"Das höfliche Gespenst" von Sophie Albrecht ist ein herausragendes Werk der deutschen Literatur um 1800, das sich durch seinen innovativen Umgang mit rationalistischer Aufklärung und sanftem Schauer auszeichnet. Im Zentrum des Romans steht die Erscheinung eines Geistes, der im höflichen Dienste der Menschen steht und für Verwirrung, aber auch für tiefgründige Reflexionen über Vernunft, Empfindsamkeit und gesellschaftliche Konventionen sorgt. Albrechts Schreibstil verbindet eine feinsinnige Sprache mit psychologischer Tiefe und stellt die Grenzen zwischen Realität und Fantasie in den Mittelpunkt, wobei das Werk gleichzeitig literarisch zwischen Empfindsamkeit und Frühromantik angesiedelt ist. Sophie Albrecht (1756-1840) war nicht nur eine vielseitige Dichterin und Schauspielerin, sondern auch ein Pionier der Aufklärung, deren Leben von literarischer Unabhängigkeit und sozialem Engagement geprägt war. Persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Beschränkungen sowie ihr Interesse an psychologischen und metaphysischen Themen spiegeln sich in "Das höfliche Gespenst" wider. Ihre Rolle als Frau in der Literaturgeschichte verlieh ihrem Schaffen zudem eine besondere Perspektive, die gesellschaftliche Konventionen subtil hinterfragt. Dieses Buch empfiehlt sich all jenen Leserinnen und Lesern, die an literarischen Grenzgängen zwischen Vernunft und Übersinnlichem interessiert sind und die Entwicklung weiblicher Stimmen in der deutschen Literaturgeschichte nachvollziehen möchten. Es lädt dazu ein, die geistigen und sozialen Herausforderungen der Aufklärung aus einem originellen Blickwinkel zu betrachten und eröffnet einen faszinierenden Zugang zur Literatur des 18. Jahrhunderts.
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