Der cozy-crime Roman "Alle Jahre wieder mit Elvis: Ein Koblenzer Katzenkrimi" von S. Sagenroth bietet hervorragende Unterhaltung - nicht nur in der Adventszeit. Die Autorin beschreitet mit ihrem Koblenzer Katzenkrimi, der gleichzeitig eine abrufbare Playlist anbietet, die perfekt zu den einzelnen
Kapiteln passt, ihren ganz eigenen neuen Weg, auf welchem sie auf dem Pfad des Fantastischen,…mehrDer cozy-crime Roman "Alle Jahre wieder mit Elvis: Ein Koblenzer Katzenkrimi" von S. Sagenroth bietet hervorragende Unterhaltung - nicht nur in der Adventszeit. Die Autorin beschreitet mit ihrem Koblenzer Katzenkrimi, der gleichzeitig eine abrufbare Playlist anbietet, die perfekt zu den einzelnen Kapiteln passt, ihren ganz eigenen neuen Weg, auf welchem sie auf dem Pfad des Fantastischen, verbunden mit der Ernsthaftigkeit und Realität des Kriminalromans, ihr ganz eigenes Markenzeichen setzt. Sie bietet Unterhaltung vom Feinsten, bringt ihre Leserschaft zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken und übermittelt eine Botschaft: So niedlich und lieb, wild und verschmust Katzen sein können, niemand sollte sie unbedacht zum Weihnachtsfest unter den Tannenbaum setzen. Das Leid vieler Katzen, die nach dem Weihnachtsfest oder spätestens vor dem nächsten Urlaub weggegeben oder ausgesetzt werden, kann durch eine bedachte Entscheidung und realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten vermieden werden.
Dabei bedient die Autorin sich eines sehr interessanten, kurzweiligen, aber auch nachdenklichen Schreibstils, wobei der Leserschaft vor allem eine gute Unterhaltung beschert wird. Im Koblenzer Katzenkrimi ermittelt erneut Kater Elvis, der Hauptprotagonist der Katzen und als "Rockstar der Altstadt" bekannt, gemeinsam mit seiner Freundin Chloe. Beide wohnen beim Rentner Josef, der zum liebenswerten Dosenöffner geworden ist. Elvis wird als wundervoller Zuhörer und Unterstützer beschrieben, der obendrein sehr pfiffig ist und seine Eingebungen hat.
Die beiden haben ein auserwähltes Netzwerk, welches u.a. aus dem orangefarbenen Kater Oskar, der schon etwas älter und auf einem Auge blind ist, besteht. Oskar geht zwar kaum noch vor die Tür, sitzt jedoch viel am Fenster, neuerdings sogar in seinem Kratzbaum und schaut sich an, was in den umliegenden Häusern passiert. Er lebt bei Bruno, ein etwas brummiger, aber herzensguter Mensch.
Gegenüber im Haus lebt die kleine Katze Salome seit ein paar Tagen bei der Schriftstellerin Charlotte, die etwas älter ist und mit zerzausten Haaren in einer gemütlichen, leicht unordentlichen und vollgestopften Wohnung lebt. Charlotte ist schwer krank und schreibt an ihrem letzten Buch.
Auch Kater Jasper ist eine wichtige Schaltzentrale der Koblenzer Katzencommunity. Er selbst ist blind, hat jedoch stets sehr gute und praktische Ideen und Vorschläge und hilft dabei, die Katzendemonstration zu organisieren.
S. Sagenroth hat einen sehr lebendigen Schreibstil und versteht es, Orte und Szenen so in Szene zu setzen, dass ihre Leserschaft sich nicht nur gut in die jeweiligen Szenen hineinversetzen kann, sondern auch über einige sehr witzige Szenen schmunzeln muss. So zum Beispiel als bei der Katzendemo ein lautes vielstimmiges Gefauche, Gemaunze und Gebimmel zu vernehmen ist. Die vierbeinigen Heerscharen mit roten Schleifen, Christbaumkugeln, Lametta und Glöckchen, welche durch die Straßen der Stadt ziehen. Oder auch die Beschreibung der Fahrt in der Rakete auf dem Weihnachtskarussell, welche eine Besonderheit ist, die Elvis erlebt hat und wohl kein Auge trocken lässt.
Die Autorin versteht es ebenso, eine angenehme und passende Atmosphäre zu transportieren. Die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt und in den verschneiten Straßen der Stadt, Menschen in dicken Wintermänteln, mit Mütze und Schal ebenso wie der Blick von der Brücke auf die erleuchtete Festung, die über der Stadt und den beiden Flüssen thront, das schimmernde Wasser und die Lichter in der Ferne der Koblenzer Altstadt. Ebenso wie die Schiffe, die im Winter dort ankern, das glitzernde Wasser und die Schneespuren, welche das i-Tüpfelchen auf die Geschichte setzen.
Witzige Begriffe wie "katzentodmüde", "Raketenkater" und weitere sind ebenso lustig wie auch so einzigartig wie ein Kratzbaum, der mit Nadeln verziert ist, wenn es um die Weihnachtstanne geht.
Auch bei den Dosenöffnern gibt es allerlei Dinge, die sie beschäftigen. So flüchtet Oma Käthchen vor ihren Kindern, die sie zu Weihnachten eingeladen haben. Bayo, der Nigerianer, der in einer Fastfood-Kette mit dem großen M arbeitet und befürchtet, seine Wohnung verlassen zu müssen oder Nora, die erst kürzlich erfahren hat, dass sie einen Bruder hat. Diese Gesamtkombination bietet unterhaltsamen Stoff, wobei ein Mord, Verdacht und Irrtum, die Grenzen der Moral, aber auch Familiengeheimnisse und -enttäuschungen eine Rolle spielen und dadurch den Spannungsbogen aufrechterhalten.
Ein besonderes Schmankerl ist am Ende des Buches die Auswahl an Rezepten, welche in der Geschichte ihre Erwähnung finden.
Fazit: Weihnachten mit der Katzencommunity ist nicht nur für Katzenfans ein Highlight! Wem dieses Buch gefallen hat, der sollte auch den ersten Band „Frühstück mit Elvis – Ein Koblenzer Katzenkrimi“ lesen oder anhören. Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer von Kater Elvis, seinen Freunden und seinen Menschen!