»Das Dorf« und »Suchodol« sind zwei der bekanntesten und beeindruckendsten Werke Bunins, die schon bei ihrem Erscheinen heftige Diskussionen ausgelöst haben.»Das Dorf« entfaltet durch die Geschichte der ungleichen Brüder Krassow und an Schauplätzen wie Kramladen, Jahrmarkt, Vorstadt, Landstraße oder Bauernstube ein Panorama des düsteren Provinzlebens im vorrevolutionären Russland. Bunin beschreibt dieses Leben in all seinen Facetten schonungslos und dennoch mit Verständnis, ja beinahe liebevoll.»Suchodol« rekonstruiert durch die Erzählungen der alten Magd Natalja die komplizierte Geschichte der Besitzerfamilie des Landguts Suchodol und entwirft damit das anschaulichste und dichteste Bild der untergehenden russischen Adelskultur, das in der russischen Literatur existiert.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
In einer informativen Besprechung lobt Sabine Berking diese Neuübersetzung von Iwan Bunis Erzählungen "Das Dorf" und "Suchodol" sehr. "Meisterhaft" nennt sie die Leistung von Dorothea Trottenberg, denn Berking weiß um die Schwierigkeit, Bunins "schnörkellose Eleganz" ins Deutsche zu retten. Auch dem Verlag zollt sie große Anerkennung für die ehrgeizige Edition des russischen Nobelpreisträgers. Bunin, erklärt Berking, entstammte dem verarmten Landadel und betrachtete die Abschaffung der Leibeigenschaft 1861 und ihre Folgen kritisch, da sie, wie Berking schreibt, zur "Auflösung des Bandes" zwischen Gutsbesitzern und Bauern führte und zur Verarmung von beiden. Doch erzähle Bunin nicht nur von ökonomischer, sondern auch von seelischer Tristesse; Kirchendiebe, Säufer, Kindsmörder und Erbschleicher bevölkern die Geschichten. Von so viel Armseligkeit und Elend hat Berking selten gelesen, und sie fände es "kaum auszuhalten, wäre es nicht so großartig geschrieben".
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Die vielleicht schönste und lohnendste Wiederentdeckung der letzten Jahre.« Karla Hielscher / Deutschlandfunk








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