26,00 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei*
Sofort lieferbar
payback
0 °P sammeln
  • Broschiertes Buch

Minsk, Sommer 2020: Während auf den Straßen Massenproteste gegen Lukaschenkos Regime toben, beginnt Matwej im Theater die Proben zu einem Stück über den Inquisitionsprozess gegen Jeanne d'Arc. Als plötzlich seine ehemalige Lehrerin inhaftiert wird und ihr Kater Heidegger zu verhungern droht, erklärt Matwej sich bereit, Heidegger zu retten. Dabei stolpert er unverschuldet zwischen die Fronten von Protestierenden und Staatsmacht. Unterwegs begegnet er der menschgewordenen Revolution in Form der Punk-Poetin Lady Di. Ihr Mittel des Widerstands? Worte. Ein bewegender Roman über die Kraft der…mehr

Produktbeschreibung
Minsk, Sommer 2020: Während auf den Straßen Massenproteste gegen Lukaschenkos Regime toben, beginnt Matwej im Theater die Proben zu einem Stück über den Inquisitionsprozess gegen Jeanne d'Arc. Als plötzlich seine ehemalige Lehrerin inhaftiert wird und ihr Kater Heidegger zu verhungern droht, erklärt Matwej sich bereit, Heidegger zu retten. Dabei stolpert er unverschuldet zwischen die Fronten von Protestierenden und Staatsmacht. Unterwegs begegnet er der menschgewordenen Revolution in Form der Punk-Poetin Lady Di. Ihr Mittel des Widerstands? Worte. Ein bewegender Roman über die Kraft der Sprache und den Versuch, im Angesicht der Unterdrückung Mensch zu bleiben.
Autorenporträt
Viktor Martinowitsch (auch: Victor Martinovich), 1977 in Belarus geboren, studierte Journalistik in Minsk und lehrt heute Hermeneutik und Kulturphilosophie an der Europäischen Universität für Geisteswissenschaften in Vilnius. Martinowitsch wurde bekannt mit seinem Roman "Paranoia" (2014), der in Belarus nach Erscheinen inoffiziell verboten wurde. 2012 erhielt Martinowitsch den Maksim-Bahdanowitsch-Preis. Thomas Weiler, 1978 im Schwarzwald geboren, übersetzt seit seinem Übersetzerstudium in Leipzig, Berlin und St. Petersburg. 2019 erhielt er den Karl-Dedecius-Preis, 2024 wurde er mit dem Paul-Celan-Preis und der August Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung geehrt. Er lebt mit seiner Familie in Markkleeberg bei Leipzig. Bei Voland & Quist erschienen seine Übersetzungen von Viktor Martinowitsch, Ziemowit Szczerek und Alhierd Bacharevi¿. VQ steht für mutige, emanzipierte, frische Literatur, die in keine Schubladen passt, für Komik und Lyrik, für besondere illustrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbücher (Graphic Novels). Wir lieben gute Geschichten, aber auch Grenzgänge, Ungewöhnliches, Experimentelles. Stimmen, die man unter hunderten wiedererkennt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Dlf-Rezension

Ein tolles, ergreifendes Buch über die Oppositionsbewegung im Belarus des Jahres 2020 hat Viktor Martinowitsch laut Rezensent Ulrich Rüdenauer geschrieben. Die Hauptfigur mit Namen Matjew ist ein naiver Idealist, erfahren wir, außerdem arbeitet er als Schauspieler und hat mit einer "Jeanne d'Arc"-Aufführung zu tun, die verklausuliert von den politischen Verhältnissen im Land spricht. Schön, so Rüdenauer, wie Martinowitsch die Absurdität dieses gescheiterten Aufstands gegen die Autokratie einfängt. Gut gefällt dem Rezensenten etwa eine Episode, in der Matjew die Bekanntschaft einer Katze namens Heidegger macht, ein französischer Stalinist übernimmt die Rolle des Bösewichts, schließlich verliebt sich Matjew. Melancholisch, witzig und ohne Hemmungen, schreibt Martinowitsch, freut sich Rüdenauer, der auch Thomas Weilers Übersetzung libt. Der Titel des Buches ist angesichts der finsteren Lage der belarusischen Opposition zwar ironisch gemeint, erfahren wir, zwischendurch scheint dennoch auch mal die Hoffnung auf eine bessere Zukunft durch.

© Perlentaucher Medien GmbH