Die Arbeit setzt sich mit dem Phänomen strafrechtlich relevanter Konflikte auseinander, die nicht entlang dafür vorgesehener staatlicher Verfahren, sondern innerhalb kulturell homogener Gruppen reguliert werden. Sie nähert sich dem Thema, indem sie zunächst die - im Ergebnis engen - Grenzen zulässiger außergerichtlicher strafrechtlicher Konfliktregulierung herausarbeitet, den bisherigen Stand der empirischen Forschung darstellt und sodann die soziologischen und religiösen Hintergründe der Praktiken interner Regulierung im Umfeld von Großfamilien mit türkisch-kurdischer und arabischer Provenienz erörtert. Weiterhin handelt sie die Voraussetzungen des Täter-Opfers-Ausgleiches ab, welchen die Regulierungspraktiken im Ergebnis nur selten gerecht werden. Sie prüft die Strafbarkeit von Beteiligten in diversen typischen Konstellationen wegen Delikten, die die Strafrechtspflege als Schutzgut haben. Zuletzt wendet sich die Arbeit Reaktionsmöglichkeiten des Rechtsstaates auf das Phänomen zu
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
»Von Brauchitsch kommt das Verdienst zu, sowohl auf der rechtstatsächlichen Seite wie auch auf der Seite des Strafrechts und des Strafverfahrensrechts einen Einblick in die Problemstellungen der außergerichtlichen Verarbeitung von strafrechtlich relevanten Konflikten zu geben. Die Darstellung am Beispiel des Vorgehens von Familienverbänden nahöstlicher Herkunft ist klug angelegt, um einerseits die Beschränkung der Vielfalt von 'Paralleljustiz' vorzunehmen und andererseits die Verfahrensweisen erheblicher Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Erfreulich ist die gedankliche und sprachliche Klarheit der von von Brauchitsch vorgelegten Untersuchung.« Dr. Immo Graf, in: Zeitschrift für das Gesamte Sicherheitsrecht, 1/2025







