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Das Goethe-Tabu - Wilson, W. D.
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Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach unter der Herrschaft von Carl August gilt als Paradebeispiel für den aufgeklärten "liberalen" Absolutismus. Doch es gab auch in Weimar Zensur, Bespitzelung und Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Kritik an der herzoglichen Politik wurde ungern gesehen. Goethe, seit 1776 weimarischer Staatsbeamter und lange Mitglied des höchsten Regierungsgremiums, spielte eine wichtige politische Rolle. Auf der Basis ausgiebigen Quellen- und Aktenstudiums setzt sich der Autor mit der dunklen Seite der Weimarer Klassik auseinander und plädiert für die längst fällige politische Auseinandersetzung mit ihrem Erbe.…mehr

Produktbeschreibung
Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach unter der Herrschaft von Carl August gilt als Paradebeispiel für den aufgeklärten "liberalen" Absolutismus. Doch es gab auch in Weimar Zensur, Bespitzelung und Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Kritik an der herzoglichen Politik wurde ungern gesehen. Goethe, seit 1776 weimarischer Staatsbeamter und lange Mitglied des höchsten Regierungsgremiums, spielte eine wichtige politische Rolle. Auf der Basis ausgiebigen Quellen- und Aktenstudiums setzt sich der Autor mit der dunklen Seite der Weimarer Klassik auseinander und plädiert für die längst fällige politische Auseinandersetzung mit ihrem Erbe.
Rezensionen
"Zwar finde ich bisweilen die Empörung Wilsons über den Anteil Goethes an Maßnahmen zum Schutz des spätabsolutistischen Weimar etwas naiv, aber andererseits zeigt die sehr unsouveräne Reaktion vieler deutscher Germanisten auf Wilsons Studien und Thesen doch, bei wievielen Goethe-Forschern der - zum Teil vielleicht sogar unbewußte - Drang zu Idealisierung oder doch wenigstens Schönung Goethes noch immer sehr stark ausgeprägt ist." Jörg Drews, 'Der Tagesspiegel'

"Der in Berkeley lehrende Germanist Wilson hat ein grundgelehrtes, auf zähem Archivstudium gegründetes Werk vorgelegt. Er konnte unbekannte Dokumente zu Tage fördern. Seine Vorwürfe gegen eine Germanistik, die Goethe und Weimar idealisiert hat, sind mehr als berechtigt. Andererseits kann Wilson nicht widerstehen, Indizien zu entlarvenden Fakten umzudeuten. Und er muß sich auch fragen lassen, ob denn jemand angenommen hat, daß Goethe außerhalb seiner Kunst ein Beglücker der Menschheit war. Das politische Geschäft verband sich schon damals mit persönlichen Interessen."

Joachim Dyck, Vorsitzender der Goethegesellschaft in Oldenburg, 'Nordwest-Zeitung'

"Schwere Kaliber, die W. Daniel Wilson hier ausgerechnet im Goethe-Jahr auffährt. In den Bastionen der institutionalisierten Goehte-Forschung verbarrikadiert man sich indes. Aus dem Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar war zu hören: 'Was würden die Amis sagen, wenn wir Weimarer eine die Wahrheit erheischende Untersuchung zur Ausrottung der Indianer vorlegen würden?' Klingt etwas hilflos und vor allem im Vergleich völlig danebengegriffen." Bernhard Setzwein, 'Passauer Neue Presse'

"Wilson entlarvt das Bild des 'liberalen' klassischen Weimars als Legende. Soldatenhandel, Bespitzelung, Zensur und Frondienste für Bauern gehörten zum Alltag. Und Goethe spielte mit seinen Funktionen eine maßgebliche Rolle." Wolfgang Tichy, 'Oberhessische Presse'

"Lesenswert, weil auf intensiven Quellenstudien beruhend." Harald Asel, 'InfoRadio Berlin'

"Wenn sie von W. Daniel Wilsons Buch hören, winken die einen verächtlich ab, die anderen - wie ein Kolumnist der Weimarer Lokalzeitung - empören sich drüber, daß ein Germanist aus dem Todesstrafen-Staat USA Goethes Unterschrift wagt zu kritisieren, die dieser als Politiker des Herzogtums Weimar vor mehr als 200 Jahren unter ein Todesurteil gesetzt hat. Und der ostdeutsche Schriftsteller Peter Hacks plädiert in der Zeitschrift 'Konkret' dafür, W. Daniel Wilson in der Ilm, also dem Flüßchen, das durch Weimar fließt, zu ertränken!" Jürgen Heilig, 'SWR'
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