Der Anteil der Kirchen an der Debatte um den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie.Seit den frühen 1970er Jahren wurde in den evangelischen Kirchen der Bundesrepublik Deutschland intensiv über die Atomenergie diskutiert. Die Kirchen waren sowohl Bühnen als auch Akteure in einem gesellschaftlichen Großkonflikt, der bis heute andauert. Michael Schüring widmet sich aus historischer Distanz den Ursachen, Ursprüngen und dem Verlauf des kirchlichen Engagements in diesen Fragen in der Zeit bis zur Wiedervereinigung. Dabei wird das weltanschauliche, politische und kulturelle Selbstverständnis kirchlicher Atomkraftgegner kritisch untersucht. In langwierigen, oft bitteren Auseinandersetzungen entwickelte sich innerhalb der Kirchen eine lebendige Streitkultur, in der eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit verhandelt wurde. Die Kirchen hatten damit einen wesentlichen Anteil an einer Debatte, die schließlich in die Forderung nach einem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus derAtomenergie mündete.
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»eine sehr gut lesbare und intensive Auseinandersetzung mit kirchlicher Zeitgeschichte« (Claudia Kemper, H-Soz-Kult, 31.03.2016) »lesenswert und aktuell« (Frank Bösch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.05.2016) »Für die Aufarbeitung des Verhältnisses von Umweltgeschichte und dem bundesdeutschen Protestantismus leistet dieses Buch einen wertvollen Beitrag.« (Tim Schedel, Zeitschrift für Evangelische Ethik, April-Juni 2017)







