Das Buch Judith ist ein bedeutsames Werk der alttestamentlichen Literatur, das meisterhaft Historie und Fiktion verwebt. Der innere Konflikt einer von Feinden bedrohten israelitischen Stadt mündet in den heldenhaften Aufstieg der Protagonistin Judith, deren Mut und List einen nationalen Befreiungsakt auslösen. In kunstvoll komponierter Sprache und mit dramatischer Spannung wird dabei nicht nur eine Emanzipationsgeschichte, sondern auch ein tief verankertes Glaubenszeugnis erzählt. Die narrative Dichte und Intertextualität verankern das Buch im kulturellen Kontext hellenistischer Jüdischkeit, machen es zugleich jedoch offen für vielfältige Deutungen bis in die Gegenwart. Über den anonymen Verfasser ist wenig bekannt, was dem Text eine universelle, kollektive Stimme verleiht. Die Entstehung des Werkes wird ins 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. datiert, wahrscheinlich im kulturellen Umfeld der Diaspora. Möglicherweise eingeschrieben als Reaktion auf politische Unterdrückungserfahrungen, spiegelt Das Buch Judith die Sehnsucht nach Identitätsfindung, Widerstandsfähigkeit und geistiger Erneuerung wider. Das Buch Judith eröffnet Leserinnen und Lesern aus literaturwissenschaftlicher, theologischer und historischer Perspektive einen vielschichtigen Zugang zu Fragen von Macht, Gender und religiöser Identität. Es empfiehlt sich als Schlüsseltext antiker Erzählkunst mit anhaltender Relevanz für aktuelle Diskurse um Freiheit und Glauben.
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