen, ethischen und volkswirtschaftlichen Gründen notwendigen erneuten Siegeszug dieses segensreichen Mittels sein. Wahrscheinlich ist kein anderes Naturheilmittel mit seinen hervorragenden therapeutischen Erfolgen so gut dokumentiert wie das orale Strophanthin. Als pflanzliche Reinsubstanz, die einst anerkannt war, ist es sogar der genaue und beste Berührungspunkt zwischen reiner Schulmedizin und Naturheilkunde.
Die Darstellung der Therapie-Erfolge zu Anfang und der Angriffe durch hohe Mediziner erzeugen eine starke Sympathie mit diesem fehlbeurteilten Medikament, die dem Leser auch die Spannung der wissenschaftlichen Hintergründe erschließt, da der rote Faden, die Rehabilitation des zu Unrecht abgelehnten Strophanthins, immer anwesend ist, und oft groteske Ungereimtheiten aufgespürt werden. Dieser 'Medizin-Krimi' ist so allgemeinverständlich wie möglich, aber auch so wissenschaftlich exakt wie nötig geschrieben und bietet die Detail-Tiefe, die auch höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird.
Es handelt sich um die von der offiziellen Indikation abweichenden überragenden Ergebnisse eines Herzglykosids, des oralen g-Strophanthins, bei Angina pectoris und Herzinfarkt, wobei g-Strophanthin hier nicht die klassische Herzglykosid-Wirkung - etwa einen den Herzschlag verstärkenden Effekt - aufweist, sondern eher die eines Nitro-Präparats, jedoch ohne die Gefahr eines Blutdruck-Abfalls oder der Gewöhnung. Ab 1991 wurde g-Strophanthin als neues Hormon identifiziert.
Das Auffällige an der sehr nebenwirkungsarmen oralen g-Strophanthin-Therapie ist die große Diskrepanz zwischen der Vielzahl von sehr positiven Berichten aus der praktischen Anwendung und einigen pharmakodynamischen Studien (z.T. doppelblind) von 1947 bis heute einerseits und der negativen Beurteilung der medizinischen Lehre andererseits.
Es geht um die Kritik an der Kritik, d.h. das Buch zeigt die gravierenden Mängel der Ablehnung dieses Mittels auf.
Der Behauptung einer minimalen oralen Resorption, die sich hauptsächlich auf 2 Studien mit Antikörper-Assay gründet, stehen 2 Studien mit radioaktiv markiertem Strophanthin gegenüber, die hohe Blutwerte zeigen. Die gleiche Methode zeigt auch in 12 Tier-Studien eine hohe Resorption. Auch sind die positiven Ergebnisse der Praxis und der Pharmakodynamik ohne eine ausreichende Resorption nur schwer zu erklären. Der Vorwurf von Resorptions-Schwankungen, mit dem u.a. die Rezeptpflicht begründet wird, geht einzig zurück auf eine Doktorarbeit, in der die Ergebnisse zweier verschiedener Untersuchungen zusammengeworfen wurden (Einnahme des Mittels vor bzw. nach dem Essen !). Das Ergebnis wurde dann ohne Angabe der schwer auffindbaren Originalquelle weiterzitiert.
Da von der Lehre her alle Herzglykoside gleich wirken sollen, und Digitalis bei Angina pectoris und Herzinfarkt eher negativ wirkt, wird den praktischen Ergebissen des Strophanthins bei dieser "falschen" Indikation leider kaum Beachtung geschenkt. Doch abgesehen davon, daß sich auch in einigen pharmakodynamischen Studien Unterschiede zwischen Strophanthin und Digitalis-Glykosiden zeigen, mögen folgende Beobachtungen diese Unterschiede verdeutlichen.
Laut Lehrbuch sind Herzglykoside Hemmer der (ubiquitären) Natrium-Kalium-Pumpe, doch trifft dies bei Strophanthin nur für hohe, toxische Konzentrationen zu. Die natürlicherweise und auch nach Einnahme des Mittels im Körper vorkommenden geringen Konzentrationen wirken jedoch genau entgegengesetzt: Die Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe - in über 50 wenig beachteten, unwiderlegten Studien beschrieben, letzlich von Gao et al. 2002 im "Journal of General Physiology" - ist der Schlüssel zum Verständnis der Wirkung des oralen g-Strophanthins. Bei Digitalis-Glykosiden jedoch deuten die Daten darauf hin, daß diese die Natrium-Kalium-Pumpe nicht zu stimulieren vermögen. Dazu kommen Differenzen bei der Wirkung auf einen neuentdeckten Rezeptor für Herzglykoside am Sarkoplasmatischen Retikulum in der Zelle und auf die Natrium-Kanäle.
Die leidenschaftlichen Kontroversen um das Strophanthin waren über Jahrzehnte leider entscheidend geprägt durch persönliche Differenzen zwischen dem einflußreichen Prof. Schettler und Dr. Kern, dem Entwickler der Therapie (beide sind mittlerweile verstorben) und werden im Buch deutlich, doch stets sachlich dargestellt.
Da die große Doppelblindstudie fehlt, deren Kosten von ca 10-15 Mio Euro die finanziellen Verhältnisse der Herstellerfirma und jeder mittelgroßen Pharmafirma übersteigt und auch von einem Konzern wegen abgelaufener Patentrechte kaum durchgeführt werden wird, droht dem oralen g-Strophanthin sogar das Aus durch die möglicherweise versagte Nachzulassung. Auch die Aufnahme in die Positivliste wurde durch die letzlich unbegründete negative Stimmung diesem Mittel gegenüber leider verwehrt.
Es geht um die Rehabilitation dieser altbewährten Substanz. Die therapeutischen Ergebnisse drängen auf eine weitere, eventuell staatliche Prüfung dieses vielversprechenden Medikaments. Dieses einzige umfassende und detaillierte, dabei auch weitgehend allgemeinverständliche Buch zum Thema könnte die Basis für einen aus medizinischen, ethischen und volkswirtschaftlichen Gründen notwendigen erneuten Siegeszug dieses segensreichen Mittels sein. Wahrscheinlich ist kein anderes Naturheilmittel mit seinen hervorragenden therapeutischen Erfolgen so gut dokumentiert wie das orale Strophanthin. Als pflanzliche Reinsubstanz, die einst anerkannt war, ist es sogar der genaue und beste Berührungspunkt zwischen reiner Schulmedizin und Naturheilkunde.
Die Darstellung der Therapie-Erfolge zu Anfang und der Angriffe durch hohe Mediziner erzeugen eine starke Sympathie mit diesem fehlbeurteilten Medikament, die dem Leser auch die Spannung der wissenschaftlichen Hintergründe erschließt, da der rote Faden, die Rehabilitation des zu Unrecht abgelehnten Strophanthins, immer anwesend ist, und oft groteske Ungereimtheiten aufgespürt werden. Dieser 'Medizin-Krimi' ist so allgemeinverständlich wie möglich, aber auch so wissenschaftlich exakt wie nötig geschrieben und bietet die Detail-Tiefe, die auch höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird.
