Computer sind dumm. Sie können sich nicht auf ihren menschlichen Gesprächspartner oder auf eine Situation einstellen, sie haben kein Bewußtsein von sich selbst, sie sind nicht in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Wir wissen: Ohne Gefühle keine Intelligenz. Wird die "Denkmaschine" also immer ein künstlicher Idiot bleiben? Keineswegs! behauptet Dietrich Dörner, einem weiten Leserkreis in bester Erinnerung als Autor des amüsant-schockierenden Buches "Die Logik des Mißlingens". Wir können eine Maschine mit einer Seele ausstatten, aber dazu müssen wir wissen, was eigentlich unsere "Seele" ist, worin sie besteht, was sie ausmacht. Und das tun wir am besten, indem wir uns eine Seele bauen. "Um die Seele zu erklären", sagt der Autor in einem "Spiegel"-Interview, "muß ich sie als informationsverarbeitendes System begreifen und sie auf ein mathematisches System bringen. Natürlich ist die Seele ein recht kompliziertes Gebilde. Der Grundbauplan allerdings ist gar nicht so schwer zu entschlüsseln." Um diesen "Grundbauplan" geht es in Dörners neuem Buch. Auf eine amüsant-lehrreiche Reise führt der Autor zum Inneren unseres Selbst.
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