Funktioniert die menschliche Seele wie ein Schachcomputer? Der Bamberger Psychologieprofessor Dietrich Dörner untersucht, ob der Mensch als Ganzes, als stofflicher Organismus mit einer "irgendwie" in der Materie sich bildenden immateriellen Komponente, genannt Seele, als eine hyperkomplexe Maschine gedacht werden kann. Ziel seiner Studie ist die Revision bestimmter Zentralbegriffe der Psychologie. Speziell in den Bereichen "Cognitive Science" und "Artificial Intelligence" versucht der Autor, einige weiße Flecken zu tilgen, die in der Psychologie mit "Motivation" und "Gefühl" umschrieben sind.
Dörners Psychologie ist aus einem Guß. Sie widmet sich auch Themen, die traditionell eher randständig und meistens isoliert behandelt werden: Liebe, Trauer, Witz, Schönheit, Götter und Geister und vieles mehr. Banale Alltagsereignisse werden mit tiefschürfenden denkpsychologischen Überlegungen verknüpft. Gerade an diesen Stellen zeigt sich die integrative Kraft dieses Ansatzes. Spektrum der Wissenschaft
