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In der Stadt Semantik verschwinden plötzlich die Begriffe, die eine Gesellschaft zusammenhalten: Freiheit, Würde, Stille, Denken. Niemand weiß, wer sie entführt hat - doch das Blau der Verwaltung breitet sich unaufhaltsam aus und färbt Straßen, Häuser und Gedanken. Aus Parolen wird Rhythmus, aus Rhythmus wird Macht, und aus Macht wird eine Sprache, die das Fragen verlernen lässt. Inspektor Homo Sapiens, ein Mann, der das Menschliche in all seinen Schwächen kennt, wird widerwillig zum Ermittler in einem Fall, der weit über ein Verbrechen hinausgeht. Während die Stadt kippt, die Verwaltung sich…mehr

Produktbeschreibung
In der Stadt Semantik verschwinden plötzlich die Begriffe, die eine Gesellschaft zusammenhalten: Freiheit, Würde, Stille, Denken. Niemand weiß, wer sie entführt hat - doch das Blau der Verwaltung breitet sich unaufhaltsam aus und färbt Straßen, Häuser und Gedanken. Aus Parolen wird Rhythmus, aus Rhythmus wird Macht, und aus Macht wird eine Sprache, die das Fragen verlernen lässt. Inspektor Homo Sapiens, ein Mann, der das Menschliche in all seinen Schwächen kennt, wird widerwillig zum Ermittler in einem Fall, der weit über ein Verbrechen hinausgeht. Während die Stadt kippt, die Verwaltung sich zur Wahrheit erklärt und die Bürger zwischen Angst und Gewohnheit taumeln, folgt der Inspektor einer Spur, die nicht aus Beweisen besteht, sondern aus Bedeutungen. Er begegnet Frau Freiheit, die verschwindet, bevor jemand versteht, was das bedeutet. Er spricht mit Würde, Stille, Dummheit und vielen anderen, die mehr über den Zustand der Gesellschaft verraten als jedes Dokument. Und er stellt im entscheidenden Verhör jene Frage, die das gesamte System ins Wanken bringt. Als Hellblau die Nacht fraß ist ein Roman über Sprache, Macht und die Zerbrechlichkeit des Denkens. Eine literarische Parabel, die nicht belehrt, sondern offenlegt; die nicht brüllt, sondern präzise schneidet. Politisch, poetisch, ironisch - und erschreckend nah an dem, was möglich ist. Ein Buch über das, was bleibt, wenn die Angst verblasst. Und darüber, wie viel Mut eine Gesellschaft aufbringen muss, um ihre Freiheit wiederzuerkennen.
Autorenporträt
Urs Bastian Kunz ist Autor und Erzähler politisch-literarischer Stoffe, die sich mit Sprache, Gesellschaft und den Mechanismen menschlichen Handelns auseinandersetzen. Seine Arbeiten verbinden klare Beobachtung mit erzählerischer Präzision und einer feinen Balance zwischen Ernst und Ironie. Sein Werk umfasst mehrere Romane und literarische Projekte, die sich -jedes auf eigene Weise - mit Wahrnehmung, Verantwortung und der Rolle von Sprache in gesellschaftlichen Prozessen beschäftigen. Mit Als Hellblau die Nacht fraß legt er einen Roman vor, der politische Gegenwart in literarischer Form reflektiert und die Bedeutung von Sprache als gesellschaftliches Fundament erfahrbar macht. Urs Bastian Kunz lebt und arbeitet in Berlin.