Grundlage der Naturauffassung Caspar David Friedrichs ist seine umfassende Entwicklungsvorstellung. Seine Motivwahl, sein Denken in Zyklen und Pendants, aber auch das Verhältnis von Nähe und Ferne seiner Bildräume ist ohne ein solches Entwicklungsdenken nicht zu erklären. Auf dieser Grundlage lässt sich die Natur mit historischen Prozessen in Analogie setzen. Indem die Gesetzmäßigkeit der Natur auf die Geschichte übertragen wurde, erhielt Friedrich dieLegitimation, eine"neue Zeit"erwarten zu können. Diese Publikation erschließt erstmals die politisch-historische Dimension in der Kunst C. D. Friedrichs. Ihre utopische Kraft, die bis heute den Betrachter berührt, ist von daher erklärbar. Die Untersuchung von Peter Märker, des langjährigen Leiters der Graphischen Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, liegt hier erstmals in Buchform vor.
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