Dies ist Paul Austers sehr persönliche Abrechnung mit der Vergottung des Waffentragens in der amerikanischen Kultur und Gesellschaft. Er erzählt davon zunächst in biografischen Vignetten, beginnend bei den Spielzeugcolts der Kindheit und den Western im Fernsehen. Es folgen die ersten Einschläge im näheren Umfeld, der von der Großmutter erschossene Großvater - lange Zeit ein Familiengeheimnis, von dem Auster nur durch Zufall erfuhr.
Von da aus geht er zurück in die amerikanische Geschichte und erklärt, warum die Waffe in der Hand des freien Bürgers in direkter Linie aus der Gewalt der Sklavenhaltergesellschaft hervorgegangen ist. Der Streit ums Waffentragen führt ins Zentrum der aktuellen Auseinandersetzungen um die Gestaltung des amerikanischen Gesellschaftssystems. Auster zeigt sich hier als ebenso polemischer wie klarsichtiger politischer Beobachter und Kommentator.
Der Text wird begleitet von Fotos des US-Fotografen Spencer Ostrander - in ihrer Stille gespenstisch eindrückliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Schauplätze bekannter Massaker.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Von da aus geht er zurück in die amerikanische Geschichte und erklärt, warum die Waffe in der Hand des freien Bürgers in direkter Linie aus der Gewalt der Sklavenhaltergesellschaft hervorgegangen ist. Der Streit ums Waffentragen führt ins Zentrum der aktuellen Auseinandersetzungen um die Gestaltung des amerikanischen Gesellschaftssystems. Auster zeigt sich hier als ebenso polemischer wie klarsichtiger politischer Beobachter und Kommentator.
Der Text wird begleitet von Fotos des US-Fotografen Spencer Ostrander - in ihrer Stille gespenstisch eindrückliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Schauplätze bekannter Massaker.
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Paul Austers Essay widmet sich, so Rezensentin Sieglinde Geisel, der eskalierenden Waffengewalt in den USA, sowie dem zugrundeliegenden Mythos von der Bedeutung von Schusswaffen. Auch in diesem nichtfiktionalen Buch besticht Austers Schreiben laut Geisel vor allem da, wo er von eigenen Erfahrungen ausgeht und etwa davon berichtet, wie er selbst mit acht Jahren in den Ferien das Schießen lernte. Auch über die historischen Wurzeln der Waffenverherrlichung in der Vernichtung der amerikanischen Ureinwohner und der Sklaverei schreibt der Autor laut Rezensentin, wobei im sogenannten Wilden Westen die Zivilisation insofern bereits einmal weiter war, als Waffen an der Stadtgrenze abzugeben waren. Allzu viel Analyse sollte man in dem von Spencer Ostranders Fotografien illustrierten Band allerdings nicht erwarten, meint Geisel. Auster bleibe letztlich auch in seinem Waffenessay in erster Linie Romanautor.
© Perlentaucher Medien GmbH
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In einer Zusammenschau schockierender Zahlen, großer historischer Zusammenhänge, kleiner eigener Erlebnisse und berührender Bilder gelingt es Auster und Ostrander, ein überwältigendes Thema mental handhabbar zu machen. Andreas ; Sebastian Kremler ; Kiefer Falter 20240301







