• Broschiertes Buch

3 Kundenbewertungen

Wie jeden Winter bedroht Hochwasser das größte Museum der Welt: Venedig. Eine Archäologin wird vor ihrer Wohnung zusammengeschlagen, ein renommierter Museumsdirektor wird ermordet. Ganz Venedig ist entsetzt. Commissario Brunetti will beide Fälle mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit aufklären. Und bald steht das Wasser auch denjenigen bis zum Hals, die so falsch sind wie die Kunst, mit der sie handeln.

Produktbeschreibung
Wie jeden Winter bedroht Hochwasser das größte Museum der Welt: Venedig. Eine Archäologin wird vor ihrer Wohnung zusammengeschlagen, ein renommierter Museumsdirektor wird ermordet. Ganz Venedig ist entsetzt. Commissario Brunetti will beide Fälle mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit aufklären. Und bald steht das Wasser auch denjenigen bis zum Hals, die so falsch sind wie die Kunst, mit der sie handeln.
Autorenporträt
Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, arbeitete als Reiseleiterin in Rom und als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin und Dozentin im Iran, in China und Saudi-Arabien. Die Brunetti-Romane machten sie weltberühmt. Donna Leon lebte viele Jahre in Italien und wohnt heute in der Schweiz. In Venedig ist sie nach wie vor häufig zu Gast.
Rezensionen
Die "Americana" aus Band eins als Opfer
Fast traut man es ihr gar nicht zu, der Autorin Donna Leon, die sonst (bis auf die meist atemberaubenden Showdowns ihrer Romane) eher mit den leisen Tönen operiert und die zwischenmenschlichen, psychologischen Aspekte bevorzugt, einen Einstieg mit solcher Brutalität wie auf den ersten Seiten des vorliegendenen Buches.
Ausführlich und en detail wird dokumentiert, wie die Amerikanerin Brett Lynch erst brutal zusammengeschlagen wird und dann unter den Folgen dieser Misshandlungen zu leiden hat.
Brunetti-Fans werden sich erinnern, dieser Protagonistin (und ihrer Freundin Flavia) bereits im allerersten Roman der Serie begegnet zu sein. Damals allerdings durften die Archäologin und die Sopranistin ihre Liebe noch nicht öffentlich zeigen, was sich mittlerweile geändert hat.
Ebenso wie das (im ersten Band eher verhaltene und leicht aggressive) Verhältnis, das die Operndiva dem Commissario gegenüber seinerzeit an den Tag legte. Nun, da ihre Liebste in Gefahr zu sein scheint, setzt sie alles dran, sich Brunetti zum Verbündeten zu machen.
Wiedersehen macht Freude
Auch andere, mehr oder minder liebgewordene Figuren trifft der Leser wieder:
Venezianische Originale wie die Zeitungsfrau, als Seele des Wohnviertels eine lebende Auskunftei oder Lele, Antiquitätenhändler, Maler und wandelndes Who-is-who.
Vice-Questore Patta, das personifizierte Vorurteil, nach wie vor xenophobisch, frauenverachtend, rückständig, neidisch auf all jene, die es weiter gebracht haben als er selbst und ein Speichellecker ohne gleichen.
Vianello, der diesmal seine Fähigkeiten beim nicht ganz zulässigen Öffnen verschlossener Türen unter Beweis stellen darf.
Und die unvergleichliche Elettra, die erstmalig zeigen kann, wie an ihr eine (ausgesprochen attraktive und fähige) venezianische Miss Marple verloren gegangen ist. Ihre mehr als selbstständige Arbeit und die verblüffenden Methoden und Ergebnisse ihrer Recherchen nehmen mehr und mehr Raum ein.
Authentische Darstellung italienischen Alltags
Mag der unkundige Leser manches für dem Bereich der Dichtung mehr als der Wahrheit zugehörig erachten, so irrt er. Das System der „bustarelle“ mittels derer sich etwa eine aufmerksamere Behandlung seitens des Pflegepersonals im Krankenhaus erkaufen lässt – keine Erfindung. Das feine Netz über alle Schichten hinweg, mittels dessen Informationen und (zu gegebener Zeit wieder einzulösende) Gefälligkeiten ausgetauscht werden – auch das pure Realität.
Und während eine spannende und verwickelte Handlung alles beleuchtet, was an Straftaten im Zusammenhang mit Kunst begangen werden kann – von Diebstahl und Schmuggel bis hin zur Fälschung – tut Autorin Leon das, was sie am besten kann: Sie bricht jede einzelne Figur auf eine ausgesprochen menschliche Ebene herunter, verdeutlicht ihre Motive, legt ihre vielschichtigen Charaktere bloß und macht dabei selbst das Unvorstellbare irgendwie nachvollziehbar.
Spannend und vielschichtig bis zum Schluss
Das blutige Finale ist auch diesmal wieder verbunden mit einer Handlungsweise seitens des Kommissars, die nicht wirklich als politisch korrekt eingestuft werden kann. Wie schon in anderen Bänden zuvor huldigt er der Devise, dass zuweilen durchaus das eine oder andere Detail verschwiegen werden darf, wenn ein öffentlich machen niemandem nützen und nichts an einem Tatbestand ändern, sondern im Gegenteil nur Schatten auf das Leben jeder werfen würde, die sowieso bereits gelitten und gebüßt haben.
Wieder mal ein „echter Brunetti“ also, wie ihn die Fans lieben: Spannend, vielschichtig und mit mehr als doppeltem Boden.
(Michaela Pelz, www.krimi-forum.de)

"Es ist ein erstklassiges Garn, das Donna Leon in Acqua alta zu einer hochwertigen Geschichte zusammenspinnt, und sie paßt ins winterliche Venedig wie noch keine andere ihrer kriminellen Fabeln." (Radio Bremen)
…mehr
»Donna Leon hat mit ihrem Commissario Brunetti eine ebenso sympathische wie intelligente und humane Figur erfunden, ein ebenbürtiges italienisches Pendant zum französischen Kollegen Maigret.« Christa Hasselhorst / Die Welt Die Welt