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In diesem Band wird noch einmal das weite Themenspektrum dokumentiert, mit dem sich Volker Press beschäftigt hat. Mir scheint, daß mit dem Erscheinen der 2. Auflage seiner gesammelten Aufsätze ein Gelehrter gewürdigt wird, der Außerordentliches für die Erforschung der frühneuzeitlichen Reichs- und Landesgeschichte geleistet hat. Offenbar hat sich gerade auch durch die Wiederveröffentlichung dieser Studien und Aufsätze bestätigt, wie wichtig, anregend und fortwirkend seine Fragestellungen und Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet gewesen sind. Aus: Johannes Kunisch, Vorwort zur zweiten…mehr

Produktbeschreibung
In diesem Band wird noch einmal das weite Themenspektrum dokumentiert, mit dem sich Volker Press beschäftigt hat. Mir scheint, daß mit dem Erscheinen der 2. Auflage seiner gesammelten Aufsätze ein Gelehrter gewürdigt wird, der Außerordentliches für die Erforschung der frühneuzeitlichen Reichs- und Landesgeschichte geleistet hat. Offenbar hat sich gerade auch durch die Wiederveröffentlichung dieser Studien und Aufsätze bestätigt, wie wichtig, anregend und fortwirkend seine Fragestellungen und Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet gewesen sind. Aus: Johannes Kunisch, Vorwort zur zweiten Auflage»Dieser Band besticht durch seine wohlüberlegte Auswahl. Das ist um so bemerkenswerter, als es keine leichte Aufgabe war, aus den vielen Beiträgen eine Auswahl zu treffen, die nicht wie eine beliebige Aneinanderreihung von Themen wirkt, sondern die eigentliche Absicht des Autors vermittelt, eine Neubewertung der Geschichte des Alten Reiches einzuleiten. Diese Sicht von Press weiterzugeben war eine Aufgabe, die dieser Aufsatzband in hervorragender Weise erfüllt.« Karl Otmar Freiherr von Aretin, in: Historische Zeitschrift, Band 267 (1998)
Rezensionen
"Der anzuzeigende Sammelband vereint Aufsätze aus der Feder des vielleicht anregendsten und produktivsten Frühneuzeitforschers der zweiten Jahrhunderthälfte. Volker Press (1939-1993) gehört zu jener Gruppe von Historikern, die sich in den siebziger Jahren aufmachten, das Alte Reich neu zu malen - es von jenen fratzenhaften Verzerrungen zu befreien, die es bis zur Unkenntlichkeit entstellten, weil unsere Zunft, als sie als Wissenschaft an die Universitäten gelangte, in den Fängen der 'kleindeutschen Geschichtsbaumeister' war und damals neben dem Malkasten immer die preußische Pickelhaube gelegen hatte. Daß das Reich monströs gewesen sei oder doch allenfalls ein drolliges Ungetüm, daß es spätestens seit 1648 eigentlich gar keine deutsche Geschichte mehr gegeben habe, die sich nun als Summe von Landesgeschichten präsentiere, weil damals jeder Zusammenhang vollends zerschlagen; oder aber der ohnehin schon modrige Reichsverband vollends petrifiziert worden sei (der Westfälische Friede als Schneidewand zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten) - diese und vergleichbare einseitige Klischees aus dem nationalstaatlichen Jahrhundert wurden in den 1970er und 1980er Jahren endlich mit großer Verspätung abgeräumt, strukturelle Eigenart und Eigenwert des Reiches wurden endlich ohne unangebrachte Herabsetzung und schiefe Vergleiche herausgearbeitet. Der Anteil, den Volker Press an dieser epochalen Umwertung hat, ist gar nicht hoch genug zu veranschlagen. Ungezählte Impulse verdanken sich seiner Wühlarbeit, seinen unorthodox tiefschürfenden Grübeleien. Das oeuvre ist so reichhaltig und manchmal barock-verschnörkelt wie es der evangelische Altbayer und sensible Kraftmensch Press war, deshalb in zwei, drei Sätzen besonders schwer zu charakterisieren. Press verband Rechts- mit Verwaltungs- und Sozialgeschichte. Weil jene Melange damals nicht wenige auf ihre Fahnen geschrieben hatten (das programmatisch Postulierte allerdings selten so pfiffig und frei von theoretisierendem Brimbo).…mehr