Fünf Jahrzehnte lang lebten auf dem Territorium Ostdeutschlands durchschnittlich eine halbe Million sowjetische Soldaten und Zivilbeschäftigte Haus an Haus mit der einheimischen Bevölkerung. Silke Satjukow schildert erstmals die Geschichte der Besatzung vom Einmarsch der Roten Armee 1945 bis zum Abzug 1994.In der unmittelbaren Nachkriegszeit reklamierten die russischen Besatzer nicht nur die politische Macht für sich, sondern handelten aus dem Bewusstsein, über alles frei verfügen zu können. Diese Haltung führte vor Ort zu unregierbaren Zuständen. Deshalb setzte bereits 1947 eine räumliche…mehr
Fünf Jahrzehnte lang lebten auf dem Territorium Ostdeutschlands durchschnittlich eine halbe Million sowjetische Soldaten und Zivilbeschäftigte Haus an Haus mit der einheimischen Bevölkerung. Silke Satjukow schildert erstmals die Geschichte der Besatzung vom Einmarsch der Roten Armee 1945 bis zum Abzug 1994.In der unmittelbaren Nachkriegszeit reklamierten die russischen Besatzer nicht nur die politische Macht für sich, sondern handelten aus dem Bewusstsein, über alles frei verfügen zu können. Diese Haltung führte vor Ort zu unregierbaren Zuständen. Deshalb setzte bereits 1947 eine räumliche Entflechtung ein: Der Rückzug der Streitkräfte hinter grüne Bretterzäune. Fortan gab es abgezirkelte Areale, ganze 'Russenstädtchen', die erste verlässliche Grenzen zwischen Besatzern und Besetzten markierten. Sie wurden zur Voraussetzung für das langfristige Nebeneinander vor Ort, aus welchem sich zuweilen sogar ein Miteinander entwickelte. Von politischen Manifestationen über gemeinsame Alltagserfahrungen bis hin zu persönlichen Freundschaften und Liebesbeziehungen präsentiert die Autorin ein detailliertes Bild dieses deutsch-sowjetischen Neben- und Miteinanders.
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Autorenporträt
Silke Satjukow ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: 1 Der Abzug Abschied unter Freunden? Politische Chronik des Abzugs Forderungen und Herausforderungen Alltag des Abzugs Zwischen den Fronten Nachrufe Fragehorizonte Raum, Gesellschaft und Generationen 2 Die Zeit der Besetzung: Von Kriegsende bis 1961 2.1"Die Russen kommen ..."Erwartungen bis zum Ende des Krieges 2.2"Die Russen sind da ..."Erste Begegnungen zwischen Rotarmisten und deutschen Zivilisten Machtübernahme durch die Besatzer Besatzungsalltag der ersten Jahre Kasernenalltag Persönliche Begegnungen Perestroika 1947 Rückzug hinter Mauern Fundamente künftiger Begegnungen Der Mythos der"Befreiung"2.3 Der Volksaufstand von 1953 Angst vor dem Interregnum Tage im Juni 1953 Demonstrationen militärischer Macht Der"zweite Sieg"2.4 Das Stationierungsabkommen von 1957 Staatsvertrag und"Souveränität"Der Stationierungskodex Die Gemischte Deutsch-Sowjetische Kommission 2.5 Die Definition der Grenzen Bau der Mauer im Jahr 1961 Von der Besetzung zur Besatzung 3 Die Zeit der"Besatzung": Vom Mauerbau bis zum Abzug 1994 3.1 Die"Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland"Topographien Die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte auf dem Territorium der DDR Territoriale Inbesitznahmen Standorte Die Kosten der Besatzung Bilanzen 3.1.2 Alltag in der Kaserne Die GSSD aus der Binnenperspektive Traditionen der"Kameradenschinderei": Die Dedowschtschina In Klausur: Blicke über die Mauern Die Militär-Medien Geheimdienste auf Grenzposten Blicke hinter die Zäune und Mauern 3.1.3 Flucht und Fahndung Konjunkturen Fahndungsnetze Fallbeispiele Sym-Pathie im Zwiespalt: Der Fluchthelfer Blindgänge 3.1.4 Tod und Bestattung Tod hinter Kasernenmauern Bestattungen Garnisonsfriedhöfe Sacrosanctitas Im Dienst der Toten - der Dienst der Toten 3.2 (Un-) Freiwillige Nachbarschaften 3.2.1Der Vertrag von Warschau Manöver"Oktobersturm"im Raum Thüringen"Waffenbrüderschaft bedeutete, man muß miteinander auskommen"Stiefbrüder in Waffen 3.2.2 (Infra-) Strukturen gemeinsamen Wirtschaftens Der VEB Spezialhandel Leipzig
Aus dem Inhalt: 1 Der Abzug Abschied unter Freunden? Politische Chronik des Abzugs Forderungen und Herausforderungen Alltag des Abzugs Zwischen den Fronten Nachrufe Fragehorizonte Raum, Gesellschaft und Generationen 2 Die Zeit der Besetzung: Von Kriegsende bis 1961 2.1"Die Russen kommen ..."Erwartungen bis zum Ende des Krieges 2.2"Die Russen sind da ..."Erste Begegnungen zwischen Rotarmisten und deutschen Zivilisten Machtübernahme durch die Besatzer Besatzungsalltag der ersten Jahre Kasernenalltag Persönliche Begegnungen Perestroika 1947 Rückzug hinter Mauern Fundamente künftiger Begegnungen Der Mythos der"Befreiung"2.3 Der Volksaufstand von 1953 Angst vor dem Interregnum Tage im Juni 1953 Demonstrationen militärischer Macht Der"zweite Sieg"2.4 Das Stationierungsabkommen von 1957 Staatsvertrag und"Souveränität"Der Stationierungskodex Die Gemischte Deutsch-Sowjetische Kommission 2.5 Die Definition der Grenzen Bau der Mauer im Jahr 1961 Von der Besetzung zur Besatzung 3 Die Zeit der"Besatzung": Vom Mauerbau bis zum Abzug 1994 3.1 Die"Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland"Topographien Die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte auf dem Territorium der DDR Territoriale Inbesitznahmen Standorte Die Kosten der Besatzung Bilanzen 3.1.2 Alltag in der Kaserne Die GSSD aus der Binnenperspektive Traditionen der"Kameradenschinderei": Die Dedowschtschina In Klausur: Blicke über die Mauern Die Militär-Medien Geheimdienste auf Grenzposten Blicke hinter die Zäune und Mauern 3.1.3 Flucht und Fahndung Konjunkturen Fahndungsnetze Fallbeispiele Sym-Pathie im Zwiespalt: Der Fluchthelfer Blindgänge 3.1.4 Tod und Bestattung Tod hinter Kasernenmauern Bestattungen Garnisonsfriedhöfe Sacrosanctitas Im Dienst der Toten - der Dienst der Toten 3.2 (Un-) Freiwillige Nachbarschaften 3.2.1Der Vertrag von Warschau Manöver"Oktobersturm"im Raum Thüringen"Waffenbrüderschaft bedeutete, man muß miteinander auskommen"Stiefbrüder in Waffen 3.2.2 (Infra-) Strukturen gemeinsamen Wirtschaftens Der VEB Spezialhandel Leipzig
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