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Raimo D. Nagel seziert in seinem dritten Lyrikwerk die toxischen Träume einer untergehenden Elite. In drogengesättigten Halluzinationen inszeniert der Jungautor Figurationen dekadenter Macht, die sich in faschistischen Ästhetiken verlieren. Okkulte Invokationen werden zu Chiffren autoritärer Sehnsucht, Blutmystik zum Vehikel einer Sprache, die ihre eigene Gefährlichkeit ausstellt. Die Gedichte operieren mit dem vollständigen Repertoire totalitärer Rhetorik: Führerkult, Vernichtungsfantasien, völkische Topoi - und verweigern dabei radikal jede interpretatorische Absicherung.Archaisierende…mehr

Produktbeschreibung
Raimo D. Nagel seziert in seinem dritten Lyrikwerk die toxischen Träume einer untergehenden Elite. In drogengesättigten Halluzinationen inszeniert der Jungautor Figurationen dekadenter Macht, die sich in faschistischen Ästhetiken verlieren. Okkulte Invokationen werden zu Chiffren autoritärer Sehnsucht, Blutmystik zum Vehikel einer Sprache, die ihre eigene Gefährlichkeit ausstellt. Die Gedichte operieren mit dem vollständigen Repertoire totalitärer Rhetorik: Führerkult, Vernichtungsfantasien, völkische Topoi - und verweigern dabei radikal jede interpretatorische Absicherung.Archaisierende Syntax trifft auf Schwarzromantische Bildgewalt, homoerotische Codierungen unterlaufen die heteronormative Logik faschistischer Männerbünde, während die Drogenrahmung das Ganze als "Eucharistie des Untergangs" kenntlich macht.Unentbehrlich für alle, die verstehen wollen, wie Sprache und Macht ineinander greifen.
Autorenporträt
Raimo D. Nagel (*2006 in Lübeck) ist eine radikale Kraft an der Schnittstelle von Literatur, Theater und bildender Kunst. Seine Arbeiten zerschlagen sprachliche und ästhetische Konventionen, indem sie mit archaischen Gestaltungsprinzipien und subversiver Zeitkritik operieren. In der Sprache schafft er fiebrige Freiräume jenseits von Grammatik und Orthografie, während seine Kunst zu den Wurzeln des Gestaltens zurückkehrt - roh, elementar, zugleich von kindlicher Ursprünglichkeit und brennender Aktualität. Nagel bewegt sich zwischen Zerstörung und Schöpfung, dekonstruiert Narrative und schafft eine Kunst, die sich jeder Einordnung entzieht. Bereits auf der Longlist des TJA 2024 prämiert, wirken seine Arbeiten in Städten wie Vaduz, Berlin und London als Aufrufe zur radikalen Hinterfragung von Form und Inhalt. Ein kompromissloser Akteur, der Kunst als totalen Freiraum versteht.